Schmitzens Veilchen

 

Schmitzens Veilchen

 

Foto: Händel/AfH, 09.07.2020, Ausschnitt, bearbeitet
AfH, 03.09.2020, Ausschnitt

Über die Neigung eines Bensersieler Kurdirektors mag zu rätseln sein, wenn dieser um Prügel bittet – und seiner „Hoffnung auf ein blaues Auge“ öffentlich Ausdruck verleiht !

Was er wohl meint? fragt sich der arglose Leser und der Fachmann antwortet: Er hofft, mit einem blauen Auge davonzukommen, aber er kann es nicht sagen.
Denn zuviel Destinationsgeschwurbel, Leistungsträgervernetzung, Vermarktungswebsiterelevanz, Fehl, Invest, Leuchtturmklettern, Dachmarkenschaden und BWL-Gefloskel verschlägt dem Menschen mitunter die gesunde deutsche Sprache …

Dennoch bleibt der Branchen-Anschein einer gewissen abseitigen Orientierung, denn mit dem Rückbau annähernd der gesamten Bensersieler Tourismusstrukturen  –

„In seine Beschäftigungszeit fiel“, [AfH-Händel]: geschlossenes Möwenbiotop Freibad – laut B’siel-Seite geöffnet; Therme geschlossen; Therapiezentrum privatisiert und verschmächtigt bei städtischer Subvention für Wollmanns LuxusFeWos; Tourist-Info und -Kiosk privatisiert; Fitnesscenter in der Therme geschlossen; Zugvogel-Dasein der Tourist-Info bis zur Unauffindbarkeit; Strandrestaurant, Gaststätte Bär, Captain’s geschlossen bis zur irreparablen Verwahrlosung; kecke Ansagen an Gewerkschaft und Streikpersonal; bekloppte Pachtverträge;  Eingitterung des Strandzugangs; defizitäre, unnütze Park-Schrankenanlage; Privatisierung von diversen Campingplatzdienstleistungen; Freisetzung der meisten touristischen Pflegekräfte; Investitionen in lächerliche Hightec-Entsorgungsstationen; anarchistische Campingplatzausdehnung;  vergammelte Sieltorbrücke; stete Ausdehnung der Markantmarktflächen bis in die Fluchtwege; ständige Eskalation des Rechtsbruchs Entlastungsstraße … und und und – fehlt noch die Privatisierung von Ebbe&Flut und ’ne städtische Subvention für’n Blanken Hans !

–  ging seither der Schnitt ins eigene Fleisch immer tiefer, und in Rat und dessen Mehrheit gefällt sich gar manche lokale Tourismusleuchte sui ipsius gratia im Grenzgang zur Nekrophilie.

Jedenfalls kann dieser Rückbau wohl nur noch im Kontext einer gewissen Lust an Schmerz und Erniedrigung gedacht werden und man darf gespannt sein, wer sich „im fließenden Übergang“ (Harald Hinrichs) an’s Sortieren der B’sieler Wertstoffreste machen wird; 35 Neigungsqualifizierte sollen ja bereits ihre Dienstbarkeit offeriert haben.

 

***

Sonstiges:
Schmitz geht -Burnout – zuviel facebook
Austherapiert
Tourismuswirtschaft – meistbietend
Streik – es gibt nichts zu verteilen

 

Schmitz geht – Burn-out – zuviel facebook !

 

Die Esenser Politik kommt als Ziel für Polemik abhanden,
weil sie sich „in einen Gegenstand der
allgemeinen anthropologischen Betrachtung“ (W. Pohrt)
verwandelt.

Foto: Händel / AfH, 09.07.2020 – Ausschnitt, bearbeitet

 

 

Schmitz geht – Burn-out – zuviel facebook

 

so ungefähr titelt der Anzeiger für Harlingerland in seiner heutigen Ausgabe und humpelt Seit‘ an Seit‘ mit den politischen Entscheidungsträgern abermals der harten Wirklichkeit hinterher.

