Schmitzens Veilchen

 

Schmitzens Veilchen

 

Foto: Händel/AfH, 09.07.2020, Ausschnitt, bearbeitet
AfH, 03.09.2020, Ausschnitt

Über die Neigung eines Bensersieler Kurdirektors mag zu rätseln sein, wenn dieser um Prügel bittet – und seiner „Hoffnung auf ein blaues Auge“ öffentlich Ausdruck verleiht !

Was er wohl meint? fragt sich der arglose Leser und der Fachmann antwortet: Er hofft, mit einem blauen Auge davonzukommen, aber er kann es nicht sagen.
Denn zuviel Destinationsgeschwurbel, Leistungsträgervernetzung, Vermarktungswebsiterelevanz, Fehl, Invest, Leuchtturmklettern, Dachmarkenschaden und BWL-Gefloskel verschlägt dem Menschen mitunter die gesunde deutsche Sprache …

Dennoch bleibt der Branchen-Anschein einer gewissen abseitigen Orientierung, denn mit dem Rückbau annähernd der gesamten Bensersieler Tourismusstrukturen  –

„In seine Beschäftigungszeit fiel“, [AfH-Händel]: geschlossenes Möwenbiotop Freibad – laut B’siel-Seite geöffnet; Therme geschlossen; Therapiezentrum privatisiert und verschmächtigt bei städtischer Subvention für Wollmanns LuxusFeWos; Tourist-Info und -Kiosk privatisiert; Fitnesscenter in der Therme geschlossen; Zugvogel-Dasein der Tourist-Info bis zur Unauffindbarkeit; Strandrestaurant, Gaststätte Bär, Captain’s geschlossen bis zur irreparablen Verwahrlosung; kecke Ansagen an Gewerkschaft und Streikpersonal; bekloppte Pachtverträge;  Eingitterung des Strandzugangs; defizitäre, unnütze Park-Schrankenanlage; Privatisierung von diversen Campingplatzdienstleistungen; Freisetzung der meisten touristischen Pflegekräfte; Investitionen in lächerliche Hightec-Entsorgungsstationen; anarchistische Campingplatzausdehnung;  vergammelte Sieltorbrücke; stete Ausdehnung der Markantmarktflächen bis in die Fluchtwege; ständige Eskalation des Rechtsbruchs Entlastungsstraße … und und und – fehlt noch die Privatisierung von Ebbe&Flut und ’ne städtische Subvention für’n Blanken Hans !

–  ging seither der Schnitt ins eigene Fleisch immer tiefer, und in Rat und dessen Mehrheit gefällt sich gar manche lokale Tourismusleuchte sui ipsius gratia im Grenzgang zur Nekrophilie.

Jedenfalls kann dieser Rückbau wohl nur noch im Kontext einer gewissen Lust an Schmerz und Erniedrigung gedacht werden und man darf gespannt sein, wer sich „im fließenden Übergang“ (Harald Hinrichs) an’s Sortieren der B’sieler Wertstoffreste machen wird; 35 Neigungsqualifizierte sollen ja bereits ihre Dienstbarkeit offeriert haben.

 

***

Sonstiges:
Schmitz geht -Burnout – zuviel facebook
Austherapiert
Tourismuswirtschaft – meistbietend
Streik – es gibt nichts zu verteilen

 

Schmitz geht – Burn-out – zuviel facebook !

 

Die Esenser Politik kommt als Ziel für Polemik abhanden,
weil sie sich „in einen Gegenstand der
allgemeinen anthropologischen Betrachtung“ (W. Pohrt)
verwandelt.

Foto: Händel / AfH, 09.07.2020 – Ausschnitt, bearbeitet

 

 

Schmitz geht – Burn-out – zuviel facebook

 

so ungefähr titelt der Anzeiger für Harlingerland in seiner heutigen Ausgabe und humpelt Seit‘ an Seit‘ mit den politischen Entscheidungsträgern abermals der harten Wirklichkeit hinterher.

