Klingbeils Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung

 

Klingbeils
Zentralstelle für
Sanktionsdurchsetzung

 

 

 

 

 

Teil der Kriegsvorbereitung!

Lars Klingbeil lässt Konten von Hüseyin Doğrus Ehefrau sperren

von Norbert Häring 28.03.2026
Am 27. März hat die Sanktionsdurchsetzungsstelle des Zolls die Konten der Ehefrau des deutschen Journalisten Hüseyin Doğru gesperrt, der wegen unbotmäßiger, pro-palästinensischer Berichterstattung von der EU sanktioniert wird. Die fünfköpfige Familie habe noch 104 Euro zur Verfügung. In dem auf X veröffentlichten Schreiben des Zolls, der zum Geschäftsbereich von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) gehört, an die Bank heißt es:
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Nach wie vor gibt es keine Beweise gegen den von der EU sanktionierten Journalisten Hüseyin Dogru. Jetzt droht ihm die Obdachlosigkeit.
506 Euro stehen Hüseyin Dogru zur Verfügung. Und das auch nur, weil die Deutsche Bundesbank, die für die Durchsetzung von Finanzsanktionen zuständig ist, ihm generös erlaubt hat, diesen Betrag für sogenannte grundlegende Bedürfnisse zu verwenden. Zur Einordnung: Einem Alleinstehenden steht 563 Euro Bürgergeld zuzüglich Miete zu – Dogru lebt also weit unter dem gesellschaftlich anerkannten Existenzminimum. Nun droht ihm die Obdachlosigkeit, wie die Berliner Zeitung berichtet.

von Roberto De Lapuente via Overton  26.03.2026 – Weiterlesen!

 

 

Was als Sanktionsverfahren gegen den Berliner Journalisten Hüseyin Doğru begann, ist inzwischen zu einer humanitären Krise für ihn und seine Familie geworden. Nachdem der seit Mai 2025 von der EU sanktionierte Journalist bereits selbst weitgehend vom Zahlungsverkehr abgeschnitten ist, hat die Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung (ZfS) nun auch die Konten seiner Ehefrau „sichergestellt“.
von Raphael Schmeller via Berliner Zeitung 29.03.2026 –
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Der Fall Jacques Baud erregt zumindest in der Schweiz öffentliches Aufsehen. Hüseyin Doğru hingegen sitzt weitgehend unbemerkt in einer Berliner Wohnung fest. Von Jozef Hambálek hat in Deutschland kaum jemand gehört. Nathalie Yamb wiederum ist nur französischsprachigen Antiimperialisten ein Begriff. Und über Alina Lipp und Thomas Röper schweigt sich die deutsche Linke aus. Von Hannes Hofbauer via Nachdenkseiten 30.03.2026 – Weiterlesen!

 

 

Nun wurden auch die Konten der Ehefrau des seit Monaten von der EU mit absurden „Begründungen“ sanktionierten deutschen Journalisten Hüseyin Doğru „sichergestellt“. Man findet gar keine Worte mehr: Eine Familie mit kleinen Kindern wird kollektiv bestraft, weil Doğru die „falsche“ Meinung vertritt. Die Praxis der EU-Sanktionen ist totalitär – das Schweigen weiter Teile der deutschen „Zivilgesellschaft“ dazu ist erbärmlich.   Von Tobias Riegel via NachDenkSeiten 30.03.2026 – Weiterlesen!

 

 

Vernichtung durch EU-Sanktionen: Seit zehn Monaten ist der Berliner Journalist Hüseyin Doğru vom Zahlungsverkehr abgeschnitten. Der deutschen Zollbehörde reicht das nicht. Auf ihre Anweisung sperrte die Commerzbank nun auch die Konten seiner Ehefrau. Mitbetroffen sind ihre drei Kinder.    Von Alexandra Nollok via RT 31.03.2026 – Weiterlesen!

 

 

 

(Red.) So versucht die EU, unliebsame Journalisten mit Sanktionen zum Schweigen zu bringen – inklusive die Gefahr, dass diese Sanktionen das Leben des oder der Betroffenen gefährden. Der Fall Hüseyin Doğru ist so einer und hat – siehe weiter unten – nun zu einer äußerst mutigen Strafanzeige gegen Lars Klingbeil geführt! Man kann Fred Schumacher dazu nur „viel Glück!“ wünschen, sein Mut ist bemerkenswert! (cm)
Von Stefano di Lorenzo via Globalbridge 30.03.2026 – Weiterlesen!

 

 

#FreeDogru und #FreeBaud? – Rufe nach einer Kampagne nach dem Vorbild der #FreeAssange-Bewegung werden lauter / Teil 1 und 2

Der Fall des sanktionierten Berliner Journalisten Hüseyin Doğru (red media) und die jüngsten Eskalationen sowie „Strafverschärfungen“ des Brüsseler Sanktionsregimes – jetzt wurde auch noch seiner Ehefrau das Konto gesperrt – sorgen zunehmend für Empörung bei vielen Menschen, die seinen Fall und den des Schweizer Sicherheitsexperten und geopolitischen Analysten Jacques Baud verfolgen. Dabei stehen auch die Fragen im Zentrum, welcher Widerstand möglich und welcher wirksam sein könnte.
Von Maike Gosch via Nachdenkseiten 01./02.04.2026 –
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Die Architektur der Entrechtung: Hannes Hofbauer über das EU-Sanktionsregime gegen Russland
Zwischen außergerichtlicher Willkür und dem Abbruch diplomatischer Brücken: Im Berliner Sprechsaal präsentierte der Wirtschaftshistoriker und Verleger Hannes Hofbauer jüngst sein neues Werk „Aller Rechte beraubt“. Er sezierte dabei, wie sich der europäische Rechtsstaat schleichend in ein autoritäres Sanktionsregime transformiert. Von der „Jedermannspflicht“ bis zur administrativen Existenzvernichtung unliebsamer Kritiker beschrieb er in seinem Vortrag eine Architektur der Entrechtung, die das Fundament der Gewaltenteilung zunehmend untergräbt.
Von Éva Péli via Nachdenkseiten 01.04.2026 – Weiterlesen!

 

 

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Der EU-sanktionierte Journalist Hüseyin Doğru ist samt seiner Familie dem bürgerlichen Tod geweiht und von akuter Armut bedroht, weil er nicht genehme Meinungen publizierte — Europa ist in voraufklärerische Zeiten zurückgefallen. Von Nicolas Riedl via Manova 04.04.2026 – Weiterlesen!

 

 

Ein erster kleiner Sieg – der von der EU sanktionierte Journalist Hüseyin Dogru teilte mit, die Sperrung der Konten seiner Ehefrau sei vom Gericht aufgehoben worden. Er selbst hat schon seit fast einem Jahr keinen Zugriff auf seine Konten mehr.
via RT 05.04.2026 – Weiterlesen!


Rasende Zerstörung – Perspektiven auf die Kriegsvorbereitung

 

Rasende Zerstörung –
Perspektiven
auf die
Kriegsvorbereitung

 

 

 

Beim diesjährigen Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie werden unterschiedliche Perspektiven auf die Kriegsvorbereitung der Gesellschaft präsentiert. Kurz vor der Konferenz entzog die Evangelische Kirche der NGfP die Tagungsstätte: Die Themen widersprächen kirchlichen Überzeugungen.

von Felicitas Rabe via RT 27.03.2026

 

 

 

 

Am Donnerstag begann in Berlin der diesjährige Jahreskongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP) zum Thema „Rasende Zerstörung – Ursachen und politische, ökonomische und psychosoziale Folgen der Kriegsvorbereitung“.
Fünf Wochen vor der Konferenz hatte die evangelische Kirche der NGfP die vereinbarte AKD-Tagungsstätte in Berlin abgesagt. In der Begründung hieß es, dass man den Infos über die geplanten Vorträge entnehme, „dass während der Veranstaltung Positionen vertreten würden, die den Grundüberzeugungen der Kirche widersprechen könnten“, erklärte der NGfP-Vorsitzende Benjamin Lemke bei seiner Begrüßungsrede.

Dem Organisationsteam gelang es glücklicherweise in kurzer Zeit, einen Ersatztagungsort im Xelor-Kesselhaus in Berlin-Neukölln zu finden. So kann der schon ausgebuchte Kongress wie geplant stattfinden. Noch nie sei das Interesse am NGfP-Jahreskongress so groß gewesen wie in diesem Jahr, berichtete der Vorsitzende gegenüber der Autorin. Seien es zuvor immer etwa 80 Teilnehmer gewesen, komme man in diesem Jahr mit Referenten auf insgesamt rund 150 Personen.


Die Botschaft der Bergpredigt


Zur Eröffnung sprach am Donnerstag der Theologe und Psychoanalytiker Professor Eugen Drewermann in einem bewegenden Vortrag über die Botschaft der Bergpredigt: „Leistet dem Bösen keinen Widerstand.“ Die Bergpredigt hielt Jesus gemäß dem Matthäus-Evangelium auf einem Berg am See Genezareth im heutigen Israel. Drewermann erläuterte die Bedeutung ihrer maßgeblichen Botschaft in verschiedenen Kontexten, sei es in der Erziehung von Kindern, sei es im Umgang mit sogenannten Dämonen im psychotherapeutischen Kontext oder zuletzt auch im Umgang mit politischen Konflikten. Das angebliche oder tatsächliche Böse könne man nicht mit noch Böserem bekämpfen, laute die Botschaft von Jesus. Übersetzt für persönliche und politische Konflikte heiße das:

„Wir kommen nur zum Frieden, indem wir versuchen, die Probleme des anderen zu begreifen.“

Scharf kritisiere Jesus in der Bergpredigt das Führen von Kriegen und deren Motive ‒ im Gegensatz zu den Positionen der christlichen Kirchen heute. Jesus habe dazu erklärt: „Entweder dient Ihr Gott oder dem Mammon.“ Im kapitalistischen Wirtschaftssystem werde allerdings der Mammon verehrt, so Drewermann. Und dieses Wirtschaftssystem könne ohne permanente Ausweitung und ohne Mord und Krieg überhaupt nicht existieren. 

Zwar heiße es im bürgerlichen Gesetz: Du sollst nicht töten, nicht stehlen und nicht lügen – aber Soldaten würden schizophrenerweise genau diese Befehle erteilt: Du sollst töten, Du sollst rauben und Du sollst lügen. Die Institution der christlichen Kirche habe sich bereits im Jahr 312 unter Konstantin dem Großen von der Friedensbotschaft der Bergpredigt verabschiedet.

 

Der Mitbegründer der NGfP, Psychologie-Professor Klaus-Jürgen Bruder, hielt als Nächstes einen Vortrag zum Thema „Strategien der Entpolitisierung“. Er analysiert das Phänomen eines Rückzugs ins Private von zuvor engagierten Bürgern, die auf ihre Enttäuschung über das Scheitern ihres Engagements mit der Abwendung von der Politik reagieren. Potenziell sei dieser Rückzug bei manchen auch initiiert durch Ausschluss vom politischen Diskurs – und potenziell auch politisch gewollt und gefördert vonseiten des Staates.


Wie jedes Jahr erwartet die Kongressteilnehmer am kommenden Wochenende wieder ein fachlich hochkarätiges Programm, bei dem 19 Referenten aus unterschiedlichen Perspektiven die politische, ökonomische und sozialpsychologische Situation der Gesellschaft in Zeiten der Kriegsvorbereitung analysieren. Im Rahmen dieses Berichts werden vier Beispiele des umfangreichen Programms kurz präsentiert.


Indoktrinierung zur Einstimmung in den Krieg


Der Publizist Dr. Wolfgang Bittner wird zum Thema „Wie die Bevölkerung indoktriniert und auf einen Krieg eingestimmt wird“ vortragen. Aus seiner Perspektive wurde die Gesellschaft seitens der Regierung schon seit Jahren darauf vorbereitet, autoritäre politische Maßnahmen zu akzeptieren. In seiner Zusammenfassung führte er dazu aus: Die Verhältnisse in Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren – politisch gesteuert – grundlegend verändert:

„Lebensunsicherheit und Angst grassieren, Egoismus statt Empathie […] Das macht es den Regierenden leicht, mit der Bevölkerung nach Belieben umzugehen.“ Angst erweise sich als probates Mittel zur Durchsetzung autoritärer politischer Maßnahmen, sowohl bei willfährigen Befehlsempfängern als auch bei einer indoktrinierten passiven Bevölkerung. Deutschland befinde sich bereits auf dem Weg in den Totalitarismus.


Die Gefahren beim potenziellen Untergang des westlichen Imperiums


Einen Blick über den deutschen Tellerrand wird der interventionistische Philosoph Dr. Werner Rügemer werfen. In seinem Vortrag „Broken America: Das gefährliche Endspiel des US-geführten Kapitalismus – und die globale Alternative“ stellt Rügemer die Gefahren beim Niedergang des kapitalistischen Westens dar: Während superreiche Profiteure dieses Wirtschafts- und Ausbeutungssystems mittels Kriegen gegen dessen Untergang kämpften, engagierten sich gleichzeitig Vertreter alternativer Wirtschaftsmodelle und Allianzen für eine gerechtere Weltwirtschaftsordnung. 


Willkürherrschaft zur Bekämpfung von Widerstand und Andersdenkenden


In seinem Beitrag „Aller Rechte beraubt. Mit außergerichtlichen EU-Sanktionen zum autoritären Staat“ wird der österreichische Historiker und Verleger Dr. Hannes Hofbauer die Funktion von EU-Sanktionen gegen engagierte Bürger analysieren und beleuchten, wie die Sanktionen bei der Etablierung eines autoritären Staates eingesetzt werden. Durch ohne jegliches juristisches Verfahren verhängte Sanktionen werden Personen und Organisationen ihre bürgerlichen Rechte entzogen. Dazu formuliert Hofbauer: „Die neue Sanktionspolitik erinnert an vormoderne Strafregime wie die Verbannung, die Reichsacht oder die Ausbürgerung. Dadurch kehrten außergerichtliche Maßnahmen als herrschaftliche Repressionsinstrumente zurück.“


Unterwerfung und Gehorsam als wichtigste Instrumente bei der Kriegsvorbereitung


Der Rolle der Medien bei der Vorbereitung der deutschen Gesellschaft auf einen Krieg widmet sich der Journalist Patrik Baab in seinem Vortrag: „Propaganda-Presse. Wie uns Medien und Lohnschreiber in Kriege treiben.“ Ihm zufolge sind die aktuellen westlichen Mainstream-Medien „ideologische Apparate, die postfaktischen Journalismus produzieren“. Den Hintergrund und die Funktion dieses postfaktischen Journalismus und strategischen Framings im Rahmen der Kriegsvorbereitung erläutert Baab auf dem Kongress.


Beim Betrachten des Konferenzprogramms und den vielfältigen Beiträgen zur Kriegsvorbereitung einer Gesellschaft bekommt man den Eindruck, die wichtigste Komponente bei der Vorbereitung auf einen Krieg besteht nicht nur in der Überzeugung der Gesellschaft von dessen angeblicher Notwendigkeit. Vielmehr scheint die Etablierung eines autoritären Staates, der Andersdenkende willkürlich ihrer bürgerlichen Rechte berauben kann, mit zu den wichtigsten Elementen zu gehören.


Die Verbreitung von Angst und die Erzwingung von Gehorsam unter einem Willkürregime gehört offenbar vorrangig zu den Kriegsvorbereitungen – neben der Aufsetzung eines Propaganda-Apparats, der kritischen Diskurs verdammt. Dass solche Einsichten und viele Einzelaspekte in Zeiten wachsender Zensur noch transportiert werden, verdanken wir auch der Arbeit der Neuen Gesellschaft für Psychologie.

*

… noch etwas Rückbesinnung!

*

Entscheidend für den militärischen, politischen und ökonomischen Vorteil ist die Geschwindigkeit, mit der die Mächte im Krieg agieren können: Wer rascher ist, gewinnt den Krieg. Dem Prinzip einer „rasenden Zerstörung“ muss sich auch der Alltag der Zivilgesellschaft beugen.
von Felicitas Rabe via RT 28.03.2026 – Weiterlesen!

 

 

Interkommunaler Agri-Solarpark Tonnenkamp / Update 19.03.: Auslegungsfrist!

 

+++ Update +++ Hinweis: Auslegungsfrist, Einwendungen +++

 

Interkommunaler Agri-Solarpark Tonnenkamp
Von der Verspargelung zur Verspiegelung

 

 

 

Die Drohung des letzten exit-esens-Beitrags, die städtische Bauausschußsitzung vom 23.02.2026 sowie die dort vorgestellte Projektkonzeption des sog. „Interkommunalen Agri-Solarparks Tonnenkamp“ eingehender zu behandeln, soll nunmehr zum Vollzug gelangen.

Zwar war die „Presse“ in Gestalt der Anzeiger-Schreibkraft Sabrina Holthaus dort anwesend, eine Berichterstattung zu Verlauf und Inhalt der Sitzung hat jedoch bis heute nicht stattgefunden.

Dies ist auch deshalb bemerkenswert, als dort ein politischer Befürwortungs- und Handlungsbeschluß auf der Basis von lediglich „Vorentwurfsunterlagen“ des Antragstellers erfolgte, deren Unverbindlichkeit, Falschaussagen und toxische Planungsbestandteile nicht nur einen seriösen Journalismus, sondern umsomehr die politischen Entscheidungsträger gleichermaßen hätten alarmieren müssen.

Hätte, hätte … hätten sie es denn vollständig gelesen und die Folgen der skizzierten Projektrealisierung für betroffene Anwohner und Anlieger sich ein wenig visualisiert.

 

Zugestanden sei ihnen dabei, daß der 91-seitige Text mit einem Zermürbungspotenzial daherkommt, das einer annähernd akademisch-textanalytischen Exegese bedarf und somit Aufschluß gibt über die messerscharfe Professionalität der Investoren gegenüber argloser Politik und Meinungsbildung, wie diese ja bereits durch die lancierte Propagandaerzählung von Anzeiger-Sabrina Holthaus und Investor Benedikt Nickel kenntlich wurde.