Auf den Tag genau vor einem Jahr war an dieser Stelle zu lesen:
„Schmitz dürfte bei fortlaufenden Bezügen und großzügiger Abfindung vorzeitig freigestellt werden … Denn Michael Schmitz ist ein Zugvogel, ständig bereit, seine Umzugskartons zu packen“ und wechselt regelmäßig seinen Wirkungskreis, während Frau Schmitz ja ebenfalls „bereit ist für Neues“ und die „berufliche Neuorientierung sucht“. “

Und der exit-esens-Schriftführer erwägt bei so vielen Prognosetreffern der jüngsten Zeit doch mal Lotto zu spielen.

Die B’sieler Tourismuswirtschaft wird stillgelegt, aber weiter maschinenbeatmet, weil’s keine Patientenverfügung gibt.
„Nachruf folgt“ heißt es sonst in vergleichbarem Kontext, dessen Vollzug sich hier so erledigt: „Bürgermeisterin und Stadtdirektor wünschten ihm schon jetzt alles Gute für seinen weiteren Lebensweg“  und die noch restlichen Zugvogeltage, möchte man das Arbeitgeberzeugnis ergänzen.

Ein ‚gutes Ausreichend‘ verbirgt auch der weitere Wortlaut: „Die vergangenen Jahre waren von intensiven Bemühungen … gekennzeichnet“. Das kodiert man einem in die Beurteilung, der dabei halt schwach geblieben war, aber dennoch „gerne all meine Kraft dem Betrieb zur Verfügung gestellt“ hat!

„In seine bisherige Beschäftigungszeit fiel…“ schreibt Händels Klaus im falschen Singular weiter und läßt eine Aufreihung einzigartig banaler, quasi singulärer, Leuchtturm-Projekte folgen, nämlich „die Aufbauphase der Tourismus GmbH“, die in gänzlicher Beschränktheit und Haftungsfreistellung dort immer noch verweilt; „die Übernahme der Postagentur in Esens“ als eine Kernkompetenz der Tourismuswirtschaft wie Nagelstudio, Absatzbar oder Grabfloristik; „die Privatisierung des Therapiezentrums …“, die einherging mit dem Job für Christiane Anuschka Schmitz als dortige Personalchefin und großzügigen städtischen Schenkungen an den Übernehmer Wollmann und mit dem Wegfall des Therapieangebots und mit dem Jobverlust für jene Mitarbeiterinnnen, die nicht Wollmanns Knackigkeitskriterien entsprachen; „… der Tourist-Info“, die jüngst in einer City-Abseite versteckt wurde; „… des Shops in Bensersiel“, der nun wie zig andere Andenkenläden übliche Preziosen feilbietet.
Fehlt was? Vielleicht noch die Schließung des ehemaligen „Bären“-Restaurants mit dem Scherz-Titel „Bistro N°1 mit Weitblick“ und der angegliederten Strandgastronomie; deren Ersatz durch 1 Würstchenstand und 2 Kirmesbuden; die erfolglose Beschrankung eines Parkplatzes; die Beherbergung der Tourist-Info im Anzeigergebäude; ein Pächter- und Stellenanzeigen-Tsunami; eine offene Thermensanierung sowie -schließung bei Outsourcingexzessen; peinlichste Bilanzansprachen, schmächtige GuV-Aufstellungen und -Erfolgsprosa mit Pippis Power-Point-Präsenty; Großmäuligkeit im Streikgeschehen …
Ja, Herrgottnochmal, was noch „in seine Beschäftigungszeit fiel“:
die Universalentschuldigung Corona, der Brand von Notre-Dame, die Preisreduzierung für Hühneraugenpflaster bei Deppermann, die Mehrwertsteuersenkung,  und vor allem die beständige Prosperität der Tourismuswirtschaft von Neuharlingersiel und Carolinensiel!

