Austherapiert !

 


Austherapiert !

 

 

Wer im Mai dieses Jahres beim Bensersieler Therapiezentrum mit einer ärztlichen Verordnung und der Erwartung einer sachgerechten Beratung und Behandlung vorstellig wurde, erhielt stattdessen ein Schmuddelblatt mit der Maßgabe, seine Auswahl zu treffen.
Mittlerweile ist das ehedem jedermann zugängliche Therapieangebot fortschreitend abgemagert, wie ein Leserbrief vom 13.12.2019 Auskunft gibt.

Und sogleich hat der Investor passend dazu einen Werbetext  komponiert, ein lyrisches Stückchen, entstanden in dem bekannten zwielichtigen Milieu, wo niemand auch nur das geringste Interesse an Transparenz, Wahrheitsgehalt und Rechtstreue hat, nicht Vertragspartner, nicht Kommunalaufsicht, nicht Aufsichtsgremien, nicht Leserbrief-Redaktion.

Den Rückbau des Therapiebetriebs abzusehen, bedurfte schon früh keiner prognostischen Anstrengung mehr.
Wir erinnern uns: Im Oktober 2017 befand der städtische Verwaltungsausschuß über einen Vertragsentwurf des Kurdirektors Michael Schmitz, der das Therapiezentrum dem Herrn Wollmann übereignete, eine lediglich umsatzbezogene Pacht fälligstellte – d.h. bestenfalls fällt keine Pacht an, wenn die Einrichtung geschlossen ist – sowie dem Pächter zusätzlich als Winterkompensation 440.000 € auf 5 Jahre aus städtischen bzw. Tourismus-GmbH-Mitteln garantierte.
Dazu gründete der Begünstigte im November die diesbezügliche Watt & Meer Bensersiel GmbH, wo des Kurdirektors Gattin leitende Zuständige für Personal- und Praxismanagement wurde. Und die städtische Schenkung wurde zum Januar 2018 wirksam.

Einer geht noch …

Diese komfortable mehrlagige Polsterung ermöglichte alsdann eine tiefgreifende Umstrukturierung mit Bausubstanz- und Nutzungsänderung. Was im Januar 2018 zwar noch als Sanatorium verheißen war, sollte sich im weiteren Bauverlauf allerdings als angepeilte sieben Ferienappartements herausstellen.
Dazu erübrigte die Stadt mit nachgebesserter Schenkungsurkunde vom 22.12.2018 für die Familienaufstellung Wollmann/Schmitz nochmals einen „Baukostenzuschuss“ in Höhe von 200.000 €, so stellt am 28.08.2019 die Kommuna-Treuhand GmbH im Prüfbericht des städtischen Jahresabschlusses zum 31.12.2018 fest, was in Rat und Ausschüssen jeweils einstimmig goutiert wurde.
Aus einer Wurzel zart – wer hätte das gedacht – bekam dann zum 04.02.2019 die Watt & Meer Bensersiel GmbH (HRB 203815)  überraschend ein Schwesterchen dazu, dem ein Pate wohl ein 200.000 €-Geschenk in die Wiege legte:   die Watt & Meer Apartments GmbH (HRB 204856) !

… einer geht noch rein!

Wenngleich im AfH-Bericht vom 25.11.2019 zur Neueröffnung mit Vernissage von nur noch vier hochpreisigen Gästeappartements die Rede ist, so weist da der bislang ohnehin märchenhaft begünstigte Herr Wollmann im Beisein von Stadtdirektor Hinrichs, Schmitzens Michel und weiteren Ratsmitgliedern keck darauf hin, daß er nochmals in den Genuß einer weiteren städtischen Zuwendung über 75.000 € zum Zwecke der Deckung anfallender Brandschutzaufwendungen gelangt sei.

Mastbetrieb Tourismuswirtschaft

Besorgniserregend am Umbau der städtischen Tourismuswirtschaft zum Mastbetrieb für Investoren und Direktorensippschaft ist aber insbesondere, daß der Bensersieler Beherbergungsmarkt keineswegs unter Mangel an Unterkünften leidet.
Demzufolge besteht zweifellos an einer kommunalen Direktfinanzierung von privatem FeWo-Bau auch keinerlei öffentliches Interesse – etwa nach Bundesbaugesetz oder Niedersächsischer Kommunalverfassung.

