Gedenkwirtschaft

        

Die Asche der Opfer
wird zu einem Diamanten gepreßt und ausgestellt;
die Täter werden mit einem Schweigegelübde sanktioniert.

 

 

Es mag den Cyrus Overbeck nun mancher als Belästigung empfinden, aber seine reizbasierten Hervorrufungen bei Obrigkeit, Untertanen und Bürgertum liefern immer wieder noch Grundierung für Erkenntnis und Volksaufklärung.
So war in der Niederschrift der Esenser Ratssitzung vom 17.06.2019 unter Bezug auf dessen Anregungen die Rede von einem „ökonomischen Arbeitskreis Christen und Juden“.
Der Freud’sche Versprecher (er wurde nach Hinweis im Folgeprotokoll korrigiert) trifft auf die Annahme, es gebe in Esens eine Gedenkökonomie, also eine wie auch immer geartete Gedenkwirtschaft, deren Aktiva, Passiva, Akteure, Affekte und Ziele einer sorgfältigen Betrachtung lohnen.

Die allseits reklamierte „Gedenk- bzw. Erinnerungskultur“ darf hier als zentraler Kampfbegriff gelten, dessen zerstörerische Wirkung sich exemplarisch an des Künstlers unzulässigem Eingriff in eben diesen Esenser Gedenkwirtschaftkreislauf ermessen läßt. Betrachten wir also des Kreislaufs Richtung, seine Zeugnisse, Symbole, Events und Aktivisten.

Wer weiß, daß das deutsche Wirtschaftswunder sich keineswegs dem Wirken eines famosen Ludwig Erhard verdankt, sondern mit der Arisierung auf dem Raub jüdischen Vermögens (Hertie, Quandt, Flick u.a.) und dauerhafter Verweigerung von Reparationen und Wiedergutmachung gründet, muß fragen, wie die Aneignung jüdischen Vermögens durch Esenser Bürger und Nachbarn erfolgte. Wie überkam der Besitzerwechsel dieses immense Ausmaß an privaten Wertgegenständen? Welche Esenser waren plötzlich wohlhabend? Zu wessen Gunsten erfolgten die zahlreichen Grundbuchänderungen zu ehemals jüdischen Immobilien? Welche Prosperität vermochte das geraubte Judenvermögen dem Esenser Bürgertum zu bescheren?


Die Juden in Esens, Gerd Rokahr, 1994

Mit Gerd Rokahrs Buch „Die Juden in Esens“ liegt seit 25 Jahren ein umfassendes Kompendium über die regionale und schließlich lokale Siedlungs-, Kultur- und Religionsgeschichte der jüdischen Glaubengemeinschaft vor; auch und gerade die detailreiche Darlegung der Opferbiographien als bloßen Bodycount zu klassifizieren, würde dem Werk sicher nicht gerecht. Der Chronist bleibt ausschließlich seinem Untersuchungsgegenstand mit annähernd anthropologischem Erkenntnisinteresse leidenschaftlich und strikt verbunden, jedoch die Antworten zu o.b. Fragen schuldig. In nur zwei signifikant kargen Abschnitten, 7.3.2 und 7.5.3, bleiben auch Räuber und Gewinnler fatal mystisch und anonym, verschont vom etwaigen Chronisteninteresse zum Wissen voneinander, wer den Nachbarn denunziert hat, um dessen schöne Kommode willen, oder dessen Haus, oder Konkurrenzbetrieb …

Nachgefragt in einer Esenser Buchhandlung, sei das Werk seit längerem vergriffen und nicht mehr erhältlich. Zwar läge noch ein Kontingent bei der Stadt Esens; die aber – sehr zum Verdruß der Händlerin und interessierter Nachfrager – rücke nichts raus, weil sie das ausdrücklich „zu Repräsentationszwecken“ benötige. Gedenkkultur als Pose!
Offenbar ein nützliches Buch von enormem Gebrauchswert. Es werden gerade die aktuellen Esenser Fremdenfeinde, Haßprediger, SPD-Rechten und Wegseher dadurch zu Saubermännern, gar Judenfreunden, Antifaschisten, Widerständlern, Gedenkmeistern, daß Gerd Rokahr ein Buch geschrieben hat, zu dem sie sich in Bezug setzen und mit dessen bloßer Erwähnung sie sich zu Ehrenmännern aufpumpen können.

Auch der weitere Lokalchronist, der sonst über den Besitzerwechsel einer jeglichen Kneipentürklinke zu erzählen weiß, meidet offenbar die Grundbücher, Listen der Besitzzuweisungen, Konzessionsvergaben, die Beutelisten der Vermögensgegenstände, Amts- und Schützenlisten etc. Auch dieser Blick wird in Esens verstellt durch die unzähligen Blechtafeln, derer sich kaum eine Hauswand erwehren kann, die eine Historie bekitschen, die die Taten erinnert, die Opfer abbildet und die Täter nicht kennen und wissen will.