 

Schuldlos sind sie aber nicht, die beschlußfassenden Mitglieder des Bauausschusses, denn bereits am 11.06.2024 waren sie mit diesem Agri-PV-Vorhaben befaßt, so daß in der Nachschau einige Statements protokollarisch auffällig blieben (Zitate im Original):

Zudem fragt RM Mammen, ob auch eine dauerhafte Beteilgung für die Bürger ohne eine zeitliche Frist erfolgen kann.
StD Hinrichs teilt mit, dass im April beschlossenen Beteiligungsgesetz vorgesehen ist, dass vorsieht, nach Ablauf der Frist von der jeweiligen Fiirma ein Angebot zur weiteren Beteilgung der Bürger vorzulegen ist.
Herr Probst ergänzt, dass man sich am Wettbewerbsprinzip orientiert und es auch vom Umsatz abhängt.
RM Thedinga befürwortet das Projekt, da bislang noch kein Agri-PV Solarpark in der Samtgemeinde Esens vorhanden ist. [!?!]
RM Saathoff befürwortet das vorgestellte Projekt und merkt an, dass nicht noch einmal die gleichen Fehler wie bei der Windenergie gemacht werden sollen. [?]
Er erwähnt, dass die Samtgemeinde Esens eine Energiegesellschaft gegründet hat und fordert hier zeitnah einen gemeinsamen Weg zu finden.[!!!?]
Herr Probst erklärt, dass eine Zusammenarbeit mit regionalen Partnern (…) erfolgen kann.
… und ergänzt, dass kein demokratisches Prinzip bezüglich der Entscheidungshoheit des Solarparks vorliegt. Die Firma hat über 30 Jahre lang die Entscheidungshoheit über den Solarpark.
RM Siebelts empfindet die Errichtung eines Solarparks negativ, da durch die Errichtung das Landschaftsbild beeinträchtigt wird. Ein weiteres negatives Argument ist, dass die Pachten erhöht und somit andere Landwirte benachteiligt werden.

Einzig Siebo Siebelts‘ (CDU) Feststellung blieb dann in der Anschlußsitzung des Ausschusses am 23.02.2026 aufrechterhalten, als er noch sachkundig ergänzte: „Landwirtschaft unter erschwerten Bedingungen!“

Sonstige einstige Einwendungen und offene Fragen verschwanden zwischenzeitlich spurlos, während die Präsentation durch den Vorhabenträger im Ausschuß sich im wesentlichen auf das Vortragen eines 13-seitigen Skripts per Digitaltafel erschöpfte.

Auf Nachfrage gleich zu Anfang stellte Herr Nickel zunächst eine etwaige Blendwirkung in Abrede, weshalb man auf ein Blendgutachten habe verzichten können.

 

Mit dem Hinweis, daß im vorgelegten Vorentwurf der Begründung der Esenser Barkelweg inmitten eines Wohngebiets dann als Bau- und Betriebszuwegung in Anspruch genommen würde, setzte der Vertreter der AEU, Jann Willms, einen Einwendungsimpuls, der von weiteren Ausschußmitgliedern aufgegriffen wurde. Übereinstimmend wurde der Barkelweg als ungeeignet und unzulässig klassifiziert. Und die Vertreter der Gemeinde Stedesdorf äußerten ebenfalls ihre Vorbehalte hinsichtlich der Vorhabenerschließung über die Stedesdorfer Bargsteder Straße sowie zur Schwerverkehrsbelastung des unbeschrankten Bahnübergangs.

 

Gleichwohl erfolgte die Abstimmung bzw. Beschlußfassung auf der Basis der übrigen vorliegenden Unterlagen mit 5 Ja-, einer Neinstimme und einer Enthaltung mit der Einschränkung, daß die Anlieferung der Solarmodule nicht „durch die schweren Lastkraftwagen“ über den Barkelweg erfolgt – was verschiedene Lesarten zuläßt !
Weitere Einzelheiten sind nun in der Niederschrift nachlesbar.

 

Im übrigen folgte die Politik den Vorgaben des Antragstellers  zum Ablauf des Folgeverfahrens von S. 11 der Präsentation und goutierte somit auch die dortigen Statements über des Vorhabens „Mehrwerte für die Region“ – wenngleich sie eine Beleidigung des Verstands gleich in zwiefacher Hinsicht darstellen, nämlich einerseits die Behauptung der dortigen Projektmerkmale durch den Investor und andererseits deren doch weitgehend widerspruchslose Entgegennahme durch die politisch Verantwortlichen:

Die Bestückung von 157.000 qm mit Solarmodulen und Zubehör, so heißt es da, stelle eine „Stärkung der landwirtschaftlichen Betriebe“ dar durch „Diversifizierung, Erhöhung der Resilienz und der Flächenerlöse“.
Sie verkörpere „Regionale Wertschöpfung“, nämlich für „Gutachter*innen“ und Beschäftigte in der „Bau- u. Betriebsführung“.
Sie stärke die Kommune Esens durch „Pachteinnahmen, Gewerbesteuer, 0,2 Cent/kWh“ [also 20.000 € p.a.] sowie durch die „Bereinigung unklarer Grenzen & Eigentumsverhältnisse“ und bevorteile schließlich „die Bürger*innen“ durch „finanzielle Beteiligung am wirtschaftlichen Ergebnis der Agri-PVA“.

 

Daß dieser ausgemachte Blödsinn, vorgetragen per PowerPoint-Präsentation, keinerlei Gelächter, sondern Befürwortungsbeschluß hervorrief, ist dann nun doch etwas irritierend, und man muß im nachhinein froh sein, daß die „Presse“ diese Erzählung nicht auch noch weitergetragen hat und mit der selbständigen Lektüre der kompletten Begründung gewiß ebenfalls überfordert war.

 

Dieses 91-seitige Werk der Argus Concept GmbH bezieht sein Zermürbungspotenzial aus dem dauerhaften voranstellenden Zitieren der gesetzlichen Grundlagen in aller verfügbaren Breite als Zulässigkeitsrahmen, der permanenten unendlichen Wiederholung der Projektbausteine und schließlich der unablässigen Kontextbehauptung, diese erfüllen den Rechtsrahmen so über alle Maßen, daß ein Verzicht auf Agri-PV einem strafbewehrten Umweltverbrechen gleichkäme.

 

Diese Vulgärdialektik von These-Antithese-Prothese kommt nun im Tarnkleid eines respektablen Gutachtens daher und unterbindet von vornherein jegliche Zweifel, Hinterfragung oder gar Infragestellung.
Wer sich dennoch daranmacht, das dicke Opus seiner Pseudowissenschaft zu entkleiden, dem sei die gefestigt-reale Physik als Eingangslektüre empfohlen:

Versorgung von bis zu 2.800–3.000 Haushalten“? Und nachts und in der dunklen Jahreszeit? Da bringt der Solarpark noch nicht einmal eine Energiesparlampe zum Leuchten!
MWp und 50 Hertz
Wissen unsere „Volksvertreter“ im Rat eigentlich, was „10 MWp“ bedeuten? Diese zehn Megawatt (=10.000.000 Watt) werden als „peak“-Wert (p)  unter idealsten Bedingungen nur in der Mittagszeit bei voller Sonneneinstrahlung ins Netz eingespeist. Damit kann man rechnerisch z.B. 10.000 Staubsauger a´ 1000 Watt Leistung für ein bis zwei Stunden betreiben, wenn die Sonne mittags scheint. Bei bedecktem Himmel fällt die Leistung rapide ab. Ein Fliegenschiss der Stromerzeugung, kein Beitrag zur „Energieversorgung“, im Gegenteil. Verlässlich und bedarfsgerecht einspeisende Wärmekraftwerke müssen sekundengenau den nur unregelmäßig eingespeisten Wind- oder Solarstrom regeln (positive und negative Regelenergie ), das bekannte (oder auch nicht) 50-Hertz-Problem. Gelingt das nicht, kommt es zum flächendeckenden Blackout. Jedes neu ans Netz gehende Wind- oder Solarkraftwerk bei gleichzeitigem Rückbau von Wärmekraftwerken gefährdet daher die Netzstabilität.

schreibt Manfred Knake bei Dwarsloper, und wer zum Weiterlesen hinklickt, muß versprechen, wieder zurückzukommen!

Mehr „Biodiversität“?
Die Branche entblödet sich nicht, die Agri-PV-Anlagen inzwischen mit der Steigerung der Biodiversität, also der Artenvielfalt, in Verbindung zu bringen, weil unter den Paneelen Pflanzen wachsen und sich Insekten ansiedeln können. Das erinnert an den Nistkasten an einer Windkraftanlage, der als Beispiel der Unbedenklichkeit für Vögel herhalten musste. (Manfred Knake via Dwarsloper, 09.03.2026)

 

Alles Öko

Durch die massenhafte Aufreihung von Powerbegriffen der Ökologie kriegt ein vergittertes Industrieareal von 157.000 qm nun Biotopstrukturen zugeschrieben – je mehr wichtige Wörter, desto biotoper – ein Konvolut von Trigger-Termini, deren Wiederholungsschleife wissenschaftliche Sorgfalt und gute Laborpraxis suggerieren soll.

Neunzehnmal blitzt hier allein die „ökologische Aufwertung“, siebzehnmal die „Biodiversität“, „Klima“ (32), „Blühstreifen“ (12), „Bio“ (80), „Öko“ (60), „Natur“ (77), „Struktur“ (44) usw., so daß man sich freuen möchte, soviel Naturgesundheit heutzutage noch rezeptfrei zu erlangen.
Neben „Trittsteinbiotop“ und „Stein- u. Totholzhaufen“ fehlt schließlich nur noch die Pflasterritzenvegetation der Zufahrtspisten.

Ansonsten aber darf der Trick, fachwissenschaftliche Terminologie in den schlichten Investment-Kontext zu transferieren, zumindest gegenüber den Leistungsträgern der Genehmigungspolitik als gelungen bezeichnet werden.

Und weil im Text ohn‘ Unterlaß von „Wertschöpfung“ die Rede ist, wollen wir uns zunächst den verrücktesten unter den BemerkensWerten zuwenden.

 

Blendwirkung

Der Betreiber Next2Sun nennt zwei Referenz-Anlagen: Eine in Dörverden als Forschungsprojekt, um mit 400.000 € aus dem grünen Umweltministerium eine mögliche Parallelnutzung PV&Landwirtschaft auf 1 ha nachzuweisen; und eine weitere von rd. 30 ha am Frankfurter Flughafen, wo als ökologischer Mehrwert der Anlage parallel zur Startbahn West die Duldung eines Blühstreifens ausgewiesen ist.

 

Zwar suggeriert der hier vorgelegte Tonnenkamp-Text, so ziemlich jeden Grashalm unter Schutz und in größtmöglichen rechtlichen, sozialen, technischen und ökologischen Kontext zu stellen, verzichtet jedoch auffällig auf die Thematisierung der: Blendwirkung der Anlage!

Bemerkenswert daran ist, daß gerade die Hauptverkehrsadern von Flug-, Schienen- und KfZ-Verkehr sehr früh als besonders blendgefährdet durch Agri-PV-Anlagen gewertet wurden, bevor seit ca. 2012 die Thematik breiter erforscht und mit der Erstellung von Blendgutachten auch wissenschaftlich bearbeitet wurde.
Und zweifelsfrei erforderte auch die Anlagen-Genehmigung an der Startbahn West ein umfassendes Blendgutachten.

 

Seit 2012 existiert der LAI-Leitfaden  und 2025 hat die Thematik gar Eingang in die DIN 18199  gefunden, so daß Blendgutachten unverzichtbarer Bestandteil einer seriösen, belastbaren Bauleitplanung und in den meisten Kommunen Niedersachsens verpflichtend für diesbezügliche Genehmigungen sind.

In einschlägigen Handlungsempfehlungen für Verwaltungspraxis werden zudem die Genehmigungsbehörden dezidiert darauf hingewiesen, selber dazu ausschließlich akkreditierte Ingenieurbüros bzw. Institute zu beauftragen und keineswegs die Beibringung bloß dem Investor bzw. Vorhabenträger (als Parteigutachten) zu überlassen.

 

Daß ausgerechnet der Vorhabenträger Next2Sun mit der Referenz Startbahn West doch für Esens auf solch elementaren Standard verzichtet, sogar eine Blendwirkung auf Nachfrage lapidar in Abrede stellt, läßt nun gerade angesichts der trapsenden Nachtigall (auch so’n gefährdetes Schutzgut!) in diesem Habitat die dringende Notwendigkeit eines solchen Gutachtens angezeigt erscheinen!

Die Sorge um die Einwohner der geblendeten Esenser Siedlung Mühlenwarf westlich des Plangebiets und um die Verkehrssicherheit des ohnehin kritisch-sensiblen unbeschrankten Bahnübergangs Stedesdorf sollte hier für die Genehmigungspolitik handlungsleitend sein.

 

Barkelweg, Bau- und Bewirtschaftungsstraße

Und wenn im weiteren die noch trapsende Nachtigall das Plan- und Projektgebiet erreichen wollte, wird ihr vom Investor zunächst der Weg nach Tonnenkamp, ausgehend von der Landesstraße 6, Neuharlingersieler Straße, gewiesen.

Der trügerische Wegweiser lautet:

„Die übergeordnete Anbindung erfolgt über die L6. (…) Die Haupterschließung des Plangebietes erfolgt über den Tonnenkamper Weg. (…) Die übergeordnete Anlieferung von Solarmodulen und technischen Komponenten erfolgt voraussichtlich über die L6… Damit ist eine logistisch effiziente Anlieferung gewährleistet, ohne dass Ortsdurchfahrten in stärkem Maße belastet werden. … Die Errichtungsphase wird schwerpunktmäßig über den Tonnenkamper Weg abgewickelt“

… und unterschlägt, daß zwischen L6 und Tonnenkamp zwangsläufig Jüchertor und Barkelweg liegen, die als Zubringer für Baustellen-Equipment und Anlagenbestückung für 157.000 qm Projektfläche durch die Wohnsiedlung in Anspruch genommen werden sollen. Der Barkelweg ist weder für Schwerlastverkehr, noch für Spitzen-Dauerbelastung, noch für Begegnungsverkehr ausgelegt.

Es dürfte den Anwohnern keine Freude bereiten, möglicherweise später für die Kosten einer Erneuerung bei Schäden, die sie nicht verursacht haben, herangezogen zu werden.

 

Daß es nicht Aufgabe der Stadt ist, dem Investor ein behagliches Umfeld zu verschaffen und die kosten- und aufwandslose Vernutzung öffentlicher Infrastruktur für Privatprofit verfügbar zu machen, anstatt für die Daseinsvorsorge ihrer Bürger aufzukommen, ist die Antwort auf eine Frage, die sich im Zuge der Abwägung a priori verbietet.

 

Nach einem entsprechenden Impuls wurde die beabsichtigte Inanspruchnahme des Barkelwegs auch von den Mitgliedern des Bauausschusses zu Recht bemängelt und als Einschränkung der Beschlußvorlage ins Protokoll aufgenommen!

 

Weil aber eine Kontrolle, selbst wenn sie als textliche Festsetzung im B-plan fixiert würde, bislang (noch) nicht erdacht und verwirklicht ist, dürfte das Ansinnen bereits an der fehlenden Überwachungspraxis scheitern. Und die Leistungsträger der Genehmigungspolitik werden sich letztlich kaum an die Kreuzung Jüchertor/Barkelweg stellen und den Schwerlastverkehr zur Umkehr zwingen.

 

Zum anderen stellt ein B-Plan in Esens zwar eine gewisse Rechtsverbindlichkeit dar, deren Entfernung zur Ausführungspraxis allerdings wurde an dieser Stelle schon vor 5 Jahren veranschaulicht.
Auf Nachfrage kommentierte StD Hinrichs eine B-Plan-Verletzung seinerzeit:

„Dieses Ortsrecht [des Bebauungsplans] greift nur dann, wenn dessen Einhaltung überwacht wird und bei Hinweisen ordnungsbehördliche Maßnahmen ergriffen werden …
Letztlich muß eine Stadt davon ausgehen, dass die für die Überwachung zuständige Behörde [der Landkreis] ihrer Aufgabe auch nachkommt“.

Da konnte man bezweifeln, daß die politischen Entscheider überhaupt wissen, was sie da beschließen, daß nämlich der B-Plan jeweils die Rechtskraft, die sie ihm zu verleihen trachten, gar nicht entfaltet, weil’s da niemand durchsetzen kann und das Interesse fehlt, auf den Landkreis (Unser Holger!) zu dessen Durchsetzung explizit politisch einzuwirken.

 

Als weitere verrückte Positivbehauptungen werden dem vergitterten Industrieareal die Begriffe  Gewerbesteuer/EEG-Beteiligung, Arbeitsplätze/ Beschäftigungssicherung, Energiesicherung etc. zugeschrieben.

Während der Investor/Vorhabenbetreiber auf der Basis von 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde für die Gemeinde dem Ausschuß eine Spitzeneinnahme von 20.000 € pro Jahr prognostiziert, bleibt die spannende Frage, wieviel tatsächlich produziert wird und wie weit man mit 20.000 € bei der Sanierung einer Gemeindestraße kommt.

Im weiteren Textbaustein verheißt der Investor der Gemeinde Pachteinnahmen als „Regionale Wertschöpfung“, die allerdings lediglich dem Flächeneigentümer, also dem beteiligten Landwirt zugute kommen; insoweit dies als Regionale Wertschöpfung zu verallgemeinern wäre, unterliegt’s demselben speziellen Logik-Geheimnis, wie dieser Kategorie ein positiver Arbeitsmarkteffekt für „Gutachter*innen“ und Beschäftigte bei „Bau und Betriebsführung“ zugeschrieben wird.

 

Dem vielbeworbenen sogenannten Beteiligungsmodell für Esenser Bürger wurde bereits bei der Präsentation 2024 ein Riegel vorgeschoben, insoweit

dass kein demokratisches Prinzip bezüglich der Entscheidungshoheit des Solarparks vorliegt. Die Firma hat über 30 Jahre lang die Entscheidungshoheit über den Solarpark.“(Ausschußprotokoll v. 11.06.2024)

Gleichwohl wird der Terminus so dämlich verallgemeinert breitgetreten (S. 82 f.), daß er gar die „Stärkung der ökonomischen Basis der Region und Sicherung der Wohn- und Arbeitsbevölkerung“ darzustellen sich anmaßt.

Zudem beansprucht diese Großmäuligkeit die „Sicherung der Lebensgrundlagen für die örtliche Bevölkerung“, so daß bei Verzicht auf dieses PV-Projekt zweifelsfrei die örtliche Mortalitätsrate sprunghaft ansteigen würde, d.h. alle werden sterben wegen ungesicherter Lebensgrundlagen!