Und die städtische Rundfrage unter Hoteliers, Privatvermietern, Physio- und Therapieeinrichtungen, Fitness-Studios etc., wo noch 440.000 € plus 200.000 € plus 75.000 € plus umsatzbezogene Pacht auszuschütten wären?
Sollte sie kein Gehör gefunden haben?
Und sofern diese Rundfrage gar nicht erfolgt wäre – potztausend – warum denn nicht, berühmtes Bensersiel?

Demzufolge ist auch mit Spannung die alsbaldige Bekanntgabe der weiteren involvierten Outsourcing- und Rückbau-Begünstigten zu erwarten, die mit ebenso interessant gestalteten Pacht- bzw. Schenkungsverträgen die Bensersieler Tourismuswirtschaft aus dem öffentlichen Jammertal in ihre Privat-Oase holen werden: Tourist-Info, Strandportal-shop, Buchungsservice, Captain’s, Zum Bären etc. und was da mehr die B’sieler Spatzen bereits angepfiffen haben.
Verkündung müßte zwischen Weihnachten und Neujahr erfolgen, wenn alles b’sinnlich schläft und niemand einsam wacht.

Harte Fragen

Am 28. Januar 2018 war dazu im worldwideweb ein entzückender Text zu lesen:vermeldete ein gewisser Volker Wieting.
Die mutige Frage kann sich, inzwischen Ratsmitglied, der Herr Wieting nun selbst beantworten: Er selber – nämlich spätestens seit dem 18.03.2019, im Rat und in den Ausschüssen!

Involvierte Ratsnovizen

Es ist der gewaltige Tigersprung des Bettvorlegers, der nun als peinlicher BZE-Staubfänger das Esenser Pleureusenkabinett bereichert und dort mit dem Ex-Gruppenkollegen Ole Willms nach wie vor und weiterhin der Mehrheit zur Einstimmigkeit verhilft.
Weil das Wissen um die Wahrheit hier aber mit keinerlei Erkenntnisbildung einhergeht, ist für ein Ratsmandat nicht mehr erforderlich  als die so einfältige wie berechnende Erwartung, für’s Stillhalten dereinst beim nächsten Verteilungsdeal zu partizipieren.
Dies dürfte bereits die für Rm Wieting kostenlose, weil von der Stadt entwickelte, Änderung des Bebauungsplans Nr. 28 für sein Hintergrundstück sein, an deren Beschluß er gar selber mitgewirkt hat.
Währenddessen bescheidet sich Rm O.Willms mit der Gewißheit, seine nachhaltige Schleimspur zur SPD verschärfe für die Esenser Bürger die Streupflicht und ermögliche der Bensersieler Tourismuswirtschaft endlich die langersehnte Sommerrodelbahn.

Fußnote der Stadtgeschichte

Einmal waren die beiden Ratsnovizen, vier Wochen vor ihrer Trennung, auf Bildungsausflug, und nach deren Thermeninspektion  mußte sich das TEB-Personal dann ihre geballte Tarifkompetenz um die Ohren hauen und schon von gar manchem Schnösel, nun von Hotelbetreiber und Dauerstudent, noch zu weiterem Lohn- und Interessensverzicht ermahnen lassen – bevor die Therme dann auf halbe Kraft runtergefahren und aus modernem Ganzjahrestourismus rausgenommen wurde – verraten und vergessen, von Ver.di genauso schnell wie von Esenser Sozialdemokraten, dem fürsorgepflichtigen Arbeitgeber, seinen Aufsichts- und sonstigen Leistungsträgerklüngeln.

 

Punkt

… aus einer Wurzel zart

Es gibt Prognosen, die den Prognostiker erfreuen,
wenn sie nicht eintreffen –
und es gibt Prognosen, die bei ihrem Eintreffen
schallendes Gelächter auslösen.

