Blindes Auge, schützende Hand

 

Blindes Auge,
schützende Hand

 

 

 

 

„Hitler-Gruß auf Langeoog: Verfahren eingestellt“ titelt, stets eigener Wahrheit verpflichtet, der Anzeiger für Harlingerland vom 06.03.2020 und beteuert – weil’s nötig ist – gleich dreifach dazu: „Vorwürfe nicht erwiesen“.

 

Bei solch guter Nachricht fällt dem besorgten AfH-Leser ein Wackerstein vom Herzen – und schmerzhaft auf die Füße, wenn er den Wortlaut der staatsanwaltlichen Einstellungsmitteilung (NZS 520 Js 15129/19) damit abgleicht: „Obwohl der Beschuldigte die Tatvorwürfe bestreitet, dürfte aufgrund dieser Zeugenaussagen feststehen, dass es tatsächlich zu solchen Parolen durch den Beschuldigten gekommen ist sowie „Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass der Beschuldigte solche Parolen (…) offensichtlich getätigt hat.

Jawattennu, sagt der Verstand, und neben der brennenden Frage, in welchem Gewohnheitshabitus jener (ehemalige) Langeooger Tourismusmanager und SPD-Vorstand Mario Kramp seine Funktionen bewältigt haben mag, funkelt des Lesers Wunsch zu erfahren, was in einer Redakteursbirne klopft, die gleich dreifach diametral das Gegenteil von der staatsanwaltlichen Erklärung  behauptet!

Ist’s der übliche Dingdong aus Dusseligkeit und Rechercheverzicht, ist’s die urtümliche SPD-Verbundenheit eines online-Redakteurs, ist’s der Reiz im fake-Produktionsprozeß, ist’s die zwanghafte Disposition zur Erzeugung nur guter Nachrichten vor allem für’s Langeooger Soziotop, ist’s gar unverhohlene Sympathie für den untätigen Dienstherrn und den ihm Anvertrauten?

Tja, komplex ist das redaktionelle Syndrom, das den belegten alltäglichen Hitlergruß des Touristikers noch nicht mal als Taktlosigkeit redigiert, sondern zur Lüge kehrt.
Komplex ist also auch die Anamnese. Diese presswesentliche Berufskrankheit bekannte einst der AfH-Redakteur Manfred Hochmann daselbst in eigener Sache als „Eskapismus„. Dies erklärt das meiste, so auch die empathiegeladene AfH-Nacherzählung der rechtsanwaltlichen Belastungsreklamation zum engsten Umfeld des Hitlergrußaugusts – wiederum dreifach zitiert dessen mitleidende Familie – und man fragt sich, wie denn in einer Familienaufstellung solch mental drückende Beschmutzung eines Nazi-Kostüms vonstattengegangen sein könnte, das ja letztlich durch die AfH-Presse nun wieder als gründlich gereinigt gelten darf.

Begründet aber wird die Einstellung der staatsanwaltlichen Ermittlung mit einer fehlenden Öffentlichkeit des Sieg-Heil-Begrüßungsrahmens – und gestattet somit straffrei die Grußformel in eben anderem Rahmen: Firmenfeier, Betriebsversammlung, Gästeansprache, Mitgliederforum, Parteiplenum etc..

„Entscheidend dabei ist nicht die Öffentlichkeit des Verwendungsortes an sich“, spitzfindet das zuständige Rechtspflegeorgan, Herr StA Laumann, „sondern die vom Täter nicht überschaubare kommunikative Wirkung der Verwendung.“ Solche nämlich erlaubt dem Hitlergrußaugust, die subjektive Überschaubarkeit (z.B. des Publikums in vollem Saale) im Verhältnis zur eigenen Position zu empfinden, je nachdem, ob er vom Hocker, Stuhl, Podest oder von der Bühne grüßt, unter Dach oder freiem Himmel – gibt er sich jedenfalls hernach erstaunt ob des Zuspruchs, bleibt’s ebenfalls straffrei. „Das allerdings immer nur einem bestimmten oder bestimmbaren Personenkreis gegenüber und immer in geschlossenen  oder  abgetrennten Räumlichkeiten“.  Siehstewohl.

Das ermöglicht natürlich der Langeooger Tourismuswirtschaft „unter Betrachtung der Gesamtumstände“ bei fruchtbarer Kooperation zwischen Dienstherrn und schutzbefohlenem Siegheiler eine neue, sehr breite, Zielgruppe mit aktuell erheblichem Wachstumspotenzial. Denn gerade die Verheißung der Straffreiheit vermag als Alleinstellungsmerkmal, gar Leuchtturmprojekt, für diverse angesagte Grußaugusts und deren Fangemeinden diese Destination überaus weiter zu ertüchtigen.

 

Punkt

 

Nachtrag:

Vollumfänglich entlastet
   behauptet dazu der Anzeiger für Harlingerland (11.03.2020) in einem erläuternd sich gebenden Nachschlag zum o.b. Fake-Bericht und erweckt den – irreführenden – Eindruck, dies sei zitiert aus der staatsanwaltlichen Stellungnahme.
Tatsächlich aber stammt dieser Wortlaut keineswegs aus der Begründung und Einstellungverfügung der Staatsanwaltschaft, sondern – im Gegenteil – aus der Presseerklärung des Täteranwalts – ein Sachverhalt also, den der Anzeiger wiederum gekonnt unkenntlich macht !

 

Coronavirus? Nicht bei uns! > UPDATE 17. März !

 

Jenseits von Esens ?

 

Coronavirus?
Nicht bei uns!

 

 

 

Hinter China, Südkorea und Italien hatte sich in Iran der viertgrößte Ausbreitungsherd für die vom neuen Coronavirus ausgelöste Covid-19-Erkrankung gebildet.
An der türkisch-griechischen Grenze werden 13.000 Flüchtlinge aus Iran (!), Irak, Libanon, Syrien, Afghanistan, Pakistan, Marokko nach Erdogans Grenzöffnung von EU-finanzierten griechischen Ordnungskräften auseinandergeprügelt.

Auch insofern sei „Deutschland gut vorbereitet“ (Jens Spahn) für das Coronavirus, zumal Von der Leyen mit weiterer EU-Schickeria zur Unterstützung der Ordnungskräfte unterwegs nach Griechenland ist, wobei mit deren Aufrüstung sicher keine Laborausstattung gemeint sein dürfte.

Nicht bei uns !

Das plappern unterdessen auch dieselben hiesigen Zeitgenossen, die bisher bereits über jenes Gesundheitssystem klagten, das einen zeitnahen Arzttermin überhaupt vereitelt, dazu Telekom-ähnliche Warteschleifen voraussetzt, seine Bürger irgendwann im Intensiv-Inkubator Wartezimmer einer Haus- oder Facharztpraxis zusammendrängt, die am Wochenende vor der Notfallpraxis Wittmund in der Schlange auf dem Rasen sitzen oder im dortigen Krankenhaus ihre kranken Angehörigen auf den Flur gebettet vorfinden.
Wie mochte die Freude in der Rezeption der Hausarztpraxis überborden beim Hinweis des hiesigen Lokalblattes an seine etwa kranken Leser, bei Symptomen jedenfalls vor dem Arztbesuch erst da anzurufen.


Nicht bei uns ?

„Wittmunds Krankenhaus ist auf den Ernstfall vorbereitet“
verarscht der Anzeiger weiterhin seine Klientel und aktualisiert zur umfassenden Volksaufklärung seine Emojis.

 

 

Auch die Krankenhaus-Clowns des Pflegebutler haben sich als hippe Pflegekräfte verkleidet, tragen Schutzmasken als Dekospielzeug, die allerorten längst ausverkauft sind und halten die Daumen hoch in die Harlinger Reklamelinse.

 

Nicht bei uns ?

Größere Veranstaltungen sollten abgesagt bzw. auf die Teilnahme sollte verzichtet werden, empfehlen dringend die Obrigkeiten auswärtiger Kulturkreise, wohingegen hiesige Saisonhirten bereits sehnlichst Ausschau nach touristischen Infektionsherden halten, aus Nah und Fern, aus Jung und Alt, und die ganze Familie…
Die Münchener Handwerksmesse z.B. ist gestrichen, was einen Gedanken zu beflügeln vermag, auch alle übrigen Messen abzusagen, vor allem jene mit dem allen herumgereichten Kelch – möglicherweise aber genügt hier schon eine geringfügige liturgische Änderung der Präfation bzw. der Intensität des Agnus Dei.

Dabei ist die Absage bzw. behördliche Teilnahmeverzichtsempfehlung zu Mengenverstaltungen keineswegs ausschließlich der Sorge um die Volksgesundheit geschuldet.
So findet derzeit eine europaweite Zusammenkunft – „Wer zählt die Völker, nennt die Namen, die gastlich hier zusammenkamen…“ – der unterschiedlichsten potentiellen Infektionsträger in einer Qualität statt, daß man von einer biologischen Geheimwaffe zu sprechen geneigt ist: Obwohl biologische Kampfstoffe seit 1972 durch die Biowaffenkonvention verboten sind, üben aktuell 37.000 Nato-Waffenträger mit Infektionsbotschafter-Potential im Rahmen von Defender 2020 den Rußlandfeldzug auf deutschem Territorium als Aufmarschgebiet ein.
Dazu sind ihnen die gesamte nationale Infrastruktur und Potentiale deutscher Administration zur Unterstützung und Begleitung verfügbar – kaum ein Landrat, der sie nicht durch seinen Beritt hätscheln muß – und man darf gespannt sein, ob denn beteiligte Landrats- und weitere Ämter nicht nur über Auf- und Durchmarschpläne, sondern in vergleichbarem Ausmaß auch über aktualisierte Notfallpläne für die eigene Bevölkerung verfügen.

Gerade diese Veranstaltung büßt im allgemeinen Rauschen aktuell, ja auch und gerade unterm Aspekt ihres nachhaltigen Klimawandel-Beitrags, höchst unverdient an Beachtung ein! Säumt Schülerschaft die Bewegungslinien, die Aufmarsch- und Rückzugsräume?