Und die Behauptung einer „dezentralen und verbrauchernahen Versorgung mit Energie“ bedient eine Suggestion, daß der erzeugte Strom unmittelbar in die umliegenden Stedesdorfer und Mühlenwarfer Steckdosen gelangt, eine Wahrnehmung also, die allenfalls einem Juso oder einer Anzeiger-Redakteuse nachzusehen wäre.

 

Ob dann die Errichtung von 2.000 lfdm Stahlgitterzaun oder der Aufbau der beim Vorhabenträger mehrfach patentierten Spezial-Tragwerke der PV-Module oder aber bloß das Rasenmähen dereinst tatsächlich einem Esenser GaLa-Baubetrieb oder Straßenbauer etc. übertragen werden, ist letztlich wurscht, weil hier einzig die redaktionelle Verheißung zählt, die sich annähernd pathologisch aufpumpt zu:

„Auswirkungen auf die Belange der Wirtschaft, auch ihrer mittelständischen Struktur im Interesse einer verbrauchernahen Versorgung der Bevölkerung und der Erhaltung, Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen“

und einer geht noch rein –

„… werden zusätzliche Arbeitsplätze im Bau- und Ausbaugewerbe geschaffen … insbesondere mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Tiefbau, Elektroinstallation, Logistik und Landschaftspflege … dauerhafte Aufträge für Wartung, Pflege und technische Betreuung“

– es fehlen: Betriebspsychologe, Lehrlingswart (Ja, die Jugend!) und Catering!

 

Verheißen wird am Tonnenkamp ein Strukturwandel, wie er sich ab Mitte der 70’er im Zuge des Niedergangs der Montanindustrie im Ruhrgebiet vollzog sowie im Aachener Becken mit dem Ende der Kohleförderung stattfand, als deren urbane Metropole sich im Zuge der Maßstabsvergrößerung im Zentrum der „Blauen Banane“ zu verorten suchten.

 

Da wundert’s nicht, wenn ein Blühstreifen achtert Thedinga per „Biotopvernetzung“ zu Natura 2000- bzw. NSG/FFH-Gebieten wie Schafhauser Wald, Ochsenweide, Feuchtgebieten in Bezug gesetzt wird:

„Die geplanten ökologischen Maßnahmen wirken vielmehr unterstützend und können eine ökologische Vernetzung zwischen Plangebiet und den angrenzenden Schutzgebieten fördern“ (S.45 f.)

 

Herrjeh, diese ganzen Erzählungen haben ja nicht die geringste Rechtskraft bzw. gesicherten Anspruch auf Verwirklichung, sondern bleiben stets, was sie sind: Investment-Prosa.

 

 

 

 

+++ Update +++ Ergänzung +++ Hinweis: Einwendungen +++

 

Auf seiner Sitzung am 23.02.2026 hat der städtische Bauausschuß zum „Interkommunalen Agri-Solarpark Tonnenkamp“ (B-Plan Nr. 111) unter anderem gem. § 3 Abs.1 bzw. § 4 Abs.1 BauGB die

> Aufstellung,
> frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit und
> frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange

beschlossen.

Die öffentliche Auslegung ist für den Zeitraum
vom 31.03.2026 bis 17.04.2026
vorgesehen.

Innerhalb dieser Frist haben auch Esenser Bürger die frühzeitige Möglichkeit, Einwendungen oder Bedenken gegen die vorab beschriebene Planung zum „Agri-Solarpark Tonnenkamp“ bei der Stadt Esens (Bauamt) vorzubringen und zu begründen, die dort behandelt, geprüft und abgewogen werden.

 

Dies betrifft vor allem die Anwohner des Barkelwegs (und Jüchertors) in Esens, da der Vorhabenträger beabsichtigt, den Baustellen-Schwerlast- sowie den Betriebsverkehr hierüber vorzunehmen. Damit wären, neben gravierenden willkürlichen unkontrollierbaren Beeinträchtigungen, diese Straßen erheblichen Beschädigungen ausgesetzt, für deren Instandsetzung die Anlieger später herangezogen werden könnten.

Im weiteren sind die Anwohner der Siedlung Mühlenwarf betroffen, weil von den erforderlichen Solarmodulen auf 157.000 qm Betriebsfläche eine erhebliche Blendwirkung ausgehen kann, deren Ausmaß bislang nicht bekannt und ermessen ist, weil der Betreiber auf ein diesbezügliches Blendgutachten verzichtet hat.

 

Nach der Auswertung und Würdigung der Anregungen, Einwendungen oder Vorbehalte erfolgt die weitere Ausarbeitung des Planentwurfs und schließlich die förmliche Auslegung gem. § 3 Abs. 2 und § 4 Abs. 2 BauGB. Dazu ist gesetzlich eine Mindestdauer von 30 Tagen geregelt.

 


Versuchskaninchen auf 15,7 ha Freilandhaltung

 

 

Versuchskaninchen –
auf 15,7 ha Freilandhaltung

 

Man möchte meinen, die Anzeiger-Redaktion hätte es sich zur Aufgabe gemacht, auf Teufel komm raus den Aphorismus des letzten exit-Beitrags zu verifizieren, wo er Lokalberichterstattung als redaktionelle Nacherzählstückchen von archiv-, kenntnis- und recherchebefreiten Lehrmädchen insinuiert.

In der heutigen Printausgabe des Anzeigers für Harlingerland wird die Titelseite von einem Foto aus einem Trecker-Porno über dem Aufsatz der Schreibkraft Sabrina Holthaus dominiert, die darin eine Besonderheit und bemerkenswerte Innovation erkennen will und preist.

 

Deren Wahrnehmung geht wohl zurück auf die städtische Bauausschußsitzung vom 23.02.2026, der sie als „Presse“ zwar beigewohnt, aber nix zu schreiben dabeihatte, weshalb sie zum Sitzungsverlauf allenfalls gelegentlich ihr Handy wischte. Vielleicht hatte sie Mitschnitt und automatische Untertitel aktiviert …

Allerdings mit Abschluß des Tagesordnungspunktes 5, nämlich „Interkommunaler Agri-Solarpark Esens-Stedesdorf“ sicherte sie sich die Visitenkarten der beiden Vorhabenträger, nachdem diese ihre Präsentation zu Ende gebracht hatten.

 

Aber weder fanden die Projektvorstellung, noch die vorgelegte Konzeption, noch die eigentliche Aufführung, noch der Verlauf der politischen Diskussion, Bewertung und Abstimmung ihren Eingang in die Berichterstattung.
Stattdessen gelangte auf die Anzeiger-Titelseite eine Homestory des Projektbetreibers als dessen Art Presserklärung, die unter dem Qualitätsanspruch eines Schülerzeitungsprojekts erschien – Sabrina hatte die Visitenkarten eingelöst!

 

Dieses skurrile Erzählmuster aus der redaktionellen Kinderstube des Anzeigers scheint sich zu verstetigen, war solches bereits bei der gescheiterten Berichterstattung zur Tiny-Haus-Siedlung Taddigsweg Bensersiel festzustellen: Da wurde von den gravierenden Widersprüchen aus den eigentlichen Ausschußsitzungen spärlich erzählt, hingegen vonseiten des Vorhabenträgers konnten umfassende Stellungnahmen plaziert werden, obwohl dies im politischen Gremium gar nicht thematisiert war.

Dieses Reportage-Muster mutet an, als möchte die „Zeitung“ dem jeweiligen Projektbetreiber ermöglichen, die beschlußfassenden Lokalpolitiker vor sich herzutreiben sowie Lesermeinung nach redaktionellem Geschmack und Verständnishorizont zu kneten.

So publiziert der Mit-Vorhabenträger und -Investor Benedikt Nickel via Anzeiger-Sabrina-Holthaus: „Idealerweise wäre das Genehmigungsverfahren Ende diese Jahres abgeschlossen, sodass Anfang nächsten Jahres mit bauvorbereitenden Maßnahmen begonnen werden könnten.“

 

Dazu verweisen die beiden, Sabrina und Benedikt, als Referenz-Anlage auf die nächstgelegene in Dörverden im Landkreis Verden, verschweigen jedoch, daß dies bloß ein Forschungsvorhaben als Versuchsfeld von 1 ha (!) darstellt. Dort soll in diesem Jahr ausprobiert werden, ob’s überhaupt mit der ackerbaulichen Parallelnutzung klappt und der Verheißung der hübschen Mähdrescher-Filmchen annähernd zu entsprechen vermag.
Bezuschußt wird die dortige Nummer mit 400.000 € aus dem Hause des Grünen Ministers Meyer, („Sonne & Wind statt Gas & Diktatoren“), also gewiß mit gutem Grunde aus dem Propaganda-Etat.

 

Wer die Lektüre der dem Esenser Bauausschuß vorgelegten aufgepumpten Projektkonzeption rezeptiv durchhält, könnte zu der Überzeugung gelangen, daß die Esenser und Stedesdorfer als Versuchskaninchen der bislang unterschlagenen Nebenwirkungen gelten dürfen – und die Ratsmitglieder als Versuchskaninchen einer professionellen Investmentstrategie, die Dorfpolitik mit rund 100-seitiger Wiederholungszermürbung zu überfordern, die sowieso bis zu Ende durchzulesen keiner von denen sich zumutet.

 

Zwischenzeitlich aber sammelt der Investor und Vorhabenträger schon mal Kapital, nicht ohne den wichtigen Hinweis:

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

 

 

Die oben bezeichneten Nebenwirkungen werden im Zuge der Würdigung der Projektkonzeption und des Verlaufs der Bauausschußsitzung an dieser Stelle alsbald noch ausführlich dargestellt und beleuchtet.

 

 

 

 

… von seinerzeit:

 

 

Die Wochenend-Kriegsbeilage der NWZ

 

 

 

 

Die Wochenend-Kriegsbeilage
der NWZ
Vorbereitung eines Angriffskriegs

 

 

Die wachsende Schwierigkeit bei dieser Texterstellung liegt vor allem in der Verständnisvoraussetzung, den Anzeiger– bzw. Mainstream-Schrott aus der Perspektive z.B. außereuropäischer, kritischer, intelligenter Allgemeinbildung zu rezipieren und einzuordnen. Das setzt die Auseinandersetzung mit einem breiten Spektrum der sog. alternativen Medien voraus. Wo das fehlt, wird die Vermittlung der komplexen Wirklichkeit zum Anzeiger-Level zu einer intellektuellen Schwergewichtsdisziplin, die kaum zu bewältigen ist, ohne breite Verständnislosigkeit hervorzurufen – wenn nicht gar zur mission impossible.

 

 

Der Anzeiger für Harlingerland bzw. dessen NWZ-Mantelausstatter hat zur Wochenendausgabe eine 12-seitige Kriegsbeilage im e-paper mitgeliefert.

Die richtet sich an eine berüchtigte Stammleserschaft, die dem Demokratie-, Freiheits- und Kriegstüchtigkeitsmärchen aus dem Buch Möller, Pistorius & Rheinmetall aufsitzt und dafür gern und gehorsam mit der Verschrottung von Wohlstand, Gesundheit, Rente, Wohnung, Heizung, Bildung bezahlt, bis daß sie für eine endlich erreichte Erstschlagstüchtigkeit nichts mehr zu fressen hat – aber sich noch Weg und Wahrnehmung bis zum Finale mit unzähligen Gurkengläsern als ‚Lichtermeer‘ verschattet.
Es sei ihnen von Herzen gegönnt.

 

Journalistisches Hobby Horsing

Und weil das Fallobst unweit des Stamms weich gebettet niederkommt, erklärt jener Chefredakteur Jan-Michael Heimann im Propagandavorspiel vom 03. Februar den speziellen Demokratiebegriff, den schon Ex-Chefredakteur Klaus-Dieter als selbstgefälliger Zensor hinterm Hugenberge so zwanghaft praktiziert hatte, daß exit-esens erschaffen werden mußte.

Darin lebe er dankbar, sagt Jan-Michael, diesseits des Tellerands und preist sich als Fundament des unabhängigen Journalismus, der aber, um im Bild zu bleiben, als Anzeiger-Spalierobst reüssiert, dessen übrige Stämmchen mit ihren redaktionellen Nacherzählstückchen zudem daherkommen wie KI-generierte Striegelmädchen im Ponyhof – Ich schweife ab …

 

Gleichschritt-Presse

Hugenbergs Presseimperium war Stiefelknecht und Steigbügelhalter des Nationalsozialismus, und wer die abermals aktuelle innige Bruderschaft von Krieg und Faschismus in Abrede stellt, hält die 12-seitige Kriegsbeilage dieses zartfaschistoiden Blattwerks gewiß für normale Wochenendunterhaltung wie Gesundheit, Fitness und Sudoku, anstatt für weitere Vorbereitung auf einen Angriffskrieg.

 

Sie trägt den Titel „Das Magazin für äußere Sicherheit 1/2026“, kennzeichnet sich somit als Auftaktveranstaltung und droht mit unabsehbaren Folgen. Zudem suggeriert dies, die bisherigen Errungenschaften hinsichtlich leidlichen Wohlstands und Zivilisiertheit seien nicht etwa aufgrund diplomatischer humanistischer Gepflogenheiten, sondern bloß unter Preisgabe äußerer Sicherheit entstanden, was jetzt aber sowas von nachgeholt wird.

Eine kleine Wahrheitserwartung blitzt auf bei der Kapitelüberschrift „Desinformation und Schattenflotte“, was sich aber sogleich als Mißverständnis erweist.

 

Das ganze Opus ist – vorab – eine Komposition aus verschiedenen alten Aufsätzen der Luise Charlotte Bauer aus dem „NWZ-Thementeam Bundeswehr und Sicherheit“, und deren neuerliche Wiedervorlage möchte die berüchtigte Stammleserschaft gewiß in bizarrer Normalität an weitere Folgen gewöhnen.

 

Humanitas

Zunächst nehmen Oberstabsfeldwebel Daniel*, Hauptmann Franziska*, StUffz Bernhard* und OStFw Jan* – mit Sternchen wegen „Sicherheit“ – in Karnevalsflecktarn und -Maske den staunenden Leser mit zur Wundversorgung ins Übungsschlachtfeld, wo

„plötzlich Schüsse die Luft zerschneiden und Schreie und Hilferufe ertönen.- Der Stress ist echt, Schweiß tropft von ihren Gesichtern auf die verwundeten Kameraden und Trainingspuppen. –
Die genaue Dosierung zu wissen und diese auf das Körpergewicht umzurechnen“

ist als weiterer Stressfaktor ausgemacht, der aber im Zivilleben Dreisatz heißt. Und

„weil die Verletzungen realistisch geschminkt sind, fühle man sich, als wäre man in einer ernsten Lage und wisse, man muss jetzt performen“.

 

It’s the economy, stupid!

Weiter trabt sie, die Performance, zu den Firmen der boomenden Rüstungsbranche. Hier suggeriert der unvermeidliche Olaf Lies (everybody knows: olaf lies), deren „Investitionen“ seien Investitionen, und Rüstungs- seien Konsumgüter, die die Volksprosperität mehren könnten …

Und als wär das dortige Stadtbild nicht deprimierend genug, tut Luise Charlotte Bauer kund, daß in Wilhelmshaven wieder Rekruten ausgebildet werden, die gerade fürs Foto

„mit Rucksäcken ein Lehrsaalgebäude betreten“, sowie „dass jeder militärische Vorgesetzte zugleich Führer, Ausbilder und Erzieher ist“ – …

Die Vermehrung der Zöglinge und Geführten heißt fortan deshalb Aufwuchs und Personalmanagement, obliegt

„einem hochgewachsenen Militär mit auffälligem Schnauzbart und Auslandserfahrung“

und vermag so die Wochenend-Leserschaft gewiß spontan genauso zu begeistern wie die Schreibkraft.

 

Fährtenfälscher

Rüstungsbranche fühlt sich von deutschen Banken benachteiligt“

lautet der nächste Aufschrei der Luise Charlotte im Juli 2025, den sie nun für ihre Propagandasammlung wiederaufgewärmt hat.
>Debanking < ist nämlich assoziatives Schlagwort und Kampfbegriff.
Und man reibt sich die Augen über das Ausmaß dieser medientaktischen Arschigkeit beim Legen falscher Fährten und systematischen Falschbesetzung der Begriffe.
Da wird bloß eine Kontokündigung bei einem aufstrebenden RüstungsStart-up skandalisiert, hingegen bleiben die seit neuem ausufernden Kontokündigungen gegen „falsche“ Meinungsträger, sogar ‚Einfrieren‘ aller Vermögenswerte (also Raub), für diese Kriegs- und Drecksblatt-Demokratie legitim, nicht thematisierbar und totzuschweigen.

Die manipulative Realitätsferne dieser Erzählung offenbart sich in aller tatsächlichen Breite angesichts der bei multipolar geführten, erschütternden Chronik zum Debanking:

Oppositionellen Journalisten, Politikern und Privatpersonen werden in den letzten Jahren zunehmend und ohne Angabe von Gründen Bankkonten gekündigt. Laute Kritik an diesem Vorgehen gibt es weder von Journalistenverbänden noch von etablierten Medien oder Politikern. Multipolar hat das weithin totgeschwiegene Phänomen für den deutschsprachigen Raum erstmals chronologisch aufgearbeitet – und wird diesen Beitrag regelmäßig aktualisieren. (Letztes Update: 19.12.2025)

 

Experten-Abschreckung

Im folgenden beantwortet der General Badia auf der Basis robust widerlegter fake-Erzählungen Suggestivfragen, die der Wochenend-Leserschaft schon lange (nicht mehr) auf den Nägeln brennen, wie z.B.

„Wie schätzen Sie das Eindringen der russischen Drohnen in polnischen Luftraum ein?“

und wie Abschreckung geht und wie nicht:

„Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in Moskau, im Kreml, und hören aus der westlichen Welt, dass vor 2029 nichts passiert – Das wirkt nicht abschreckend.“

und wirft die Frage auf, wie weit Luise Charlottes Vorstellungs- und Sitzvermögen reicht, bevor sie eine Drohnenexpertin mit an unseren Frühstückstisch setzt.
Diese weiß, daß Dohnen in zukünftigen Kriegen eine wichtige Rolle spielen werden und offeriert damit ihre Expertise als Politikwissenschaftlerin. Überaus bewegt hat sie, daß

„die Drohnendebatte in Deutschland an Absurdität nicht zu überbieten war“,

so daß der letzte Halbsatz sogar als Zitat in der Kapitelüberschrift Alarm schlägt. Warum? Äh, weil, äh …

„Jedes Argument wurde von jedem mehrmals gemacht, es war eine Scheindebatte“

Wir lassen diese Kognition so bezugslos im Vakuum zurück; wir müssen weiter, wir sind ja erst auf Seite 5, bevor

„mit viel Schwung und einem breiten Lächeln jener Korvettenkapitän“

bei Luise Charlotte längsseits kömmt, der Meer und Familie liebt und auf dem Kriegsschiff

als „Kapitän, Kommandant, Papa, Zuhörer, Freund, Seelentröster“

herummenschelt, um mit 57 von Bord zu gehen.