Auf den Tag genau vor einem Jahr war an dieser Stelle zu lesen:
„Schmitz dürfte bei fortlaufenden Bezügen und großzügiger Abfindung vorzeitig freigestellt werden … Denn Michael Schmitz ist ein Zugvogel, ständig bereit, seine Umzugskartons zu packen“ und wechselt regelmäßig seinen Wirkungskreis, während Frau Schmitz ja ebenfalls „bereit ist für Neues“ und die „berufliche Neuorientierung sucht“. “

Und der exit-esens-Schriftführer erwägt bei so vielen Prognosetreffern der jüngsten Zeit doch mal Lotto zu spielen.

Die B’sieler Tourismuswirtschaft wird stillgelegt, aber weiter maschinenbeatmet, weil’s keine Patientenverfügung gibt.
„Nachruf folgt“ heißt es sonst in vergleichbarem Kontext, dessen Vollzug sich hier so erledigt: „Bürgermeisterin und Stadtdirektor wünschten ihm schon jetzt alles Gute für seinen weiteren Lebensweg“  und die noch restlichen Zugvogeltage, möchte man das Arbeitgeberzeugnis ergänzen.

Ein ‚gutes Ausreichend‘ verbirgt auch der weitere Wortlaut: „Die vergangenen Jahre waren von intensiven Bemühungen … gekennzeichnet“. Das kodiert man einem in die Beurteilung, der dabei halt schwach geblieben war, aber dennoch „gerne all meine Kraft dem Betrieb zur Verfügung gestellt“ hat!

„In seine bisherige Beschäftigungszeit fiel…“ schreibt Händels Klaus im falschen Singular weiter und läßt eine Aufreihung einzigartig banaler, quasi singulärer, Leuchtturm-Projekte folgen, nämlich „die Aufbauphase der Tourismus GmbH“, die in gänzlicher Beschränktheit und Haftungsfreistellung dort immer noch verweilt; „die Übernahme der Postagentur in Esens“ als eine Kernkompetenz der Tourismuswirtschaft wie Nagelstudio, Absatzbar oder Grabfloristik; „die Privatisierung des Therapiezentrums …“, die einherging mit dem Job für Christiane Anuschka Schmitz als dortige Personalchefin und großzügigen städtischen Schenkungen an den Übernehmer Wollmann und mit dem Wegfall des Therapieangebots und mit dem Jobverlust für jene Mitarbeiterinnnen, die nicht Wollmanns Knackigkeitskriterien entsprachen; „… der Tourist-Info“, die jüngst in einer City-Abseite versteckt wurde; „… des Shops in Bensersiel“, der nun wie zig andere Andenkenläden übliche Preziosen feilbietet.
Fehlt was? Vielleicht noch die Schließung des ehemaligen „Bären“-Restaurants mit dem Scherz-Titel „Bistro N°1 mit Weitblick“ und der angegliederten Strandgastronomie; deren Ersatz durch 1 Würstchenstand und 2 Kirmesbuden; die erfolglose Beschrankung eines Parkplatzes; die Beherbergung der Tourist-Info im Anzeigergebäude; ein Pächter- und Stellenanzeigen-Tsunami; eine offene Thermensanierung sowie -schließung bei Outsourcingexzessen; peinlichste Bilanzansprachen, schmächtige GuV-Aufstellungen und -Erfolgsprosa mit Pippis Power-Point-Präsenty; Großmäuligkeit im Streikgeschehen …
Ja, Herrgottnochmal, was noch „in seine Beschäftigungszeit fiel“:
die Universalentschuldigung Corona, der Brand von Notre-Dame, die Preisreduzierung für Hühneraugenpflaster bei Deppermann, die Mehrwertsteuersenkung,  und vor allem die beständige Prosperität der Tourismuswirtschaft von Neuharlingersiel und Carolinensiel!