Was mögen diese 37.000 an infektiösem Kulturgut an diese EU-Außengrenze tragen? Und was auf ihrem Weg verlieren und unters Volk bringen? Und was mögen sie bei Übungsende davon mit nach Hause nehmen?

Update 12.03.: „Eingefrorene“ Übung !  > klick und klick

„Und während die Generäle bereits in Quarantäne sind, warten zehntausende Soldaten darauf, sich bei der größten militärischen Massenveranstaltung des Jahres zu infizieren und das Virus weiterzuverbreiten. Das ist unverantwortlich.“
(Jens Berger, Nachdenkseiten)

Nicht bei uns ?

Regionaler Abspann
Wäre dem hiesigen Landrat und seinen nachgeordneten Entscheidungsträgern zuzumuten, sich aus anderen journalistischen Quellen als dem Harlinger Unterhaltungsmaterial zu informieren, so könnten sie aus großem Fundus die Kenntnis schöpfen, daß wegen des Infektionsrisikos z.B. Tagespflegeeinrichtungen geschlossen werden. Daß hier solches unterbleibt, weil sich Posierende dem Anzeiger gegenüber für gewappnet erklären, fremde Erkenntnisse zerstreut und Verstandesregeln ausgeblendet werden, hat gewiß seinen regionalen Hintergrund.
Denn wer hier die Schließung der ersten Tagespflege verfügt, müßte sich folgerichtig der Frage ausgesetzt fürchten, warum aber VW weiter in Betrieb bleibe!
Oder umgekehrt gefragt: Bleiben alle Infektionsherde weiter in Betrieb, weil auch und gerade VW nicht stillgelegt werden soll? Und Enercon? Und Rehau?

Da aber lehrt der Blick auf die politische Interessenslage wohl, daß der zeit- und vorzugsweise Anstieg der Mortalitätsrate bei Alten und Kranken eben kalkulierte Begleiterscheinung der  Auslese im ungleichen Konkurrenzverhältnis von Wirtschafts- und Sozialsystem sei – bei einer so ’schicksalhaft‘ grassierenden Epidemie.

 

Punkt

Weiteres:
1.   „Schon für das normale Tagesgeschäft sind die Kliniken nicht gewappnet“
2.   „Den ‚Großen‘ hilft man, die ‚Kleinen‘ überläßt man ihrem Schicksal“

 

 

Gedenkwirtschaft

        

Die Asche der Opfer
wird zu einem Diamanten gepreßt und ausgestellt;
die Täter werden mit einem Schweigegelübde sanktioniert.

 

 

Es mag den Cyrus Overbeck nun mancher als Belästigung empfinden, aber seine reizbasierten Hervorrufungen bei Obrigkeit, Untertanen und Bürgertum liefern immer wieder noch Grundierung für Erkenntnis und Volksaufklärung.
So war in der Niederschrift der Esenser Ratssitzung vom 17.06.2019 unter Bezug auf dessen Anregungen die Rede von einem „ökonomischen Arbeitskreis Christen und Juden“.
Der Freud’sche Versprecher (er wurde nach Hinweis im Folgeprotokoll korrigiert) trifft auf die Annahme, es gebe in Esens eine Gedenkökonomie, also eine wie auch immer geartete Gedenkwirtschaft, deren Aktiva, Passiva, Akteure, Affekte und Ziele einer sorgfältigen Betrachtung lohnen.

Die allseits reklamierte „Gedenk- bzw. Erinnerungskultur“ darf hier als zentraler Kampfbegriff gelten, dessen zerstörerische Wirkung sich exemplarisch an des Künstlers unzulässigem Eingriff in eben diesen Esenser Gedenkwirtschaftkreislauf ermessen läßt. Betrachten wir also des Kreislaufs Richtung, seine Zeugnisse, Symbole, Events und Aktivisten.

Wer weiß, daß das deutsche Wirtschaftswunder sich keineswegs dem Wirken eines famosen Ludwig Erhard verdankt, sondern mit der Arisierung auf dem Raub jüdischen Vermögens (Hertie, Quandt, Flick u.a.) und dauerhafter Verweigerung von Reparationen und Wiedergutmachung gründet, muß fragen, wie die Aneignung jüdischen Vermögens durch Esenser Bürger und Nachbarn erfolgte. Wie überkam der Besitzerwechsel dieses immense Ausmaß an privaten Wertgegenständen? Welche Esenser waren plötzlich wohlhabend? Zu wessen Gunsten erfolgten die zahlreichen Grundbuchänderungen zu ehemals jüdischen Immobilien? Welche Prosperität vermochte das geraubte Judenvermögen dem Esenser Bürgertum zu bescheren?


Die Juden in Esens, Gerd Rokahr, 1994

Mit Gerd Rokahrs Buch „Die Juden in Esens“ liegt seit 25 Jahren ein umfassendes Kompendium über die regionale und schließlich lokale Siedlungs-, Kultur- und Religionsgeschichte der jüdischen Glaubengemeinschaft vor; auch und gerade die detailreiche Darlegung der Opferbiographien als bloßen Bodycount zu klassifizieren, würde dem Werk sicher nicht gerecht. Der Chronist bleibt ausschließlich seinem Untersuchungsgegenstand mit annähernd anthropologischem Erkenntnisinteresse leidenschaftlich und strikt verbunden, jedoch die Antworten zu o.b. Fragen schuldig. In nur zwei signifikant kargen Abschnitten, 7.3.2 und 7.5.3, bleiben auch Räuber und Gewinnler fatal mystisch und anonym, verschont vom etwaigen Chronisteninteresse zum Wissen voneinander, wer den Nachbarn denunziert hat, um dessen schöne Kommode willen, oder dessen Haus, oder Konkurrenzbetrieb …

Nachgefragt in einer Esenser Buchhandlung, sei das Werk seit längerem vergriffen und nicht mehr erhältlich. Zwar läge noch ein Kontingent bei der Stadt Esens; die aber – sehr zum Verdruß der Händlerin und interessierter Nachfrager – rücke nichts raus, weil sie das ausdrücklich „zu Repräsentationszwecken“ benötige. Gedenkkultur als Pose!
Offenbar ein nützliches Buch von enormem Gebrauchswert. Es werden gerade die aktuellen Esenser Fremdenfeinde, Haßprediger, SPD-Rechten und Wegseher dadurch zu Saubermännern, gar Judenfreunden, Antifaschisten, Widerständlern, Gedenkmeistern, daß Gerd Rokahr ein Buch geschrieben hat, zu dem sie sich in Bezug setzen und mit dessen bloßer Erwähnung sie sich zu Ehrenmännern aufpumpen können.

Auch der weitere Lokalchronist, der sonst über den Besitzerwechsel einer jeglichen Kneipentürklinke zu erzählen weiß, meidet offenbar die Grundbücher, Listen der Besitzzuweisungen, Konzessionsvergaben, die Beutelisten der Vermögensgegenstände, Amts- und Schützenlisten etc. Auch dieser Blick wird in Esens verstellt durch die unzähligen Blechtafeln, derer sich kaum eine Hauswand erwehren kann, die eine Historie bekitschen, die die Taten erinnert, die Opfer abbildet und die Täter nicht kennen und wissen will.


Das Jüdische Museum „August-Gottschalk-Haus“

Eigentümer und Bewohner des Hauses werden beraubt, vertrieben und ermordet; das Haus wird von den Tätern umgenutzt. In weiterer Nutzungsänderung wird es von den Täternachfahren zur „Gedenkstätte“ deklariert, jüdisches Leben wird dort vor-, aus- und nachgestellt; überlebende Opfer und Nachfahren werden dorthin geladen zur Begegnung mit den Neubesitzern, zur gemeinsamen Aufarbeitung, zur Beglaubigung der Wiedergutwerdung der Vor- und Nachfahren.

Auch hier verstellen Vitrinen, Relikte, Symbole und Spielzeuge der Museumspädagogik den Blick auf konkrete Täter, Nachbarn, Beute und den lokalen Kontext, anstatt diese kenntlich zu machen. Zur Reichstagswahl am 05.03.1933 standen 60,5 % der Esenser auf Seiten der NSDAP.
„Dass die Nazis ‚keine von uns‘ waren, dass sie eigentlich niemandem so fremd wie ‚uns‘ waren, ist das gängigste Klischee der Schuldabwehr“ (Thomas Ebermann, Linke Heimatliebe).
Aufmachung, Inhalt und Botschaft dieses Jüdischen Museums bedürfen jedoch noch einer gesonderten Betrachtung.
Auch diese Gedenkkultur kommt als Pose daher, die ihren Träger über jeglichen Verdacht erhaben macht. „Willst Du Dir auch die Führung antun?“ begrüßte der Grüne Ratsherr W. lautstark seinen Bekannten im Eingang der „Gedenkstätte“, als diese am 27.01.2020 anläßlich des Jahrestags der Befreiung des KZ Auschwitz ausnahmsweise geöffnet hatte.

Unter anderen stand der AfH-Frank-Brüling dabei, der dazu mit seiner Ankes Stichworten den Aufsatz im Harlinger lieferte und dessen Heimatdrüse da auch sonst ihre Botenstoffe gegen „den Duisburger“, „den Dortmunder“ etc. ausschüttet, wohl wissend, daß als antifaschistischer Ehrenmann hinten rauskommt, wer vorne ins Jüdische Museum noch als Esenser Rechtstrend-Leugner reingegangen ist. Auch insofern dient das dortige rituelle Reinigungsbad einem paradoxen Zweck all den Banausen, die sich unablässig sowohl zu Gerd Rokahrs Werk als auch zu Existenz und Betrieb „unserer Jüdischen Gedenkstätte“ in aufarbeitenden Bezug setzen.


Antifa-, Heimat- und sonstige Pose

Der Fremdenhaß als kleine Schwester des Rassismus verbirgt sich hinter deren Heimatliebe; als Museums-, Chronik- und Erzählaktivisten beanspruchen sie Definitionsmacht und Lufthoheit über Integration, Desintegration und Vertreibungsbedarf, weshalb Heimatverbundenheit „nicht als Liebeserklärung an die Landsleute gemeint, sondern als Kriegserklärung an jene zu lesen ist, die man nicht als zur Heimat gehörig identifiziert“, (Wolfgang Pohrt).