Das Jüdische Museum „August-Gottschalk-Haus“

Eigentümer und Bewohner des Hauses werden beraubt, vertrieben und ermordet; das Haus wird von den Tätern umgenutzt. In weiterer Nutzungsänderung wird es von den Täternachfahren zur „Gedenkstätte“ deklariert, jüdisches Leben wird dort vor-, aus- und nachgestellt; überlebende Opfer und Nachfahren werden dorthin geladen zur Begegnung mit den Neubesitzern, zur gemeinsamen Aufarbeitung, zur Beglaubigung der Wiedergutwerdung der Vor- und Nachfahren.

Auch hier verstellen Vitrinen, Relikte, Symbole und Spielzeuge der Museumspädagogik den Blick auf konkrete Täter, Nachbarn, Beute und den lokalen Kontext, anstatt diese kenntlich zu machen. Zur Reichstagswahl am 05.03.1933 standen 60,5 % der Esenser auf Seiten der NSDAP.
„Dass die Nazis ‚keine von uns‘ waren, dass sie eigentlich niemandem so fremd wie ‚uns‘ waren, ist das gängigste Klischee der Schuldabwehr“ (Thomas Ebermann, Linke Heimatliebe).
Aufmachung, Inhalt und Botschaft dieses Jüdischen Museums bedürfen jedoch noch einer gesonderten Betrachtung.
Auch diese Gedenkkultur kommt als Pose daher, die ihren Träger über jeglichen Verdacht erhaben macht. „Willst Du Dir auch die Führung antun?“ begrüßte der Grüne Ratsherr W. lautstark seinen Bekannten im Eingang der „Gedenkstätte“, als diese am 27.01.2020 anläßlich des Jahrestags der Befreiung des KZ Auschwitz ausnahmsweise geöffnet hatte.

Unter anderen stand der AfH-Frank-Brüling dabei, der dazu mit seiner Ankes Stichworten den Aufsatz im Harlinger lieferte und dessen Heimatdrüse da auch sonst ihre Botenstoffe gegen „den Duisburger“, „den Dortmunder“ etc. ausschüttet, wohl wissend, daß als antifaschistischer Ehrenmann hinten rauskommt, wer vorne ins Jüdische Museum noch als Esenser Rechtstrend-Leugner reingegangen ist. Auch insofern dient das dortige rituelle Reinigungsbad einem paradoxen Zweck all den Banausen, die sich unablässig sowohl zu Gerd Rokahrs Werk als auch zu Existenz und Betrieb „unserer Jüdischen Gedenkstätte“ in aufarbeitenden Bezug setzen.


Antifa-, Heimat- und sonstige Pose

Der Fremdenhaß als kleine Schwester des Rassismus verbirgt sich hinter deren Heimatliebe; als Museums-, Chronik- und Erzählaktivisten beanspruchen sie Definitionsmacht und Lufthoheit über Integration, Desintegration und Vertreibungsbedarf, weshalb Heimatverbundenheit „nicht als Liebeserklärung an die Landsleute gemeint, sondern als Kriegserklärung an jene zu lesen ist, die man nicht als zur Heimat gehörig identifiziert“, (Wolfgang Pohrt).

Die Berufung bzw. Vereinnahmung des Ökumenischen Arbeitskreises Juden und Christen in ihren Zeugenstand erhebt sie über jeglichen Verdacht des Verschweigens von lebendigem Nationalsozialismus und der Blindheit gegen die lokale Notwendigkeit dieses Diskurses.
Die Verleihung des Silbernen Bären war die Waffe gegen den Störer eines Idylls, dessen stete Anschlußfähigkeit für Täter und Opfer gleichermaßen um jeden Preis erhalten werden soll.

Ihre Trivial-Antifa ist einer von zu vielen Stickern, mit denen die Zeitgenossen sich als Saubermänner aus- und kennzeichnen.
Pohrt schrieb einst: „Antisemiten und Rassisten werden bekämpft, weil man sie benötigt. Sie werden gebraucht, weil sie sowas wie der Dreck sind, an welchem der Saubermann zeigen kann, dass er einer ist. Sie werden gebraucht, damit Schröder die von ihm geführten Raubzüge der Elite als ‚Aufstand der Anständigen‘ zelebrieren kann. Sie werden gebraucht, weil die Ächtung von Antisemitismus und Rassismus das moralische Korsett einer Clique sind, die sich sonst alles erlauben will, jede Abgreiferei“ und deren Esenser Episoden vielfache bundesweite Bekanntheit erlangt haben, möchte man hinzufügen.

„Erst werden die Juden bürokratisch vernichtet, jetzt werden sie gefühlig veredelt“, attestierte Eike Geisel schon vor einem Vierteljahrhundert zum aufkommenden Shoahbusiness. Zur emotionalen Gestaltung der neuen Gedenkausstellung im Jüdischen Museum sang dann auch ein Helmut Bengen (jüdisches Liedgut?), der ebenso die Stimmungskanone beim Richthofener Geschwaderball macht, jenen Profis also, die an deutscher Bewirtschaftung von aktuell 13 Kriegsschauplätzen in der Welt mitwirken; bleibt zu hoffen, es gehe ihnen mit der Übersichtlichkeit der Kriegsschauplätze allmählich die Übersichtlichkeit des eigenen Kampfmotivs verloren“ (Oskar Negt).