Zweifellos also hat Herr Schmitz als einzigartig zuverlässige Wunschfigur der Esenser Politik den Fremdenverkehr vorangebracht. Und Herr Taddigs. Und Herr Braatz. Und Herr von Bloh. Und und.
„Damit begibt sich die Stadt nun erneut auf die Suche nach“ einem weiteren signifikanten Antlitz der Esenser Tourismuswirtschaft, und zwar bundesweit.
Ein ferner Interessent dürfte bei seiner google-Recherche womöglich auf exit-esens stoßen und besondere Kenntnis über’s angepeilte Berufsumfeld erwerben. Somit wäre fraglich, ob sich da jemand hineinbewirbt, der mehr mitbringt als ein ‚gutes Ausreichend‘. Und weil im allgemeinen Waffelbruch niemand eingestellt wird, der über mehr Kompetenz als der Einstellende verfügt, ist zu erwarten, daß „man sich auch in den eigenen Reihen der Tourismus GmbH umschauen“ und fündig werde.

Da der Beschluß (einseitig?) der Gesellschafterversammlung  vermutlich nicht um die Gehaltszahlung bis Vertragsende herumkommt und Christiane Anuschka Schmitz laut Auskunft von Wollmanns „Watt & Meer GmbH“ zwar auf Kurzarbeit aber sicher vorab hoch genug eingestuft ist, und sie zudem ja noch ihre achso „verschmitzten“ (Schmitz über Schmitz) Ferienwohnungen unablässig schamlos  in einer beknackten B’sieler fb-Gruppe anpreist, dürften dem Esenser Gemeinwesen diese touristischen Leistungsträger bei auskömmlichem Salär bis zum letzten Zugvogeltag erhalten bleiben.

 

Piep!

Ostfriesenherz am rechten Fleck

 

Ostfriesenherz am rechten Fleck

 

 

Wenn Esenser Genossen für ihre Lieblingskneipe den rechten Rahmen neu definieren, dann liest sich das so:
Nach einem Treffen zwischen dem Musiker und der Stadt gibt es jetzt eine Lösung mit der wohl alle leben können. Es wäre schade, wenn eine so wertvolle Bereicherung jäh unterbunden worden wäre.“
(erklärt Fokko Saathoff via facebook)

 

Was war passsiert? Anwohner der Herdestraße beschwerten sich über Straßenmusikbelästigung – und die berüchtigte Esenser fb-Gruppe empöhörte sich auf’s Vorzüglichste über deren Kulturlosigkeit.

Da wurden die Endlosschleifen klampfender Ostfriesenherzchen zur  „handgemachten Straßenmusik“, gar zur  „guten, handgemachten Straßenmusik“  und ihre Reklamebarden zur  „Bereicherung“  sowie  „wunderschön, froh und glücklich“   -machend,  „unverzichtbar“  sowieso, und Esens ward ob der werbenden Kaffeehausmusikanten:  „lebendige Stadt“ !
Und der Bescheid an die Beschwerdeführer,  „die spießigen Hinterwäldler“,  erging per facebook-shitstorm.

Aber damit eben nicht  in esens alles was mit Kunst und Kultur zutun hat im Keim erstickt wird, ermöglichte die Verwaltung für den Genossennachwuchs und das, was die sozialdemokratischen Stammgäste als ihre besondere Kunst und Kultur ins Ostfriesenherz geschlossen haben, eine  Zulassung ohne Schalldämpfer als spezielle lokale Coronaförderung.

Nun muß der Bürger überlegen, wie er an den Straßensperren des abgeholfenen Beschwerdegegenstands vorbeikömmt und die ihm auferlegte  „Toleranz“  gegenüber der Sozis Lieblingsmukke übt.
Das gelingt aber, weil Esens ja auch eine gute Seite hat: auf die man wechseln kann, wenn einen im Begegnungsverkehr Soundchecker, Kommunalpop und follower belästigen.

Noch ein weiterer berüchtigter fb-Volksmund wußte zu berichten,  daß in die Fußgängerzone von Norden jetzt sogar Duo Leuchtfeuer   kommt. Viel hilft viel!

Und wär’s dann nicht ein ermutigendes Zeichen auch für Esenser Prosperität und Aufblüte, wenn jedes Ladenlokal seinen Bänkelsänger rausstellte?
Gerade in Esens hat sicher jeder Betreiber jemanden im Verwandtenkreis, der ein Instrument spielt, auf daß mit einem Esenser Klangteppich gar die Bremer Stadtmusikanten erblassen und die Touristen sich die Ohren reiben sollen.