Die Berufung bzw. Vereinnahmung des Ökumenischen Arbeitskreises Juden und Christen in ihren Zeugenstand erhebt sie über jeglichen Verdacht des Verschweigens von lebendigem Nationalsozialismus und der Blindheit gegen die lokale Notwendigkeit dieses Diskurses.
Die Verleihung des Silbernen Bären war die Waffe gegen den Störer eines Idylls, dessen stete Anschlußfähigkeit für Täter und Opfer gleichermaßen um jeden Preis erhalten werden soll.

Ihre Trivial-Antifa ist einer von zu vielen Stickern, mit denen die Zeitgenossen sich als Saubermänner aus- und kennzeichnen.
Pohrt schrieb einst: „Antisemiten und Rassisten werden bekämpft, weil man sie benötigt. Sie werden gebraucht, weil sie sowas wie der Dreck sind, an welchem der Saubermann zeigen kann, dass er einer ist. Sie werden gebraucht, damit Schröder die von ihm geführten Raubzüge der Elite als ‚Aufstand der Anständigen‘ zelebrieren kann. Sie werden gebraucht, weil die Ächtung von Antisemitismus und Rassismus das moralische Korsett einer Clique sind, die sich sonst alles erlauben will, jede Abgreiferei“ und deren Esenser Episoden vielfache bundesweite Bekanntheit erlangt haben, möchte man hinzufügen.

„Erst werden die Juden bürokratisch vernichtet, jetzt werden sie gefühlig veredelt“, attestierte Eike Geisel schon vor einem Vierteljahrhundert zum aufkommenden Shoahbusiness. Zur emotionalen Gestaltung der neuen Gedenkausstellung im Jüdischen Museum sang dann auch ein Helmut Bengen (jüdisches Liedgut?), der ebenso die Stimmungskanone beim Richthofener Geschwaderball macht, jenen Profis also, die an deutscher Bewirtschaftung von aktuell 13 Kriegsschauplätzen in der Welt mitwirken; bleibt zu hoffen, es gehe ihnen mit der Übersichtlichkeit der Kriegsschauplätze allmählich die Übersichtlichkeit des eigenen Kampfmotivs verloren“ (Oskar Negt).

Eine stets hippe Auswahl an weiteren Stickern bietet das Meinungs- und Bekenntnisdesign des Esenser facebook-Visagismus, nämlich Popkultur:  Together against Antisemitism, Open the ports, Free Captain Rackete, Europe United, 500 Jahre Reformation, wirsindmehr, Zusammen gegen Antisemitismus, Kein Millimeter nach Rechts, Je suis Charlie, Nie wieder Faschismus … labeln sich ausgerechnet die verschlagensten Provinzfluencer, Heimathetzer und Betroffenheitsempörer (vor denen man sein Mobiliar zurücklassen und zunächst seine Angehörigen in Sicherheit bringen sollte), während sie fortwährend augenzwinkernd die mannigfachen Rechtsbrüche ihrer Esenser Genossen und Spießgesellen begleiten.


Silberner Heimathirsch

Und immer wieder mal verwandelt ein Prophet Wein zu Wasser und labt seine Gemeinde aus dem Mittelstrahl und melden sich der Erinnerungskultur lauteste Blechbläser zu Wort.
Also posaunt der HErr Pfr. i.R. Anneus Buisman, der auch sonst unermüdlich um Gehör kämpfen muß – mal als AfH-Beitrag, mal als Artikel oder als Ankündigung, als redaktioneller Bericht, als Wort zum Sonntag, mal als Blinddarmentzündungsreport zur Weihnacht oder als Anekdötchen mit Alexa – nun per Leserbrief zur „Gedenkkultur“, die „in Esens gelebt wird“ sowie zu Overbecks Unverschämtheit, andernorts mit Auswärtigen darüber nachzudenken. Zudem habe O. ganzjährig die „fantasievollen Veranstaltungen“ wie „die Feste der Juden“ daselbst geschwänzt und keinen öffentlichen Kenntnisnachweis zu Gerd Rokahrs Referenzfibel geliefert, „ganz zu schweigen von den Heften, in denen Zeitzeugen nach ihren Erinnerungen an die jüdischen Mitbürger damals befragt worden sind“ – gemeint sind hier die drei schmalen Heftchen und er selbst als deren Herausgeber, wofür er auch vom Arglosesten noch Aufmerksamkeit einfordert und sein diesbezügliches Defizitsyndrom somit gegen die geballte Verwerflichkeit dieses fremden Gedenkwirtschaftsflüchtlings O. kehrt.

Buismans Bemühen, alle oben bezeichneten Klischees des militanten Heimatschützers zu bedienen, wo’s zum Militärpfarrer nicht gereicht hat, blieb nicht ungehört.
Eine Esenser Bürgerin, deren leserbriefliche Replik gerahmt zur Silberbärverleihung hätte gereicht werden müssen, verschaffte dem Anneus mit dem String „Deichen im Kopf und Ignoranz im Herzen“ dankenswerterweise ein weiteres Comingout: „Mein Vater wurde von den Nazis drangsaliert und verlor einen Teil seiner Ämter. Mein Paten- und Namensonkel kam aus politischen Gründen ins KZ und überlebte knapp. Das, obwohl er körperbehindert war. Ein weiterer Onkel kam aus politischen Gründen ins Zuchthaus und verstarb noch im Kriege an den Folgen… sprechen eine deutliche Sprache.“
Und tatsächlich, wer genau hinhört, vernimmt diesen Dreiklang von Verdienst, Vorwurf und Einverständnis in der Selbstdekoration: „Mein Vater, mein Onkel“ bedeuten nichts anderes als „metoo!“; die Verfolgung als Nichtjude wiegt in ihrer Unverdientheit besonders schwer und impliziert andererseits das Bestehen einer spezifischen, z.B. „unpolitischen“ Verdientheit, die anderen angedieh und an der Stelle wohl nicht in Abrede gestellt werden soll.

Im Kern und Kontext ist diese betroffenheitsgeadelte, täterfreie Erinnerungskultur bloß wieder die bekannte Pose gegen das Fremde, als erhabenes Empörungsselfie in Anschlag gebracht. Ihre Ent-rüstung liest sich eben nicht als Konversion, sondern – Idiotie ihrer Sprachwüste – als deren Gegenteil, nämlich Aufrüstung mit Zielansprache.

„Sie scheinen im fernen Düsseldorf zu Hause zu sein“ ist eine Liebenswürdigkeit von erlesener Niedertracht, ihr Subtext kommt als Aufruf zur Ausgrenzung in bester lutherischer Diktion daher und zwanghaft wiederholt zur Anwendung, zuletzt beim „Duisburger“ und selbstverständlich beim „Dortmunder“, denen die Moral- und Landesgrenzen aufzuzeigen der verdiente Träger des Silbernen Heimathirschs sich immer wieder gern berufen sieht – und was da mehr noch aus dem Stürmerkasten zwinkert.

Ausgespart bleibt, ob Opferfamilie Buisman auch Juden versteckt habe, wie später gar manche von sich behaupteten, mitunter so gut, daß diese nicht mehr gefunden werden konnten und heute in Gesamtheit auf ein Areal von 20 qm hinterm Bahnhof passen.


Noch ’ne Gedenk-Pose – ein Selfie
Bildbetrachtung 1

„Am Freitag war ich zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung im jüdischen Museum und Gedenkstätte „August-Gottschalk-Haus“ eingeladen“ preist sich – Selektion honoris causa – Ole Willms, der junge Held der Brauchbarkeit ein und stellt sein Beweisfoto daneben.
Rätselhaft bis besorgniserregend ist die Beschaffenheit der Selbstwahrnehmung eines Menschen, der ein Selfie beim Gedenken von sich fertigt bzw. fertigen läßt und in’s Netz drückt. Wie geht das praktisch? „Hey, komm wir geh’n in die neue Ausstellung zum Esenser Judentum, und wenn ich in’s Gedenken sinke, knipst Du mich!“o.s.ä.

 

 

 

 


Noch’n Selfie – Schluß-Pose
Bildbetrachtung 2

 

Seinen Skizzenblock bringt er in Anschlag wie Heutige ihre Gedenkkultur.
„Hacken runter!“ möchte man rufen – wüßte man nicht ohnehin, daß es sich um ein – ebenfalls – gestelltes Kompositum des Wilhelm Petersen, des alten Helden der Brauchbarkeit, handelt – ebenfalls zum Selbstzwecke seiner Glorifizierung.
Zu diesem Selfie lautet der Gedenk-Text:

„Der Kamerad Petersen hat in meiner Gegenwart den ganzen schweren Angriff in vorderster Linie mitgemacht und kein noch so heftiges feindliches Feuer konnte ihn hindern, seine Aufgabe zu erfüllen. Mit vorbildlicher Tapferkeit und Rücksichtlosigkeit gegen sich selbst hat er jeden Augenblick des harten Ringens in Zeichnungen festgehalten und war bei Erfüllung dieser Pflicht oft genug nicht einmal in der Lage, die sich bietenden Deckungen in der Weise auszunutzen, wie der Kämpfer mit der Waffe.
Was ich von Petersen an Mut, Kaltblütigkeit und Einsatzbereitschaft gesehen habe, veranlaßt mich, den Antrag auf Verleihung des Eisernen Kreuzes aufs Wärmste zu unterstützen…“
O.U. den 11. Juni 1940
gez. Dörfller-Schuband
SS-Obersturmbannführer und Bataillonskommandeur

 

Punkt

 

Nachtrag:
… Täter benennen!

 

Mehr müssen Sie gar nicht wissen!