Zweifellos also hat Herr Schmitz als einzigartig zuverlässige Wunschfigur der Esenser Politik den Fremdenverkehr vorangebracht. Und Herr Taddigs. Und Herr Braatz. Und Herr von Bloh. Und und.
„Damit begibt sich die Stadt nun erneut auf die Suche nach“ einem weiteren signifikanten Antlitz der Esenser Tourismuswirtschaft, und zwar bundesweit.
Ein ferner Interessent dürfte bei seiner google-Recherche womöglich auf exit-esens stoßen und besondere Kenntnis über’s angepeilte Berufsumfeld erwerben. Somit wäre fraglich, ob sich da jemand hineinbewirbt, der mehr mitbringt als ein ‚gutes Ausreichend‘. Und weil im allgemeinen Waffelbruch niemand eingestellt wird, der über mehr Kompetenz als der Einstellende verfügt, ist zu erwarten, daß „man sich auch in den eigenen Reihen der Tourismus GmbH umschauen“ und fündig werde.

Da der Beschluß (einseitig?) der Gesellschafterversammlung  vermutlich nicht um die Gehaltszahlung bis Vertragsende herumkommt und Christiane Anuschka Schmitz laut Auskunft von Wollmanns „Watt & Meer GmbH“ zwar auf Kurzarbeit aber sicher vorab hoch genug eingestuft ist, und sie zudem ja noch ihre achso „verschmitzten“ (Schmitz über Schmitz) Ferienwohnungen unablässig schamlos  in einer beknackten B’sieler fb-Gruppe anpreist, dürften dem Esenser Gemeinwesen diese touristischen Leistungsträger bei auskömmlichem Salär bis zum letzten Zugvogeltag erhalten bleiben.

 

Piep!

Blindes Auge, schützende Hand

 

Blindes Auge,
schützende Hand

 

 

 

 

„Hitler-Gruß auf Langeoog: Verfahren eingestellt“ titelt, stets eigener Wahrheit verpflichtet, der Anzeiger für Harlingerland vom 06.03.2020 und beteuert – weil’s nötig ist – gleich dreifach dazu: „Vorwürfe nicht erwiesen“.

 

Bei solch guter Nachricht fällt dem besorgten AfH-Leser ein Wackerstein vom Herzen – und schmerzhaft auf die Füße, wenn er den Wortlaut der staatsanwaltlichen Einstellungsmitteilung (NZS 520 Js 15129/19) damit abgleicht: „Obwohl der Beschuldigte die Tatvorwürfe bestreitet, dürfte aufgrund dieser Zeugenaussagen feststehen, dass es tatsächlich zu solchen Parolen durch den Beschuldigten gekommen ist sowie „Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass der Beschuldigte solche Parolen (…) offensichtlich getätigt hat.

Jawattennu, sagt der Verstand, und neben der brennenden Frage, in welchem Gewohnheitshabitus jener (ehemalige) Langeooger Tourismusmanager und SPD-Vorstand Mario Kramp seine Funktionen bewältigt haben mag, funkelt des Lesers Wunsch zu erfahren, was in einer Redakteursbirne klopft, die gleich dreifach diametral das Gegenteil von der staatsanwaltlichen Erklärung  behauptet!

Ist’s der übliche Dingdong aus Dusseligkeit und Rechercheverzicht, ist’s die urtümliche SPD-Verbundenheit eines online-Redakteurs, ist’s der Reiz im fake-Produktionsprozeß, ist’s die zwanghafte Disposition zur Erzeugung nur guter Nachrichten vor allem für’s Langeooger Soziotop, ist’s gar unverhohlene Sympathie für den untätigen Dienstherrn und den ihm Anvertrauten?