 

Kuckuck, Kuckuck,  i-a !

 

Wenn die bunten Fahnen wehen …

 

Wenn die bunten Fahnen wehen ...

 

 

           

 

… und die diesbezügliche Erläuterung besticht zunächst durch gewisse Plausibilität:

„Wer öffentlich Schwarz / Weiß / Rot werbend verwendet, unterfällt stets dem Risiko der mitbürgerlichen Assoziation …“,

die dann allerdings im Kontext durch weitere Bezüge schwer erschüttert wird:

 

                       

 

Also: Reflexe zügeln – Heiter weiter !

… aus einer Wurzel zart

Es gibt Prognosen, die den Prognostiker erfreuen,
wenn sie nicht eintreffen –
und es gibt Prognosen, die bei ihrem Eintreffen
schallendes Gelächter auslösen.

 

… aus einer Wurzel zart

 

 

AfH, 30.11.2019, Original-Bildausschnitt (Danke, Anzeiger für Harlingerland!)

 

 

Venceremos 2 – Unterwanderstiefel

Vorabdruck
mit freundlicher
Genehmigung
des Autors


Kaperfahrt und Unterwanderstiefel
– Fortsetzung –

 

Was bisher geschah:
Der junge Ratsherr will mit Jan und Hein und Klaas und Pitt als fünftes Rad am Wagen auf Kaperfahrt („Vorstellungsgespräch“ vs. „Assessmentcenter“) in die SPD fahren, nachdem er sich nötige Voraussetzungen unterstellt hat. Da erschrickt ihn sein neuer Klingelton …

 

Die SMS von Hermes kündigte die erwartete Zustellung an. Vor drei Tagen hatte er online bei Zalando bestellt, was ein Heimatshopper in Esens nicht kriegen kann: ein Paar nagelneue zwiegenähte Unterwanderstiefel.
Er hatte lange gezögert, war zunächst unentschlossen gewesen und hatte ein schlechtes Gewissen, weil er auch noch jene zwei Paar gebrauchte zum Auftragen hatte.
Aber er hatte auch gute Gründe: Arnos Stiefel waren einfach nicht bequem. Die Verwaltungsrechts-Einlagen (Senk-/Spreiz-) trugen sehr auf, sie drückten und ermüdeten zu schnell die jungen Füße.
Und Erwins Stiefel waren schlichtweg zu groß, er hatte sie mit bis zu vier Paar Socken, wechselweise schwarz und rot, eine zeitlang weitergetragen, hatte sich damit verlaufen, mal einen verloren und war mehrmals im Ausschuß gestolpert, und hatte erschöpft das mitleidige Schmunzeln sogar der Grünen im Rücken gespürt und ertragen müssen, was ihn sehr verletzte – auch Erwins Stiefel waren einfach nicht tragbar!

Er würde sie alle zum Nikolausabend noch mal vor die Haustür stellen – eine tolle Tradition, die wir pflegen sollten, und bei 476 fb-Freunden müßte mit üppiger Füllung zu rechnen sein – und sie später in den DRK-Altkleidercontainer geben. Die Vorstellung, einem Asylbewerber in Erwins gebrauchten Unterwanderstiefeln in Esens zu begegnen, zauberte dem jungen Ratsherrn ein sardonisches Lächeln ins weiche Antlitz.

Am nächsten Tag lagen die neuen vor ihm, großzügig erübrigte er eine Fünfsterne-Bewertung und freute sich auf den langen Marsch. Durch die „Institutionen“ einer Esenser SPD würde dieser sich als Spaziergang erweisen, da war er sicher, und liebäugelte einen Moment mit dem Gedanken, den doch in seinen Lieblings-Indoorslippern zu absolvieren.
Doch Vorsicht, dachte er bei sich, eine gewisse Ernsthaftigkeit sollen sie mir schon abkaufen, da will ich mir nicht auf Turnschuhen noch selber ein Bein stellen – solide Standpunkte brauchen solides Schuhwerk!

