Paparazzos Scheinwelt Beekhuis-Daten-Hehlerei

Beekhuis-Daten-Hehlerei
Paparazzos Scheinwelt

 

AfH, 01.06.19, Ausschnitt

Den „Skandal“ aus der Produktion des Anzeigers für Harlingerland unter der Regie von Möller-Mandel-Modder hat einer der Produktionsleiter, da die Akzeptanz fürs Produkt rückläufig ist, nochmals aufgewärmt.

Also bekennt der Redakteur Hochmann unter dem Titel „… Scheinwelt“ zum Ende der Woche: „Wir verschieben unangenehme Dinge ins seelische Off, um Ballast abzuwerfen“, Paparazzos Scheinwelt Beekhuis-Daten-Hehlerei weiterlesen

Umgehungsstraße / OVG-Urteil *Randbemerkung

OVG-Urteil *Randbemerkung

 

 

Als Hintergrund nicht unerwähnt bleiben soll eine Episode, die dem Vorsitzenden Richter Herrn Meyer-Lang beim OVG-Termin am 21.05.2019 zu einer vermutlich als erfolgreich wahrgenommenen Wiederkehr  verholfen haben könnte, da Herr Meyer-Lang nicht zum ersten Mal gegen den Kläger entschieden hat.

Am 22.05.2008 hatte der 1. Senat des OVG den städtischen B-Plan Nr. 67 gegen den Kläger genehmigt, weil die Stadt Esens wahrheitswidrig vorgetragen hatte, daß das Plangebiet nicht im faktischen Vogelschutzgebiet läge – und eine Revision nicht zugelassen.
Im parallelen Flurbereinigungsverfahren hatte der Kläger gegen den ablehnenden Widerspruchs- bzw. Enteigungsbescheid der GLL-Behörden (heute: ArL Aurich) ebenfalls vor dem OVG Klage erhoben.

In diesem Verfahren war Herr Meyer-Lang der zuständige Richter; er urteilte im Februar 2009 gegen den Kläger – mit Unzulässigkeit der Revision.
Aufgehoben wurde seine Entscheidung jedoch durch das Urteil des Flurbereinigungsgerichts vom 25.02.2015 (wonach die Enteignung von Anfang an rechtswidrig war), was Herrn Meyer-Lang sicher nicht erfreute.

Weil aber gültige Rechtsnormen im Zivil- bzw. Verwaltungsrecht nicht offen handlungsleitend auf dem Rache– und Vergeltungsgedanken beruhen (anders als im Strafrecht), wollte Herr Meyer-Lang es diesmal vermutlich besser machen!

Es bot sich nun nochmals eine Gelegenheit, die richterliche Unfehlbarkeit unter Beweis zu stellen, allerdings ohne noch binnen des beruflichen Daseins dafür geradestehen zu müssen:
Am 01. Juni 2019 wird Herr VRiOVG Meyer-Lang 65 und hat somit alsbald das Pensionsalter erreicht.
Da mag, wer will, gratulieren.

 

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Das Urteil zur Landschaftsschutzgebietsverordnung

 

Das OVG-Urteil zur Landschaftsschutzgebietsverordnung

 

 

Presswesen
Wenn eine Redaktion sich statt der Sachlage vorrangig der eigenen Berauschtheit verpflichtet sieht und heiße Texte raushaut  wie Batteriehühner ihre Eier, findet sich in der Eiablage solches:

„Die Kläger wollen den Abriss der umstrittenen Bensersieler Ortsumgehung erreichen. Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg stellte sich am Dienstag aber nicht auf ihre Seite.“
Fakt aber ist, daß weder die o.b. Ortsumgehung zur Verhandlung stand, noch gar deren Abriß, den auch bislang niemand ereichen wollte und ein Gericht sich nicht auf irgendeine Seite stellt, sondern urteilt, und daß diese fake-Nachricht ein ganzganz faules Ei ist Das Urteil zur Landschaftsschutzgebietsverordnung weiterlesen

Teddy-Stiftung – Werbung für Kinderlimo

Teddy-Stiftung
Werbung für Kinderlimo

 

AfH, 16.05.2019, Bildausschnitt

 

Die Esenser Teddy-Stiftung ist mit ihrer Bären-Idee eine begrüßenswerte Initiative, die es ermöglicht, Kindern in Notsituationen schnelle Tröstung zu verschaffen.
Die österreichische Klosterquell Hofer GmbH ist mit Dreh+Trink der marktführende Spezialist für „Kindergetränke“ der Zielgruppe 3 bis 8 Jahre. Teddy-Stiftung – Werbung für Kinderlimo weiterlesen

Hühnerstall-Architektur

Hühnerstall – Architektur!