Eine stets hippe Auswahl an weiteren Stickern bietet das Meinungs- und Bekenntnisdesign des Esenser facebook-Visagismus, nämlich Popkultur:  Together against Antisemitism, Open the ports, Free Captain Rackete, Europe United, 500 Jahre Reformation, wirsindmehr, Zusammen gegen Antisemitismus, Kein Millimeter nach Rechts, Je suis Charlie, Nie wieder Faschismus … labeln sich ausgerechnet die verschlagensten Provinzfluencer, Heimathetzer und Betroffenheitsempörer (vor denen man sein Mobiliar zurücklassen und zunächst seine Angehörigen in Sicherheit bringen sollte), während sie fortwährend augenzwinkernd die mannigfachen Rechtsbrüche ihrer Esenser Genossen und Spießgesellen begleiten.


Silberner Heimathirsch

Und immer wieder mal verwandelt ein Prophet Wein zu Wasser und labt seine Gemeinde aus dem Mittelstrahl und melden sich der Erinnerungskultur lauteste Blechbläser zu Wort.
Also posaunt der HErr Pfr. i.R. Anneus Buisman, der auch sonst unermüdlich um Gehör kämpfen muß – mal als AfH-Beitrag, mal als Artikel oder als Ankündigung, als redaktioneller Bericht, als Wort zum Sonntag, mal als Blinddarmentzündungsreport zur Weihnacht oder als Anekdötchen mit Alexa – nun per Leserbrief zur „Gedenkkultur“, die „in Esens gelebt wird“ sowie zu Overbecks Unverschämtheit, andernorts mit Auswärtigen darüber nachzudenken. Zudem habe O. ganzjährig die „fantasievollen Veranstaltungen“ wie „die Feste der Juden“ daselbst geschwänzt und keinen öffentlichen Kenntnisnachweis zu Gerd Rokahrs Referenzfibel geliefert, „ganz zu schweigen von den Heften, in denen Zeitzeugen nach ihren Erinnerungen an die jüdischen Mitbürger damals befragt worden sind“ – gemeint sind hier die drei schmalen Heftchen und er selbst als deren Herausgeber, wofür er auch vom Arglosesten noch Aufmerksamkeit einfordert und sein diesbezügliches Defizitsyndrom somit gegen die geballte Verwerflichkeit dieses fremden Gedenkwirtschaftsflüchtlings O. kehrt.

Buismans Bemühen, alle oben bezeichneten Klischees des militanten Heimatschützers zu bedienen, wo’s zum Militärpfarrer nicht gereicht hat, blieb nicht ungehört.
Eine Esenser Bürgerin, deren leserbriefliche Replik gerahmt zur Silberbärverleihung hätte gereicht werden müssen, verschaffte dem Anneus mit dem String „Deichen im Kopf und Ignoranz im Herzen“ dankenswerterweise ein weiteres Comingout: „Mein Vater wurde von den Nazis drangsaliert und verlor einen Teil seiner Ämter. Mein Paten- und Namensonkel kam aus politischen Gründen ins KZ und überlebte knapp. Das, obwohl er körperbehindert war. Ein weiterer Onkel kam aus politischen Gründen ins Zuchthaus und verstarb noch im Kriege an den Folgen… sprechen eine deutliche Sprache.“
Und tatsächlich, wer genau hinhört, vernimmt diesen Dreiklang von Verdienst, Vorwurf und Einverständnis in der Selbstdekoration: „Mein Vater, mein Onkel“ bedeuten nichts anderes als „metoo!“; die Verfolgung als Nichtjude wiegt in ihrer Unverdientheit besonders schwer und impliziert andererseits das Bestehen einer spezifischen, z.B. „unpolitischen“ Verdientheit, die anderen angedieh und an der Stelle wohl nicht in Abrede gestellt werden soll.

Im Kern und Kontext ist diese betroffenheitsgeadelte, täterfreie Erinnerungskultur bloß wieder die bekannte Pose gegen das Fremde, als erhabenes Empörungsselfie in Anschlag gebracht. Ihre Ent-rüstung liest sich eben nicht als Konversion, sondern – Idiotie ihrer Sprachwüste – als deren Gegenteil, nämlich Aufrüstung mit Zielansprache.

„Sie scheinen im fernen Düsseldorf zu Hause zu sein“ ist eine Liebenswürdigkeit von erlesener Niedertracht, ihr Subtext kommt als Aufruf zur Ausgrenzung in bester lutherischer Diktion daher und zwanghaft wiederholt zur Anwendung, zuletzt beim „Duisburger“ und selbstverständlich beim „Dortmunder“, denen die Moral- und Landesgrenzen aufzuzeigen der verdiente Träger des Silbernen Heimathirschs sich immer wieder gern berufen sieht – und was da mehr noch aus dem Stürmerkasten zwinkert.

Ausgespart bleibt, ob Opferfamilie Buisman auch Juden versteckt habe, wie später gar manche von sich behaupteten, mitunter so gut, daß diese nicht mehr gefunden werden konnten und heute in Gesamtheit auf ein Areal von 20 qm hinterm Bahnhof passen.