Etwas Zeit blieb ihm noch, dies einzulaufen. Das paßte, er wollte ohnehin zum Wochenmarkt, sich regelmäßig dem Ortsgeschehen als zugehörig darstellen und weil ihm zugetragen worden war, daß Mitglieder von Rat und Verwaltung sich dort gelegentlich kleine Zuwendungen zustecken ließen. Dem würde er nachgehen!

Bei bedecktem Himmel herrschte noch mäßiger Betrieb. Überraschend bestätigte sich seine Erwartung auf Anhieb. Festen Schrittes verließ er den Gemüsestand mit einer Porreestange und Kräuterhexe Dagmar mit einer Selbstgedrehten und an Poppingas Obstwagen schenkte Hans-Georg dem jungen Ratsherrn einen sauren Apfel.
Cousine Karin stand neben ihm in der Reihe. „Schicke Stiefel“, sagte sie und er errötete …

 

– wird zweifellos fortgesetzt –

 

Venceremos – SPD kapern

Mit freundlicher
Genehmigung
des Autors


Venceremos – Die SPD kapern
Romanvorabdruck

 

 

 

„Ich könnte mich dem JuPa annehmen“, dachte er, „das ist ein Angebot, das sie nicht ausschlagen können.“ Der junge Ratsherr konzipierte seine Performance zum SPD-Assessmentcenter; am Mittwoch würde es soweit sein.
Fokko hatte es weiter hartnäckig „Vorstellungsgespräch“ genannt; mehrmals hatte er den Vorsitzenden darum bitten müssen. Zweimal hatte er danach Karin auf dem Wochenmarkt abgepaßt und darauf angesprochen. Sie hatten von Termindruck und Arbeitsklima geredet, aber gespürt, daß er die Ausflüchte nicht glauben würde. Schließlich hatten sie Heiko vorgeschoben, der angeblich zunächst taktische Bedenken geltend gemacht habe. Er war aber drangeblieben und beharrte auf seinem Angebot – und er hatte sie seine Leistungsbereitschaft spüren lassen!

Nun war es endlich soweit, eine Stunde vor der Ratssitzung würde ein 8-Augen-Gespräch stattfinden und er würde sie wissen lassen, wo bei den Heimatgenossen der Erneuerungsbedarf durch dynamische Nachwuchskräfte zu verorten sei.
Vor allem sollten sie sich über ein junges Gesicht freuen, alte Konzepte und Handlungsmuster hatten sie ja genug, das würde er gekonnt und diplomatisch kommunizieren. Mit einem Weiterso wäre eine nächste Kommunalwahl nicht zu gewinnen und deren Hinwendung zu jungen Menschen und frischem Wind würde ihnen zu Auftrieb und neuer Glaubwürdigkeit verhelfen, das würden sie ihm glauben, dafür würde er sorgen.

Noch war er ja auch mit Dave „im Gespräch“ und hatte ein weiteres Treffen nicht ausgeschlossen. Das wäre aber nur zweite Option, wenn Volker sowieso hinter Erwin rechtsrum läuft; der hatte ja schon mit Hermann sympathisiert, als die von Storch noch da gastierte. Jedenfalls würde man sich dann nochmals gut distanzieren können und er käme mit den Genossen mehrheitlich positiv populär rüber.

Seit seiner Trennung von Arno und Erwin war er ja eigentlich ohnehin voll auf Linie, die kritischen Themen und die ganzen Problemaktionen hatte er verlässlich außen vor gelassen und den öffentlichen Fokus immer wieder auf die städtischen Schönheiten und die besonderen Verdienste von Politik und Verwaltung gelenkt, so hatten sie ihn lange genug als loyalen Teil ihrer Gestaltungsmehrheit kennenlernen können („Gestaltungsmehrheit“ – auch so ein innovativer Begriff, den er mitbrächte) – jetzt müssen sie liefern!