Tja, komplex ist das redaktionelle Syndrom, das den belegten alltäglichen Hitlergruß des Touristikers noch nicht mal als Taktlosigkeit redigiert, sondern zur Lüge kehrt.
Komplex ist also auch die Anamnese. Diese presswesentliche Berufskrankheit bekannte einst der AfH-Redakteur Manfred Hochmann daselbst in eigener Sache als „Eskapismus„. Dies erklärt das meiste, so auch die empathiegeladene AfH-Nacherzählung der rechtsanwaltlichen Belastungsreklamation zum engsten Umfeld des Hitlergrußaugusts – wiederum dreifach zitiert dessen mitleidende Familie – und man fragt sich, wie denn in einer Familienaufstellung solch mental drückende Beschmutzung eines Nazi-Kostüms vonstattengegangen sein könnte, das ja letztlich durch die AfH-Presse nun wieder als gründlich gereinigt gelten darf.

Begründet aber wird die Einstellung der staatsanwaltlichen Ermittlung mit einer fehlenden Öffentlichkeit des Sieg-Heil-Begrüßungsrahmens – und gestattet somit straffrei die Grußformel in eben anderem Rahmen: Firmenfeier, Betriebsversammlung, Gästeansprache, Mitgliederforum, Parteiplenum etc..

„Entscheidend dabei ist nicht die Öffentlichkeit des Verwendungsortes an sich“, befindet Herr StA Laumann, „sondern die vom Täter nicht überschaubare kommunikative Wirkung der Verwendung.“ Solche nämlich erlaubt dem Hitlergrußaugust, die subjektive Überschaubarkeit (z.B. des Publikums in vollem Saale) im Verhältnis zur eigenen Position zu empfinden, je nachdem, ob er vom Hocker, Stuhl, Podest oder von der Bühne grüßt, unter Dach oder freiem Himmel – gibt er sich jedenfalls hernach erstaunt ob des Zuspruchs, bleibt’s ebenfalls straffrei. „Das allerdings immer nur einem bestimmten oder bestimmbaren Personenkreis gegenüber und immer in geschlossenen  oder  abgetrennten Räumlichkeiten“.  Siehstewohl.

Das ermöglicht natürlich der Langeooger Tourismuswirtschaft „unter Betrachtung der Gesamtumstände“ bei fruchtbarer Kooperation zwischen Dienstherrn und schutzbefohlenem Siegheiler eine neue, sehr breite, Zielgruppe mit aktuell erheblichem Wachstumspotenzial. Denn gerade die Verheißung der Straffreiheit vermag als Alleinstellungsmerkmal, gar Leuchtturmprojekt, für diverse angesagte Grußaugusts und deren Fangemeinden diese Destination überaus weiter zu ertüchtigen.

 

Punkt

 

Nachtrag:

Vollumfänglich entlastet
   behauptet dazu der Anzeiger für Harlingerland (11.03.2020) in einem erläuternd sich gebenden Nachschlag zum o.b. Fake-Bericht und erweckt den – irreführenden – Eindruck, dies sei zitiert aus der staatsanwaltlichen Stellungnahme.
Tatsächlich aber stammt dieser Wortlaut keineswegs aus der Begründung und Einstellungverfügung der Staatsanwaltschaft, sondern – im Gegenteil – aus der Presseerklärung des Täteranwalts – ein Sachverhalt also, den der Anzeiger wiederum gekonnt unkenntlich macht !

 

Austherapiert !

 


Austherapiert !

 

 

Wer im Mai dieses Jahres beim Bensersieler Therapiezentrum mit einer ärztlichen Verordnung und der Erwartung einer sachgerechten Beratung und Behandlung vorstellig wurde, erhielt stattdessen ein Schmuddelblatt mit der Maßgabe, seine Auswahl zu treffen.
Mittlerweile ist das ehedem jedermann zugängliche Therapieangebot fortschreitend abgemagert, wie ein Leserbrief vom 13.12.2019 Auskunft gibt.

Und sogleich hat der Investor passend dazu einen Werbetext  komponiert, ein lyrisches Stückchen, entstanden in dem bekannten zwielichtigen Milieu, wo niemand auch nur das geringste Interesse an Transparenz, Wahrheitsgehalt und Rechtstreue hat, nicht Vertragspartner, nicht Kommunalaufsicht, nicht Aufsichtsgremien, nicht Leserbrief-Redaktion.