Noch ’ne Gedenk-Pose – ein Selfie
Bildbetrachtung 1

„Am Freitag war ich zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung im jüdischen Museum und Gedenkstätte „August-Gottschalk-Haus“ eingeladen“ preist sich – Selektion honoris causa – Ole Willms, der junge Held der Brauchbarkeit ein und stellt sein Beweisfoto daneben.
Rätselhaft bis besorgniserregend ist die Beschaffenheit der Selbstwahrnehmung eines Menschen, der ein Selfie beim Gedenken von sich fertigt bzw. fertigen läßt und in’s Netz drückt. Wie geht das praktisch? „Hey, komm wir geh’n in die neue Ausstellung zum Esenser Judentum, und wenn ich in’s Gedenken sinke, knipst Du mich!“o.s.ä.

 

 

 

 


Noch’n Selfie – Schluß-Pose
Bildbetrachtung 2

 

Seinen Skizzenblock bringt er in Anschlag wie Heutige ihre Gedenkkultur.
„Hacken runter!“ möchte man rufen – wüßte man nicht ohnehin, daß es sich um ein – ebenfalls – gestelltes Kompositum des Wilhelm Petersen, des alten Helden der Brauchbarkeit, handelt – ebenfalls zum Selbstzwecke seiner Glorifizierung.
Zu diesem Selfie lautet der Gedenk-Text:

„Der Kamerad Petersen hat in meiner Gegenwart den ganzen schweren Angriff in vorderster Linie mitgemacht und kein noch so heftiges feindliches Feuer konnte ihn hindern, seine Aufgabe zu erfüllen. Mit vorbildlicher Tapferkeit und Rücksichtlosigkeit gegen sich selbst hat er jeden Augenblick des harten Ringens in Zeichnungen festgehalten und war bei Erfüllung dieser Pflicht oft genug nicht einmal in der Lage, die sich bietenden Deckungen in der Weise auszunutzen, wie der Kämpfer mit der Waffe.
Was ich von Petersen an Mut, Kaltblütigkeit und Einsatzbereitschaft gesehen habe, veranlaßt mich, den Antrag auf Verleihung des Eisernen Kreuzes aufs Wärmste zu unterstützen…“
O.U. den 11. Juni 1940
gez. Dörfller-Schuband
SS-Obersturmbannführer und Bataillonskommandeur

 

Punkt

 

Nachtrag:
… Täter benennen!

 

Austherapiert !

 


Austherapiert !

 

 

Wer im Mai dieses Jahres beim Bensersieler Therapiezentrum mit einer ärztlichen Verordnung und der Erwartung einer sachgerechten Beratung und Behandlung vorstellig wurde, erhielt stattdessen ein Schmuddelblatt mit der Maßgabe, seine Auswahl zu treffen.
Mittlerweile ist das ehedem jedermann zugängliche Therapieangebot fortschreitend abgemagert, wie ein Leserbrief vom 13.12.2019 Auskunft gibt.

Und sogleich hat der Investor passend dazu einen Werbetext  komponiert, ein lyrisches Stückchen, entstanden in dem bekannten zwielichtigen Milieu, wo niemand auch nur das geringste Interesse an Transparenz, Wahrheitsgehalt und Rechtstreue hat, nicht Vertragspartner, nicht Kommunalaufsicht, nicht Aufsichtsgremien, nicht Leserbrief-Redaktion.

Den Rückbau des Therapiebetriebs abzusehen, bedurfte schon früh keiner prognostischen Anstrengung mehr.
Wir erinnern uns: Im Oktober 2017 befand der städtische Verwaltungsausschuß über einen Vertragsentwurf des Kurdirektors Michael Schmitz, der das Therapiezentrum dem Herrn Wollmann übereignete, eine lediglich umsatzbezogene Pacht fälligstellte – d.h. bestenfalls fällt keine Pacht an, wenn die Einrichtung geschlossen ist – sowie dem Pächter zusätzlich als Winterkompensation 440.000 € auf 5 Jahre aus städtischen bzw. Tourismus-GmbH-Mitteln garantierte.
Dazu gründete der Begünstigte im November die diesbezügliche Watt & Meer Bensersiel GmbH, wo des Kurdirektors Gattin leitende Zuständige für Personal- und Praxismanagement wurde. Und die städtische Schenkung wurde zum Januar 2018 wirksam.

Einer geht noch …

Diese komfortable mehrlagige Polsterung ermöglichte alsdann eine tiefgreifende Umstrukturierung mit Bausubstanz- und Nutzungsänderung. Was im Januar 2018 zwar noch als Sanatorium verheißen war, sollte sich im weiteren Bauverlauf allerdings als angepeilte sieben Ferienappartements herausstellen.
Dazu erübrigte die Stadt mit nachgebesserter Schenkungsurkunde vom 22.12.2018 für die Familienaufstellung Wollmann/Schmitz nochmals einen „Baukostenzuschuss“ in Höhe von 200.000 €, so stellt am 28.08.2019 die Kommuna-Treuhand GmbH im Prüfbericht des städtischen Jahresabschlusses zum 31.12.2018 fest, was in Rat und Ausschüssen jeweils einstimmig goutiert wurde.
Aus einer Wurzel zart – wer hätte das gedacht – bekam dann zum 04.02.2019 die Watt & Meer Bensersiel GmbH (HRB 203815)  überraschend ein Schwesterchen dazu, dem ein Pate wohl ein 200.000 €-Geschenk in die Wiege legte:   die Watt & Meer Apartments GmbH (HRB 204856) !