Er hatte Heiko noch ein gewisses Spendenengagement am Heimatverein in Aussicht gestellt, das könnte letztlich der Türöffner gewesen sein; über das Ausmaß würde er aber noch zeitnah mit Vater reden müssen, und darüber, was jetzt endlich mit dem „Dauerstudium“ würde. Er würde verstehen müssen, daß er diese Partei nur als Vollzeitpolitiker und von innen heraus würde erneuern können, wenn er sie gekapert hat.

Der junge Ratsherr legte die Zahnbürste zur Seite, gurgelte und spülte.
„Die Zeit ist reif“, sagte er sich und der Blick in den Spiegel verschaffte ihm letzte Gewißheit…

 

Er erschrak von seinem neuen Klingelton …

 

– wird in Kürze fortgesetzt  –


weiterführend:
Wissen, was läuft – und wohin !
Die frühen Wechseljahre

 

 

 

Martini-Gedenkmeister

 

Martini-Gedenkmeister 

 

 

Esens‘ ältester 25-Jähriger, Selfie-Generator mit Schramme und Schummel-Mandat, fand sich erwartungs- und standesgemäß zum AEU-Martinisingen ein, um dem Geburtstag des Reformators Martin Luther zu gedenken, wie er ins weltweite Netz zu bekunden auf Deutsch versucht.

Wir hingegen gedenken mit tränenreicher Wehmut, jedoch im  Genitiv, jener Zeiten, da ein Arno Nerschbach und ein Erwin Schultz noch um des Adoleszenten kommunalpolitische Grundbildung bemüht waren und auch dessen sprachliche Kompetenz in Grammatik und Wortbedeutung meist vor Veröffentlichung noch hingebogen kriegten.

Wer der Kinder Laternenspaß, Frohgesang und Süßigkeitensammeln zudem als Gedenken wahrnimmt, hält Selfies für ein politisches Statement.

So geht die Sprache mit der Wahrnehmung einher.

 

 

Punkt

 

p.s.
Mit einer AEU-Plastik(!)tasche voller Süßigkeiten soll er noch zu später Stunde in Marktnähe gesehen worden sein.

***

 

Anthologie

Die frühen Wechseljahre (16.08.2019)
Adabei, plastikfrei (26.09.2019)
Zum Richtfest eingeschlichen (04.10.2019)
Digital erleben (01.05.2019)
Stromlinie (25.05.2018)

Adabei, plastikfrei

 

 

Adabei, plastikfrei
Botschafter und hohle Botschaft

 

fb-Auftritt des Ratsmitglieds Ole Willms mit Wochenmarkt-Selfie

 

Wattenhuus-„Garten“ mit Patenschaftsbeet

 


… gute Sache !

sonstiges:
https://exit-esens.de/wechseljahre/
40 Jahre Jute statt Plastik 

30 Jahre Jute statt Plastik
Nachdenkseiten: Das Thema Klimawandel ist nicht neu  ***)

 

 

***) … was uns das lehrt:

Daß es ja doch bekannt ist, das hatten wir schon, und zwar umfassend, ganzheitlich, seriös, belastbar dokumentiert in sämtlichen komplexen und benachbarten Kontexten.  Es ist Bestandteil eines jedermann zugänglichen Allgemeinwissens.
Es stellt sich da die Frage, warum all das kein politisches Gehör fand und findet und immer wieder neu verwässert, infantilisiert, diskreditiert und ausgeblendet wird.
Und dann sind wir keinesfalls bei der Plastiktüte oder CO2-Steuer, sondern bei der Frage der kapitalistischen Geschäftsordnung – und wer, egal welcher Jahrgang, davon nicht reden will, sollte auch auf dem Esenser Wochenmarkt  „einfach mal …“ [Hier kein Nuhr-Zitat !] … still sein !

Punkt

 

 

Worüber Genossen lachen

Worüber Genossen lachen

 

6 Fotos: Silke Martens, SPD-Webseite

 

Vorzüglich gelang die Titel-Konfiguration auf der fehlerhaft programmierten Esenser SPD-Seite insofern, als hier Tagespolitik mit erwartbar sozialdemokratischen Positionen in Bezug gesetzt und als Aufmacher dargestellt werden konnte – im richtigen Ortsleben so selten wie ein Meteoriteneinschlag im Gezeiten-Brunnen.