Den Rückbau des Therapiebetriebs abzusehen, bedurfte schon früh keiner prognostischen Anstrengung mehr.
Wir erinnern uns: Im Oktober 2017 befand der städtische Verwaltungsausschuß über einen Vertragsentwurf des Kurdirektors Michael Schmitz, der das Therapiezentrum dem Herrn Wollmann übereignete, eine lediglich umsatzbezogene Pacht fälligstellte – d.h. bestenfalls fällt keine Pacht an, wenn die Einrichtung geschlossen ist – sowie dem Pächter zusätzlich als Winterkompensation 440.000 € auf 5 Jahre aus städtischen bzw. Tourismus-GmbH-Mitteln garantierte.
Dazu gründete der Begünstigte im November die diesbezügliche Watt & Meer Bensersiel GmbH, wo des Kurdirektors Gattin Christiane Anuschka Schmitz leitende Zuständige für Personal- und Praxismanagement wurde. Und die städtische Schenkung wurde zum Januar 2018 wirksam.

Einer geht noch …

Diese komfortable mehrlagige Polsterung ermöglichte alsdann eine tiefgreifende Umstrukturierung mit Bausubstanz- und Nutzungsänderung. Was im Januar 2018 zwar noch als Sanatorium verheißen war, sollte sich im weiteren Bauverlauf allerdings als angepeilte sieben Ferienappartements herausstellen.
Dazu erübrigte die Stadt mit nachgebesserter Schenkungsurkunde vom 22.12.2018 für die Familienaufstellung Wollmann/Schmitz nochmals einen „Baukostenzuschuss“ in Höhe von 200.000 €, so stellt am 28.08.2019 die Kommuna-Treuhand GmbH im Prüfbericht des städtischen Jahresabschlusses zum 31.12.2018 fest, was in Rat und Ausschüssen jeweils einstimmig goutiert wurde.
Aus einer Wurzel zart – wer hätte das gedacht – bekam dann zum 04.02.2019 die Watt & Meer Bensersiel GmbH (HRB 203815)  überraschend ein Schwesterchen dazu, dem ein Pate wohl ein 200.000 €-Geschenk in die Wiege legte:   die Watt & Meer Apartments GmbH (HRB 204856) !

… einer geht noch rein!

Wenngleich im AfH-Bericht vom 25.11.2019 zur Neueröffnung mit Vernissage von nur noch vier hochpreisigen Gästeappartements die Rede ist, so weist da der bislang ohnehin märchenhaft begünstigte Herr Wollmann im Beisein von Stadtdirektor Hinrichs, Schmitzens Michel und weiteren Ratsmitgliedern keck darauf hin, daß er nochmals in den Genuß einer weiteren städtischen Zuwendung über 75.000 € zum Zwecke der Deckung anfallender Brandschutzaufwendungen gelangt sei.

Mastbetrieb Tourismuswirtschaft

Besorgniserregend am Umbau der städtischen Tourismuswirtschaft zum Mastbetrieb für Investoren und Direktorensippschaft ist aber insbesondere, daß der Bensersieler Beherbergungsmarkt keineswegs unter Mangel an Unterkünften leidet.
Demzufolge besteht zweifellos an einer kommunalen Direktfinanzierung von privatem FeWo-Bau auch keinerlei öffentliches Interesse – etwa nach Bundesbaugesetz oder Niedersächsischer Kommunalverfassung.

Und die städtische Rundfrage unter Hoteliers, Privatvermietern, Physio- und Therapieeinrichtungen, Fitness-Studios etc., wo noch 440.000 € plus 200.000 € plus 75.000 € plus umsatzbezogene Pacht auszuschütten wären?
Sollte sie kein Gehör gefunden haben?
Und sofern diese Rundfrage gar nicht erfolgt wäre – potztausend – warum denn nicht, berühmtes Bensersiel?