… einer geht noch rein!

Wenngleich im AfH-Bericht vom 25.11.2019 zur Neueröffnung mit Vernissage von nur noch vier hochpreisigen Gästeappartements die Rede ist, so weist da der bislang ohnehin märchenhaft begünstigte Herr Wollmann im Beisein von Stadtdirektor Hinrichs, Schmitzens Michel und weiteren Ratsmitgliedern keck darauf hin, daß er nochmals in den Genuß einer weiteren städtischen Zuwendung über 75.000 € zum Zwecke der Deckung anfallender Brandschutzaufwendungen gelangt sei.

Mastbetrieb Tourismuswirtschaft

Besorgniserregend am Umbau der städtischen Tourismuswirtschaft zum Mastbetrieb für Investoren und Direktorensippschaft ist aber insbesondere, daß der Bensersieler Beherbergungsmarkt keineswegs unter Mangel an Unterkünften leidet.
Demzufolge besteht zweifellos an einer kommunalen Direktfinanzierung von privatem FeWo-Bau auch keinerlei öffentliches Interesse – etwa nach Bundesbaugesetz oder Niedersächsischer Kommunalverfassung.

Und die städtische Rundfrage unter Hoteliers, Privatvermietern, Physio- und Therapieeinrichtungen, Fitness-Studios etc., wo noch 440.000 € plus 200.000 € plus 75.000 € plus umsatzbezogene Pacht auszuschütten wären?
Sollte sie kein Gehör gefunden haben?
Und sofern diese Rundfrage gar nicht erfolgt wäre – potztausend – warum denn nicht, berühmtes Bensersiel?

Demzufolge ist auch mit Spannung die alsbaldige Bekanntgabe der weiteren involvierten Outsourcing- und Rückbau-Begünstigten zu erwarten, die mit ebenso interessant gestalteten Pacht- bzw. Schenkungsverträgen die Bensersieler Tourismuswirtschaft aus dem öffentlichen Jammertal in ihre Privat-Oase holen werden: Tourist-Info, Strandportal-shop, Buchungsservice, Captain’s, Zum Bären etc. und was da mehr die B’sieler Spatzen bereits angepfiffen haben.
Verkündung müßte zwischen Weihnachten und Neujahr erfolgen, wenn alles b’sinnlich schläft und niemand einsam wacht.

Harte Fragen

Am 28. Januar 2018 war dazu im worldwideweb ein entzückender Text zu lesen:vermeldete ein gewisser Volker Wieting.
Die mutige Frage kann sich, inzwischen Ratsmitglied, der Herr Wieting nun selbst beantworten: Er selber – nämlich spätestens seit dem 18.03.2019, im Rat und in den Ausschüssen!

Involvierte Ratsnovizen

Es ist der gewaltige Tigersprung des Bettvorlegers, der nun als peinlicher BZE-Staubfänger das Esenser Pleureusenkabinett bereichert und dort mit dem Ex-Gruppenkollegen Ole Willms nach wie vor und weiterhin der Mehrheit zur Einstimmigkeit verhilft.
Weil das Wissen um die Wahrheit hier aber mit keinerlei Erkenntnisbildung einhergeht, ist für ein Ratsmandat nicht mehr erforderlich  als die so einfältige wie berechnende Erwartung, für’s Stillhalten dereinst beim nächsten Verteilungsdeal zu partizipieren.
Dies dürfte bereits die für Rm Wieting kostenlose, weil von der Stadt entwickelte, Änderung des Bebauungsplans Nr. 28 für sein Hintergrundstück sein, an deren Beschluß er gar selber mitgewirkt hat.
Währenddessen bescheidet sich Rm O.Willms mit der Gewißheit, seine nachhaltige Schleimspur zur SPD verschärfe für die Esenser Bürger die Streupflicht und ermögliche der Bensersieler Tourismuswirtschaft endlich die langersehnte Sommerrodelbahn.

Fußnote der Stadtgeschichte

Einmal waren die beiden Ratsnovizen, vier Wochen vor ihrer Trennung, auf Bildungsausflug, und nach deren Thermeninspektion  mußte sich das TEB-Personal dann ihre geballte Tarifkompetenz um die Ohren hauen und schon von gar manchem Schnösel, nun von Hotelbetreiber und Dauerstudent, noch zu weiterem Lohn- und Interessensverzicht ermahnen lassen – bevor die Therme dann auf halbe Kraft runtergefahren und aus modernem Ganzjahrestourismus rausgenommen wurde – verraten und vergessen, von Ver.di genauso schnell wie von Esenser Sozialdemokraten, dem fürsorgepflichtigen Arbeitgeber, seinen Aufsichts- und sonstigen Leistungsträgerklüngeln.

 

Punkt

… aus einer Wurzel zart

Es gibt Prognosen, die den Prognostiker erfreuen,
wenn sie nicht eintreffen –
und es gibt Prognosen, die bei ihrem Eintreffen
schallendes Gelächter auslösen.

 

… aus einer Wurzel zart

 

 

AfH, 30.11.2019, Original-Bildausschnitt (Danke, Anzeiger für Harlingerland!)