 

Eine Seite weiter aber nölen schon drei Ü65-Reservisten in völliger Unkenntnis von Wörners Knackigkeitsgrenze, daß sie nicht mehr mitmachen dürfen, obwohl ungerechtigkeitshalber

„ein Kollege mit TX und Bluthochdruck … durfte sein Gehirn ohne körperliche Anforderungen weiter zur Verfügung stellen“

ähäm, so lautet tatsächlich die unverzichtbare Information, die abermals die unsortierte Krankenakte dieses 12-seitigen Kompositums offenlegt.

 

Was ist der Sinn, was die Botschaft? Ebendies: Die langsame Gewöhnung einer Leserschaft ans Perverse durch dessen Dauerverkündung als Normalität.

 

Gesunde Zähne, glänzendes Fell

Dazu schwurbelt Luise Charlotte von Kriegstransportern (A400M), als spielte sie Flugzeugquartett oder läßt einen „Experten für hybride Kriegsführung“ dümmste Statements zu Erklärungen aufpumpen:

„Russland ist mit Deutschland im hybriden Krieg“ „Der hybride Akteur ist wie ein Zahnarzt. Er sucht die Stelle, die wehtut und dort fängt das Bohren an.“

Schattenflotte, Stromkabel, Steuerung von Flüchtlingsströmen, Zersetzen der Zivilgesellschaften und schließlich die allbeliebte Resilienz … kreisen überm Floskelstammtisch umeinander mit der Intention, Russenhass zu füttern und dennoch den Würgereiz auch in Situationen besonderer Anforderung – z.B. Lesers Frühstückslektüre – zu unterdrücken:

„… werden Sie im Moment in Finnland regelmäßig Kriegsfilme in den Medien finden. Das heißt, die Bevölkerung wird mit der Thematik konfrontiert und muß sich damit auseinandersetzen.“

Was also in gesunder Zivilgesellschaft Propaganda heißt, ist hier Comprehensive Security benamst – und wenn dereinst die Zeiten sich ändern, werden solche Schwattlappen mitsamt ihren NWZ-schreibkräftigen Hobbythek-Bellizisten hoffentlich gnadenlos dem Semantik-Gulag zugeführt werden.

Und weil auch die letzte Ecke unterm Frühstückstisch nach allgegenwärtiger russischer Bedrohung ausgeleuchtet werden will, darf die Arktis nicht fehlen, wo die

„russische Drohkulisse“ im „ewigen Eis die Lage aufheizt“

– das fördert den Lesefluß und klingt plausibel.

 

Hingegen:

„Kaum ein Geräusch ist zu hören. Es ist friedlich oben auf dem Wachturm. .. auf der im Morgentau benetzten Wiese … – „Übungsplatz-Romantik“ nennen Soldaten diese besondere Atmosphäre… – und ihr Zelt auch liebevoll Dackelgarage, erklärt Rekrut Till*“

in der Basisausbildung, und auch OFw Jan* trägt „aus Sicherheitsgründen“ wieder ein Sternchen.
Majestätisch geht’s zu auf S. 11 kurz vorm Kriege, denn

„das Gruppengefechtsschießen ist die Königsdisziplin –
Nun müssen die Rekruten alles abrufen, was sie bisher gelernt haben“
usw. usf. …-

Und wenn Vulgärjournalismus sich kenntlich macht, liest’s sich so:

„Ein Schuß, ein Schrei, das war Karl May“
„Schüsse trommeln durch die vom Gefecht vernebelte Luft. Beim Einatmen sind die Salven zu riechen und zu schmecken. Zielscheiben, die den Feind darstellen, klappen hoch und runter. Auf dem Boden liegt ein Soldat mit Kunstblut übergossen. – Till* befindet sich im fünften Monat und somit in den letzten Zügen seiner Basisausbildung. – Wenn man die politische Lage verfolgt, dann fühlt man sich manchmal am Zahn der Zeit [sic]. – … üben verschiedene Bedrohungsszenarien: Gemeinschaftliches Zähneputzen über der Wasserschale gehört genauso zum Biwak wie … „

… die erschöpfte wie ratlose Stammleserschaft nach 12 Klippschul-Lernschritten mit

„Kleines Marine-ABC für Landratten“

die auf S. 12 zum mittlerweile kalten Morgen-Kaffee entlassen  ausgemustert werden darf:

„Wer die Glocke läutet, muss der gesamten Besatzung ein Bier ausgeben.“

 

Vorhang!

 

Der Auftrag

Einiges bleibt hier ausgespart, weil von einer jener abgelaufenen Lokalaufführungen nur noch eine einzige Spucktüte übrig ist.

Was nun diese 12-seitige Zeitungsbeilage so besonders macht und für exit-esens qualifiziert, ist dieser hochtoxische Cocktail aus Propagandalügen, technischer Pseudo-Information, Namedropping, Russenhetze, humanoider Camouflage und diesem typischen journalistischen Hobby-Horsing der Anzeiger-Redakteusen, der die intentional widerlichste Pervertierung einer „Zeitung“ auch für einen Dummi der Stammleserschaft verträglich macht.

„Und genau hier liegt eigentlich die Hauptaufgabe all dieser Übungen. Tatsächlich beobachten wir die Entstehung von Lobbystrukturen in der EU und der NATO, für die das „Warten auf einen russischen Überfall“ zu einer Einnahmequelle geworden ist. Sei es nun die Rüstungsindustrie, die auf stabile und vorhersehbare Auftragsmengen angewiesen ist, oder Politiker und Publizisten, die ihre Karriere auf der Verbreitung von Angst aufbauen, in diesem Fall der Angst vor einem Krieg mit Russland.“ (Ilja Kramnik, Deutschland spielt Krieg, via RT 09. Febr. 2026)

Das war mit 01/2026 ja bloß die Erstausgabe und sie verheißt noch manche Trommeldrehung der Gehirnwäsche bis zur finalen Erstschlagstüchtigkeit.
Nunmehr soll täglich ein Aufsatz zur Vorbereitung des Angriffskrieges gegen Russland erscheinen.

Gewöhnungsausgabe 02/2026:
Der Klerus im Krieg – Vom Feldkaplan zum Militärbischof

 

 

Zum Abgleich:

 

In einem Planspiel („Wargame“) haben die Tageszeitung Welt und die Bundeswehr-Uni mit einigen Politikern und „Experten“ ein emotionales Szenario erdacht, das einen russischen Angriff auf die NATO simulieren soll. Diese öffentliche Inszenierung ist aber militärisch völlig irrelevant: Sie richtet sich statt dessen an die Bürger, deren „Kriegstüchtigkeit“ durch solche unseriösen Spektakel noch mehr gesteigert werden soll.  von Tobias Riegel, 06.02.2026 via NachDenkSeiten – Weiterlesen!

 

Die Wiedereinführung der Wehrpflicht am 1. Januar 2026 wird mit der internationalen Sicherheitslage und der angeblichen Bedrohung „Europas“ durch Russland begründet. Die Debatte insgesamt führt zu einer massiven Militarisierung der Politik in Sprache und Handlung, der Wirtschaft und in den Köpfen der Menschen.
von Alexander Neu, 10.02.2026 via NachDenkSeiten – Weiterlesen!

 

Teil 1: Die Maschinerie – Wie das System funktioniert. Das US-Repräsentantenhaus veröffentlicht einen 160-Seiten-Bericht mit vernichtenden Beweisen gegen die EU-Kommission.
von Michael Hollister, 07.02.2026 via globalbridge – Weiterlesen!

 

 

 

Diese Woche wurde von den Republikanern im Justizausschuss des US-Kongresses ein dicker Bericht zu den Zensurmaßnahmen der EU vorgelegt. Mit hunderten Seiten Dokumenten; aber auch mit einem klaren Fazit: nicht einmal in den USA ist man vor ihnen sicher.
von Dagmar Henn, 07.02.2026 via RT – Weiterlesen!

 

 

 

Der US-Bericht belegt noch etwas: Die Kommission hat sich in Wahlen eingemischt. Und zwar kräftig. Die Zensurstrukturen dienen nicht nur dazu, bestimmte Meinungen zu verbieten, sie sollen auch dafür sorgen, dass so gewählt wird, wie es der Kommission genehm ist.  von Dagmar Henn, 08.02.2026 via RT – Weiterlesen!

 

 

Kontokündigung beim Organisator der EU-Bargeldpetition –
Dem Initiator einer EU-Petition zum Erhalt des Bargelds, Hansjörg Stützle, wurde sein Spendenkonto von der Deutschen Bank gekündigt. Stützle setzt sich seit Jahren für den Bargelderhalt ein.  07.02.2026 via RT – Weiterlesen!

 

 

Nach dem Bericht des US-Justizausschusses ist das europäische Elend der Meinungsfreiheit ohnehin weltweit bekannt. Die UN-Sonderbotschafterin für Meinungsfreiheit hat sich nun auch geäußert, mit vergleichsweise leiser Kritik.   von Dagmar Henn, 10.02.2026
via RTWeiterlesen!

 

 

Euer Detlef, Tendenz-Chronist

 

Euer Detlef,
Tendenz-Chronist

 

 

 

 

Im StürmerHarlingerkasten erzählt das Fähnlein Detlef Kiesé ein Stück Prosperität der Fleischerei Bruns zu deren Neunzigstem.


Fragen an den Chronisten:
Wer war Eigentümer bis 1936 und wie verlief der Besitzübergang?
Und wo sind die Stolpersteine?

U.A.w.g.

 

 

Warmlesen zum Jahresauftakt

 

 

 

Warmlesen
zum Jahresauftakt!

 

 

Zum Jahresauftakt was zum Warmlesen.
Gern richtet es sich an die lokalen Gemeinschaften aus krankem Volkskörper und Folklorevereinen (SPD, CDU, Grüne, EBI), ergo an’s exit-esens-Lieblingspublikum der Rechtsplärrer.

Auch diese begleitet Roberto De Lapuente auf dem weiten Irrweg der politischen Selbstfindung.

Und die weiteren Texte dienen der Penetration der Selbstwahrnehmung gleißender Schönheit von unbekümmerten Neujahrsempfängen und Selbstehrungen – in der Hoffnung & Fürbitte, daß die Birne platzt im Spannungsfeld zwischen dystopischer politischer Wirklichkeit und Taka-Tuka-Land.

 

 

 

Alles gegen rechts !

Lesen Sie diesen Artikel gegen rechts. Kommentieren Sie gegen rechts – vielleicht sogar noch vor Ihrem Frühstück gegen rechts.
von Roberto De Lapuente via Overton-Magazin, 04.01.2026 – Weiterlesen!

 

 

 

Der US-Angriff auf Venezuela und das internationale Recht
In der Nacht vom 2. auf den 3. Januar 2026 griffen die USA den souveränen Staat Venezuela unprovoziert an. Der Präsident des Landes, Nicolás Maduro, wurde gewaltsam in die USA entführt. Über 40 Leibwächter Maduros wurden von US-Kräften getötet, daneben eine unbekannte Zahl von Zivilisten. Die Begründungen für die militärisch erzwungene Entführung sind abenteuerlich: Maduro wird Verschwörung zum Drogenterrorismus, zur Einfuhr von Kokain sowie Besitz von Maschinengewehren und Sprengstoffen vorgeworfen. Ob diese Vorwürfe in der Sache richtig sind oder nicht, ist nicht Gegenstand dieses Beitrags. Nur eine kurze Anmerkung: Es ist schon besonders skurril, einem Staatsoberhaupt eines anderen Landes Verstöße zum Waffenbesitz in seinem Land vorzuwerfen. Doch, was ist den USA vorzuwerfen?
von Alexander Neu via NachDenkSeiten, 06.01.2026 – Weiterlesen!

 

 

Analyse: Die unsichtbaren Architekten der Venezuela-Intervention
Wer profitiert, wer plant, wer zahlt? Wer Venezuela verstehen will, muss dem Geld folgen.
von Michael Hollister via Ständige Publikumskonferenz, 05.01.2026 – Weiterlesen!

 

 

Was geschieht tatsächlich in Venezuela?
Verschiedene Friedensorganisationen bringen es auf den Punkt, manche Linke hingegen sind desorientiert oder verweigern die Solidarität mit Venezuela. Sie fallen auf die Fake News der orchestrierten bürgerlichen Journaille herein. Worum geht es in Venezuela:
von Harri Grünberg via Ständige Publikumskonferenz, 04.01.2026 – Weiterlesen!

 

 

Warum Venezuelas Militär nicht gekämpft hat
Der geopolitische Analyst Miguel Santos García legt dar, warum er von einer geheimen Absprache zwischen den USA und Venezuela ausgeht. Demnach soll Venezuela bereits vor den US-Angriffen kapituliert haben. Der kämpferische Auftritt der neuen Präsidentin Delcy Rodríguez sei nur Theater.
von Miguel Santos Garcia via RT, 06.01.2026 – Weiterlesen!

 

 


Riesenhavarie wegen Kabelbrandes in Berlin:
Wie plausibel ist die offizielle Erklärung?
Seit Tagen legt ein Stromausfall den Südwesten Berlins lahm. Grund sei ein Anschlag. Ein angebliches „Bekennerschreiben“ einer „linksextremen Gruppe“ liege vor, vermeldete die Polizei. Doch ist es plausibel, dass der Brand einer einzigen Kabelverbindung eine solche Havarie auslöst?
von Alexandra Nollok via RT, 06.01.2026 – Weiterlesen!

 

 

 

German Ganoventum

 

 

 

German
Ganoventum

 

 

 

Jens Berger und Gert Ewen-Ungar ordnen den – vorerst – gescheiterten Raub am russischen Volksvermögen ein; und weil alles mit allem zusammenhängt, sei hier auf den SPD-Klingbeil verwiesen, der das Scheitern sogleich mit verschärfter Terrorwarnung gegen die eigene Bevölkerung kompensiert; sowie schließlich auf den respektablen Journalismus von Florian Warweg, der via Bundespressekonferenz das klare bundesdeutsche Bekenntnis zum Faschismus sich entblößen läßt.

 

 


Deutschland ist zurück auf der internationalen Bühne!“ Das stimmt. Aber sonderlich erfolgreich scheint diese „Rückkehr“ ja nicht zu sein. „Noch viel Lernen Du musst, junger Kanzler“, würde wohl ein alter Jedi-Meister nun sagen. Es ist eine Sache, der willfährigen und stets regierungstreuen deutschen Presse jede Niederlage als Erfolg zu verkaufen. Auf internationaler Ebene klappt das nicht. Und das ist im konkreten Fall ja auch gut so.
von Jens Berger via NDS, 19. Dez. 2025 – Weiterlesen!

 

 

Deutschland brauche Strukturreformen und müsse trotz Rekordverschuldung sparen, meint Finanzminister Lars Klingbeil. Er bereitet die Deutschen auf harte Einschnitte vor. Die Nachfrage soll weiter gedrückt werden. So lasse sich die deutsche Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs führen, glaubt Klingbeil.
via RT, 19. Dez. 2025 – Weiterlesen!

 

 

 


„…dass Menschen (…) sanktioniert werden können, wenn (..) es eine entsprechende Entscheidung des Rats der Europäischen Union gibt. Das ist an diesem Montag geschehen, das wird auch weiterhin geschehen, das ist in der Vergangenheit geschehen, und alle, die auf diesem Feld unterwegs sind, müssen damit rechnen, dass es auch ihnen passieren kann.“
Giese (Auswärtiges Amt) via BPK / Nachdenkseiten, 19. Dez. 2025 – Weiterlesen!

 

 

Merz und von der Leyen sind gescheitert. Ihr Plan zur Finanzierung der Ukraine fand keine Unterstützung im Rat der EU. Nun bemüht sich Merz darum, eine krachende Niederlage in einen Erfolg umzudeuten. Dabei wäre das Ende einer EU, in der Deutsch gesprochen wird, für alle die beste Lösung.  von Gert Ewen-Ungar via RT, 19. Dez 2025 – Weiterlesen!

 

 

 

Esenser Juso-Chef im Krankenhaus / update 05.10./28.11.2025

 

 

 

 

 

 

Esenser
Juso-Chef
im
Krankenhaus

 

 

 

 

Der SPD-shop, der Fetisch- und Fanartikel-Vertrieb der Sozis, versüßt nicht nur die harte Parteiarbeit mit Kondomen, Badeente, Brausepulver, Gummibärchen, FliegenklatscheArbeitshandschuh & Bauzaunbanner (Brandmauer!), Seifenblasen, 17 cm Bildung, sowie Aufklebern „Demokratie zählt“ auf Ukrainisch und Russisch [sic!], sondern vermittelt offensichtlich auch Fortbildung und Personal Coaching.

 

Da trifft es sich doch, daß das berufsuntüchtige SPD-Sorgenkind Rm Ole Willms (32) im dreiundzwanzigsten (23.!) Semester Wirtschaft ein weiteres Standbein sucht und dual wohl einen Lehrgang für späte Nachwuchskräfte und angehende Kleinstadtbürgermeister an der Friedrich-Ebert-Akademie ergattert hat.

Deren renommierte Fakultät Profiling & personality shaping wird derzeit mit dem beliebten Habitus-Proseminar „Mimik & Körpersprache – Politiker bei Konzernbesichtigung“ (Spiegelübungen und intermittierende Praxisphase) von den Absolventen in Anspruch genommen.

Die praktische Erprobung also sollte den Ole diesmal zum „Tag des Offenen Neubaus“ ins Wittmunder Krankenhaus  führen – der Anzeiger für Harlingerland berichtete – dessen Geschäftsführung auf Nachfrage sich über mehrere tausend Besucher freuen konnte.