 

… aus einer Wurzel zart

 

 

AfH, 30.11.2019, Original-Bildausschnitt (Danke, Anzeiger für Harlingerland!)

 

 

Martini-Gedenkmeister

 

Martini-Gedenkmeister 

 

 

Esens‘ ältester 25-Jähriger, Selfie-Generator mit Schramme und Schummel-Mandat, fand sich erwartungs- und standesgemäß zum AEU-Martinisingen ein, um dem Geburtstag des Reformators Martin Luther zu gedenken, wie er ins weltweite Netz zu bekunden auf Deutsch versucht.

Wir hingegen gedenken mit tränenreicher Wehmut, jedoch im  Genitiv, jener Zeiten, da ein Arno Nerschbach und ein Erwin Schultz noch um des Adoleszenten kommunalpolitische Grundbildung bemüht waren und auch dessen sprachliche Kompetenz in Grammatik und Wortbedeutung meist vor Veröffentlichung noch hingebogen kriegten.

Wer der Kinder Laternenspaß, Frohgesang und Süßigkeitensammeln zudem als Gedenken wahrnimmt, hält Selfies für ein politisches Statement.

So geht die Sprache mit der Wahrnehmung einher.

 

 

Punkt

 

p.s.
Mit einer AEU-Plastik(!)tasche voller Süßigkeiten soll er noch zu später Stunde in Marktnähe gesehen worden sein.

***

 

Anthologie

Die frühen Wechseljahre (16.08.2019)
Adabei, plastikfrei (26.09.2019)
Zum Richtfest eingeschlichen (04.10.2019)
Digital erleben (01.05.2019)
Stromlinie (25.05.2018)

Kita Bärenhöhle – Faktenschreck zum Zwoten

Kita Bärenhöhle –
Faktenschreck zum Zwoten

 

 

AfH, 04.10.2019, Ausschnitt

 

Architektenwettbewerb Bärenhöhle – Wo war er ?

Es kennzeichnet ja gerade Architektenwettbewerbe, daß sie für die Fachwelt erkenntnis-, und meinungsbildend für’s Volk sind.
Daher werden sie in der Regel umfassend angekündigt und öffentlichkeitswirksam vorgestellt. Kita Bärenhöhle – Faktenschreck zum Zwoten weiterlesen

Adabei, plastikfrei

 

 

Adabei, plastikfrei
Botschafter und hohle Botschaft

 

fb-Auftritt des Ratsmitglieds Ole Willms mit Wochenmarkt-Selfie

 

Wattenhuus-„Garten“ mit Patenschaftsbeet

 


… gute Sache !

sonstiges:
https://exit-esens.de/wechseljahre/
40 Jahre Jute statt Plastik 

30 Jahre Jute statt Plastik
Nachdenkseiten: Das Thema Klimawandel ist nicht neu  ***)

 

 

***) … was uns das lehrt:

Daß es ja doch bekannt ist, das hatten wir schon, und zwar umfassend, ganzheitlich, seriös, belastbar dokumentiert in sämtlichen komplexen und benachbarten Kontexten.  Es ist Bestandteil eines jedermann zugänglichen Allgemeinwissens.
Es stellt sich da die Frage, warum all das kein politisches Gehör fand und findet und immer wieder neu verwässert, infantilisiert, diskreditiert und ausgeblendet wird.
Und dann sind wir keinesfalls bei der Plastiktüte oder CO2-Steuer, sondern bei der Frage der kapitalistischen Geschäftsordnung – und wer, egal welcher Jahrgang, davon nicht reden will, sollte auch auf dem Esenser Wochenmarkt  „einfach mal …“ [Hier kein Nuhr-Zitat !] … still sein !

Punkt

 

 

Die frühen Wechseljahre

 

Ole Willms, fb-Profilbild, Ausschnitt

 

Die
frühen
Wechseljahre

 

Aktualisiere dein Profil   ermahnt facebook seinen User, Ratsmitglied Ole Willms, und dann geschieht das völlig Unerwartete:
OWi aktualisiert sein Profil !
Er nimmt sich ein paar Minuten Zeit und stellt sicher, dass alles aktuell ist !
Und zwar mit diesem Design von SPD Mitglieder für Vielfalt, Toleranz & eine bunte Gesellschaft.