 

AfH, 10.05.2019, Bildausschnitt

In der aktuellen Stadtentwicklung ist nun eine weitere Umdrehung der Faktenschreckschraube sichtbar geworden, da kürzlich die ersten fertiggestellten Alten- bzw. Sozialwohnungen Hayungshauser Weg im Beisein des AfH-Chronisten Kiesé besichtigt wurden.
Nachdem seinerzeit 55 städtische Altenwohnungen für 935.000 € an den Investor Real-Immobilien verramscht waren, gelobte Stadtdirektor Harald Hinrichs: „Das Stadtbild wird behutsam erneuert“ demselben Chronisten, ohne daß der was gemerkt hätte!

In der nun vorzufindenden Hühnerstall-Architektur der neuen Real-Immo-Sozialwohnungen allerdings manifestieren sich die Selbstpreisgabe kommunaler Planungskompetenz sowie Stadtentwicklung auf Nachkriegsniveau auf’s Vorzüglichste. Dagegen wirkten die abgebrochenen Alt- Baukörper architektonisch anspruchsvoll und intelligent gegliedert.

„Nach neuesten Gesichtspunkten gestaltet“ glaubt wahrzunehmen die Vorsitzende des Samtgemeinde-Seniorenrates Ulla Uden, und etwas Erkenntniszuwachs und Sachkundeerwerb sollte man sich auch im Alter zumuten wollen.

Offen bleibt dabei, ob die Kubatur der Legebatterie – hier in exponierter Esenser Wohnlage – den zukünftigen Insassen wohl genügend Auslauf ermöglicht, d.h. ob diese Quartiersentwicklung den Kriterien der Freiland- oder eher der Bodenhaltung entspricht.
Da macht’s dann auch nix, daß die Gestaltungswirklichkeit dieser Raiffeisen-Zweckbauten gar recht wenig noch mit dem einst dem Bauausschuß verheißenen Planungskonzept zu tun hat.

Fortgesetzte Stilsicherheit und Niveautreue an gleichem Orte stellt der Investor auch mit dem Antlitz seiner offerierten Eigentumswohnungen unter Beweis.

Die weitere Primitiv-Architektur der anthrazitfarbenen Blechwürfel vor den Lichtöffnungen der plattenbauweisen Baukörper, die zum dauernden Aufenthalt bestimmt sind, öffnen den Horizont des Betrachters für entzückende Planungsleistungen, für die Beliebigkeit der Regionaltype und ihrer so heimatverbundenen Entscheider und für die Sachzwänge zwischen Schlicht- und Profitbau bzw. ihrer Versöhnung.

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Aedes-Insolvenz

 

Anzeiger-Redaktion entdeckt Aedes-Insolvenz

 

AfH, 12.05.2019, Ausschnitt

Bereits seit dem 03. Februar 2019 ist die Nachricht von der Aedes-Insolvenz in breiterem Umlauf, nachdem der Wattenrat-Rundbrief einen diesbezüglichen Hinweis von exit-esens aufgegriffen und verbreitet hatte.
Während ausführende Handwerksbetriebe bereits Personal, Werkzeug und Material aus dem Aedes-Projekt abzogen, blieb der Anzeiger für Harlingerland trotz / wegen umfassender Hinweise und Kenntnis der Sachlage … still.
Und auch der Dauerchronist der Esenser Prosperität durch Pächterwechsel (A wechselt mit B den Laden), Silberbärträger Detlef K., vor dem sonst keine Hauswand sicher ist („Historie“), hatte nicht ein einziges Blechschild parat.

Warum aber brauchte der Sachverhalt volle drei Monate, um zur Verwendungsfähigkeit zu reifen?
Nun, die Antwort ist einfach:
Im Stillen und Dunklen wurde er quartalsgepflegt, bis sich auf eine schnöde Insolvenzbekanntmachung der Glanz einer „guten“ Nachricht gelegt hatte, die da lautet: „Gläubiger haben Insolvenzplan zugestimmt, in wenigen Wochen werden Arbeiten wieder aufgenommen etc…“
Wie ein guter Wein also ruht die schlechte Nachricht unterm Redaktionsschreibtisch; ist er aber reif, haut er doppelt rein und macht die Leser schneller besoffen.