Der Anzeiger für Harlingerland, das heimatliche Sturmgeschütz der Volksverdummung, hat seine Ladeschützen vorgestellt.
Eine ganze Woche lang täglich bekam die Leserschaft eine Doppelseite mit allen Schreib- und Erzählkräften serviert, die sich in famoser Selbstgefälligkeit als schärfste Spitzenkräfte der Branche inszenierten, als Redakteure und ähnliches beschäftigt, weil Journalisten nicht mehr bezahlbar sind – nachdem wir vorausschauend „gestähltes Zwerchfell und robusten Magen“ zu Neujahr gewünscht hatten.

crossmediale Jogginghose

Zudem sind dem Blatt wohl die Banalitäten zur Überlieferung ausgegangen, nachdem nun umfassend dargelegt war, wo IME ihre aufgetragenen 4XL-Klamotten als Nachhaltigkeitshabitus offeriert, daß Redaktionsleiter JNA öfter Raucher- und Nichtraucherstatus wechselt, daß er auch kürzlich ein Gewürzbeet angelegt hat, daß Kea den Internationalen Tag der Jogginghose als Content berichtet und darin ein Leserforum aufmacht, BUM sich als kantiger Ur-Ostfriese sieht usw. usf. …
Was kömmt als nächstes? Homestory, Haustier, Schwiegereltern, in der bekannten Komposition aus Anzeigentext, amtlicher Bekanntmachung, Polizeifunk, Apothekenumschau – gerührt, nicht geschüttelt – aus einer Welt von: Drahtesel, Ordnungshüter, Langfinger, Hüftgold, bessere Hälfte, Rauschgift, fahrbarer Untersatz, Rückstau, Außenfassade, Verköstigung von Köstlichkeiten etc. … mit crossmedialem Dativgedenken und was Schrottsprache noch zur Verwertung bereithält.
„Schon wieder so ein Kurzschluß zwischen Effizienz und Unterhaltung“, Georg Seeßlen, Blödmaschinen.

Akute Phrenitis

Noch einer draufgesetzt aber war jene Verbrämung des AfH-Redaktionsalltags vom 21.01.2020 um „Presserat und -Kodex und ethische Standards“ herum sowie vom 23.01. „Eine Zensur findet nicht statt“ – da drechselten sich die Musterschüler der Alfred-Hugenberg-Academy eine feine Lügenpreziose zurecht.

Sie richtet sich gegen den Teil der Leserschaft, der längst aus eigener Erfahrung weiß, daß Leserbriefe über Wochen unterm Redakteursschreibtisch ruhen, um dann ganz zu verschwinden; AfH-facebook-Kommentare nach Belieben und Bedarf für die Printausgabe aufsummiert sind, um ein getürktes Meinungsbild zu kreieren; Sachverhalte nicht nur zur Umgehungsstraße frei erfunden werden; Skandale, wie die sog. Beekhuis-Causa, in der Redaktion als Kampagne geplant, angemischt, befeuert und in enger Kumpanei mit interessierten Politikerinnen bedarfsgerecht aufgekocht werden; Mißstände stets zuerst dem Täter zur Erstellung seiner Presseerklärung mitgeteilt werden, bevor ein Betroffener dann sehr lange auf Annahme seines Leserbriefs wartet; oder wo redaktioneller Unverstand zu Frau Connemanns DNA-Metapher den Shitstorm der empörten Gleichdummen auslösen muß.

Bannstrahl

Einer Redakteurs-Fatwa des damaligen Chefredakteurs Klaus-Dieter Heimann unterfiel einst der Bürger Manfred Knake als politik- und pressekritischer Wattenrat-Publizist („Was gedruckt wird, bestimmen wir!“, KDH), die erst im Laufe langer Zeit mit Wohlverhalten im Sinne freundlicher, gemäßigter Leserbriefe, gepaart mit unschuldigsten Naturfotos, aufzuweichen war, so daß heute Knakes Berichte als thematischer Steinbruch oder willkommene Zuarbeit auch gern wieder genommen werden.

Die Entstehung dieses beliebten Heimat-blogs exit-esens verdankt sich ebenfalls einem AfH-Hauptquartierserlaß von 2016, grundsätzlich keine Leserbriefe des Bürgers Lohs zu veröffentlichen. Weil dem aber keine Naturfotos folgten, erweiterte die AfH-Redaktion die Blockade bis in die facebook-Kommentar- und Nutzerfunktionen hinein.

Und mit ihrer jüngsten Verschärfung blockiert die online-Redaktion inzwischen gezielt fb-Kommentare von anderen Nutzern, die Hinweise, Erwähnung oder Links zu exit-esens.de beinhalten und machen diese für die Öffentlichkeit unkenntlich (während sie jedoch einzig für den Kommentator sichtbar bleiben) – ein perfides Instrument, jedoch auch Auszeichnung, und wenn’s anders wäre, wär’s ein Qualitätsalarm!

 

Bevor also die Press-Aktivisten ihr Gefrömmel von Zensur, Presserat, -kodex und -ethik weitertreiben, müßten sie doch die erfolgreiche Teilnahme an einem purgativen Integrationskurs zur postfaschistischen Zivilgesellschaft nachweisen – statt an einer so paradoxen SPD-„Zukunftswerkstatt“.
Bis dahin aber sind solche wie die o.b. Redaktions-homestories die permanente Degradierung intelligenter Leserschaft zu Borderlinern zwischen Lachen und Erbrechen.

 

 

Und wer, der Einfalt fest verbunden, der Verdunklungsanordnung Folge leistet, läßt die Finger auch von dieser Erhellung:

 

 

 

 

 

Heimat shoppen !!!

 

 

 

 

 

Punkt

 

p.s.
„Glaube wenig…“ gibt es jetzt als Hörbuch!

Silberner Bärendienst

AfH, 13.01.2020, Ausschnitt

 

 

Silberner Bärendienst

 

 

Weitgehend erfolglos hatte ein Ex-Esenser Künstler die Bedeutung vorbehaltloser Akzeptanz völkischer Gebrauchskunst für die Faschisierung des Alltags zu thematisieren versucht und neben skurrilen Ratsbeschlüssen auch einen shitstorm („Stürmerscheiße“, H.L. Gremliza) verursacht.

Dabei hatte dieser geringste Denkanstoß so viele gemeldete Schwerverletzte hervorgebracht, daß Rat und Obrigkeit nach Notfallseelsorge und Ersthilfe nun endlich die Aktivierung der Selbstheilungskräfte für geboten hielten: Verpflichtet dem Gedanken der Rehabilitation wurde der Silberne Bär verliehen. An den Ökumenischen Arbeitskreis Juden und Christen.

Insbesondere aber die Häme der Begleitmusik im berüchtigten „sozialen“ fb-Netz der auf-rechten Alt- und Neosozis sowie die abermalige Vereinnahmung des Ökumenischen Arbeitskreises  für die Richtungsvorgabe der vorangegangenen Diskursverweigerung im Anliegen des Genossen Ex-Bürgers Overbeck,   das zusammen entlarvt Kalkül und Tücke und berechnende Implikation dieser Ehrung – sie diskreditiert den Preisempfänger zur kommunalen Persilscheinagentur in eigener Sache.

Der Esenser „Gedenkkultur“ wird an dieser Stelle noch ein gesonderter Beitrag zu widmen sein.

 

Punkt

 

 

He löpt noch:

Bildungsreise – die Nachbeißer, 12.11.2019
Bildungsreise nach Uplengen, 09.11.2019
Platz für Rassismus zum Dritten, 24,08.2019
Platz für Rassismus zum Zwoten, 16.08.2019
Platz für Rassismus?, 10.06.2019
Holoween & Hallocaust, 01.11.2018

„Parolen der Rechten… “, AfH, 08.11.2019

 

 

Austherapiert !

 


Austherapiert !

 

 

Wer im Mai dieses Jahres beim Bensersieler Therapiezentrum mit einer ärztlichen Verordnung und der Erwartung einer sachgerechten Beratung und Behandlung vorstellig wurde, erhielt stattdessen ein Schmuddelblatt mit der Maßgabe, seine Auswahl zu treffen.
Mittlerweile ist das ehedem jedermann zugängliche Therapieangebot fortschreitend abgemagert, wie ein Leserbrief vom 13.12.2019 Auskunft gibt.

Und sogleich hat der Investor passend dazu einen Werbetext  komponiert, ein lyrisches Stückchen, entstanden in dem bekannten zwielichtigen Milieu, wo niemand auch nur das geringste Interesse an Transparenz, Wahrheitsgehalt und Rechtstreue hat, nicht Vertragspartner, nicht Kommunalaufsicht, nicht Aufsichtsgremien, nicht Leserbrief-Redaktion.

Den Rückbau des Therapiebetriebs abzusehen, bedurfte schon früh keiner prognostischen Anstrengung mehr.
Wir erinnern uns: Im Oktober 2017 befand der städtische Verwaltungsausschuß über einen Vertragsentwurf des Kurdirektors Michael Schmitz, der das Therapiezentrum dem Herrn Wollmann übereignete, eine lediglich umsatzbezogene Pacht fälligstellte – d.h. bestenfalls fällt keine Pacht an, wenn die Einrichtung geschlossen ist – sowie dem Pächter zusätzlich als Winterkompensation 440.000 € auf 5 Jahre aus städtischen bzw. Tourismus-GmbH-Mitteln garantierte.
Dazu gründete der Begünstigte im November die diesbezügliche Watt & Meer Bensersiel GmbH, wo des Kurdirektors Gattin leitende Zuständige für Personal- und Praxismanagement wurde. Und die städtische Schenkung wurde zum Januar 2018 wirksam.

Einer geht noch …

Diese komfortable mehrlagige Polsterung ermöglichte alsdann eine tiefgreifende Umstrukturierung mit Bausubstanz- und Nutzungsänderung. Was im Januar 2018 zwar noch als Sanatorium verheißen war, sollte sich im weiteren Bauverlauf allerdings als angepeilte sieben Ferienappartements herausstellen.
Dazu erübrigte die Stadt mit nachgebesserter Schenkungsurkunde vom 22.12.2018 für die Familienaufstellung Wollmann/Schmitz nochmals einen „Baukostenzuschuss“ in Höhe von 200.000 €, so stellt am 28.08.2019 die Kommuna-Treuhand GmbH im Prüfbericht des städtischen Jahresabschlusses zum 31.12.2018 fest, was in Rat und Ausschüssen jeweils einstimmig goutiert wurde.
Aus einer Wurzel zart – wer hätte das gedacht – bekam dann zum 04.02.2019 die Watt & Meer Bensersiel GmbH (HRB 203815)  überraschend ein Schwesterchen dazu, dem ein Pate wohl ein 200.000 €-Geschenk in die Wiege legte:   die Watt & Meer Apartments GmbH (HRB 204856) !