 

Daß der Ole es hier – beflissenes Intubator-Interesse darstellend – unter tausenden Besuchern mitsamt seinem DRK-Gespons Nele Kirchhoff  auf’s Anzeiger-Foto geschafft hat, verdankt er zweifellos nicht nur dem Landkreiswappen am Revers, das ihn als wichtigen Politiker ausweist, sondern spricht sicher auch für den Erfolg seiner Habitus-Spiegel-Übungen, wenngleich, was aber gewiß in keinerlei Zusammenhang steht, die zuständige Anzeiger-Schreibkraft danach wegen ihrer neuen „politischen Kontakte“ noch eine fette Lokalrunde geschmissen haben soll.

 

Gleichwohl vermochte die Flecktarnfigur Stabsarzt Stirnemann  weder beim AfH-Erzähler noch beim Esenser Juso-Chef Ole erwartungsgemäß irgendeine Synapse zu berühren, geschweige denn eine Irritation darüber hervorzurufen, daß der Inkubator im Krankenhaus Wittmund im Kampfanzug bedient wird.

Nun ja, die Affinität von Berufsuntüchtigkeit und Bundeswehr ist hier evident, gerade in Zeiten der Kriegswirtschaft, was hoffen läßt.

 

Dazu paßt, daß das Krankenhaus Wittmund als vergleichsweise Klitsche zwischen den Großvorhaben Georgsheil und Wilhelmshaven derzeit und weiterhin so üppig finanziell gepampert wird: „13 Millionen € hat sich die Krankenhausgesellschaft den Anbau kosten lassen“ zitiert der Anzeiger den Geschäftsführer Stephan Rogosik und „Wir investieren noch weitere 26 Millionen €“.

 

Als zukünftiges Kriegskrankenhaus ist es in die militärische Infrastruktur des Umfelds (Fliegerhorst) optimal eingebunden und in ein paar Minuten erreichbar. Es ist Teil des laufenden Projekts, im Kriegsfall rund 1000 verletzte Kombattanten täglich zu behandeln über Jahre hinweg, denen jenes Leistungsspektrum zuteil wird, das am Tag des offenen Neubaus zwar noch der Zivilbevölkerung vorgeführt, alsdann aber ganz sicher für sie unerreichbar bleiben wird – wobei natürlich Ausnahmen für Landkreiswappenträger nicht in Abrede gestellt werden sollen.

 

Nach Plan der deutschen Gesundheitsministerin darf Apothekenpersonal zukünftig diagnostizieren und Medikamente verordnen. In einem offenen Brief empören sich Ärzteverbände. Dabei müssten Mediziner am besten informiert sein über Kriegsertüchtigung und Reformen im Gesundheitswesen.
von Felicitas Rabe, 22.09.2025 via RT – Weiterlesen!

 

Kriegsvorbereitung

Der „Berliner Zeitung“ liegt der streng vertrauliche „Rahmenplan Zivile Verteidigung“ des Berliner Senats vor, mit dem die Kliniken der Hauptstadt auf einen Krieg mit Russland vorbereitet werden sollen. Dieser sieht unter anderem eine sogenannte Triage zugunsten des Militärs vor.
Berliner Zeitung, 04., RT, 05.10.2025 – Weiterlesen !

 

Die Militarisierung des Gesundheitssystems schreitet voran – und sie ist abzulehnen: Unter anderem wird damit die Illusion erzeugt, die Folgen eines großen Krieges seien beherrschbar.
Von Bernhard Trautvetter, 28.11. 2025 via NachDenkSeiten – Weiterlesen!

 

 

 

Friedensdemo / Nachtrag 12. Sept. / Fazit 19. Sept.

 

 

80 Prozent der Deutschen kritisieren Israels Vorgehen in Gaza, fast zwei Drittel sagen, Deutschland solle mehr Druck auf Israel ausüben. Wenn jedoch Demonstrationen gegen den Völkermord in Gaza und die deutsche Unterstützung Israels geplant sind, ist das für die Medien kein großes Thema. Am kommenden Samstag wird in Berlin eine Großdemo stattfinden, auf der Sahra Wagenknecht, Dieter Hallervorden, der Rapper Massiv und andere sprechen werden, doch in den Medien herrscht weitgehend Schweigen.
Von Jens Berger via NachDenkSeiten, 09.09.2025, Weiterlesen!

 

 

 

… und wir dürfen gespannt sein, wie Tochter Zion, die unangefochtene Esenser Landesbratwurst-Beauftragte, uns am Montag danach wieder mit einer neuen Challenge aus ihrem politisch-kulturellen Horizont zu überraschen weiß …!

 

 

 

Und weil alles mit allem zusammenhängt:

 

Sie verpulvern Geld, das sie nicht haben, für Rüstung, um sich mit Gegnern anzulegen, die sie nie und nimmer besiegen können. Sie zahlen Unsummen, damit Strom im eigenen Land fließt und nochmals sehr viel Geld dafür, damit uns das Ausland überschüssige Stromkapazitäten abnimmt. Sie alimentieren die halbe Welt auf hohem Niveau, während daheim die Brücken, Straßen und Schulen marode sind und sich Rentner durch demütigendes Müllsammeln ein Zubrot verdienen müssen. Sie produzieren Kritisierenswertes zuhauf und dämonisieren dann die Kritiker als „rechts“.
Die Rede ist — Sie ahnen es schon — von den Deutschen.
Was ist los mit diesem Land?
Es gibt mittlerweile mehr Arten, wie sich Deutschland selbst kaputt macht, als es nach Meinung der woken Community Geschlechter gibt. Warum vertrauen sich die Bürger dieses Landes immer wieder Politikern an, die ganz offensichtlich unfähig und dabei nicht einmal gutwillig sind? Warum zieht niemand die Reißleine, oder befinden wir uns womöglich auf einer unaufhaltsamen Schussfahrt in Richtung Abgrund?
Der Autor möchte noch nicht daran glauben, dass es zu spät ist, und führt seinen Landsleuten die Gefahr, in der sie schweben, noch einmal drastisch vor Augen.
von Günther Burbach via Manova, 11.09.2025    Weiterlesen!

 

 

 

Es war bislang die größte Friedenskundgebung des Jahres in ganz Deutschland. Es traten Redner auf, denen man nur zustimmen kann. Zudem gab es viel Musik und gegenseitiges Schulterklopfen. Ist dieser weitere Versuch, die deutsche Friedensbewegung aus dem Lethargieschlaf zu wecken, trotzdem gescheitert? Dazu sollte sich jeder selbst ein Bild machen. Unsere Korrespondenten liefern eine Dokumentation der Ereignisse. von Astrid Sigena und Wladislaw Sankin, 19.09.2025 via RT – Weiterlesen!

 

 

Die Menschen in den Krieg prügeln

 

 

 

 

 

 

Die Menschen
in den Krieg prügeln

 

 

 

„Und lange bevor der erste Schuss des geplanten Kriegs auf einen Russen abgegeben wird, müssen in Köln ein paar Studenten und Rentner verprügelt werden.“

 

 

 

„Lesen Sie die Schilderungen der Augenzeugen, schauen Sie die Videos der Demonstranten und Anwohner an und vergleichen Sie das mit den Berichten unserer Leitmedien – es lohnt sich. Und denken Sie einmal ernsthaft über die Frage nach, in welchen Fällen der Umstand, dass „es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kam“, gegen die Polizei und in welchen gegen die Demonstranten spricht.“

 

 

Polizeigewalt bei der Demo gegen Aufrüstung am 30. August in Köln – und was sie bedeutet
„Kriegstüchtig“ werden – dazu gehört neben der Beschaffung von Waffen und Soldaten: die Reihen im Innern zu schließen. Für den Kriegskurs …
von Renate Dillmann via NachDenkSeiten, 04.09.2025
Weiterlesen!

 

 

 

Wer im öffentlich-rechtlichen Fernsehen die Berichterstattung zur Kölner Friedensdemo verfolgt hat, musste annehmen, ein gewalttätiger Mob sei durch die Stadt gezogen. Doch der WDR-Bericht ist ein Paradebeispiel für subtile Staatspropaganda, um Aktivisten einzuschüchtern und gegen sie zu hetzen.
von Susan Bonath via RT, 04.09.2025 Weiterlesen!

 

 

 

Die Friedensdemonstration zum Antikriegstag in Köln wurde schon auf dem ersten Kilometer massiv von der Polizei gestört. Schließlich wurde der Umzug auf einer engen Straße gewaltsam und unter Einsatz von Tränengas unterbrochen, Teilnehmer wurden festgenommen.
von Felicitas Rabe via RT, 31.08.2025 Weiterlesen!

 

 

 

 

Am Montag instruierte Bundeswehrgeneral Funke die Stadtverwaltung zur Wehrhaftigkeit und zu kommunalen Aufgaben bei der Militarisierung. Zwei Tage zuvor wurde in Köln bei einem brutalen Polizeieinsatz gegen Friedensaktivisten durchexerziert, wie man in Kommunen gegen Antimilitaristen vorgeht.
von Felicitas Rabe via RT, 05.09.2025 Weiterlesen!

 

 

 

Wir berichteten ausführlich über die Ereignisse und maßlosen polizeilichen Übergriffe auf der Schlussparade von „Rheinmetall-Entwaffnen“ in Köln.
Wir publizieren aus mehreren Stellungnahmen, um die Ereignisse weiter zu beleuchten. Vor Ort in Köln ist Beweismaterial zu sichern! Wir wollen Wahrheit!  
pressenza – International press agency, 05.09.2025 Weiterlesen!

 

 

 

Presseschau – bei Verstand bleiben!

 

 

 

 

Presseschau –
bei Verstand bleiben!

 

 

 

 

Was einzig zuverlässig prosperiert,
ist die Schwierigkeit, bei Verstand zu bleiben.

 

Jetzt pflanzen sie auch noch Bäumchen im Hochsommer, halluzinieren Natur, Lebensraum und ökologische Infrastruktur und kommen dabei aus der Selbstbespaßung nicht raus.

Der Klamauk heißt „Challenge“, ist hochvirulent und knüpft behavioristisch an das konditionierte Corona-Schlangestehen – nunmehr vorm Gartencenter und im TikTok-Kanal.

 

Sinn- und gnadenlos topfen sie vor schwarzen Tubawall-Betonmauern, an hohen Hauswänden, ins Kiesbett, ins Trockenbeet zwischen Strandhafer, ins langzeitverwahrloste Gruselbiotop Wattenhuus-„Garten“.
Und wenn auf dem Friedhof bei den Evangelischen sich 11 Jünger inklusive 3 Pfäffchen in Bäumchens Namen versammeln und nacheinander 1 Schäufelchen berühren, weiß man, daß die Handlung samt Baumtaufe gar mit multipler Selbsteinsegnung bedacht wird.

 

Alle filmen sich dabei und streben die Verschattung an.

Dies wirft somit die Frage auf, ob diese denn nicht ohnehin evident sei und alsdann zwiefach auftrete, weil die eine die andere möglicherweise voraussetzt. Hmm.
Oder folgen die Verschattungsapostel gar lutherisch-instinktiv dem Delirium: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ – wohl hoffend, das Eine vermöge das Andere abzuwenden? Hmm.

 

Was einzig zuverlässig prosperiert,
ist die Schwierigkeit, bei Verstand zu bleiben.

 

„Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“

… und weist dem Bürger einen Fluchtweg aus seiner Bestimmung zum Klick- und Wischmob, Mitläufer, Kollektivbock und -gärtner, letztlich zu Kanonenfutter und Trümmerfrau – denn siehe, Verstandesertüchtigung und Kenntniserwerb sind jedermann umfassend zugänglich, und zwar:

 

                

                

         

           

 

 

 

   

 

 

 

 

 

         

             

 

Regional/lokal:

 

 

 

Geopolitik im Überblick – von Wolfgang Bittner – update 27. Juli 2025

Das Schreckgespenst
einer russischen Invasion

 

 

 

Ein Auszug aus dem Buch „Geopolitik im Überblick„: die deutsche Politik kompensiert die schrumpfende Wirtschaftsmacht mit Aufrüstung und Erzählungen von der „russischen Gefahr“. Fakten, die das begründen, sucht man vergeblich.

von Wolfgang Bittner

 

 

Deutschland soll „kriegstüchtig“ werden, und die Berliner Regierung hat astronomische Ausgaben für die Aufrüstung bereitgestellt. Denn angeblich will Russland nach der Ukraine Westeuropa erobern, auch wenn es dafür keinerlei Belege gibt und Putin solche Absichten niemals geäußert hat. Trotzdem wird in einem Maße hochgerüstet, dass inzwischen ein dritter Weltkrieg nicht mehr auszuschließen ist. Was aber zur gegenwärtigen prekären Lage geführt hat, scheint weder die Politik noch die meisten Medien zu interessieren. Hat Russland durch den Einmarsch in die Ukraine tatsächlich die „friedliche europäische Sicherheitsarchitektur“ zerstört? Gab es nicht eine Vorgeschichte, die schlicht verschwiegen wird? Während Deutschland auf den wirtschaftlichen Ruin zusteuert, will Kanzler Friedrich Merz die Führung in der Russland herausfordernden NATO übernehmen. Gegen diese destruktive Politik regt sich kaum Widerstand, ebenso wenig gegen die übermäßige Reglementierung, Digitalisierung und Überwachung, den Weg nicht nur Deutschlands in den Totalitarismus. Wie aber steht es um die deutsche Souveränität? Und welche Folgen wird die sich global abzeichnende Verschiebung der Machtverhältnisse haben, nachdem sich viele Staaten der Dominanz der USA entziehen? Fragen, die auf den Nägeln brennen und die es zu beantworten gilt.

 

Nachfolgend ein Auszug aus dem Buch Geopolitik im Überblick – Erscheinungsdatum: 28. Juli 2025

 

Während die Wirtschaft der Exportnation Deutschland ruiniert wird, hat im März 2025 die Mehrheit der im Bundestag vertretenen Parteien der deutschen Bevölkerung eine ungeheure Schuldenlast aufgebürdet. Am 18. März, wenige Wochen vor dem ersten Zusammentritt des neuen Parlaments, also in einer Übergangszeit, beschloss der Deutsche Bundestag nach einer kontroversen Debatte eine Änderung des Grundgesetzes und die Bewilligung einer Kreditaufnahme von etwa einer Billion Euro, verschlüsselt als „Sondervermögen“ und „Aussetzung der Schuldenbremse“. 

Beispiellose Hochrüstung

Dazu bedurfte es einer Zweidrittelmehrheit, die es im neuen Bundestag nicht mehr gegeben hätte. Die Eile, mit der sich die Befürworter dieser „Kriegskredite“ innerhalb weniger Tage verständigten, kann als böses Omen für die Zukunft gelten. Beschlossen wurde ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Investitionen in die marode Infrastruktur und zur Erreichung der Klimaneutralität bis zum Jahr 2045. Dafür musste das Grundgesetz geändert werden – neu ins Grundgesetz aufgenommen wurde der Artikel 143h.

Angeblich ist diese astronomische Summe vor allem für das Verkehrs- und Energienetz, Bildungseinrichtungen, Krankenhäuser, Digitalisierung sowie den Ausbau und den Betrieb von Schulen und Kindergärten vorgesehen. Dass aber auch die Straßen und Brücken von West nach Ost „panzerfest“ für die Durchleitung von schwerem Militärgerät gemacht werden sollen, wird verschwiegen.

Des Weiteren wurde beschlossen, dass die Militärausgaben nicht mehr von der zuvor im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse begrenzt werden, die vorsah, dass im Haushalt der Bundesrepublik Einnahmen und Ausgaben grundsätzlich ohne Kreditaufnahmen auszugleichen seien. Künftig werden also unbegrenzte Ausgaben für die Vorbereitung auf einen Krieg möglich sein. Das ist eine Ungeheuerlichkeit, denn die Bevölkerung wird das bezahlen müssen; inzwischen ist von über 500 Milliarden Euro die Rede. Aber wenn man im Frühjahr 2025 auf der Straße jemanden fragt, bekommt man zur Antwort: „Es wird wohl nötig sein, die Russen wollen uns ja angreifen.“ Kriegsgeschrei allerorten, es ist zum Weinen.

Der seinerzeit designierte Bundeskanzler Friedrich Merz, der im Wahlkampf versprochen hatte, dass die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse eingehalten werde, und nun sein Versprechen brach, hielt vor der Abstimmung eine bösartige antirussische Rede, in der er faktenwidrig behauptete, Russland führe bereits Krieg gegen Deutschland: „Es ist ein Krieg gegen unser Land, der täglich stattfindet, mit Angriffen auf unsere Datennetze, mit der Zerstörung von Versorgungsleitungen, mit Brandanschlägen, mit Auftragsmorden … Verteidigungsminister Boris Pistorius, bekannt für seine kriegstreiberischen Äußerungen, warnte: „Wir dürfen keine Zeit verlieren … Wer heute zaudert, wer sich heute nicht traut … der verleugnet die Realität.“

Nur wenig Beifall erhielt die Co-Vorsitzende des BSW, Sahra Wagenknecht, die den Befürwortern der „Kriegskredite“ vorhielt: „Früher war die Bundesrepublik ein wirtschaftspolitischer Riese, der sich außenpolitisch zurückhielt und deshalb internationales Ansehen genoss. Heute ist Deutschland auf dem Weg zum wirtschaftlichen Zwerg, und die dafür verantwortlichen Politiker kompensieren ihre Unfähigkeit durch außenpolitische Großmannssucht und beispiellose Hochrüstung.“ 512 Abgeordnete von SPD, CDU/CSU und Bündnis 90/Die Grünen stimmten für das Schuldenpaket, 206 der übrigen Parteien dagegen.

Die Aufhebung beziehungsweise Lockerung der Schuldenbremse fand Zustimmung selbst beim Deutschen Gewerkschaftsbund, der wie folgt argumentierte: „Deutschland spart sich kaputt. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Schuldenbremse. Sie verhindert Investitionen in die öffentliche Infrastruktur und den Klimaschutz, die für unsere Zukunft wichtig sind. Deshalb ist es gut, dass Union und SPD angekündigt haben, die Schuldenbremse zu lockern und ein Sondervermögen für Investitionen zu schaffen.“ Kein Wort zu Hochrüstung, Sanktionspolitik und Hetze, was nach den bisherigen Erfahrungen mit der Gewerkschaft auch nicht verwundert.

Ein konstruiertes Bedrohungsszenarium

Dass für das Militär wahnwitzige Milliardenbeträge veranschlagt werden, wird mit angeblichen imperialistischen Bestrebungen Russlands begründet. Unterstellt wird, die baltischen Staaten und Polen seien bedroht und im Übrigen ganz Westeuropa. Russland bereite sich nach seinem „brutalen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine darauf vor, die NATO anzugreifen. An vorderster Front stehen Politiker wie Johann Wadephul (CDU), Roderich Kiesewetter (CDU), Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Lars Klingbeil (SPD) oder Anton Hofreiter (Bündnis 90/Die Grünen).