Somit richtet sich des Betrachters suchender Blick auf ebenjenes Profil und dessen Aktualisierungsbedürfnis und die Frage, ob es sich lohnt, der Annahme seines Trägers nachzugehen. Die Antwort ist ein klares Nein. Die frühen Wechseljahre weiterlesen

Dachmarke – Lachmarke Teil 3

AfH, 17.04.2019, Bildausschnitt

 

Dachmarke – Lachmarke

 

Teil 3
Hände waschen ! Eine die andere !!

 

Was den AEU-Vorsitzenden veranlaßt haben mag, seine Präsentation www.esens.de „zeitgemäß“, „zukunftsfähig“, „modern“ zu bekränzen, soll nicht weiter ergründet werden, weil es sich um beliebig verwendete Sprechhülsen (wie Digitalisierung, Herausforderung, aufgestellt, in aller Munde, Projekt etc.) handelt, die so gedankenlos empfangen wie sie gesendet werden, den Verwendern lediglich Trendbezug bescheinigen und sinnfreie Impulsgesten auslösen.

Von Interesse ist vielmehr die Innigkeit im Verhältnis von „Anzeiger“ bzw. Zeitungsverlag und Stadt Esens, dessen Anmut nicht erst zu funkeln beginnt, wenn sich Redakteure und Ratsmitglieder zum Weihnachtsschmaus im „Bären“ ihrer Achtsamkeit versichern. Dachmarke – Lachmarke Teil 3 weiterlesen

Trendschwänzen

Trendschwänzen

AfH, 09.02.19, Bildausschnitt

Die Frage ist nicht, ob das NIGE-Trendschwänzen sogleich Ausweis politischen Bewußtseins ist, sondern welche Art Lehrkörper dahintersteht, der seinen Schülern noch nicht mal differenziert zu vermitteln vermag, was Klima ist und wie Strom erzeugt wird:

Der jeweils aktuelle Stand des adoleszenten politischen Bewußtseins übrigens erschließt sich von selbst bei Lektüre der Protokolle des  Jugendparlaments oder der Seite eines Ratsmitglieds Ole Willms.

***

Keine Wünsche, kein Segen

Keine Wünsche,
kein Segen !

Ist das noch Politik ?

Kein einziger der zahlreichen Akteure mit Internet-Auftritt wünscht dem Bürger dieses Jahr ein frohes Weihnachtsfest: nicht SPD, nicht CDU, nicht Grüne, nicht EBI, nicht BZE, nicht der Ole Willms, nicht BfB.
Trostlose Feiertage…!

 

Medienkompetenz und Digitalisierungssprech ?


Podest

Erster: BZE
Zweiter:   Ole Willms
Dritter:         -/-

 

Stromlinie

Beste Nachbarn

 

 

Unwahr ist, daß ein unterirdischer Verbindungsgang zwischen den Gebäuden in Esens Am Markt 3 und Am Markt 2-4 existiert.

Wahr ist, daß während dessen Sanierung der städtische Bauhof eine Überwegung anlegt, die wegen starker Beanspruchung quartalsweise neu aufgepflastert werden muß.

07. Dezember 2018

 

***

 

Stromlinie

 

Wahr ist, daß der junge Esenser Ratsherr Ole Willms, selbstgefällig schon wie die alten, sich flugs für die Legalisierung des Rechtsbruchs Umgehungsstraße gewendet hat;  so habe er Stellungnahmen, „vor allem die des Dortmunder Eigentümers abgewogen, der sich mal wieder auf zig Seiten zum „Besten“ gab“ und: „Es ist davon auszugehen, dass der B-Plan durch den üblichen Kläger (Dortmund) angegriffen und beklagt wird.“

Unwahr ist, daß überstürzte Anpassungsleistungen schon zur Wiederwahl in eine community qualifizieren, aus deren zweiter Reihe sich wohlfeil nachtreten läßt.