… einer geht noch rein!

Wenngleich im AfH-Bericht vom 25.11.2019 zur Neueröffnung mit Vernissage von nur noch vier hochpreisigen Gästeappartements die Rede ist, so weist da der bislang ohnehin märchenhaft begünstigte Herr Wollmann im Beisein von Stadtdirektor Hinrichs, Schmitzens Michel und weiteren Ratsmitgliedern keck darauf hin, daß er nochmals in den Genuß einer weiteren städtischen Zuwendung über 75.000 € zum Zwecke der Deckung anfallender Brandschutzaufwendungen gelangt sei.

Mastbetrieb Tourismuswirtschaft

Besorgniserregend am Umbau der städtischen Tourismuswirtschaft zum Mastbetrieb für Investoren und Direktorensippschaft ist aber insbesondere, daß der Bensersieler Beherbergungsmarkt keineswegs unter Mangel an Unterkünften leidet.
Demzufolge besteht zweifellos an einer kommunalen Direktfinanzierung von privatem FeWo-Bau auch keinerlei öffentliches Interesse – etwa nach Bundesbaugesetz oder Niedersächsischer Kommunalverfassung.

Und die städtische Rundfrage unter Hoteliers, Privatvermietern, Physio- und Therapieeinrichtungen, Fitness-Studios etc., wo noch 440.000 € plus 200.000 € plus 75.000 € plus umsatzbezogene Pacht auszuschütten wären?
Sollte sie kein Gehör gefunden haben?
Und sofern diese Rundfrage gar nicht erfolgt wäre – potztausend – warum denn nicht, berühmtes Bensersiel?

Demzufolge ist auch mit Spannung die alsbaldige Bekanntgabe der weiteren involvierten Outsourcing- und Rückbau-Begünstigten zu erwarten, die mit ebenso interessant gestalteten Pacht- bzw. Schenkungsverträgen die Bensersieler Tourismuswirtschaft aus dem öffentlichen Jammertal in ihre Privat-Oase holen werden: Tourist-Info, Strandportal-shop, Buchungsservice, Captain’s, Zum Bären etc. und was da mehr die B’sieler Spatzen bereits angepfiffen haben.
Verkündung müßte zwischen Weihnachten und Neujahr erfolgen, wenn alles b’sinnlich schläft und niemand einsam wacht.

Harte Fragen

Am 28. Januar 2018 war dazu im worldwideweb ein entzückender Text zu lesen:vermeldete ein gewisser Volker Wieting.
Die mutige Frage kann sich, inzwischen Ratsmitglied, der Herr Wieting nun selbst beantworten: Er selber – nämlich spätestens seit dem 18.03.2019, im Rat und in den Ausschüssen!

Involvierte Ratsnovizen

Es ist der gewaltige Tigersprung des Bettvorlegers, der nun als peinlicher BZE-Staubfänger das Esenser Pleureusenkabinett bereichert und dort mit dem Ex-Gruppenkollegen Ole Willms nach wie vor und weiterhin der Mehrheit zur Einstimmigkeit verhilft.
Weil das Wissen um die Wahrheit hier aber mit keinerlei Erkenntnisbildung einhergeht, ist für ein Ratsmandat nicht mehr erforderlich  als die so einfältige wie berechnende Erwartung, für’s Stillhalten dereinst beim nächsten Verteilungsdeal zu partizipieren.
Dies dürfte bereits die für Rm Wieting kostenlose, weil von der Stadt entwickelte, Änderung des Bebauungsplans Nr. 28 für sein Hintergrundstück sein, an deren Beschluß er gar selber mitgewirkt hat.
Währenddessen bescheidet sich Rm O.Willms mit der Gewißheit, seine nachhaltige Schleimspur zur SPD verschärfe für die Esenser Bürger die Streupflicht und ermögliche der Bensersieler Tourismuswirtschaft endlich die langersehnte Sommerrodelbahn.

Fußnote der Stadtgeschichte

Einmal waren die beiden Ratsnovizen, vier Wochen vor ihrer Trennung, auf Bildungsausflug, und nach deren Thermeninspektion  mußte sich das TEB-Personal dann ihre geballte Tarifkompetenz um die Ohren hauen und schon von gar manchem Schnösel, nun von Hotelbetreiber und Dauerstudent, noch zu weiterem Lohn- und Interessensverzicht ermahnen lassen – bevor die Therme dann auf halbe Kraft runtergefahren und aus modernem Ganzjahrestourismus rausgenommen wurde – verraten und vergessen, von Ver.di genauso schnell wie von Esenser Sozialdemokraten, dem fürsorgepflichtigen Arbeitgeber, seinen Aufsichts- und sonstigen Leistungsträgerklüngeln.

 

Punkt

… aus einer Wurzel zart

Es gibt Prognosen, die den Prognostiker erfreuen,
wenn sie nicht eintreffen –
und es gibt Prognosen, die bei ihrem Eintreffen
schallendes Gelächter auslösen.

 

… aus einer Wurzel zart

 

 

AfH, 30.11.2019, Original-Bildausschnitt (Danke, Anzeiger für Harlingerland!)

 

 

Venceremos 2 – Unterwanderstiefel

Vorabdruck
mit freundlicher
Genehmigung
des Autors


Kaperfahrt und Unterwanderstiefel
– Fortsetzung –

 

Was bisher geschah:
Der junge Ratsherr will mit Jan und Hein und Klaas und Pitt als fünftes Rad am Wagen auf Kaperfahrt („Vorstellungsgespräch“ vs. „Assessmentcenter“) in die SPD fahren, nachdem er sich nötige Voraussetzungen unterstellt hat. Da erschrickt ihn sein neuer Klingelton …

 

Die SMS von Hermes kündigte die erwartete Zustellung an. Vor drei Tagen hatte er online bei Zalando bestellt, was ein Heimatshopper in Esens nicht kriegen kann: ein Paar nagelneue zwiegenähte Unterwanderstiefel.
Er hatte lange gezögert, war zunächst unentschlossen gewesen und hatte ein schlechtes Gewissen, weil er auch noch jene zwei Paar gebrauchte zum Auftragen hatte.
Aber er hatte auch gute Gründe: Arnos Stiefel waren einfach nicht bequem. Die Verwaltungsrechts-Einlagen (Senk-/Spreiz-) trugen sehr auf, sie drückten und ermüdeten zu schnell die jungen Füße.
Und Erwins Stiefel waren schlichtweg zu groß, er hatte sie mit bis zu vier Paar Socken, wechselweise schwarz und rot, eine zeitlang weitergetragen, hatte sich damit verlaufen, mal einen verloren und war mehrmals im Ausschuß gestolpert, und hatte erschöpft das mitleidige Schmunzeln sogar der Grünen im Rücken gespürt und ertragen müssen, was ihn sehr verletzte – auch Erwins Stiefel waren einfach nicht tragbar!

Er würde sie alle zum Nikolausabend noch mal vor die Haustür stellen – eine tolle Tradition, die wir pflegen sollten, und bei 476 fb-Freunden müßte mit üppiger Füllung zu rechnen sein – und sie später in den DRK-Altkleidercontainer geben. Die Vorstellung, einem Asylbewerber in Erwins gebrauchten Unterwanderstiefeln in Esens zu begegnen, zauberte dem jungen Ratsherrn ein sardonisches Lächeln ins weiche Antlitz.

Am nächsten Tag lagen die neuen vor ihm, großzügig erübrigte er eine Fünfsterne-Bewertung und freute sich auf den langen Marsch. Durch die „Institutionen“ einer Esenser SPD würde dieser sich als Spaziergang erweisen, da war er sicher, und liebäugelte einen Moment mit dem Gedanken, den doch in seinen Lieblings-Indoorslippern zu absolvieren.
Doch Vorsicht, dachte er bei sich, eine gewisse Ernsthaftigkeit sollen sie mir schon abkaufen, da will ich mir nicht auf Turnschuhen noch selber ein Bein stellen – solide Standpunkte brauchen solides Schuhwerk!

Etwas Zeit blieb ihm noch, dies einzulaufen. Das paßte, er wollte ohnehin zum Wochenmarkt, sich regelmäßig dem Ortsgeschehen als zugehörig darstellen und weil ihm zugetragen worden war, daß Mitglieder von Rat und Verwaltung sich dort gelegentlich kleine Zuwendungen zustecken ließen. Dem würde er nachgehen!

Bei bedecktem Himmel herrschte noch mäßiger Betrieb. Überraschend bestätigte sich seine Erwartung auf Anhieb. Festen Schrittes verließ er den Gemüsestand mit einer Porreestange und Kräuterhexe Dagmar mit einer Selbstgedrehten und an Poppingas Obstwagen schenkte Hans-Georg dem jungen Ratsherrn einen sauren Apfel.
Karin stand neben ihm in der Reihe. „Schicke Stiefel“, sagte sie und er errötete …

 

– wird zweifellos fortgesetzt –

 

Venceremos – SPD kapern

Mit freundlicher
Genehmigung
des Autors


Venceremos – Die SPD kapern
Romanvorabdruck

 

 

 

„Ich könnte mich dem JuPa annehmen“, dachte er, „das ist ein Angebot, das sie nicht ausschlagen können.“ Der junge Ratsherr konzipierte seine Performance zum SPD-Assessmentcenter; am Mittwoch würde es soweit sein.
Fokko hatte es weiter hartnäckig „Vorstellungsgespräch“ genannt; mehrmals hatte er den Vorsitzenden darum bitten müssen. Zweimal hatte er danach Karin auf dem Wochenmarkt abgepaßt und darauf angesprochen. Sie hatten von Termindruck und Arbeitsklima geredet, aber gespürt, daß er die Ausflüchte nicht glauben würde. Schließlich hatten sie Heiko vorgeschoben, der angeblich zunächst taktische Bedenken geltend gemacht habe. Er war aber drangeblieben und beharrte auf seinem Angebot – und er hatte sie seine Leistungsbereitschaft spüren lassen!