Aber auch andere in den USA im „Yale World Fellows Program“ oder im „Global Young Leaders“-Progamm des Weltwirtschaftsforums als globale Führungskräfte geschulte Politiker warnen gebetsmühlenartig vor der Gefahr einer russischen Invasion, zum Beispiel die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaité, die estnische Ex-Premierministerin Kaja Kallas und der lettische Präsident Edgars Rinkēvičs, der ein Studium an der Dwight D. Eisenhower School for National Security and Resource Strategy, einer militärischen Bildungseinrichtung der USA, absolviert hat.

Litauen hat 2,87, Estland 1,37, Lettland 1,87 Millionen Einwohner, aber ihre Vertreter stehen in der EU in vorderster Propagandafront gegen Russland. Dass in diesen Ländern die russischsprachige Minderheit unterdrückt wird, entwickelt sich zu einem immer größeren Problem. Dass die extrem russophobe Kaja Kallas 2024 EU-Außenbeauftragte und Vizepräsidentin in der EU-Kommission wurde, ist ein Skandal und kann als Beweis für die Einflussnahme antirussischer Kreise in Washington und Brüssel gelten.

Für die Behauptungen, Russland wolle Westeuropa angreifen, gibt es keinerlei Beweise. Es handelt sich um reine Propaganda, mit der ein Bedrohungsszenarium konstruiert wird, unterstützt mit Aussagen von sogenannten Experten und ideologisch vereinnahmten Wissenschaftlern, die in den Nachrichtensendungen und Talkshows das große Wort führen. Der Ukraine-Krieg soll bis zum letzten Ukrainer fortgesetzt werden, um Russland weiter zu schwächen. Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Bruno Kahl, hat die Bedrohungslüge am 8. März 2025 nochmals bekräftigt: „Ein frühes Kriegsende in der Ukraine befähigt die Russen, ihre Energie dort einzusetzen, wo sie sie eigentlich haben wollen, nämlich gegen Europa.“ Die Hetze nimmt kein Ende.

In seiner Regierungserklärung am 14. Mai 2025, in der Friedrich Merz wiederholt die von Russland ausgehende Gefahr beschwor, versprach er: „Die Bundesregierung wird zukünftig alle finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, die die Bundeswehr braucht, um konventionell zur stärksten Armee Europas zu werden.“ Anscheinend ist ihm entgangen, dass er sich mit dieser Aussage in Konkurrenz zum polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk befindet, der beabsichtigt, die polnische Armee zur größten Europas aufzurüsten.

Statt abzurüsten, was vernünftig und nötig wäre, wird aufgerüstet und die Ukraine mit Waffen beliefert. Eine von dieser offiziellen deutschen Politik abweichende Ansicht vertrat der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder in einem Interview am 29. Dezember 2024: Man müsse darüber nachdenken, ob „Waffenlieferungen allein und die militärische Unterstützung der Ukraine“ das Richtige seien. Denn der Ukraine-Krieg sei militärisch „kaum zu beenden“, weil Russland nicht dazu gezwungen werden könne. Außerdem sei der Krieg „durch Europa allein nicht zu beenden“, dazu bedürfe es der USA. Schröder plädierte für Friedensverhandlungen und Abrüstung.

Das kam den Ex-Kanzler teuer zu stehen, wie sich schon bald zeigte. Die Sparkasse Hannover blockierte Überweisungen der Nord Stream 2 AG aus der Schweiz, bei der Schröder Vorsitzender des Verwaltungsrates ist. Sie begründete ihre Maßnahme mit der Sorge vor Strafmaßnahmen wegen Verstoßes gegen Sanktionen. Zwar steht Schröder nicht auf einer Sanktionsliste, aber die Nord Stream 2 AG ist eine Tochtergesellschaft des sanktionierten russischen Gaskonzerns Gazprom. Es wird vermutet, dass die Zurückweisung der Zahlungen auf Druck des Hannoverschen Oberbürgermeisters Belit Onay (Bündnis 90/Die Grünen) erfolgt sein könnte, der seit Juni 2025 Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover ist. In den Medien wurde der Vorgang allgemein begrüßt. Die Titelzeile in der Bild-Zeitung lautete: „Sparkasse sperrt Schröders Konto für Russen-Geld.“

Wolfgang Bittner, 20.07.2025 via RT

 

 

Der Schriftsteller und Publizist Dr. jur. Wolfgang Bittner lebt in Göttingen. Er hat über 80 Bücher veröffentlicht, u.a. „Der neue West-Ost-Konflikt. Inszenierung einer Krise“ (2021), „Deutschland – verraten und verkauft“ (2021), „Ausnahmezustand. Geopolitische Einsichten und Analysen unter Berücksichtigung des Ukraine-Konflikts“ (2023) sowie den Roman „Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen“ (2019). Der vorstehende Beitrag ist ein Auszug aus dem Buch „Geopolitik im Überblick. Deutschland-USA-EU-Russland“, das am 28. Juli im Verlag Hintergrund in der Reihe WISSEN KOMPAKT erscheint.

 

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Zwischen den Vereinigten Staaten, die eher eine Entspannung mit Russland manövrieren, und den aufsteigenden BRICS-Staaten hat sich Deutschland in die Ecke manövriert. Keine der Antworten, die die deutsche Politik vorschlägt, ist im Interesse der Bevölkerung.
von Wolfgang Bittner via RT, 27.07.2025
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Eine Zehn ist eine Zehn ist eine Zehn / update: Karins Grundeinstellung

 

 

 

 

 

Eine Zehn
ist eine Zehn
ist eine Zehn

 

 

 

 

 

Moralische Empörung ist eine grundlegende Technik,
um einem Idioten Würde zu verleihen.
(Marshall McLuhan)

 

 

Sehen wir uns also sowohl die Technik als auch die Idioten an.

Zur Technik dürfen hier facebook, der Anzeiger für Harlingerland, die Handvoll unvermeidlicher Esenser Provinzfluenzer sowie die Schützencompagnie gerechnet werden, zu den Idioten hingegen facebook-Kommentatoren, Schreibkräfte des Anzeigers für Harlingerland und die Handvoll Esenser Provinzfluenzer.
Austragungsort war das Esenser Schützenfest 2025, Schützenkönig wurde Achim Postert, der die beste Zehn geschossen hat, aber als ehemaliger AfD’ler bei der nachträglichen fb-Gesinnungsprüfung im Esenser Stürmerkasten der einschlägigen Kommentarkanäle durchfiel.
Da kam die fb-Frage an den Schützenkönig, ob er denn die Nationalhymne mitgesungen habe, zwar doof, aber noch vergleichsweise zivilisiert daher.

 

Forensische Kommentar-Analyse

Bemüht man die Forensische fb-Kommentar-Analyse läßt sich eine lokale Hetzarchitektur verifizieren:
Zur gesamten Causa Schützenkönig schweigt nämlich ein wortführender Januskopf und Saubermann, der ansonsten tagtäglich in diversen Blasen und Gruppen die Lufthoheit über den fb-Stammtischen und sein B’sieler Einfaltstor „Herzchen der Küste“ beansprucht.

 

Während nun also Frank Sziedat signifikant abgeschaltet erscheint, erheben sich gleichzeitig, just in time und überdeutlich, zwei frische fb-fakeprofile aus dem Meinungs- und Gesinnungssumpf:
In Anschlag gehen „Bierre Kasten“ und „Hil De mokratie“ (kürzlich noch dabei: „Christina Block„), um sogleich in sämtlichen verfügbaren Kommentarspalten als Heckenschützen aus dem Hinterhalt jeglichen Einwand- und Kritikfunken mit verschärfter Hetze gegen AfD und den diesjährigen Schützenkönig Achim Postert herunterzugiften.

 

Sniper

Bierre Kasten“ tritt dabei betont als persönlich beleidigender Duz-Pöbler auf, „Hil De mokratie“ versucht sich hingegen als pseudosachlicher Propagandist mit längeren Meinungsketten und Gesinnungsstatements.
Zusammen mit Sziedats sonstigem eingespielten fb-Buddy Harald Tobias liefern diese sich gekonnte Trialoge nach wohlstrukturierter Hass-, Hetz- und Pöbel-Choreografie, die den im Ansatz frisch angerührten Volkssturm gegen „den Nazi“ Postert weiter aufquirlt und verstärkt.

 

„schlitzäugig, nicht Ostfriese, nicht Mensch“

Es gilt, sich diese Tüpen zu merken!
Und mit Stand Freitag, 19.00 Uhr hat dann diese Combo – aufschlußreich für deren psychischen Aggregatzustand – bereits über 130 (!) sniper-Kommentare zum Schützenkönig geschaltet und ihre Blase zu solchen Spitzenleistungen wie dieser von der Leine gelassen:

 

wäre es eine Selbstverständlichkeit, dass seine eigene Frau als erstes dieses Land verlassen müsste, weil sie eben nicht blond, oder reinrassig ist.
Sie ist eine „schlitzäugige“ Migrantin, die es aus finanziellen Gründen gewagt hat, sich mit einem Arschloch einzulassen, der aus menschlichen Gründen keine Frau finden kann, eben nicht in der Lage ist, eine Frau für sich zu begeistern, also wohlgemerkt ein Loser, ein Vollversager ist!
Wen wundert es da, dass er sich, als minderwertiger Mensch auf die Seite der Faschisten stellt, um möglichst abzuwägen, dass er ein Versager mit einem kleinen Pimmel ist?!
…Postert ist 2007 zugezogen, er ist also weder Ostfriese, noch Mensch!
Er ist einfach nur ein Arsch! „

 

schreibt dort jenes stadtbekannte fb-Profil Stone Henge unter dem Beifall der Meute.
Und die schlichten AfH-Schreibkräfte haben komplizenhaft ihre Netiquette so erweitert, daß der Meinungskorridor zwischen AfH- und fb-Leitplanken unpassierbar ist und niemand mehr ohne Dach- und Kotflügelschaden durchkommt.

 

Schrottpresse, ahnungslos

Die OZ hatte es wohl in weiser Vorausschau mit dem 16.07. bei einem einzigen Schützenkönig-Artikel bewenden lassen und sinnvollerweise die Kommentarfunktion außer Betrieb genommen.

Der Anzeiger für Harlingerland hingegen gefiel sich im ständigen Wiederaufkochen des streitigen Sachverhalts in mehreren, teils wiederholten fb-Erzählungen ohne jegliche Kenntnis seiner Struktur und bediente sich als klassische Schrottpresse gewohnheitsmäßig schließlich des Nachdrucks seiner eigenen fb-Kommentar-Spalten ohne Rücksicht auf z.B. strafrechtlich relevante Beleidigungen. Da hätschelt er vorzugsweise jene Profile der beschriebenen Hass- und Hetz-Architektur, befeuert die Meute, die dieser folgt und nennt es Kommentar.

 

Diese Entwicklung reicht dann nicht mal mehr zum faschistoiden Tendenzblättchen, sondern kippt ins Lächerliche, wo die Schreibkräfte zum journalistischen Gegenstand  weder über Ahnung noch Interesse noch über schlichte Grundbildung verfügen und unverdrossen über die „Wahl des Schützenkönigs“ daherplappern [analog: TuS Esens wurde in die Landesliga gewählt! ].
Da schreiben Idioten bloß noch für ihresgleichen und die o.g. Hetz-Architekten.
Aber warum?
Sie generieren Klicks, lenken von komplexeren Sachverhalten des Alltags ab, deren journalistischer Darstellung sie ohnehin nicht gewachsen wären, und sie sähen sich gern als Influenzer, die – snipergleich – gern Einfluß auf Politik und Compagnie ausübten.

 

Die toxische Politisierung dieser, wenngleich bizarren, Sportgeselligkeit kommt zweifellos auch den lokalen Politdarstellern entgegen und ihrem Interesse, als Vertreter ihrer Landes- und Bundesganoven von deren desaströser Politik, der fortschreitenden Wohlstandsvernichtung, Dezivilisierung und Faschismusneuauflage abzulenken.
Niemand redet vom Krieg, alle arbeiten dran.

 

Gesinnungsprüfer

Sogleich meldet sich folgerichtig für das sogenannte Bürgerforum gegen Rechtsextremismus wie aus dem Loch gesprungen die Maus ebenjener Grünen zu Wort, die seinerzeit und zuletzt mit dem Team Robert“ deutschem Faschismus, Russenhass und Morgenthau-Plan wieder zu europäischer Salonfähigkeit zu verhelfen wußten – besser, als eine AfD es je vermocht hätte – und deren Politik die AfD erst ermöglichte.

 

Dann flutete Pistorius-Siemtje Möllers Oma Roswita, der unvermeidliche Horror- Popcorn-Clown, ebenfalls die fb-Kommentarspalten „gegen Rechts„, um die SPD-Kriegsgeilheit zu verbrämen, die Deutschland derzeit das komplette bürgerliche Gemeinwesen zugrunde richtet.

 

Wieder mal war die Selbstinszenierung ausgerechnet der Hetzer und Mitläufer als folgsame lupenreine Originaldemokraten so erwartbar und anachronistisch wie zum 29.01.2024 in Esens,  23.05.2024 in Wittmund und 27.01.2025 in Esens.

 

Karin Emkens Grundeinstellung“

Eilfertig noch hatte auch Esens Bürgermeisterin und SPD-Landtagsabgeordnete die Presse wissen lassen, daß sie dem Schützenkönig die Gratulation verweigert habe, „weil ich persönlich seine Grundeinstellung nicht teile“ (OZ, 16.07.2025).
Das klingt schneidig, ist aber bescheuert im Sinne der von ihr reklamierten „Toleranz und Weltoffenheit“ – sowie Rückschau !

 

Wohlgemerkt: Karin Emken war als Bürgermeisterin und Zylinderschützin Ehrengast im Festzelt [ihr persönlicher Aktualmodus hat da draußen zu bleiben!] und eigentlich ist es Aufgabe einer Bürgermeisterin, auszugleichen und zu befrieden, anstatt dort, wo sie „nur“ Gast ist, zu polarisieren.
Sie erteilte dem Schützenkönig Achim Postert ein Gesinnungszeugnis aufgrund seiner fb-Seite.
Ihrem eigenen facebook-Gesinnungszeugnis zufolge ist sie bekanntlich vorbehaltlos solidarisch mit Israel und begrüßt das Abschlachten von rd. 55.000 Palästinensern im Gaza-Streifen, Zivilisten, vornehmlich Frauen, Kinder, sowie den systematischen Abschuß der Verhungernden, die dazu zur Essensausgabe gelockt wurden.
Wollte man ihren wirren Maßstäben folgen, hätte man sie einerseits wegen Unhöflichkeit und Mißbrauchs der Gastfreundschaft und andrerseits wegen zutiefst inhumaner Gesinnung und Praxis mit einem Tritt in den Hintern aus dem Festzelt werfen müssen.

Mag aber sein, daß es mit Karin Emken komplizierter ist, da ein berufsuntüchtiger Juso-Chef, weil der sich für ihren Bm-Posten ausersehen hat, Karin Emken mal bei höflichem Umgang mit Postert ertappt haben will, was diese nun bemüßigt haben mag, vorschnell und in Unkenntnis ihrer Bürgermeisterrolle bloß dem widerlichen Gesinnungsmainstream zu entsprechen.

 

Saubermachen! Putzregiment, ja bitte!

Wer also nun die weitere Politisierung auch der bizarrsten Sportveranstaltung fordert, möge konsequent die Folgen bedenken:

Zunächst müßten alle Gesinnungsflittchen nach Prüfung ihres fb-Eintrags mit Tritt in den Hintern bzw. mit was hinter die Löffel des Festzelts verwiesen werden – Gäste und Compagniemitglieder – also CDU’ler, deren Merz die Drecksarbeit des Völkermords für sie erledigen läßt; Genossen, deren Pistorius auf Kosten der deutschen Bevölkerung Russland zu überfallen und zu plündern plant; Grüne, deren Bundespersonal schamlos Dezivilisierung, Kriegshetze und Deindustrialisierung verkörpert; FDP’ler, deren Strack-Zimmermann stets den vorgenannten Apokalyptischen Reitern vorneweg galoppiert.
Auch Pfaffen müssen draußen bleiben wegen Kriegsverherrlichung und Russenhass.

 

Der verbliebene Rest der Compagnie sollte zum Behufe von Toleranz, Würde und Weltoffenheit alsdann nach dem Antreten in Marschordnung zu Textilhaus Willms, um diese bescheuerten Knautschhüte und Knackwurstuniformen neuschneidern und die Bux vorne reinigen zu lassen, und dann Gleichschritt einüben.

Sodann sollte eine 14. Corporalschaft mit Omas gegen Rechts aufgelegt werden, die einen H.C.Petersen-Pokal auslobt sowie den Schützen Cyrus Overbeck post habitantum zum Corporal befördert als Wiedergutwerdung und Signal gegen die immense lokale Prägewirkung von Rechts und daß sie auf allen Seiten steht.

Und schließlich sollten, nachdem traditionell der neue Schützenkönig gewählt ist, jeweils der neue Bürgermeister und Stadtdirektor ausgeschossen werden. Jo!

 

 

 

 

 

Riesenschritt des deutschen Kriegskabinetts

Riesenschritt
des deutschen
Kriegskabinetts:

Der Spagat zwischen Mittelalter und Faschismus

 

 

 

Zu den EU-Sanktionen gegen die deutschen Journalisten Alina Lipp und Thomas Röper, deren journalistische Maßstäbe mit dem Telegram-Blog Neues aus Russland bzw. Anti-Spiegel für das schmale deutschsprachige Nachrichten-Spektrum stehen, das nicht von Volksverblödung, Hetze und Propaganda gezeichnet ist, folgt eine akuelle Presseschau einiger dieser Referenz-Medien – vorangestellt die Einordnung von Dagmar Henn, danach die Publikationen in chronologischer Folge.

 

Sanktionen gegen Deutsche – Die Wiedererfindung der Reichsacht
Dagmar Henn, 22.05.2025 via RT, Weiterlesen!

 

EU-Sanktionen gegen Röper und Lipp in Kraft getreten
Thomas Röper, Alina Lipp, 20.05.2025 via RT, Weiterlesen!