Das nämlich ist die Kante, wo die Heimatkunde aufhört und die Politik der Stadtentwicklung anfängt…

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Faktenschreck – Kita Bärenhöhle

Kita Bärenhöhle –
Faktenschreck

 

AfH, 09.05.2019, Ausschnitt

Zitat Harald Hinrichs, Stadtdirektor und Samtgemeindebürgermeister:
Die Aufträge werden, wie bei Baumaßnahmen der Samtgemeinde Esens üblich, unter Beachtung des Vergaberechts in der Region vergeben.

 

Die Esenser Region, sie ist von endloser Weite, sie umfaßt:
Jever, Vechta, Rastede, Südbrookmerland, Bockhorn, Riepe, Lorup, Ardorf, Ihlow, Holtgast, Hude, Wittmund, Westerstede (Zitat Bauschild).
Wohlan!

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Unter Verschluß
Nachtrag

 

Überdies bemerkenswert in der Sache ist diese stille Hemdsärmeligkeit, mit der die zuständigen Entscheidungsträger bei diesem Kita-Neubau „Bärenhöhle“ eine Kostensteigerung von gepriesenen 3 Millionen € auf 6 Millionen € wohlbefinden (mit 1 Mio. € pro Kita-Gruppe belegt Esens nun einen nationalen Spitzenplatz!), bevor überhaupt der erste Spatenstich erfolgte, wozu offenbar als Entscheidungshilfe ein Animations- Triller-Filmchen auf KiKa-Level genügte.

Denn mehr ist öffentlich nicht überliefert, wie etwa Anhaltspunkte jenes sog. Architektenwettbewerbs, Entscheidungskriterien wie beispielsweise Vergaberahmen, Problemstellungen, Kostenvergleiche, Einsparkonzepte etc. und was da mehr noch vorkommen mag bei der Verausgabung von 6 Millionen öffentlicher Mittel.

Was in neuzeitlichen Gemeinwesen sehr komplexe, sorgfältige und sachkundige Bearbeitung und Partizipationsprozesse erfordert, braucht in Esens wohl lediglich das Instrument Nichtöffentlichkeit, damit die politischen Akteure abseits von Kontrolle, Sachkunde und Verantwortlichkeit einmütig insbesondere Meinungs- und Zuneigungsübungen absolvieren.

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Selbstgefällige Lachnummer

 

Selbstgefällige Lachnummer

 

AfH, 10.05.2019, Ausschnitt

Causa Beekhuis: Harlinger-Redaktionsleiter Klaus-Dieter Heimann referiert über Presse-Moral-Kodex.

 

 

Weitere Meldungen:
+++ Dealer referiert über sauberes Geschäftsmodell +++ Gaffer zeigen die schönsten Unfallfotos +++ Cum-Ex-Banker erklärt Steuerrecht +++ Todespfleger mahnt Nächstenliebe an +++ Warlord erarbeitet Friedensplan +++ Dreckspatz tadelt Nestbeschmutzer +++ Kinderschänder spricht über wahre Liebe +++ Lokalredakteur erklärt Grammatik ….

 

Dachmarke – Lachmarke Teil 4 -Gastbeitrag-

Dachmarke – Lachmarke

 

Teil 4 und Schluß
Der Gastbeitrag

 

 

Vorsicht Dachmarke !
Henning Meyer in Markenstrategie, 21.11.2008

Die Kernaussagen

„An Weltfremdheit kaum zu überbieten sind die in vielen Texten referierten Vorteile von Dachmarkenstrategien: Mit ungebrochenem Ernst werden die Synergien, Kosten- und Durchsetzungsvorteile aufgezählt, die man erzielt, wenn man ein neues Produkt nicht unter einem neuen Namen sondern unter seiner bereits etablierten Dachmarke aufbaut. Ach was?! Um das zu verstehen, muss man wahrlich kein Marketing studiert haben. (…)

Tatsächlich sind Dachmarkenstrategien in vielen Fällen Pseudo-Lösungen. Sie suggerieren die Lösung eines besonders schwierigen Problems, nämlich die konzeptionelle Ordnung komplexer Portfolios unterschiedlichster Produkte „unter einem Dach“ – ohne jedoch einen Anhaltspunkt zu liefern, wie diese Integrationsleistung im einzelnen von statten gehen soll. (…)