 

 

Venceremos 2 – Unterwanderstiefel

Vorabdruck
mit freundlicher
Genehmigung
des Autors


Kaperfahrt und Unterwanderstiefel
– Fortsetzung –

 

Was bisher geschah:
Der junge Ratsherr will mit Jan und Hein und Klaas und Pitt als fünftes Rad am Wagen auf Kaperfahrt („Vorstellungsgespräch“ vs. „Assessmentcenter“) in die SPD fahren, nachdem er sich nötige Voraussetzungen unterstellt hat. Da erschrickt ihn sein neuer Klingelton …

 

Die SMS von Hermes kündigte die erwartete Zustellung an. Vor drei Tagen hatte er online bei Zalando bestellt, was ein Heimatshopper in Esens nicht kriegen kann: ein Paar nagelneue zwiegenähte Unterwanderstiefel.
Er hatte lange gezögert, war zunächst unentschlossen gewesen und hatte ein schlechtes Gewissen, weil er auch noch jene zwei Paar gebrauchte zum Auftragen hatte.
Aber er hatte auch gute Gründe: Arnos Stiefel waren einfach nicht bequem. Die Verwaltungsrechts-Einlagen (Senk-/Spreiz-) trugen sehr auf, sie drückten und ermüdeten zu schnell die jungen Füße.
Und Erwins Stiefel waren schlichtweg zu groß, er hatte sie mit bis zu vier Paar Socken, wechselweise schwarz und rot, eine zeitlang weitergetragen, hatte sich damit verlaufen, mal einen verloren und war mehrmals im Ausschuß gestolpert, und hatte erschöpft das mitleidige Schmunzeln sogar der Grünen im Rücken gespürt und ertragen müssen, was ihn sehr verletzte – auch Erwins Stiefel waren einfach nicht tragbar!

Er würde sie alle zum Nikolausabend noch mal vor die Haustür stellen – eine tolle Tradition, die wir pflegen sollten, und bei 476 fb-Freunden müßte mit üppiger Füllung zu rechnen sein – und sie später in den DRK-Altkleidercontainer geben. Die Vorstellung, einem Asylbewerber in Erwins gebrauchten Unterwanderstiefeln in Esens zu begegnen, zauberte dem jungen Ratsherrn ein sardonisches Lächeln ins weiche Antlitz.

Am nächsten Tag lagen die neuen vor ihm, großzügig erübrigte er eine Fünfsterne-Bewertung und freute sich auf den langen Marsch. Durch die „Institutionen“ einer Esenser SPD würde dieser sich als Spaziergang erweisen, da war er sicher, und liebäugelte einen Moment mit dem Gedanken, den doch in seinen Lieblings-Indoorslippern zu absolvieren.
Doch Vorsicht, dachte er bei sich, eine gewisse Ernsthaftigkeit sollen sie mir schon abkaufen, da will ich mir nicht auf Turnschuhen noch selber ein Bein stellen – solide Standpunkte brauchen solides Schuhwerk!

Etwas Zeit blieb ihm noch, dies einzulaufen. Das paßte, er wollte ohnehin zum Wochenmarkt, sich regelmäßig dem Ortsgeschehen als zugehörig darstellen und weil ihm zugetragen worden war, daß Mitglieder von Rat und Verwaltung sich dort gelegentlich kleine Zuwendungen zustecken ließen. Dem würde er nachgehen!

Bei bedecktem Himmel herrschte noch mäßiger Betrieb. Überraschend bestätigte sich seine Erwartung auf Anhieb. Festen Schrittes verließ er den Gemüsestand mit einer Porreestange und Kräuterhexe Dagmar mit einer Selbstgedrehten und an Poppingas Obstwagen schenkte Hans-Georg dem jungen Ratsherrn einen sauren Apfel.
Karin stand neben ihm in der Reihe. „Schicke Stiefel“, sagte sie und er errötete …

 

– wird zweifellos fortgesetzt –

 

Venceremos – SPD kapern

Mit freundlicher
Genehmigung
des Autors


Venceremos – Die SPD kapern
Romanvorabdruck

 

 

 

„Ich könnte mich dem JuPa annehmen“, dachte er, „das ist ein Angebot, das sie nicht ausschlagen können.“ Der junge Ratsherr konzipierte seine Performance zum SPD-Assessmentcenter; am Mittwoch würde es soweit sein.
Fokko hatte es weiter hartnäckig „Vorstellungsgespräch“ genannt; mehrmals hatte er den Vorsitzenden darum bitten müssen. Zweimal hatte er danach Karin auf dem Wochenmarkt abgepaßt und darauf angesprochen. Sie hatten von Termindruck und Arbeitsklima geredet, aber gespürt, daß er die Ausflüchte nicht glauben würde. Schließlich hatten sie Heiko vorgeschoben, der angeblich zunächst taktische Bedenken geltend gemacht habe. Er war aber drangeblieben und beharrte auf seinem Angebot – und er hatte sie seine Leistungsbereitschaft spüren lassen!