Demzufolge ist auch mit Spannung die alsbaldige Bekanntgabe der weiteren involvierten Outsourcing- und Rückbau-Begünstigten zu erwarten, die mit ebenso interessant gestalteten Pacht- bzw. Schenkungsverträgen die Bensersieler Tourismuswirtschaft aus dem öffentlichen Jammertal in ihre Privat-Oase holen werden: Tourist-Info, Strandportal-shop, Buchungsservice, Captain’s, Zum Bären etc. und was da mehr die B’sieler Spatzen bereits angepfiffen haben.
Verkündung müßte zwischen Weihnachten und Neujahr erfolgen, wenn alles b’sinnlich schläft und niemand einsam wacht.

Harte Fragen

Am 28. Januar 2018 war dazu im worldwideweb ein entzückender Text zu lesen:vermeldete ein gewisser Volker Wieting.
Die mutige Frage kann sich, inzwischen Ratsmitglied, der Herr Wieting nun selbst beantworten: Er selber – nämlich spätestens seit dem 18.03.2019, im Rat und in den Ausschüssen!

Involvierte Ratsnovizen

Es ist der gewaltige Tigersprung des Bettvorlegers, der nun als peinlicher BZE-Staubfänger das Esenser Pleureusenkabinett bereichert und dort mit dem Ex-Gruppenkollegen Ole Willms nach wie vor und weiterhin der Mehrheit zur Einstimmigkeit verhilft.
Weil das Wissen um die Wahrheit hier aber mit keinerlei Erkenntnisbildung einhergeht, ist für ein Ratsmandat nicht mehr erforderlich  als die so einfältige wie berechnende Erwartung, für’s Stillhalten dereinst beim nächsten Verteilungsdeal zu partizipieren.
Dies dürfte bereits die für Rm Wieting kostenlose, weil von der Stadt entwickelte, Änderung des Bebauungsplans Nr. 28 für sein Hintergrundstück sein, an deren Beschluß er gar selber mitgewirkt hat.
Währenddessen bescheidet sich Rm O.Willms mit der Gewißheit, seine nachhaltige Schleimspur zur SPD verschärfe für die Esenser Bürger die Streupflicht und ermögliche der Bensersieler Tourismuswirtschaft endlich die langersehnte Sommerrodelbahn.

Fußnote der Stadtgeschichte

Einmal waren die beiden Ratsnovizen, vier Wochen vor ihrer Trennung, auf Bildungsausflug, und nach deren Thermeninspektion  mußte sich das TEB-Personal dann ihre geballte Tarifkompetenz um die Ohren hauen und schon von gar manchem Schnösel, nun von Hotelbetreiber und Dauerstudent, noch zu weiterem Lohn- und Interessensverzicht ermahnen lassen – bevor die Therme dann auf halbe Kraft runtergefahren und aus modernem Ganzjahrestourismus rausgenommen wurde – verraten und vergessen, von Ver.di genauso schnell wie von Esenser Sozialdemokraten, dem fürsorgepflichtigen Arbeitgeber, seinen Aufsichts- und sonstigen Leistungsträgerklüngeln.

 

Punkt

Tourismuswirtschaft – meistbietend … !

Klebt Dir Defizit am Bein,
Stell‘ noch ’nen Direktor ein !


Tourismuswirtschaft – meistbietend … !

 

… die zweifelhafte Aufforderung zum gemeinsamen Entern eines sinkenden Schiffs – sonst hieße es ja: „Komm an Bord!“

Herr Schmitz, burnt out ?

Abgesagter TEB-Betriebsausschuß, ausgefallener Finanzausschußtermin; Wirtschaftsplan als power-point-Erzählcafé; ausbleibende Bilanzen; Haushaltsplanung als oral history; die seelische Belastung, unterbezahltem Personal bei der Arbeit wie beim Streik zusehen zu müssen; die stete Versagenserfahrung beim Vergleich mit anderen Destinationen und fachlich versierten Kollegen u.v.m. … – all das führt offenkundig zu einem burn out.
Burn out ist furchtbar, vielfach unterschätzt, erfordert unverzügliche Schonung und vor allem die Neubewertung von Leistungsmerkmalen, die alsbaldiger Genesung förderlich sind.