„Dachmarke“ als Alarmsignal
Eines aber muss man der Dachmarke lassen: Begrifflich ist sie kaum zu toppen und ein schönes Beispiel dafür, dass Anglizismen nicht automatisch die besseren Marketingbegriffe sind. „Umbrella brand“, das ist vom Bild her wesentlich schwächer und klingt nicht gerade sturmfest. „Dachmarke“ ist dagegen von höchster suggestiver Kraft, strahlt Stabilität aus – und bietet viel Raum für heterogene Sortimente. (…)

In der Praxis erweist sich der Begriff „Dachmarke“ als ein untrügliches Signal für latent instabile Markenarchitekturen. Denn mit dem „Dach“ soll meist eine semantische Klammer geschaffen werden, die zusammenhält, was de facto bereits auseinander driftet.“(…)

 

Die Dokumentation eines Erkenntnisstands von vor mehr als 10 Jahren ist somit überaus geeignet zur Verdeutlichung der heutigen Verhältnisse um die Esenser „Dachmarke“.
Zum vollständigen Text geht’s hier: klick!

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Dachmarke – Lachmarke Teil 3

AfH, 17.04.2019, Bildausschnitt

 

Dachmarke – Lachmarke

 

Teil 3
Hände waschen ! Eine die andere !!

 

Was den AEU-Vorsitzenden veranlaßt haben mag, seine Präsentation www.esens.de „zeitgemäß“, „zukunftsfähig“, „modern“ zu bekränzen, soll nicht weiter ergründet werden, weil es sich um beliebig verwendete Sprechhülsen (wie Digitalisierung, Herausforderung, aufgestellt, in aller Munde, Projekt etc.) handelt, die so gedankenlos empfangen wie sie gesendet werden, den Verwendern lediglich Trendbezug bescheinigen und sinnfreie Impulsgesten auslösen.

Von Interesse ist vielmehr die Innigkeit im Verhältnis von „Anzeiger“ bzw. Zeitungsverlag und Stadt Esens, dessen Anmut nicht erst zu funkeln beginnt, wenn sich Redakteure und Ratsmitglieder zum Weihnachtsschmaus im „Bären“ ihrer Achtsamkeit versichern. Dachmarke – Lachmarke Teil 3 weiterlesen

Dachmarke – Lachmarke Teil 2

AfH, 17.04.2019, Bildausschnitt

 

Dachmarke – Lachmarke


Teil 2

Ein risikofreies Geschäftsmodell

 

Manche Sparten der werbenden Wirtschaft müssen sich, wenn sie mit der avisierten Etablierung etwa einer „Dachmarke“ ihren Versuchsballon steigen lassen, am Markt behaupten und dort mit viel Einsatz und Potential ihr Produkt positionieren, bewirtschaften und pflegen.

Die AEU hingegen bedient sich einer aus öffentlichen Mitteln etablierten, bereits massenhaft verlinkten, solide eingeführten Domain – und schöpft diese Leistung unentgeltlich ab. Dachmarke – Lachmarke Teil 2 weiterlesen

Dachmarke – Lachmarke Teil 1 [mit update]

AfH, 17.04.2019, Bildausschnitt

 

Dachmarke – Lachmarke
Teil 1

 

Wer kürzlich wie gewohnt die Seite der Stadt Esens www.esens.de aufrufen bzw. mit einem der über 100 Links dorthin gelangen wollte, sah sich mit einer Fehlermeldung konfrontiert und landete nach tagelanger Nichterreichbarkeit dieser Adresse auf einer Startseite, wo dem Betrachter alsdann 13 Fenster gleichzeitig aufsprangen, ohne daß sich zunächst erschließt, wer denn diese nun eigentlich anbietet – und warum. Dachmarke – Lachmarke Teil 1 [mit update] weiterlesen

Lückenpresse – Die Kunst des Weglassens

AfH online, 26.04.2019

 

Lückenpresse –
Die Kunst des Weglassens

 

 

Eine Pressemitteilung des OVG Lüneburg „zu einer neuen Klage in der Causa Entlastungsstrasse hat für Verwirrung gesorgt“ behauptet AfH-Redakteur Hochmann in seiner heutigen Aufsatzankündigung. Verwirrung? Bei wem? Lückenpresse – Die Kunst des Weglassens weiterlesen

Distanzlos und großzügig

Bildzitat: NWZ online, 10.06.2017

Anmerkung

Prof. Stüer abermals verurteilt

Nochmals manifestiert sie sich, die gewisse Distanzlosigkeit Esenser Politiker zum Rechtsbruch, die seinerzeit in Sachen Umgehungsstraße auf die Verfolgung von Schadensersatzansprüchen gegen ihren Rechtsvertreter großzügig verzichtet hatten, nachdem ebenjener Prof. Bernhard Stüer mit erwiesener Falschberatung der Stadt Esens mindestens einen Honorarschaden über eine Viertelmillion € zugefügt hatte – von den Folgekosten ganz zu schweigen.