Nun war es endlich soweit, eine Stunde vor der Ratssitzung würde ein 8-Augen-Gespräch stattfinden und er würde sie wissen lassen, wo bei den Heimatgenossen der Erneuerungsbedarf durch dynamische Nachwuchskräfte zu verorten sei.
Vor allem sollten sie sich über ein junges Gesicht freuen, alte Konzepte und Handlungsmuster hatten sie ja genug, das würde er gekonnt und diplomatisch kommunizieren. Mit einem Weiterso wäre eine nächste Kommunalwahl nicht zu gewinnen und deren Hinwendung zu jungen Menschen und frischem Wind würde ihnen zu Auftrieb und neuer Glaubwürdigkeit verhelfen, das würden sie ihm glauben, dafür würde er sorgen.

Noch war er ja auch mit Dave „im Gespräch“ und hatte ein weiteres Treffen nicht ausgeschlossen. Das wäre aber nur zweite Option, wenn Volker sowieso hinter Erwin rechtsrum läuft; der hatte ja schon mit Hermann sympathisiert, als die von Storch noch da gastierte. Jedenfalls würde man sich dann nochmals gut distanzieren können und er käme mit den Genossen mehrheitlich positiv populär rüber.

Seit seiner Trennung von Arno und Erwin war er ja eigentlich ohnehin voll auf Linie, die kritischen Themen und die ganzen Problemaktionen hatte er verlässlich außen vor gelassen und den öffentlichen Fokus immer wieder auf die städtischen Schönheiten und die besonderen Verdienste von Politik und Verwaltung gelenkt, so hatten sie ihn lange genug als loyalen Teil ihrer Gestaltungsmehrheit kennenlernen können („Gestaltungsmehrheit“ – auch so ein innovativer Begriff, den er mitbrächte) – jetzt müssen sie liefern!

Er hatte Heiko noch ein gewisses Spendenengagement am Heimatverein in Aussicht gestellt, das könnte letztlich der Türöffner gewesen sein; über das Ausmaß würde er aber noch zeitnah mit Vater reden müssen, und darüber, was jetzt endlich mit dem „Dauerstudium“ würde. Er würde verstehen müssen, daß er diese Partei nur als Vollzeitpolitiker und von innen heraus würde erneuern können, wenn er sie gekapert hat.

Der junge Ratsherr legte die Zahnbürste zur Seite, gurgelte und spülte.
„Die Zeit ist reif“, sagte er sich und der Blick in den Spiegel verschaffte ihm letzte Gewißheit…

 

Er erschrak von seinem neuen Klingelton …

 

– wird in Kürze fortgesetzt  –


weiterführend:
Wissen, was läuft – und wohin !
Die frühen Wechseljahre

 

 

 

Martini-Gedenkmeister

 

Martini-Gedenkmeister 

 

 

Esens‘ ältester 25-Jähriger, Selfie-Generator mit Schramme und Schummel-Mandat, fand sich erwartungs- und standesgemäß zum AEU-Martinisingen ein, um dem Geburtstag des Reformators Martin Luther zu gedenken, wie er ins weltweite Netz zu bekunden auf Deutsch versucht.

Wir hingegen gedenken mit tränenreicher Wehmut, jedoch im  Genitiv, jener Zeiten, da ein Arno Nerschbach und ein Erwin Schultz noch um des Adoleszenten kommunalpolitische Grundbildung bemüht waren und auch dessen sprachliche Kompetenz in Grammatik und Wortbedeutung meist vor Veröffentlichung noch hingebogen kriegten.

Wer der Kinder Laternenspaß, Frohgesang und Süßigkeitensammeln zudem als Gedenken wahrnimmt, hält Selfies für ein politisches Statement.

So geht die Sprache mit der Wahrnehmung einher.

 

 

Punkt

 

p.s.
Mit einer AEU-Plastik(!)tasche voller Süßigkeiten soll er noch zu später Stunde in Marktnähe gesehen worden sein.

***

 

Anthologie

Die frühen Wechseljahre (16.08.2019)
Adabei, plastikfrei (26.09.2019)
Zum Richtfest eingeschlichen (04.10.2019)
Digital erleben (01.05.2019)
Stromlinie (25.05.2018)

Kita Bärenhöhle – Faktenschreck zum Zwoten

Kita Bärenhöhle –
Faktenschreck zum Zwoten

 

 

AfH, 04.10.2019, Ausschnitt

 

Architektenwettbewerb Bärenhöhle – Wo war er ?

Es kennzeichnet ja gerade Architektenwettbewerbe, daß sie für die Fachwelt erkenntnis-, und meinungsbildend für’s Volk sind.
Daher werden sie in der Regel umfassend angekündigt und öffentlichkeitswirksam vorgestellt. Kita Bärenhöhle – Faktenschreck zum Zwoten weiterlesen

Adabei, plastikfrei

 

 

Adabei, plastikfrei
Botschafter und hohle Botschaft

 

fb-Auftritt des Ratsmitglieds Ole Willms mit Wochenmarkt-Selfie

 

Wattenhuus-„Garten“ mit Patenschaftsbeet

 


… gute Sache !

sonstiges:
https://exit-esens.de/wechseljahre/
40 Jahre Jute statt Plastik 

30 Jahre Jute statt Plastik
Nachdenkseiten: Das Thema Klimawandel ist nicht neu  ***)

 

 

***) … was uns das lehrt:

Daß es ja doch bekannt ist, das hatten wir schon, und zwar umfassend, ganzheitlich, seriös, belastbar dokumentiert in sämtlichen komplexen und benachbarten Kontexten.  Es ist Bestandteil eines jedermann zugänglichen Allgemeinwissens.
Es stellt sich da die Frage, warum all das kein politisches Gehör fand und findet und immer wieder neu verwässert, infantilisiert, diskreditiert und ausgeblendet wird.
Und dann sind wir keinesfalls bei der Plastiktüte oder CO2-Steuer, sondern bei der Frage der kapitalistischen Geschäftsordnung – und wer, egal welcher Jahrgang, davon nicht reden will, sollte auch auf dem Esenser Wochenmarkt  „einfach mal …“ [Hier kein Nuhr-Zitat !] … still sein !