Streßfaktoren

Voraussetzung ist allerdings die so behutsame wie leidenschaftslose Analyse bisheriger Streßfaktoren, nämlich: Tourismuswirtschaft – meistbietend … ! weiterlesen

STREIK: Es gibt nichts zu verteilen ? +++ update ! +++

„Es gibt nichts zu verteilen“
Beschenktes Business

 

 

 

Daß es schwerfällt, das aktuelle Streikszenario in der örtlichen Tourismuswirtschaft sachgerecht zu kommentieren, hat einen komplexen Hintergrund.

Da ist einerseits eine Gewerkschaft, Verdi, weit weg in Wilhelmshaven und arglos gegenüber hiesigen trüben Zusammenhängen, die der Arbeitgeberseite lediglich in einem Maße „Respektlosigkeit“ vorwirft, als wäre „Respekt“ eine tarifrechtliche Kategorie, die arbeitskämpferisch durchzusetzen wäre. Für Arbeitgebers „Respekt“ zu streiken, ist aber de facto genauso sinnfrei wie für die Unterschutzstellung eines Wetters. STREIK: Es gibt nichts zu verteilen ? +++ update ! +++ weiterlesen

Dachmarke – Lachmarke Teil 4 -Gastbeitrag-

Dachmarke – Lachmarke

 

Teil 4 und Schluß
Der Gastbeitrag

 

 

Vorsicht Dachmarke !
Henning Meyer in Markenstrategie, 21.11.2008

Die Kernaussagen

„An Weltfremdheit kaum zu überbieten sind die in vielen Texten referierten Vorteile von Dachmarkenstrategien: Mit ungebrochenem Ernst werden die Synergien, Kosten- und Durchsetzungsvorteile aufgezählt, die man erzielt, wenn man ein neues Produkt nicht unter einem neuen Namen sondern unter seiner bereits etablierten Dachmarke aufbaut. Ach was?! Um das zu verstehen, muss man wahrlich kein Marketing studiert haben. (…)

Tatsächlich sind Dachmarkenstrategien in vielen Fällen Pseudo-Lösungen. Sie suggerieren die Lösung eines besonders schwierigen Problems, nämlich die konzeptionelle Ordnung komplexer Portfolios unterschiedlichster Produkte „unter einem Dach“ – ohne jedoch einen Anhaltspunkt zu liefern, wie diese Integrationsleistung im einzelnen von statten gehen soll. (…)

„Dachmarke“ als Alarmsignal
Eines aber muss man der Dachmarke lassen: Begrifflich ist sie kaum zu toppen und ein schönes Beispiel dafür, dass Anglizismen nicht automatisch die besseren Marketingbegriffe sind. „Umbrella brand“, das ist vom Bild her wesentlich schwächer und klingt nicht gerade sturmfest. „Dachmarke“ ist dagegen von höchster suggestiver Kraft, strahlt Stabilität aus – und bietet viel Raum für heterogene Sortimente. (…)

In der Praxis erweist sich der Begriff „Dachmarke“ als ein untrügliches Signal für latent instabile Markenarchitekturen. Denn mit dem „Dach“ soll meist eine semantische Klammer geschaffen werden, die zusammenhält, was de facto bereits auseinander driftet.“(…)

 

Die Dokumentation eines Erkenntnisstands von vor mehr als 10 Jahren ist somit überaus geeignet zur Verdeutlichung der heutigen Verhältnisse um die Esenser „Dachmarke“.
Zum vollständigen Text geht’s hier: klick!