Und nochmals klingt uns die Verzichtsbegründung von Fokko Saathoff dazu im Ohr: „Wir fühlen uns bei diesem Anwalt gut aufgehoben.“, da sie doch so heftig Nestwärme verströmt.

„Dieser Anwalt“ wurde nach einem BGH-Urteil vom 08.06.2017 nun abermals auch vom LG Münster wegen Parteiverrats zu einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten (unter Strafaussetzung zur Bewährung) verurteilt.

*

Nachtrag:

„26.04.2019:
Das LG Münster teilt mit, dass der  Angeklagte (auch) gegen dieses Urteil Revision eingelegt hat.
Der Bundesgerichtshof wird sich nun erneut mit dem Fall beschäftigen. Da der Schuldspruch des Parteiverrates aufgrund der vorangegangenen Entscheidung des BGH rechtskräftig ist, hat der BGH  nun nur noch darüber zu entscheiden, ob die vom Gericht dargestellten Strafzumessungsgründe rechtlich zu beanstanden sind oder nicht.“

RA Dr. Armin Frühauf, Oldenburg

Die Dealer

Die Dealer

Der Lauscher an der Wand
hört seine eig’ne Schand‘.

Unser Omma

 

 

Das Strafgesetzbuch sagt dem Bürger im 15. Abschnitt – Verletzung des persönlichen Lebens- und Geheimnisbereichs unter § 201d Datenhehlerei:

(1) Wer Daten (§202a Absatz 2), die nicht allgemein zugänglich sind und die ein anderer durch eine rechtswidrige Tat erlangt hat, sich oder einem anderen verschafft, einem anderen überlässt, verbreitet oder sonst zugänglich macht, um sich oder einen Dritten zu bereichern oder einen anderen zu schädigen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

AfH, 15.03.2019, Foto: Händel

Die Bildbetrachtung
Das Foto zeigt drei Dealer – der vierte knipst derweil das Foto – beim Sichten der Ware, die sie sich bei einem weiteren Komplizen, der inzwischen dingfest gemacht wurde, beschafft haben. Sie haben einige ausgesuchte Stammkunden angefixt, ihnen die ach so gestreckte Ware zur Verkostung angeboten und bestätigt bekommen: „Das ist guter Stoff!“ Die Dealer weiterlesen

Skandal ! Skandal !

 

Skandal! Skandal!
Seenot in der Teetasse

Sollte eine Redaktion sich nicht freuen, wenn ein sonstiger Grußonkel mal einen Leserbrief schreibt?

 

Au weia, was ist passiert? Wir wissen es nicht. Und der Anzeiger kann’s nicht sagen. Aus moralischen Gründen. Und falls wirklich was passiert sein sollte, war es eine Belanglosigkeit. Alltäglichkeit im öffentlichen Raum: Texte zu- und übereinander entwerfen; der Casus: ein mutmaßlicher Leserbriefentwurf des Jochen Beekhuis, MdL. Gefunden von den Moralgranaten der Anzeiger-Redaktion, bestückt mit der Explosivkraft des Pressekodex:   BUM
bzw. KDH bzw. MH. Skandal ! Skandal ! weiterlesen

Podologo & Vogelogel

AfH, 16.03.2019, Bildausschnitt

Harlinger-Grammatik

-wert
-werter [Komparativ]
am -wertesten [Superlativ]
am aller-wertesten [Megaperlativ]

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AfH, online, 22.02.2019, Bildausschnitt
AfH, 22.02.2019, w.o.

 

Podologistik

Einen weiteren Beitrag zur Diversifizierung der gewerblichen Branchenstruktur hat nun auch die Harlinger Zentralredaktion geleistet.
Der heutige Anzeiger für Harlingerland erzählt über Zugereiste:
„Klaus als Fernfahrer, der in Georgsheil seinen Heimathafen hat, und Ursula als Podologistin in einer Plattdeutsch-Hochburg wie Utarp.“
Was ist eine Podologistin ?
Klaus, der Fernfahrer, mag Logistiker sein, und Ursula, die Fußpflegerin, Podologin – und wenn beide zusammenarbeiten, kommt Podologistik heraus .