Punkt

 

 

Die frühen Wechseljahre

 

Ole Willms, fb-Profilbild, Ausschnitt

 

Die
frühen
Wechseljahre

 

Aktualisiere dein Profil   ermahnt facebook seinen User, Ratsmitglied Ole Willms, und dann geschieht das völlig Unerwartete:
OWi aktualisiert sein Profil !
Er nimmt sich ein paar Minuten Zeit und stellt sicher, dass alles aktuell ist !
Und zwar mit diesem Design von SPD Mitglieder für Vielfalt, Toleranz & eine bunte Gesellschaft.

Somit richtet sich des Betrachters suchender Blick auf ebenjenes Profil und dessen Aktualisierungsbedürfnis und die Frage, ob es sich lohnt, der Annahme seines Trägers nachzugehen. Die Antwort ist ein klares Nein. Die frühen Wechseljahre weiterlesen

Dachmarke – Lachmarke Teil 3

AfH, 17.04.2019, Bildausschnitt

 

Dachmarke – Lachmarke

 

Teil 3
Hände waschen ! Eine die andere !!

 

Was den AEU-Vorsitzenden veranlaßt haben mag, seine Präsentation www.esens.de „zeitgemäß“, „zukunftsfähig“, „modern“ zu bekränzen, soll nicht weiter ergründet werden, weil es sich um beliebig verwendete Sprechhülsen (wie Digitalisierung, Herausforderung, aufgestellt, in aller Munde, Projekt etc.) handelt, die so gedankenlos empfangen wie sie gesendet werden, den Verwendern lediglich Trendbezug bescheinigen und sinnfreie Impulsgesten auslösen.

Von Interesse ist vielmehr die Innigkeit im Verhältnis von „Anzeiger“ bzw. Zeitungsverlag und Stadt Esens, dessen Anmut nicht erst zu funkeln beginnt, wenn sich Redakteure und Ratsmitglieder zum Weihnachtsschmaus im „Bären“ ihrer Achtsamkeit versichern. Dachmarke – Lachmarke Teil 3 weiterlesen

Trendschwänzen

Trendschwänzen

AfH, 09.02.19, Bildausschnitt

Die Frage ist nicht, ob das NIGE-Trendschwänzen sogleich Ausweis politischen Bewußtseins ist, sondern welche Art Lehrkörper dahintersteht, der seinen Schülern noch nicht mal differenziert zu vermitteln vermag, was Klima ist und wie Strom erzeugt wird:

Der jeweils aktuelle Stand des adoleszenten politischen Bewußtseins übrigens erschließt sich von selbst bei Lektüre der Protokolle des  Jugendparlaments oder der Seite eines Ratsmitglieds Ole Willms.

***

Keine Wünsche, kein Segen

Keine Wünsche,
kein Segen !

Ist das noch Politik ?

Kein einziger der zahlreichen Akteure mit Internet-Auftritt wünscht dem Bürger dieses Jahr ein frohes Weihnachtsfest: nicht SPD, nicht CDU, nicht Grüne, nicht EBI, nicht BZE, nicht der Ole Willms, nicht BfB.
Trostlose Feiertage…!

 

Medienkompetenz und Digitalisierungssprech ?


Podest

Erster: BZE
Zweiter:   Ole Willms
Dritter:         -/-

 

Stromlinie

Beste Nachbarn

 

 

Unwahr ist, daß ein unterirdischer Verbindungsgang zwischen den Gebäuden in Esens Am Markt 3 und Am Markt 2-4 existiert.

Wahr ist, daß während dessen Sanierung der städtische Bauhof eine Überwegung anlegt, die wegen starker Beanspruchung quartalsweise neu aufgepflastert werden muß.

07. Dezember 2018

 

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Stromlinie

 

Wahr ist, daß der junge Esenser Ratsherr Ole Willms, selbstgefällig schon wie die alten, sich flugs für die Legalisierung des Rechtsbruchs Umgehungsstraße gewendet hat;  so habe er Stellungnahmen, „vor allem die des Dortmunder Eigentümers abgewogen, der sich mal wieder auf zig Seiten zum „Besten“ gab“ und: „Es ist davon auszugehen, dass der B-Plan durch den üblichen Kläger (Dortmund) angegriffen und beklagt wird.“

Unwahr ist, daß überstürzte Anpassungsleistungen schon zur Wiederwahl in eine community qualifizieren, aus deren zweiter Reihe sich wohlfeil nachtreten läßt.