Wo Betriebe privatisiert, zerschlagen werden, sollten Beschäftigtenrechte tagespolitisch Thema sein – nicht nur in Vietnam – ; wo das ausbleibt, bekommen Betroffene und Familien als Wähler besondere Relevanz; und wenn in anderen Zivilgesellschaften längst gesichert erkannt ist, daß Outsourcing von Bereichen der Gemeinwirtschaft das Instrument politischer Deppenwirtschaft der 80’er Jahre war, erfüllt’s im Esens-B’sieler Kontext wenigstens noch Treppenwitz-Funktion.
Womit an dieser Stelle die Humorkomponente wohl hinreichend erläutert sein dürfte. Im weiteren dann wird auf der exit-esens-Seite in Kürze eine WitzerklärungsApp installiert für jene, deren digitale Kompetenz weiter entwickelt ist als die kognitive. Worüber Genossen lachen weiterlesen

TEB: Unterstützung für Outsourcing-Opfer?

… aus dem SPD-Titel-Konfigurator:

[Hinweis: Die Fehlerfunktion des Do-it-yourself-Titel-Konfigurators auf der SPD-Seite ist nach Hinweis nunmehr behoben.]

AfH, 06.09.2019

 

weitere „Meldungen“:

        

 

 

… zum wahren Kern geht’s hier lang: klick*

 

***

Tourismuswirtschaft – meistbietend … !

Klebt Dir Defizit am Bein,
Stell‘ noch ’nen Direktor ein !


Tourismuswirtschaft – meistbietend … !

 

… die zweifelhafte Aufforderung zum gemeinsamen Entern eines sinkenden Schiffs – sonst hieße es ja: „Komm an Bord!“

Herr Schmitz, burnt out ?

Abgesagter TEB-Betriebsausschuß, ausgefallener Finanzausschußtermin; Wirtschaftsplan als power-point-Erzählcafé; ausbleibende Bilanzen; Haushaltsplanung als oral history; die seelische Belastung, unterbezahltem Personal bei der Arbeit wie beim Streik zusehen zu müssen; die stete Versagenserfahrung beim Vergleich mit anderen Destinationen und fachlich versierten Kollegen u.v.m. … – all das führt offenkundig zu einem burn out.
Burn out ist furchtbar, vielfach unterschätzt, erfordert unverzügliche Schonung und vor allem die Neubewertung von Leistungsmerkmalen, die alsbaldiger Genesung förderlich sind.

Streßfaktoren

Voraussetzung ist allerdings die so behutsame wie leidenschaftslose Analyse bisheriger Streßfaktoren, nämlich: Tourismuswirtschaft – meistbietend … ! weiterlesen

Selbstgefällige Lachnummer

 

Selbstgefällige Lachnummer

 

AfH, 10.05.2019, Ausschnitt

Causa Beekhuis: Harlinger-Redaktionsleiter Klaus-Dieter Heimann referiert über Presse-Moral-Kodex.

 

 

Weitere Meldungen:
+++ Dealer referiert über sauberes Geschäftsmodell +++ Gaffer zeigen die schönsten Unfallfotos +++ Cum-Ex-Banker erklärt Steuerrecht +++ Todespfleger mahnt Nächstenliebe an +++ Warlord erarbeitet Friedensplan +++ Dreckspatz tadelt Nestbeschmutzer +++ Kinderschänder spricht über wahre Liebe +++ Lokalredakteur erklärt Grammatik ….

 

Keine Wünsche, kein Segen

Keine Wünsche,
kein Segen !

Ist das noch Politik ?

Kein einziger der zahlreichen Akteure mit Internet-Auftritt wünscht dem Bürger dieses Jahr ein frohes Weihnachtsfest: nicht SPD, nicht CDU, nicht Grüne, nicht EBI, nicht BZE, nicht der Ole Willms, nicht BfB.
Trostlose Feiertage…!

 

Medienkompetenz und Digitalisierungssprech ?


Podest

Erster: BZE
Zweiter:   Ole Willms
Dritter:         -/-