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Nachschlag:

Vogelogels Schnabelzerrung

AfH-facebook, online, 22.02.2019, Videoausschnitt

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Sinnlich nekrophil

AfH, 08.02.2019, S. 11, Ausschnitt, Ems-Jade

Sinnlich nekrophil – Floskelfleddern


„Mit allen Sinnen dem Tod auf der Spur

Dr. B. Vennemann und Dr. V. Preuss obduzieren eine Leiche

Halten wir also einen Moment inne und lassen dies auf uns wirken – – –
… der Sinnzusammenhang wird hier gewissermaßen: auseinandergenommen!

Obduktion mit allen Sinnen ?
Unter den wichtigsten wäre da zunächst der Tastsinn, also wie sich Leiche anfühlt: Erleben von akzentuierter Haptik.
Es folgt das Gehör, also was ist akustisch wahrzunehmen, legt man sein Ohr an die Leich‘.
Alsdann – das Auge weidet mit – gelangt das Sehen zur Anwendung, die optische Wahrnehmung: Wie sieht sie aus, die Leiche.
Der Geruchssinn wird nun gleichfalls erprobt, nämlich festzustellen, wie die Leiche riecht.
Und schließlich behandelt der Geschmackssinn bei der Obduktion, also wie Leiche schmeckt, folgerichtig die allerhellste erkenntnisbildende Recherchefrage, wenn Hochjournaille ihren Feinschmeckern eine „Wissenschaftsreportage“ serviert.

Dann aber auch wollen Populär- und Hilfswissenschaften der gleichsam bekannten Nebensinne ihre Beachtung finden; zur Gesamtheit aller AfH-Sinne gehören zweifellos gleichberechtigt: Blödsinn und Unsinn, Flach- und Schwachsinn, Hinter-, Fein- und Frohsinn und was da mehr noch vorkommen mag bei einer Obduktion, sowie nicht zuletzt und abermals herausragend: der Siebte Sinn (Verkehrstote!).

Der Lebenssinn [da ist noch einer!] des Blattes jedoch dient wiederum seinem alleinigen Adressatenkreis, der werbenden Wirtschaft, die – nachahmendes Lernen – sogleich und gleichermaßen folgsam einfältig und blähsprachig und sinnfrei textet:
„Eine Auszeit für alle Sinne“!

Anzeige, AfH, 08.02.2019, S. 28

Also tot: Erlösungspflege !

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SPD-Abgeordnete hebt ab

Bildzitat, AfH, 06.02.2019, Ausschnitt

 

SPD-Abgeordnete hebt ab
Besser hätt‘ ich’s auch nicht sagen können!

Gern hat der Anzeiger für Harlingerland seine IME, Redakteurin im Kombattantenstatus und auf stetem Kriegsfuß mit Grammatik und Rechtschreibung, einer abgehobenen Siemtje Möller hinterhergeschickt. SPD-Abgeordnete hebt ab weiterlesen

Trendschwänzen

Trendschwänzen

AfH, 09.02.19, Bildausschnitt

Die Frage ist nicht, ob das NIGE-Trendschwänzen sogleich Ausweis politischen Bewußtseins ist, sondern welche Art Lehrkörper dahintersteht, der seinen Schülern noch nicht mal differenziert zu vermitteln vermag, was Klima ist und wie Strom erzeugt wird:

Der jeweils aktuelle Stand des adoleszenten politischen Bewußtseins übrigens erschließt sich von selbst bei Lektüre der Protokolle des  Jugendparlaments oder der Seite eines Ratsmitglieds Ole Willms.

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Strukturwandel

AfH, 08.01.2019, Ausschnitt

 

Strukturwandel

Detlef Kiesé, Harlinger-Fachkraft für Stilfragen und städtischer Silberbärträger, weiß über die Entwicklung der Hirsch-Apotheke von Frau Sylvester mehr, als auf eine Kuhhaut geht und spreizt ebendieses auf Seite 4 des Anzeigers für Harlingerland.
Vor allem aber weiß er, daß die Eigentümerin „nun auf der Suche nach einem Mieter in den Geschäftsräumen“ sei, verrät dabei aber nicht, ob sie auch in den Nebenräumen nachgeschaut hat.
Immerhin wird der trendsprachige Leser beauskunftet, welche Gattung Mieter es denn sein solle: „möglichst einen Frequenzbringer“ !