 

Was die Verhängung von Sanktionen gegen Thomas Röper bedeutet
Antispiegel, 20.05.2025, Weiterlesen!

 

Juristische Auslöschung ohne Urteil
Sabiene Jahn, 20.05.2025 via
apolut, Weiterlesen!

 

„…wird die EU von meinem Küchentisch destabilisiert!“
Thomas Röper, 21.05.2025 via RT, Weiterlesen!

 

Wie ich in die Tüte für die Tüten kam
Antispiegel, 21.05.2025, Weiterlesen!

 

Kommentar zu Sanktionen gegen Röper und Lipp: Darum hassen Sie uns    Alexej Danckwardt, 21.05.2025 via RT, Weiterlesen!

 

Die Sanktionen gegen Röper und Lipp zeigen die Panik in der EU
Antispiegel, 21.05.2025, Weiterlesen!

 

EU-Sanktionen gegen deutsche Blogger: Bestrafe zwei, ängstige Viele
Ulrich Heyden, 21.05.2025 via
Overton-Magazin, Weiterlesen!

 

Neue Sanktionen: EU schafft Novum, um Kritiker und freie Presse auszuschalten    Susan Bonath, 22.05.2025 via RT, Weiterlesen!

 

Die EU-Sanktionen gegen Lipp und Röper sind ein Skandal
Tobias Riegel, 22.05.2025 via NachDenkSeiten, Weiterlesen!

 

„…als Correctiv darüber berichtet hat“
Roberto De Lapuente, 23.05.2025 via
Overton-Magazin, Weiterlesen!

 

Auf Kriegsfuß mit der Pressefreiheit
Günther Burbach, 23.05.2025 via
manova, Weiterlesen!

 

Juristischer Putsch in Brüssel
Rainer Rupp, 23.05.2025 via
apolut, Weiterlesen!

 

EU sankioniert deutsche Journalisten
Peter Hänseler, 25.05.2025 via Stimme aus Russland, Weiterlesen!

„Falls sich die Damen und Herren in Brüssel und Berlin daran stören, mit Nazis verglichen zu werden, sei ihnen nahegelegt, sich nicht wie solche zu verhalten.“

 

EU sanktioniert deutsche Staatsbürger: Bankrotterklärung für den Rechtsstaaat
Wolfgang Bittner, 26.05.2025 via RT, Weiterlesen!

 

 

Die Pandemie der Kriegsbegeisterung

 

 

 

… war einst bei exit-esens zu lesen,
nämlich am 15. Dez. 2021
und am 28. Febr. 2022.

 

 

 

 

 

 

Ist Russland das neue Corona? Auf den ersten Blick scheinen beide Krisen wenig miteinander gemein zu haben. Die eine betraf Fragen der nationalen Gesundheit, die andere bezog sich auf die militärische Sicherheit des Landes angesichts einer angeblich aus dem Osten kommenden Bedrohung. Dennoch ist die jüngere Krise in gewisser Weise Nachfolgerin der älteren, was ihre Funktion im Projekt der Bevölkerungsdressur betrifft. Die Parallelen sind frappierend. Die Menschen werden auf allen Kanälen massiv mit Ängsten überflutet. Zur Rettung stellen die Angstmacher „Maßnahmen“ bereit — Freiheitseinschränkungen im einen Fall, Hochrüstung im anderen. Über die Medien wird massiver Druck aufgebaut, um die Zustimmung zu diesen zu erzwingen. Eine Mehrheit von Rechtgläubigen steht einer Minderheit zweifelnder Dissidenten feindselig gegenüber. Schließlich geht der moralische Druck in Zwang über, der — weil es netter klingt — gern „Pflicht“ genannt wird. Auf die damals geforderte Impfpflicht folgt demnächst die Wehrpflicht. Den Schaden des deutschen Volkes zu mehren, Nutzen von ihm abzuwenden, wird somit zur Staatsraison erklärt. Sich diese Zusammenhänge bewusst zu machen, ist die Basis für wirksame Gegenwehr.

von Uwe Froschauer, 22.03.2025 via manova Weiterlesen!

 

 

 

Die antirussische Kriegshetze in der deutschen und europäischen Politik sowie in den Mainstreammedien nimmt immer mehr Fahrt auf. Dr. jur. Wolfgang Bittner wirft einen Blick auf die Tatsachen, faktisch und rechtlich, und rät den belogenen und betrogenen Deutschen, zur Besinnung zu kommen.

von Wolfgang Bittner, 22.03.2025 via RT,
Weiterlesen!

 

 

Auch das deutsche Gesundheitswesen soll sich auf den Kriegsfall einstellen. In Planspielen werden Szenarien eingeübt, und die NATO erstellt Simulationen für Deutschland. An sich nichts Ungewöhnliches, doch die Planungen scheinen den Bereich des Hypothetischen verlassen zu haben und konkreter zu werden.
RT, 22.03.2025, Weiterlesen!

 

Nach dem Willen der herrschenden Politiker soll Deutschland bis 2029 kriegstüchtig werden. Sie stellen sich damit unverhohlen in die Tradition des deutschen Militarismus, der sich in den Jahren 1933 – 1945 von seiner finstersten Seite zeigte. Droht 90 Jahre nach dem Beginn des 2. Weltkriegs ein neuer großer Waffengang?
von Paul R. Wolf, 21.03.2025 via RT, Weiterlesen!

 

 

NIGE postprozessual III / Nachtrag

NIGE postprozessual III
Nachtreter und Lumpenpresse

 

 

 

 

 

Die Symbiose Anja Renken-Abken+Detlef Kiesé hat nunmehr via Anzeiger vom 18. Januar jene Gegendarstellung veröffentlicht, die exit-esens schon am 04. September 2024 in Aussicht gestellt hatte.

 

Der Redakteur betitelt seinen neuen Aufsatz stilsicher mit der Komik „So werden die Aufgaben des entlassenen Verwaltungsleiters aufgefangen“ unter himmelwärts hüpfenden Figuren der Anstaltsfassade – eine Kiesé-typische Text-Bild-Schere -, so daß der eigentliche Hintergrund dieser bizarren Gegendarstellung der NIGE-Leitung erwartungsgemäß weiter ausgeblendet bleibt und der interessierte Leser auf die Archiv I– und Archiv II– Lektüre von exit-esens oder aber dwarsloper.de verwiesen bleibt, um nicht fortgesetzt vom Anzeiger für Harlingerland verarscht zu werden.

 

 

Im erweiterten Hintergrund nahm exit-esens seinerzeit Bezug auf zwei anonyme Beschwerdeschreiben, die auch der Anzeiger-Redaktion vorgelegen hatten und dort vergraben wurden, dies und dies.

Nachtrag
Am 15. November 2024 ging ein weiteres anonymes Hinweisschreiben ein, das hier unkommentiert dem Gesamtzusammenhang beigefügt sei.

 

Gegendarstellung verspätet

 

So war an dieser Stelle bereits vor 5 Monaten zu lesen:
„Dem Anzeiger für Harlingerland wäre allenfalls zuzutrauen, eine mit der NIGE-Leitung gemeinsam formulierte „Gegendarstellung“ zu publizieren, während ganz paradox wie so häufig die eigentliche Darstellung des Sachverhalts weiter unterm dicken Teppich verbleibt.“

Und wer hätte da vermutet, daß die beiden Protagonisten fast ein halbes Jahr bis zu der Einschätzung benötigen würden, über diese Deponie sei jetzt genügend dickes Gras gewachsen.
Lupfen wir also noch einen Zipfel des Rollrasens, den das Traumpaar Anja+Detlef gerade festtreten möchte.

 

Das Aufsatzmanuskript stammt wohl auch diesmal von der Schulleiterin Renken-Abken selber. Es ist lokalnachrichtentechnisch zwar völlig belanglos, jedoch überaus detailreich, anstaltskomplex, personaldifferenziert und laufbahnbezogen ziseliert; es wirkt wie an den Redakteur langzeitig herangequengelt und läßt ihn endlich erzählen, daß die Stelle der Verwaltungsleitung immer noch nicht besetzt ist. Ja und?

Warum aber stellen die beiden heute einander rhetorische Fragen, die bereits seit Sommer 2024 bei exit-esens aufgeworfen und beantwortet wurden?

 

Dauerentlastung

 

Seit dem Zutagetreten der gravierenden Dienstaufsichtsmängel („Vier-Augen-Prinzip„) in der Leitungsebene des NIGE war die Schulleiterin in vielerlei, nicht nur in prozessualer bzw. juristischer, Hinsicht um ihre Entlastung bemüht.
Demzufolge hatte ja Kiesé bereits im März deren Überforderung herbeigeschrieben, obwohl sie bloß die Hälfte dieser Doppelspitze gemeinsam mit Tjark-Fokken Emken darstellte, was sich wohl als eine gewisse Aufmerksamkeitsverlagerung bei der ermittlungstechnischen Beleuchtung zu deren Gunsten (Verdunkelung) ausgezahlt haben dürfte.

 

Die nachträgliche Installierung neuer Kontrollstrukturen gegen das nichtlehrende Personal diente alsdann nicht nur der weiteren Ablenkung von der möglichen Mitverantwortung der Anstaltsleitung am Untreuetatbestand nach innen, sondern auch gegenüber der Schulaufsichtsbehörde.

Die in Umlauf gebrachte anonyme Überwachungskritik bestätigte bloß diesen Sachverhalt. Und die Tatsache, daß sie in anonymisierter Form erfolgte, belegt zudem den Strukturmangel, daß keinerlei Betriebsmechanismus zur Mißstandsbesprechung vorhanden war.

 

Die ungefragte, anlaßlose aktuelle Bekanntmachung, daß Renken-Abkens Leitungsaufgaben nun „auf vielen Schultern verteilt wurden“, soll eine personelle Geschlossenheit signalisieren, die de facto nicht vorhanden ist. Auch die ganzen Kiesé-verliebten Aufgaben-, Namens- und Funktionsaufzählungen der neuen Mitverantwortlichen können nicht darüber hinwegtäuschen, daß die (Her)Umschichtungen vor allem Zuständigkeiten stückeln, somit abermals ein starkes Indiz für fortgesetzte Führungsschwäche und Verantwortungsflucht sind.

 

Ausgerechnet!

 

Die ganz spezielle Verbundenheit des Personalrats mit der Anstaltsleitung war ebenfalls Thema der Anonymus-Kritik und dokumentierte dessen Fake-Mission bzw. Fehlbesetzung. Sie trat auch im Prozeßgeschehen sehr offenkundig zutage, als die Verwaltungskraft Verena Bruns, Personalrat, zunächst im Publikum lebhaften Austausch mit Leitungs- und Lehrkörper pflegte und anschließend im Zeugenstand das sogenannte „Vier-Augen-Prinzip“ zur seitwärtigen Erheiterung erläuterte, an dem sie als rechte Hand des Verwaltungsleiters mitgewirkt hatte, ohne daß ihr jemals etwas aufgefallen wäre.

Daß auch sie nunmehr weiterhin mit der Anstaltsleitung besondere Verantwortung teilt, denn „Die Verwaltungskraft Verena Bruns unterstützt derzeit im Bereich Finanzhaushalt„, so erzählt das Dream-Team Anja+Detlef  – und entlockt dem Connaisseur ein überbreites Schmunzeln: „Ausgerechnet!“

 

Auch der fortgesetzte Kiesé-Aufsatz ächzt weiter unter Renken-Abkens Ablenkungs- und Selbstentlastungsauftrag, die hier landesbehördliche Sachzwänge bemüht, welche bislang angeblich die Wiederbesetzung der Verwaltungsleiterstelle verhindern.
Dabei verschweigt sie aber, daß die Stelle zwischenzeitlich wiederbesetzt war, aber der Stelleninhaber nach nur zwei Wochen wieder das Weite gesucht hatte.

Offenbar kann sie nicht die geringste Vorstellung dazu entwickeln, wie sich wohl heute ein potenzieller Bewerber über diesen potenziellen Arbeitgeber und dessen Strukturen informiert und Kenntnis verschafft … eine weitere lustige Analogie übrigens zur Causa Michael Schmitz, Bensersiel.

 

Nachtritt

 

„Ex-Verwaltungsleiter des Internats legt Revision ein“ ruft aber Kiesé skandalbeflissen aus und titelt eine Neuigkeit, die seit Ende August 2024 unter Lesekundigen allseits bekannt ist und zum schlichten Faktenwissen eines jeden gehört, der zu diesem Fall sich eine Meinung bilden möchte.

Dessenungeachtet aber tönt er weiter „“Die Unterschlagungen konnten nur vorgenommen werden, weil erhebliche kriminelle Energie vorlag“ teilt Bianca Trogisch mit“ (Pressesprecherin der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung).

Und der Redakteur Kiesé schreibt diese Lüge auf und verbreitet sie mit glühenden Wangen und heißer Feder tausendfach weiter – das ist schneidiger Lokaljournalismus!

 

Die uneingeschränkte „erhebliche kriminelle Energie“ ist ein strafrechtlicher Terminus, der die Strafzumessung steuert und deshalb sorgfältige juristische Auseinandersetzung mit der Tat voraussetzt.
Seine hemdsärmelige, böswillige Anwendung im Rahmen einer öffentlichen Verleumdung und Zuschreibung erfüllt ihrerseits schon wieder einen Straftatsbestand.

Diese Hass&Hetze-Zuschreibung kann sich offenbar straflos nur leisten, wer bei einer involvierten Landesbehörde tätig ist bzw. wem presserechtliche Elementarstandards ohnehin am Arsch vorbeigehen und – was beide eint – sie in der sicheren Gewißheit publiziert, daß dem Bekübelten auch jegliche Möglichkeit genommen ist, sich dagegen zur Wehr zu setzen.

 

Wider bess’res Wissen

 

Kiesé weiß es ja besser und/oder hätte es wissen müssen bei Lektüre der Prozeßberichterstattung seiner geschätzten Kollegin Martina Ricken, die nämlich den Verhandlungen beigewohnt und für den Anzeiger berichtet hatte, weil sie Wichtiges dem Kiesé voraushat: zum Beispiel das unfallfreie Schreiben über komplexe Zusammenhänge.

Denn tatsächlich hatten weder Staatsanwaltschaft noch das Gericht noch die Urteilsbegründung ihren Bewertungen irgendeine „erhebliche kriminelle Energie“ zugrundegelegt, noch wurde solche überhaupt gar zur ausschließlichen Triebfeder der Tat erklärt.

 

Vielmehr offenbarte der Prozeß in beachtlichen Teilen eine Mitverantwortung der Anstaltsleitung wegen erstaunlicher Kontrolldefizite, bizarre Führungsstruktur und schließlich die Frage der Schuldfähigkeit des Angeklagten angesichts der Tatsache einer fehlenden Bereicherung und der Verwendung der „Beute“ für eine abseitige Internetseelsorge, von der er sich endlos eine Heilung seiner Sucht verheißen ließ.
Er hatte dann nach seinem Zusammenbruch eine Therapie erfolgreich absolviert und hatte positive Prognosen aus psychiatrischer und sozialer Expertise.

 

Ausschlaggebend für seine Verurteilung und insbesondere das überraschend krasse Strafmaß war für das Gericht das Gutachten der Gerichtssachverständigen, die allerdings mit dem Angeklagten gar nicht persönlich gesprochen hatte.
Gleichwohl hatte die Kammer ihr Urteil in wesentlichen Teilen auf deren Expertise gestützt, daß die Erkrankung des Angeklagten für eine volle Schuldunfähigkeit nicht ausreiche.

Die Gutachterin ist als Psychologin bei der Ubbo-Emmius-Klinik in Aurich beschäftigt und befindet sich hinsichtlich der Kompetenz- und Expertise-Disziplin Forensik dort noch in der Ausbildung, was durchaus das Format eines juristischen Treppenwitzes aufweist.

 

Vorliebst bedient Kiesé hier den Rachewunsch als Vater des fehlenden Gedankens und er verbreitet das, weil dieser Mischmüll jene Sortenreinheit aufweist, in der er sich aufgehoben fühlt.
Auch wenn es ihn schmerzt, den Lumpenjournalismus: Es gilt die Unschuldsvermutung bis zur Rechtskraft eines Urteils.

 

*

 

Nachtrag:
Der Personalrat ist auf der NIGE-Seite nicht mehr vorhanden und nur als Leerstelle dargestellt!

 

Krachbumm: Der Startschuss ist gefallen!

 

 

Der Startschuss ist gefallen –
Krachbumm!

 

 

 

 

Angesichts des halbwüchsigen Kanonenfutters wünscht man sich dann doch wieder, daß der SPD-Volkssturm (Fokko, Karin, Siemtje, Boris et al.) selber in den Krieg gegen Russland – der nicht unser ist – zieht, anstatt seine Kinder, Enkel, Nichten und Neffen zu mobilisieren.

 

 

 

 

 

Lesezeichen

 

 

Die Bundeswehr plant anscheinend weitgehende Einschränkungen der Bürgerrechte, auch ohne offizielle Ausrufung des Notstands. Die Grundlage für die Maßnahmen bildet der sogenannte Operationsplan Deutschland, der das Land in ein Aufmarschgebiet und Militärlazarett verwandelt. weiterlesen!

 

 

Was geht auf höchster Ebene im Innern der Bundeswehr vor? Immer deutlicher kommt ein Bild zum Vorschein, das zeigt, welche Vorstellungen in den Köpfen hochrangiger Militärs zu finden sind. Aktuelle Aussagen von Generalleutnant André Bodemann im öffentlich-rechtlichen BR führen in den Abgrund einer militärischen Denkweise, in der die Möglichkeit eines 3. Weltkriegs längst Realität ist.    weiterlesen!

 

 

Deutschland bereitet sich darauf vor, ein Land im Krieg zu werden. Was bedeutet das für die Zukunft von Land und Leuten? Und ist die Landesverteidigung nicht ein Verfassungsauftrag?
weiterlesen!

Eigentlich ist die deutsche Medienanstaltslandschaft so gut wie embedded. Das ist bei Corona so gewesen, das ist beim Krieg auf ukrainischem Boden so und erst recht beim Gaza-Krieg.
weiterlesen!

 

 

 

Der Spitzenkandidat der Partei „Die Linke“ hat in einem Interview mit der FAZ gefordert, die „rostigen Öltanker“ aus Russland in der Ostsee „an die Kette zu legen“. Damit redet er einer unabsehbaren Eskalation des Konflikts mit Russland das Wort.  weiterlesen!