Nun war es endlich soweit, eine Stunde vor der Ratssitzung würde ein 8-Augen-Gespräch stattfinden und er würde sie wissen lassen, wo bei den Heimatgenossen der Erneuerungsbedarf durch dynamische Nachwuchskräfte zu verorten sei.
Vor allem sollten sie sich über ein junges Gesicht freuen, alte Konzepte und Handlungsmuster hatten sie ja genug, das würde er gekonnt und diplomatisch kommunizieren. Mit einem Weiterso wäre eine nächste Kommunalwahl nicht zu gewinnen und deren Hinwendung zu jungen Menschen und frischem Wind würde ihnen zu Auftrieb und neuer Glaubwürdigkeit verhelfen, das würden sie ihm glauben, dafür würde er sorgen.

Noch war er ja auch mit Dave „im Gespräch“ und hatte ein weiteres Treffen nicht ausgeschlossen. Das wäre aber nur zweite Option, wenn Volker sowieso hinter Erwin rechtsrum läuft; der hatte ja schon mit Hermann sympathisiert, als die von Storch noch da gastierte. Jedenfalls würde man sich dann nochmals gut distanzieren können und er käme mit den Genossen mehrheitlich positiv populär rüber.

Seit seiner Trennung von Arno und Erwin war er ja eigentlich ohnehin voll auf Linie, die kritischen Themen und die ganzen Problemaktionen hatte er verlässlich außen vor gelassen und den öffentlichen Fokus immer wieder auf die städtischen Schönheiten und die besonderen Verdienste von Politik und Verwaltung gelenkt, so hatten sie ihn lange genug als loyalen Teil ihrer Gestaltungsmehrheit kennenlernen können („Gestaltungsmehrheit“ – auch so ein innovativer Begriff, den er mitbrächte) – jetzt müssen sie liefern!

Er hatte Heiko noch ein gewisses Spendenengagement am Heimatverein in Aussicht gestellt, das könnte letztlich der Türöffner gewesen sein; über das Ausmaß würde er aber noch zeitnah mit Vater reden müssen, und darüber, was jetzt endlich mit dem „Dauerstudium“ würde. Er würde verstehen müssen, daß er diese Partei nur als Vollzeitpolitiker und von innen heraus würde erneuern können, wenn er sie gekapert hat.

Der junge Ratsherr legte die Zahnbürste zur Seite, gurgelte und spülte.
„Die Zeit ist reif“, sagte er sich und der Blick in den Spiegel verschaffte ihm letzte Gewißheit…

 

Er erschrak von seinem neuen Klingelton …

 

– wird in Kürze fortgesetzt  –


weiterführend:
Wissen, was läuft – und wohin !
Die frühen Wechseljahre

 

 

 

Martini-Gedenkmeister

 

Martini-Gedenkmeister 

 

 

Esens‘ ältester 25-Jähriger, Selfie-Generator mit Schramme und Schummel-Mandat, fand sich erwartungs- und standesgemäß zum AEU-Martinisingen ein, um dem Geburtstag des Reformators Martin Luther zu gedenken, wie er ins weltweite Netz zu bekunden auf Deutsch versucht.

Wir hingegen gedenken mit tränenreicher Wehmut, jedoch im  Genitiv, jener Zeiten, da ein Arno Nerschbach und ein Erwin Schultz noch um des Adoleszenten kommunalpolitische Grundbildung bemüht waren und auch dessen sprachliche Kompetenz in Grammatik und Wortbedeutung meist vor Veröffentlichung noch hingebogen kriegten.

Wer der Kinder Laternenspaß, Frohgesang und Süßigkeitensammeln zudem als Gedenken wahrnimmt, hält Selfies für ein politisches Statement.

So geht die Sprache mit der Wahrnehmung einher.

 

 

Punkt

 

p.s.
Mit einer AEU-Plastik(!)tasche voller Süßigkeiten soll er noch zu später Stunde in Marktnähe gesehen worden sein.

***

 

Anthologie

Die frühen Wechseljahre (16.08.2019)
Adabei, plastikfrei (26.09.2019)
Zum Richtfest eingeschlichen (04.10.2019)
Digital erleben (01.05.2019)
Stromlinie (25.05.2018)

Bildungsreise nach Uplengen – Die Nachbeißer

Bildungsreise – Die Nachbeißer

 

Nächste Bildungsreise – erste Reservierung …

In der einschlägigen Esenser facebook-Gruppe, vor deren „Gedenk- und Erinnerungskultur“ sich Demokraten, Künstler und anderes Artfremde auch sonst in Acht nehmen sollten, klassifizierte ein Zeitgenosse die christdemokratische Dialogveranstaltung und deren Teilnehmer, unter ihnen der langjährige Bürgermeister und Ehrenbürger von Esens Klaus Wilbers, als:   „Rattenfänger“ und „Ratten„.

 

 

So demaskiert sich das „Gedenken“ dieser fb-Gruppendynamiker als bloße Popkultur;
nur deshalb können sie sich auch selber „Bravo!“ drunterschreiben.

 

Botschaft nach Esens – Annahme verweigert
Die Bildbetrachtung

 

 

 

 

Keineswegs muß man Overbeck-Bewunderer sein, um einem wachen Künstler zu konzedieren, daß er sich verpflichtet sieht, darauf hinzuweisen, wenn der Esenser Maler H.C. Petersen nicht nur den Lions-Kalender sondern auch faschistoide Publikationen illustriert hat, was wiederum dem Lions-Club durch den Gestaltungsauftrag an Petersen – in voller Kenntnis des Kontextes – zumindest den Ruch gewisser Distanzlosigkeit anzuhaften vermag.

Das häßlichste Antlitz des Deutschen gegen die heile Welt eines Esenser Postkartenidylls – Overbeck stellt zwei Extrem-Klischees gegenüber und dem Betrachter anheim, die Distanz zwischen beiden Metaphern zu ermessen und nachzudenken, welcher der Ilustrator nahesteht oder gar sonstwo zu verorten ist.

Das ist weder übersteigertes Ego, noch krank- oder zwanghaft, noch Selbstverleihung etc.

Vielleicht ist es aber so, daß Overbeck einfach nicht den Rassemerkmalen dieser popkulturellen Avantgarde in Esens entspricht, deren Sache affektfreies Nachdenken nicht ist, die jedoch die Definitionsmacht darüber beansprucht, wer Nazi, Antirassist, heimattreu, Gedenkprofi oder Künstler ist ?

 

Punkt

 

 

Platz für Rassismus?, 10.06.2019
„Den Parolen der Rechten wird zu wenig widersprochen“, Anzeiger für Harlingerland, 08.11.2019
über „Ratten“, 25.02.1980

Bildungsreise nach Uplengen

Jenseits von Esens

 

 


Bildungsreise nach Uplengen

 

 

Der Handel mit Kinderpornos steht unter Strafe, der mit Nationalpornos hingegen unter fürsorglicher Obhut eines Esenser Stadtrates insofern, als die Ratsmitglieder den Händler ungefragt und einstimmig ihrer ausdrücklichen Verbundenheit, Beistandschaft und Anteilnahme versicherten, nachdem der Ex-Esenser Künstler Cyrus Overbeck die Bedeutung vorbehaltloser Akzeptanz völkischer Gebrauchskunst für die Faschisierung des Alltags zu thematisieren versuchte.
Für Esens weitgehend erfolglos – für Kassel und Halle auch.

Der Bezug zwischen dem Overbeck-Anliegen seiner 2018er Kanzelrede nebst zweier Anregungen an den Stadtrat einerseits und den Geschehen von Kassel und Halle andererseits wurde erst durch Spiegel, dpa, WDR ausgeleuchtet und legte den dünnen Firnis einer vorgeblichen Ratsherrnsorge um den guten Ruf ihrer Stadt bloß. Bildungsreise nach Uplengen weiterlesen

Johanne Modder featuring Karl Liebknecht / update

 

Jenseits von Esens

 

 

Johanne Modder
featuring              Karl Liebknecht

 

 

Kaum schließt man sie in’s Herz, schon werden sie lästig; mit dieser SPD kommt man einfach nicht zur Ruhe.

Unlängst noch mußte man sie auf den Programmierfehler ihrer Webseiten-Suchfunktion hinweisen und danach an deren Esenser Erlebnisaufsatz vom Ministerfrühstück mehrmals den „Willi Brand“ korrigieren, bis sie nach Drohung mit  Herbert Karl Frahm  endlich zu ihrem richtigen Willy Brandt fanden.

Und nun müssen sie gar in eigener Geschichte zur Nachhilfe gebeten werden, da die Vorsitzende der Landtagsfraktion Johanne Modder zum Wiesmoorer Hundertjährigen vor allen Leuten trompetete, sie sollten „betrachten, was wir alles geschafft haben“ und sich  „an große SPD-Politiker wie August Bebel, Karl Liebknecht, Willy Brandt und Helmut Schmidt“ erinnern !

Besonders geschafft hatten sie: Karl Liebknecht, Spartakist und Mitbegründer der KPD – den hatten die Genossen Arbeiterverräter mit ihrem Ebert seinerzeit von Noske liquidieren lassen, so wie Rosa Luxemburg !

Da hängt er nun an dieser großen Glocke, der selbstbesoffen feiernde Historienverlust aus der Dame Dämlichkeit unter dem kleinen Vorbehalt, nämlich daß dieser Scheiß – Joh. Modder featuring Karl Liebknecht – etwa vielleicht von der Harlinger Schreibkraft MH zu verantworten wäre?
Dann aber sollten die Genossen jener Edelfeder doch mal gehörig in den Flaum zwacken, oder in’s Bürzel.
Bis dahin aber darf solche Sozialdemokratische Partei weiterhin als stets trendbemühte Selbsthilfegruppe gelten, die sich in ihrer Erinnerungskultur verlaufen hat.