Das Berufsbild des Radio- und Fernsehtechnikers fächerte sich ja bisher, wie man weiß, in den Spannungswandler, den Stromprüfer, den Netzknüpfer, die Phasenwaise, den Wechselrichter und den Widerstandsmesser auf.

Da ist der Frequenzbringer zweifellos ein weiterer zeitgemäßer Beitrag zur Diversifizierung der Branchenstruktur und, da die Apotheke zum Elektroladen wird, sicher auch Esenser Prosperität und Strukturwandel nach des Redakteurs Geschmack.

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Moorweg sucht Anschluß

 

Moorweg sucht Anschluß
OOWV plant Kanalnetzausbau

 

AfH, 19.12.2018

Na bitte, die gute Nachricht zum Fest: Kanalanschluß für Moorweg und Dunum!
Im Windschatten zweier neuer Dunumer Baugebiete gelingt es beiden Gemeinden, was Moorweg ( 2.v.l., Symbolbild) seit langem alleine nicht vermocht hatte.
Mit der Erweiterung des Abwassernetzes und der Esenser Kläranlage „erreichen wir eine Chancengleichheit für alle Mitgliedsgemeinden“ erläutert Harald Hinrichs, Samtgemeindebürgermeister. Die erforderlichen „Investitionen müssten über die Solidargemeinschaft Samtgemeinde refinanziert werden“ – und da hat er recht. Moorweg sucht Anschluß weiterlesen

Keine Wünsche, kein Segen

Keine Wünsche,
kein Segen !

Ist das noch Politik ?

Kein einziger der zahlreichen Akteure mit Internet-Auftritt wünscht dem Bürger dieses Jahr ein frohes Weihnachtsfest: nicht SPD, nicht CDU, nicht Grüne, nicht EBI, nicht BZE, nicht der Ole Willms, nicht BfB.
Trostlose Feiertage…!

 

Medienkompetenz und Digitalisierungssprech ?


Podest

Erster: BZE
Zweiter:   Ole Willms
Dritter:         -/-

 

Redakteursverwirrung oder Doppelbeschluß ?

AfH, online, 20.12.2018

Redakteursverwirrung oder Doppelbeschluß ?


G
ongggg !!! –
„Die Streitigkeiten gehen in eine neue Runde“ verkündet der AfH-Redakteur Händel in der heutigen online-Vorschau und wieder kann er nicht sagen, was er meint, nämlich das Gegenteil: „Klage gegen das Land ausgesetzt“. Und wo die Unsicherheit am größten, wählt der Redakteur beides, nämlich: Wir bleiben sitzen! und Der Kampf geht weiter!
Dies erklärt zumindest, warum diese AfH-Sitzkämpfer der Vierten Gewalt nach der letzten Ratssitzung vom 10.12.2018 nicht den Hauch einer Berichterstattung haben verlautbaren lassen, ja gar nicht präsent und wohl so tief eingebunden waren, daß sie diese Vorabinformation offenbar behüten und bebrüten mußten, bis der Hof dann 10 Tage später zur Berichterstattung läutete.
Die neue Version der alten Klagenachricht lautet nun, die Stadt habe „in der jüngsten Ratssitzung einen Vorbehaltsbeschluss gefaßt“ und wirft die spannende Frage auf, was das denn wohl sei – zumindest etwas sehr Flüchtiges, da es weder auf der Tagesordnung zu dieser Ratssitzung erschien, noch in der diesbezüglichen Niederschrift thematisiert ist, und auch die assoziierten Sitzkämpfer der OZ – Frau Susanne Ullrich war spitzohrig vertreten – wußten nichts vom „Vorbehaltsbeschluss“ zu erzählen, sondern im Gegenteil: „Stadtrat macht Weg für Klage frei“

Was also haben die Ratsmitglieder da öffentlich beschlossen … und was nichtöffentlich ?!

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Der heutigen AfH-print-Ausgabe ist zu entnehmen, daß die Tatbeteiligten nun gemeinsam und sorgfältig prüfen wollen, wie es überhaupt zu der Tat kommen konnte.
Wetten, daß sie sich gegenseitig Freispruch erteilen werden  – aus Mangel an Beweisen.

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