***

Dachmarke – Lachmarke Teil 3

AfH, 17.04.2019, Bildausschnitt

 

Dachmarke – Lachmarke

 

Teil 3
Hände waschen ! Eine die andere !!

 

Was den AEU-Vorsitzenden veranlaßt haben mag, seine Präsentation www.esens.de „zeitgemäß“, „zukunftsfähig“, „modern“ zu bekränzen, soll nicht weiter ergründet werden, weil es sich um beliebig verwendete Sprechhülsen (wie Digitalisierung, Herausforderung, aufgestellt, in aller Munde, Projekt etc.) handelt, die so gedankenlos empfangen wie sie gesendet werden, den Verwendern lediglich Trendbezug bescheinigen und sinnfreie Impulsgesten auslösen.

Von Interesse ist vielmehr die Innigkeit im Verhältnis von „Anzeiger“ bzw. Zeitungsverlag und Stadt Esens, dessen Anmut nicht erst zu funkeln beginnt, wenn sich Redakteure und Ratsmitglieder zum Weihnachtsschmaus im „Bären“ ihrer Achtsamkeit versichern. Dachmarke – Lachmarke Teil 3 weiterlesen

Dachmarke – Lachmarke Teil 2

AfH, 17.04.2019, Bildausschnitt

 

Dachmarke – Lachmarke


Teil 2

Ein risikofreies Geschäftsmodell

 

Manche Sparten der werbenden Wirtschaft müssen sich, wenn sie mit der avisierten Etablierung etwa einer „Dachmarke“ ihren Versuchsballon steigen lassen, am Markt behaupten und dort mit viel Einsatz und Potential ihr Produkt positionieren, bewirtschaften und pflegen.

Die AEU hingegen bedient sich einer aus öffentlichen Mitteln etablierten, bereits massenhaft verlinkten, solide eingeführten Domain – und schöpft diese Leistung unentgeltlich ab. Dachmarke – Lachmarke Teil 2 weiterlesen

Dachmarke – Lachmarke Teil 1 [mit update]

AfH, 17.04.2019, Bildausschnitt

 

Dachmarke – Lachmarke
Teil 1

 

Wer kürzlich wie gewohnt die Seite der Stadt Esens www.esens.de aufrufen bzw. mit einem der über 100 Links dorthin gelangen wollte, sah sich mit einer Fehlermeldung konfrontiert und landete nach tagelanger Nichterreichbarkeit dieser Adresse auf einer Startseite, wo dem Betrachter alsdann 13 Fenster gleichzeitig aufsprangen, ohne daß sich zunächst erschließt, wer denn diese nun eigentlich anbietet – und warum. Dachmarke – Lachmarke Teil 1 [mit update] weiterlesen

Abschreibungsfriedhof Bensersiel

Bensersiel wird Abschreibungsfriedhof

Anton“, sachtä Cervinski für mich, „Wattis besser? Auf Schalke, im Kannapper Busch odder anna Küste?“
(WAZ, KW 42/1967, „Kumpel Anton“)

… womit wir beim Thema wären.

Anna Küste“ , Bensersieler Rendite-Projekt, das sich auf Ruhrpott-deutsch ranwanzt an jene Zielgruppe Ruhrgebiets- oder NRW-Zahler, die bislang vornehmlich dem Beuteschema der Hempen-Baukultur entsprach, wirft nun 60 (sechzig !) weitere Eigentumswohnungen auf den dortigen FeWo-, Wohnungs-, bzw. Immobilienmarkt. Sie entstammen dem Alteigentum von Susanne “Aquantis“ Koch (u.a. CDU-Pressesprecherin) und waren als Ferienapartments der Betonburgen namens Essen, Dortmund, Hagen, Bielefeld, Münster etc. zunehmend unvermietbar geworden. Nun werden sie, durchsaniert und vollausgestattet, Zug um Zug als Teileigentum zur Selbstnutzung sowie zum Vermietungszweck beworben und veräußert. Abschreibungsfriedhof Bensersiel weiterlesen