Punkt

 

Nachtrag

SPD: Proklamation der überfälligen Entschuldigung vom Balkon des Reichstags durch Jan Böhmermann (21.10.2019)

***


Doppelpunkt

 

Kita Bärenhöhle – Faktenschreck zum Zwoten

Kita Bärenhöhle –
Faktenschreck zum Zwoten

 

 

AfH, 04.10.2019, Ausschnitt

 

Architektenwettbewerb Bärenhöhle – Wo war er ?

Es kennzeichnet ja gerade Architektenwettbewerbe, daß sie für die Fachwelt erkenntnis-, und meinungsbildend für’s Volk sind.
Daher werden sie in der Regel umfassend angekündigt und öffentlichkeitswirksam vorgestellt. Kita Bärenhöhle – Faktenschreck zum Zwoten weiterlesen

Sprechkrümel – Krümelsprech

Sprechkrümel –
Krümelsprech

 


Wenn der IME, sprachgymnastische Lokalredakteuse beim Anzeiger für Harlingerland, die Krümel in die Tastatur fallen, liest sich das über ein Schokocroissant so: „Hungrig wird es am Arbeitsplatz aus der Tüte gepackt“. Und es gibt Croissants, die so hungrig sind, daß sie ihren Besitzer anfressen, und gar mancher AfH-Redakteur, dessen Krümel man danach aus der Tastatur schütteln mußte, soll schon vormittags seinem gefräßigen Brötchen zum Opfer gefallen sein.

Hinein in die Tastatur aber fallen der IME „verzierte Schokokrümel“ – Was ist wohl ein verzierter Schokokrümel?
Wahrscheinlich das stolze Ergebnis mühsam-filigraner redaktioneller Kreativarbeit, die früher noch durch Volontäre erledigt und im Zuge der print-Medien-Krise den Redakteusen mitauferlegt wurde.

Obwohl sie die fünf Eierlikör-Berliner verschwiegen hat, kriegt man eine ungefähre Vorstellung von IMEs Arbeitsplatz.

 

***

Adabei, plastikfrei

 

 

Adabei, plastikfrei
Botschafter und hohle Botschaft

 

fb-Auftritt des Ratsmitglieds Ole Willms mit Wochenmarkt-Selfie

 

Wattenhuus-„Garten“ mit Patenschaftsbeet

 


… gute Sache !

sonstiges:
https://exit-esens.de/wechseljahre/
40 Jahre Jute statt Plastik 

30 Jahre Jute statt Plastik
Nachdenkseiten: Das Thema Klimawandel ist nicht neu  ***)

 

 

***) … was uns das lehrt:

Daß es ja doch bekannt ist, das hatten wir schon, und zwar umfassend, ganzheitlich, seriös, belastbar dokumentiert in sämtlichen komplexen und benachbarten Kontexten.  Es ist Bestandteil eines jedermann zugänglichen Allgemeinwissens.
Es stellt sich da die Frage, warum all das kein politisches Gehör fand und findet und immer wieder neu verwässert, infantilisiert, diskreditiert und ausgeblendet wird.
Und dann sind wir keinesfalls bei der Plastiktüte oder CO2-Steuer, sondern bei der Frage der kapitalistischen Geschäftsordnung – und wer, egal welcher Jahrgang, davon nicht reden will, sollte auch auf dem Esenser Wochenmarkt  „einfach mal …“ [Hier kein Nuhr-Zitat !] … still sein !

Punkt

 

 

Worüber Genossen lachen

Worüber Genossen lachen

 

6 Fotos: Silke Martens, SPD-Webseite

 

Vorzüglich gelang die Titel-Konfiguration auf der fehlerhaft programmierten Esenser SPD-Seite insofern, als hier Tagespolitik mit erwartbar sozialdemokratischen Positionen in Bezug gesetzt und als Aufmacher dargestellt werden konnte – im richtigen Ortsleben so selten wie ein Meteoriteneinschlag im Gezeiten-Brunnen.

Wo Betriebe privatisiert, zerschlagen werden, sollten Beschäftigtenrechte tagespolitisch Thema sein – nicht nur in Vietnam – ; wo das ausbleibt, bekommen Betroffene und Familien als Wähler besondere Relevanz; und wenn in anderen Zivilgesellschaften längst gesichert erkannt ist, daß Outsourcing von Bereichen der Gemeinwirtschaft das Instrument politischer Deppenwirtschaft der 80’er Jahre war, erfüllt’s im Esens-B’sieler Kontext wenigstens noch Treppenwitz-Funktion.
Womit an dieser Stelle die Humorkomponente wohl hinreichend erläutert sein dürfte. Im weiteren dann wird auf der exit-esens-Seite in Kürze eine WitzerklärungsApp installiert für jene, deren digitale Kompetenz weiter entwickelt ist als die kognitive. Worüber Genossen lachen weiterlesen

TEB: Unterstützung für Outsourcing-Opfer?

… aus dem SPD-Titel-Konfigurator:

[Hinweis: Die Fehlerfunktion des Do-it-yourself-Titel-Konfigurators auf der SPD-Seite ist nach Hinweis nunmehr behoben.]

AfH, 06.09.2019

 

weitere „Meldungen“:

        

 

 

… zum wahren Kern geht’s hier lang: klick*

 

***

Tourismuswirtschaft – meistbietend … !

Klebt Dir Defizit am Bein,
Stell‘ noch ’nen Direktor ein !


Tourismuswirtschaft – meistbietend … !

 

… die zweifelhafte Aufforderung zum gemeinsamen Entern eines sinkenden Schiffs – sonst hieße es ja: „Komm an Bord!“

Herr Schmitz, burnt out ?

Abgesagter TEB-Betriebsausschuß, ausgefallener Finanzausschußtermin; Wirtschaftsplan als power-point-Erzählcafé; ausbleibende Bilanzen; Haushaltsplanung als oral history; die seelische Belastung, unterbezahltem Personal bei der Arbeit wie beim Streik zusehen zu müssen; die stete Versagenserfahrung beim Vergleich mit anderen Destinationen und fachlich versierten Kollegen u.v.m. … – all das führt offenkundig zu einem burn out.
Burn out ist furchtbar, vielfach unterschätzt, erfordert unverzügliche Schonung und vor allem die Neubewertung von Leistungsmerkmalen, die alsbaldiger Genesung förderlich sind.

Streßfaktoren

Voraussetzung ist allerdings die so behutsame wie leidenschaftslose Analyse bisheriger Streßfaktoren, nämlich: Tourismuswirtschaft – meistbietend … ! weiterlesen

Platz für Rassismus ? – zum Dritten

Platz für Rassismus ?
„friedvolles Miteinander, Respekt und Wertschätzung“

 

 

 

 

Freitag vor einer Woche wurde an dieser Stelle der SPIEGEL-Artikel über Cyrus Overbeck weiterveröffentlicht sowie ein Kommentar zur Einordnung in die Esenser Verhältnisse. Am Mittwoch wurde hier der Hinweis auf den Fernsehbericht der WDR-Lokalzeit Duisburg zugefügt. Danach gelangte beides als eines Zeitgenossen Rundbrief u.a. an Presse und Politik, wobei stets erfreulich ist, wenn exit-esens-Produkten geschätzte Weiterverbreitung widerfährt.

 

Eigentlich war dem Bericht vom 16.08. nichts hinzuzufügen, weil die Reaktionen in der Overbeck-Geschichte absehbar waren und sind … hätten nicht Bürgermeisterin Karin Emken und Stadtdirektor Harald Hinrichs diese mit einer formellen Erklärung im heutigen Anzeiger für Harlingerland beträchtlich konterkariert.

Das Allbekannte schließt mit einer Aussage, die den „Bürgerinnen und Bürgern (…) ein vielfältiges und beständiges Engagement für ein friedvolles Miteinander, für Respekt und Wertschätzung“ zuschreibt.

Daß dies eine steile These ist, erweist sich abermals und absehbar bei der Sichtung der diesbezüglichen facebook-Hinterlassenschaften, wo sich aufrechte Esenser einfinden, die sich ihre Erinnerungskultur nicht von einem jüdischen Halbperser aus Duisburg streitig machen lassen wollen.
Unter dem Schlagwort „Künstlerstreit“ präsentiert gar mancher dort seinen KunstBegriff, mit dem er uns nochmals wissen läßt, was wir unter „entartet“ zu verstehen haben.

Allen voran der Anzeiger-Redakteur Frank Brüling, der, um Overbeck hinterherzubellen, unverzüglich der bezeichneten fb-Kampfgruppe Esens – Allgemeine politische Themen zugestiegen ist, wo sich auch mehrere Esenser Ratsmitglieder und sonstige „influencer“ auf’s Vorzüglichste beheimatet wissen. Denn in einer Echokammer, wo Brüling selber hetzt, ist die Verwertbarkeit des Echos für die Printausgabe („In den sozialen Medien…“) bestens gegeben. Brüling, der Petersen als „Konkurrenten“ Overbecks in Gänsefüßchen setzt, verkennt dabei im Genre, daß ‚Overbeck‘  zu ‚Petersen‘  sich verhält wie Rolling Stones zu Shanty-Chor oder Joe Cocker zu Franky Alcatraz … oder Journalismus zu Frank Brüling.

Und sobald die heutige AfH-Printausgabe per facebook-Anzeiger online ist, wird man dort der weiteren Beißwutentwicklung einer Gemeinde (community) für ein friedvolles Miteinander, Respekt und Wertschätzung beiwohnen können, der eigentlich nur eines zu wünschen ist: Zahngesundheit und glänzendes Fell.

Punkt

 

Nachtrag
Es gibt Prognosen, die den Prognostiker erfreuen, wenn sie nicht eintreffen:
So hat der Anzeiger für Harlingerland nach einer bemerkenswert sachlichen Dokumentation mit Kommentar zur o.b. Angelegenheit bislang auch darauf verzichtet, durch deren fb-Aufbereitung jener Community ein weiteres Forum zu bereiten. Chapeau !

*

Ratsbeschluß: Platz für Rassismus ? – zum Zwoten

Nicht jeder,
der mit ihren Lieblingsstücken handelt,
ist ein Nazi.


Platz für Rassismus ?
Nachtrag zum Ratsbeschluß vom 17.06.2019

DER SPIEGEL 2019/34 vom 17.08.2019

Foto: Mohssen Assanimoghaddam, DER SPIEGEL 2019/34

Nochmals erlangt Esens bundesweite Aufmerksamkeit.
Der SPIEGEL-Artikel (Volltext unten) ist das bedenkliche Dokument einer Auseinandersetzung, die in Esens wohl unterblieb.
Unpräzise allerdings wird der Artikel gegen Ende, wenn er darstellt: „Overbecks Antrag, Hans-Christian Petersens Kunstobjekte aus Esens zu entfernen, lehnte der Stadtrat ab“, weil er den Kontext beider Anträge vom 17.06. und vor allem die so offengelegten Reflexe und Impulsgesten nicht mehr überliefert.
Und eine gravierende Schwäche hat der Artikel dort, wenn er diese Darstellung mit dem Folgesatz erläutert: „In Esens stehen einige lebensgroße Bärenfiguren, Darstellungen des städtischen Wahrzeichens, die der Sohn des Nazikünstlers bunt angemalt hat“.
Durch diesen unmittelbaren textlichen Bezug diskreditiert der Autor Overbecks Anliegen, Bezüge völkischer Gebrauchskunst aus dem öffentlichen Raum zu entfernen, und suggeriert, Overbeck verlange die Entfernung irgendeines Deko-Kitschs, der von Petersen angemalt wurde – eine Unsauberkeit, die in der Folge via dpa in die meisten Medien hinein (waz-Gruppe, t-online …) vervielfältigt wurde.

Was war ?

Dem Esenser Stadtrat lagen zur Sitzung vom 17.06.2019 zwei Anfragen gem. § 34 NKomVG des Bürgers Cyrus Overbeck des Inhalts vor:
1. Objekte mit nachweisbarem Querbezug zum Nationalsozialismus aus dem öffentlichen Raum zu entfernen
2. O
rtseingänge mit der Aufschrift „Esens hat keinen Platz für Rassismus“ zu beschildern
Zum ersten hatte die Verwaltung keinen Beschlußvorschlag vorgelegt,
zum zweiten lautete der aus dem Anliegen entwickelte Beschlußvorschlag:
das Motto „Der Landkreis Wittmund ist bunt“ auf die Stadt Esens zu übertragen (…und) auf den Schildern eine Formulierung gewählt werden soll, die zur Offenheit und zum Respekt gegenüber anderen Menschen und Kulturen anregt.

Rat & Verwaltung – williger Teil der Inszenierung, und unprofessionell

Wenig souverän, gar unprofessionell, war dann der Umgang damit:
Rat und Verwaltung hätten z.B. festellen können, daß im Esenser öffentlichen Raum kein Bezug zu völkischer Gebrauchskunst auffindbar und ein Entfernen von Petersens Arbeiten nicht gerechtfertigt sei. Darüberhinaus hätte man feststellen können, daß Bekenntnispropaganda, gleichwelcher Art, nicht Aufgabe einer Stadt sei und die albernen „Respekt“-Schilder gleich mitkassieren können.

Stattdessen verengte den zerstreuten Blickwinkel Frau Bürgermeisterin Karin Emken  zu: „Der Rat hat zu entscheiden, ob das Gedankengut [des H.C. Petersen] rechtsextremistisch ist – ein ausgemachter Unsinn, infolgedessen im Rahmen einer allgemeinen Persilscheinparade verschiedene Personen als „Zeugen“ sowohl aus dem Publikum (!) als auch den Reihen der Ratsparteien auftraten, den Künstler H.C. Petersen einhellig positiv beleumdeten und somit fürderhin „entlasteten“ (Anzeiger für Harlingerland) –  grandios am Thema vorbei!

C.Overbecks Anträge wurden beide abgelehnt.

In den üblichen sogenannten Sozialen Medien, d.h. der AfH-facebook-Ausgabe, der Leserbriefecke der AfH-Printausgabe sowie der Esenser fb-Kampfgruppe Allgemeine politische Themen, folgte der übliche entgrenzte shitstorm, wo aufrechte Zeitgenossen ihren Antirassismus-Habitus sehr feinsinnig vom Fremdenhaß gegenüber „dem Duisburger“ oder „dem Dortmunder“ abzugrenzen wissen.

*

Bisheriges/weiteres:
https://exit-esens.de/holoween-hallocaust/#more-709
https://exit-esens.de/1792-2/ Platz für Rassismus?
DER SPIEGEL 2019/34 vom 17.08.2019
WDR Lokalzeit Duisburg 21.08.2019, min. 3:32-7:17-10:00

Punkt

 

 

Die frühen Wechseljahre

 

Ole Willms, fb-Profilbild, Ausschnitt

 

Die
frühen
Wechseljahre

 

Aktualisiere dein Profil   ermahnt facebook seinen User, Ratsmitglied Ole Willms, und dann geschieht das völlig Unerwartete:
OWi aktualisiert sein Profil !
Er nimmt sich ein paar Minuten Zeit und stellt sicher, dass alles aktuell ist !
Und zwar mit diesem Design von SPD Mitglieder für Vielfalt, Toleranz & eine bunte Gesellschaft.

Somit richtet sich des Betrachters suchender Blick auf ebenjenes Profil und dessen Aktualisierungsbedürfnis und die Frage, ob es sich lohnt, der Annahme seines Trägers nachzugehen. Die Antwort ist ein klares Nein. Die frühen Wechseljahre weiterlesen

Käseblatts Schmierspur – Der Dauer-Beekhuis -mit update-

 

Käseblatts Schmierspur
Der Dauer-Beekhuis

 

 

 

 

 

 

Bekenntnis

Farbenfrohe Verständigung führe ich gelegentlich mit Freunden, wenn wir uns manch wohlverdienten Zeitgenossen vor die Stoßstange wünschen und daß es aussehen müßte wie ein Unfall, und, wahrlich, auch wissen wir von bestimmtem Pfaffen, den der Satan in der Hölle mit einem extra heißen Kessel erwartet – opulente Sittenbilder also, die auch regelmäßiges Übermalen und Umhängen erfahren und als privat gesprochenes oder digitales Wort eben dem Daten- und Persönlichkeits- und Privatsphärenschutz unterstehen, was zweifellos weder dem ahnungsvollen Pfaffen noch dem fiktiven Stoßstangenaspiranten behagte, wenn die denn davon wüßten … wehe, Bürger, wenn das gehackt wird …! Käseblatts Schmierspur – Der Dauer-Beekhuis -mit update- weiterlesen

OVG Lüneburg veröffentlicht Urteilsbegründung

 

 

Veröffentlichung der Urteilsbegründung

 

Die schriftliche Begründung des Urteils des OVG Lüneburg vom 21.05.2019 (Az.: 4 KN 141/17) in Sachen Landschaftschutzgebietsverordnung des Landkreises Wittmund – auch und vor allem betreffend Umgehungsstraße Bensersiel – liegt nun vor  –   und es bleibt abzuwarten, wie lang die trunkene Freude jener Verantwortlichen anhält, die sich bislang um Rechtskonformität ohnehin wenig geschert haben.

Hier der Link zur Urteilsbegründung (Lesedauer: 45 min.;
für Claqueure, AfH-Redakteure: 180 min. bis ∞): klick

Weiteres:
Randbemerkung vom 30. Mai 2019
Das Urteil / Kommentar vom 22. Mai 2019

 

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STREIK: Es gibt nichts zu verteilen ? +++ update ! +++

„Es gibt nichts zu verteilen“
Beschenktes Business

 

 

 

Daß es schwerfällt, das aktuelle Streikszenario in der örtlichen Tourismuswirtschaft sachgerecht zu kommentieren, hat einen komplexen Hintergrund.

Da ist einerseits eine Gewerkschaft, Verdi, weit weg in Wilhelmshaven und arglos gegenüber hiesigen trüben Zusammenhängen, die der Arbeitgeberseite lediglich in einem Maße „Respektlosigkeit“ vorwirft, als wäre „Respekt“ eine tarifrechtliche Kategorie, die arbeitskämpferisch durchzusetzen wäre. Für Arbeitgebers „Respekt“ zu streiken, ist aber de facto genauso sinnfrei wie für die Unterschutzstellung eines Wetters. STREIK: Es gibt nichts zu verteilen ? +++ update ! +++ weiterlesen

Ratsbeschluß: Platz für Rassismus ?

Platz für Rassismus?

 

Antrag des Bürgers Cyrus Overbeck, Ausschnitt

 

Grundsatzfrage ?

Bekenntnisse sind Privatsache, und Privaten ist es freigestellt, diese kundzutun, in Gemeinden, Gruppen, Parteien, Communities sich zusammenzufinden und im öffentlichen Raum einander damit zu bestätigen oder zu belästigen.

Es ist aber nicht Aufgabe von Gebietskörperschaften bzw. ihrer Politik und Verwaltung, öffentlich Bekenntnisse, gleich welcher Art, abzulegen, sondern einzig und vor allem, die Daseinsvor- und -fürsorge ihrer Bürger zu organisieren und sicherzustellen.

Deshalb bleibt Bekenntnispropaganda schlichtweg Impulsgeste, die vor allem dazu taugt, von vernachlässigter Bearbeitung der Kernaufgaben abzulenken. Ratsbeschluß: Platz für Rassismus ? weiterlesen

Paparazzos Scheinwelt Beekhuis-Daten-Hehlerei

Beekhuis-Daten-Hehlerei
Paparazzos Scheinwelt

 

AfH, 01.06.19, Ausschnitt

Den „Skandal“ aus der Produktion des Anzeigers für Harlingerland unter der Regie von Möller-Mandel-Modder hat einer der Produktionsleiter, da die Akzeptanz fürs Produkt rückläufig ist, nochmals aufgewärmt.

Also bekennt der Redakteur Hochmann unter dem Titel „… Scheinwelt“ zum Ende der Woche: „Wir verschieben unangenehme Dinge ins seelische Off, um Ballast abzuwerfen“, Paparazzos Scheinwelt Beekhuis-Daten-Hehlerei weiterlesen