 

 

Nur keinen Frieden mit Russland – das Ergebnis des NATO-Ostseegipfels. Die europäische Kamikaze-Politik wird damit auf ein neues Niveau gehoben. Denn nach den Begriffen des UN-Seerechts beginnt die NATO einen Krieg in der Ostsee.   weiterlesen!

 

 

Das Unwort des Jahres steht fest: Es lautet »biodeutsch«. Das tatsächliche Unwort des Jahres hat die Jury natürlich nicht prämiert.
weiterlesen!

 

 

 

In der Baltischen See unterscheidet der Westen neuerdings zwischen erwünschten (Nord Stream I und II) und unerwünschten (Beschädigung von Stromkabeln etc.) Sabotageakten. Die einen klärt man nie auf, gegen die anderen muss man sich tunlichst wappnen.   weiterlesen!

 

 

Die Drohnen kommen aus der Ukraine. Die Auftraggeber des Terrorangriffs sind die USA. Das Ziel liegt in Russland. Getroffen wird die Gasversorgung der Türkei. Denn im südrussischen Gebiet Krasnodar wurde jene Gasverdichterstation angegriffen …      weiterlesen!

 

 

 

 

Haushalt abgeferkelt

 

 

 

 

 

 

Haushalt
abgeferkelt

 

 

 

 

Arno Nerschbach, Ex-Ratsherr und wacher Bürger des Esenser Gemeinwesens, kümmert sich nach wie vor um lokalpolitische und Verwaltungssachverhalte, von denen die meisten Zuständigen wohl meinen, die gingen ihn nichts an.

So begab es sich, daß er zu Nikolausnachmittag der Esenser Stadtverwaltung und Politik ganz ohne Knecht Ruprecht einen Hinweis auf Haushaltsgebahren und -rechtsverstöße bescherte und auch der Anzeiger-Redaktion bekanntmachte.

 

Gewohnheitsmäßig hat daraufhin der Redakteur Kiesé von den Mißstandsverantwortlichen zunächst eine Presseerklärung eingeholt, bei deren Lektüre man erstens froh sein konnte, daß der als sogenannter „Stadt-Chronist“ wenigstens vom Journalismus die Finger läßt sowie zweitens man aufgrund dieser verbogenen Kiese-Chronologie sich wundern konnte, daß mit dem Hinrichs-Dementi etwas geradegerückt wird, von dem der Leser offenbar nicht wissen durfte, daß es schiefhängt.

 

Somit hat der Redakteur Kiesé den so freundlichen wie fundierten Hinweis des Bürgers Nerschbach wohl auch gar nicht als Rechercheauftrag verstanden – wer weiß, was dabei auch rausgekommen wäre, wenn der Chronist Kiesé mit der Lektüre des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes begonnen hätte – sondern wieder mal als immerwährende Mission, dem Stadtdirektor Harald Hinrichs Bescheid zu sagen, daß auch bei der „Zeitung“ eine Art Leserbrief eingetroffen sei, den man doch gerne gemeinsam abbügeln könnte.

 

Und auch StD/SGBm Hinrichs und die weiteren Adressaten hatten es wohl nicht als ihre Aufgabe verstanden, dem Bürger dankend zu antworten, den wiederholten Hinweisen nachzugehen, etwa Bess’rung zu geloben oder gar belastbare Perspektive für’s Dilemma darzustellen, sondern gaben dem öffentlichen Abwatsch des Bürgers per „Presse“erklärung den Vorzug – Bescheiderteilung.

 

 

Also „moniert“ der als namenlos markierte „Kritiker“ da unter Bezugnahme auf das Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz zu Recht einen rechtswidrigen Zustand, den die Verantwortlichen sowohl seit Jahren ignorieren, als aber auch den Mahner als irgendwie sonderbegabt diskreditieren: „… malt sich der Bürger ein Szenario aus“ und dem eine Panikmache zuschreiben, der Harald Hinrichs verwaltungsprofessionell entgegentreten zu müssen sich aufschwingt „… sieht hingegen keine Panik“.

 

 

Fokko Saathoff, der als einziger geantwortet hatte, schreibt: „Seit Jahren bemühen sich die Stadt Esens und die Samtgemeinde Esens zeitnah einen Etat des jeweiligen Jahres zu erstellen“ und stellt sich damit selbst jenes schlechte Zeugnis mit dieser altbekannten toxischen Beurteilungsfloskel aus: „Er bemühte sich jahrelang, seine Aufgaben zu erfüllen…“!

Der Kompetenz- und Aufgabenunsinn zwischen Stadt und Samtgemeinde sei an dieser Stelle mal unberücksichtigt.

Und mit dem läßlichen Tadel „Aus Ihrer langjährigen Tätigkeit wissen Sie doch, dass für die Erstellung unserer Etats die Vorgaben des Landkreises und des Landes erforderlich sind. Diese liegen derzeit noch nicht vor“ versucht der SPD-Vorsitzende sich nicht nur in sanfter Ironie, sondern zwitschert noch eine diffuse Falschinformation „Vorgaben“ mit rein, die auch beim Landkreis, so Nerschbach, auf Nachfrage Unverständnis, Verwunderung und Rätselraten auslöste.

 

Einerseits sind sie zwar wenig spektakulär (um nicht zu sagen, sie hängen einem sowas von zum Hals raus), diese notorischen Hemdsärmeligkeiten der Stadt bei gesetzlichen Vorgaben, und dieser lächerlich dummdreiste „Pressekodex“ der Anzeiger-Redaktion, andrerseits aber bleibt’s bürgerliche Chronistenpflicht, das gerade deshalb weiter zu publizieren.

 

 

NIGE postprozessual II

 

 

 

NIGE  postprozessual  II
Personalrats Daumenschrauben

 

 

Als weiterhin recht  gespenstisch  offenbaren sich die Organisationsstrukturen am Niedersächsischen Internatsgymnasium im Kielwasser des Untreue-Prozesses gegen dessen ehemaligen Verwaltungsleiter.

Die Trümmer betrieblicher Partizipation und Meinungsbildung werden nun ausgerechnet durch den Personalrat selbst dermaßen krass ausgeleuchtet, daß gar die Klassiker der Organisationssoziologie ihre erneute Freude hätten, in diesem ergiebigen Grabungsfeld zu schürfen – Erving Goffman läßt grüßen und wäre gewiß nicht abgeneigt, der „Totalen Institution“ eine überarbeitete Auflage zuteil werden zu lassen – und Heinrich Popitz und Gerd Spittler weiteren Erkenntnisgewinn.

 

Also orientiert die NIGE-Schulleitung via Personalrat die Mitarbeiterschaft schon mal wie folgt:

 

„Liebe KollegInnen,
bezugnehmend auf die Beschwerdemail über Herrn Strauß und die Schulleitung, die inzwischen auch schon mehrfach bei exit-esens.de zitiert wurde, sind einige von euch schon an uns als Personalrat herangetreten, mit der Bitte, eine Gegendarstellung zu verfassen und sich damit von dem Schreiben zu distanzieren. Wir möchten all diejenigen von euch, die sich einer Gegendarstellung anschließen möchten, bitten, sich umgehend bei einem von uns (oder per Mail) zu melden, damit wir kurzfristig einen Termin diesbezüglich vereinbaren können.
Viele Grüße
euer Personalrat“

 

… wobei bereits die Grußformel eine feinsinnig erlesene Niedertracht kennzeichnet, denn gnade Gott denjenigen, die etwa erwägen, das neue Controlling nicht zu goutieren und dieser sanften Daumenschraube nicht Folge zu leisten.

Im Kontext des Untreue-Prozesses weiß man nun, daß in dieser Bildungsanstalt sowohl das einst lauthals propagierte Vertrauen als auch die verantwortliche Kontrollpflicht und nunmehr auch noch Führung als Steuerungsinstrumente gründlich havariert sind, da das Havariekommando die Besatzung zur unbedingten Folgsamkeit auffordern muß.

 

Folgerichtig thematisiert eine weitere anonyme Mitarbeiter-Beschwerde (m/w/d) an die Schulleitung, an das Landesamt für Schule und Bildung Osnabrück, sowie an den Schulhauptpersonalrat Hannover das Agieren des NIGE-Personalrates als Propaganda- und Disziplinierungswerkzeug der Schulleitung.
Das Schreiben liegt auch hier vor; Auszüge im Folgenden:

 

„Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die Beschwerdemail über Herrn Strauß und die Schulleitung keinem mir bekannten Mitglied des nichtlehrenden Personals am NIGE bekannt ist. Die einzige Möglichkeit, dass Teile des Kollegiums von diesem Schreiben erfahren haben, ist über die Zitate, die auf der Webseite exit-esens.de veröffentlicht wurden. Dies zeigt umso deutlicher, dass die Aktion des Personalrats, eine Gegendarstellung zu initiieren, im Kern nur von der Schulleitung selbst angestoßen worden sein kann.“

 

Die wohlige Einbettung des Personalrats in das Leitungsteam wurde ja bereits bei Gericht vorbehaltlos aufgeführt, so daß man zur Genesis des o.b. „Grußwortes“ davon ausgehen darf, daß nicht etwa die Schulleitung den Personalrat zum Diktat bitten mußte, sondern eher die Schulsekretärin/Personalrätin in der stets offenen Direktoriumstür stand mit der Offerte: „Was soll’n wir schreiben?“

 

„Diese Verbindung zwischen der Schulleitung und dem Personalrat verdeutlicht einmal mehr die enge Verflechtung beider Institutionen und wirft ernsthafte Zweifel an der Unabhängigkeit des Personalrats auf. Es ist offensichtlich, dass der Personalrat nicht als unabhängiges Organ zum Schutz der Interessen aller Mitarbeiter agiert, sondern offenbar die Interessen der Schulleitung vertritt.“

 

In diesem Spannungsfeld zu arbeiten, erfordert zweifellos eine robuste Gesundheit und man wüßte gern, wie sich des Arbeitgebers Fürsorgepflicht auf jene kapriziert, die als Insassen dieses Dampfdrucktopfes zu funktionieren haben – und hatten.

 

„Durch diese vom Personalrat gestartete Aktion wird ein Klima der Angst und Unsicherheit verstärkt, welches durch die beschriebenen Überwachungsmaßnahmen und die herabwürdigende Behandlung des nichtlehrenden Personals ohnehin schon stark belastet ist. Die Aufforderung zur Distanzierung von der Beschwerde und zur Teilnahme an einer Gegendarstellung scheint darauf abzuzielen, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen und den Druck auf diejenigen, die berechtigte Bedenken geäußert haben, weiter zu erhöhen.“

 

Die smart-repressive Zurichtung der Beschäftigteninteressen durch den Personalrat auf einen bizarren Leitungshabitus wirft in der Gesamtschau zunächst auch die Frage auf, welches Menschenbild denn diese Bildungsanstalt da impliziert – eine Frage also, die sich aber erledigt, wenn man gewahr wurde, daß die NIGE-Schülerschaft samt stolzem Lehrkörper Ende Januar nach obrigkeitlichen Vorgaben auf dem Esenser Marktplatz für Regierungspolitik demonstrierte.

 

Offen bleibt jedoch die Frage, an bzw. gegen wen oder was sich diese als „Gegendarstellung“ oder „Distanzierung“ verkleidete skurrile Spontanempörung richten soll. Mag sich das akademische Lehrpersonal von der Tatsache distanzieren, daß das nichtlehrende Personal seit August verschärfter Kontrolle unterworfen wurde?

Welchem Zweck sollte das dienlich sein, außer der Ignoranz der Fakten, der Zerteilung der Belegschaft und der Bestätigung der Gruppen-Nestwärme?

Soll das nichtlehrende Personal sich vorauseilend spalten in leitungstreu vs. unerwünscht, um selber seine Steuerbarkeit durch einfache Daumenschrauben zu optimieren?

Und für wen soll das presserechtliche Instrument der „Gegendarstellung“  gedacht sein, da erwartungsgemäß keinerlei einschlägige Presse-Regung registrierbar ist, obwohl der AfH-Redaktion der Beschwerdetext seit letzter Woche vorliegt, aber diese ja sonst auch eher am dicken Teppich der Verschwiegenheit mitknüpft und -kettelt?
Dem Anzeiger für Harlingerland wäre allenfalls zuzutrauen, eine mit der NIGE-Leitung gemeinsam formulierte „Gegendarstellung“ zu publizieren, während ganz paradox wie so häufig die eigentliche Darstellung des Sachverhalts weiter unterm dicken Teppich verbleibt.

 

Als Effekt bleibt lediglich die weitere Erhitzung des Dampfdrucktopfs, über den die Verursacher die Kontrolle verloren haben.
Die Betriebsstruktur dieser Anstalt ist so nachhaltig zerstört, wo das Leitungspersonal dauerhaft im selbstverschuldeten Spannungsfeld zwischen Elite-Propaganda nach außen und Sponti-Repressionen nach innen herumorganisiert, daß dies nicht mehr mit Stuhlkreis, Haus der offenen Türen, Supervision oder gemeinsamem Ausflug zu reparieren ist …

 

 

Kleine NIGE-Anthologie
NIGE postprozessual II – Personalrats Daumenschrauben (04.09.2024)
NIGE postprozessual – Die logische Folge (26.08.2024)
NIGE-Prozeß / Urteil / Nachtrag (16.08.2024)
NIGE: Das Vier-Augen-Prinzip (13.08.2024)
NIGE-Prozeß (30.07.2024)
Abschluss – Aufbruch – Schusslinie  (30.06.2024)

Rücktritt beim NIGE
(12.04.2024)
Veruntreuung am NIGE – Detlefs Nebelkerze (23.03.2024)

 

***

 

NIGE-Prozeß / Urteil / Nachtrag

 

 

 

 

 

 

 

 

Bösartig ?

 

 

NIGE-Prozeß, dritter Tag
Das Urteil

 

 

 

Zwar begann das Plädoyer der Oberstaatsanwältin Daja Rogga mit der Auflistung der unterschlagenen Einzelbeträge zu gestaffelten Monatsstrafen, um diese schließlich zu einer Gesamtstrafe von zwei Jahren zusammenzuziehen.

Der Antrag auf Aussetzung der Freiheitsstrafe auf vier Jahre zur Bewährung folgte dann aber einer Argumentationslinie, die sich an der begonnenen Rekonstruktion der havarierten Lebenszusammenhänge des Angeklagten orientierte, würdigte zunächst dessen umfassendes Geständnis und berücksichtigte dessen wahrgenommene Ausweglosigkeit seines Krankheitsbildes.

 

Beachtliches Plädoyer der Staatsanwaltschaft

 

„Der Angeklagte – seit 20 Jahren auf seinem Posten und allseits hochgeschätzt – fühlte sich zum Tatzeitpunkt belastet, überfordert und erschöpft. Dennoch arbeitete er zur Zufriedenheit aller weiter. Das führte zu einer reaktiven Depression mit Burn out-Symptomen. „Es gelang ihm nicht, damit adäquat umzugehen“, sagte [der Vorsitzende] Klein. Private Belastungen wie Krankheits- und Todesfälle innerhalb der Familie und die Trennung seiner Frau verschärften die Situation.“ (Bettina Keller, OZ)

 

Der nichtöffentlich verlesene Reha-Abschlußbericht sowie das Gutachten eines behandelnden Arztes gaben Aufschluß über die psychiatrische Behandlung und die erfolgreiche Reha, die im weiteren die Aufnahme einer neuen Berufstätigkeit, eine neue Beziehung und die Möglichkeit der Rückzahlung veruntreuter Beträge umfaßte.

 

Nachtrag
Der Verteidiger-Antrag auf Verlesung des Reha-Abschlußberichts und des ärztlichen Gutachtens erfolgte vor dem Hintergrund, daß die Ausführung der gerichtlich bestellten Sachverständigen Frau Clara Föll wohl als nicht hinreichend angesehen wurde.

Sie hatte mit dem Angeklagten gar nicht persönlich gesprochen.
Gleichwohl sollte die Kammer ihr Urteil in wesentlichen Teilen auf deren Expertise stützen, die Erkrankung des Angeklagten reiche nicht aus für eine Schuldunfähigkeit.

Die Gutachterin ist als Psychologin bei der Ubbo-Emmius-Klinik, Aurich beschäftigt und befindet sich hinsichtlich der Kompetenz- und Expertise-Disziplin Forensik dort noch in der Ausbildung!
Mit „learning by doing“ scheint nun ein fossiler Lernbegriff überlebt zu haben, der hier wohl dennoch als juristisch belastbar gilt.

 

„Inzwischen hat er sein Privatleben geordnet. Er hat eine Therapie gemacht, lebt in einer neuen Beziehung und hat einen neuen Arbeitsplatz. Im Rahmen seiner Möglichkeiten hat er bereits eine Schadenswiedergutmachung durchgeführt.“ (Keller, OZ)

 

Kontroll- und Dienstaufsicht

 

Die Kontroll- und Dienstaufsichtsdefizite im System NIGE wurden durch die Staatsanwaltschaft nochmals deutlich thematisiert – „Das Vier-Augen-Prinzip war keines“ und „Die Schutzmechanismen des Jobs haben versagt“.
So erwies sich ein weiteres Mal das Plädoyer in Stringenz und Perspektivorientierung als ein unerwarteter Karfunkel im Alltag von Analyse und Konsequenz strafrechtlicher Sachverhalte und veranlaßte gar manchen Skeptiker der Klassenjustiz, doch neue Hoffnung in deren Berechtigung zu schöpfen.

 

Der Verteidiger des Angeklagten konnte sich dem Antrag der Staatsanwaltschaft uneingeschränkt anschließen, nicht ohne ebenfalls auf die skurrile Form der Mitwirkung am Tatgeschehen durch die Schulleitung hinzuweisen.
Die von RA Arno Saathoff zitierten Schulgesetze regeln zweifelsfrei die Mitverantwortung von Schulleitung und Schulvorstand in einer Weise, daß die Antwort „Vier-Augen-Prinzip“ auf die Frage „Wie war das überhaupt möglich“ den satirischen Charakter trägt, der im Titelbild des letzten exit-esens-Beitrags durchblinzelt.

 

3 Jahre Haftstrafe

 

Die Verkündung des Urteils – 3 Jahre Haftstrafe ohne Bewährung – hat alsdann vor dem Hintergrund des bisherigen Prozeßverlaufs – zumindest die Nichtlehrerschaft – überrascht.

Zwar äußerte der Vorsitzende in seiner Begründung ebenfalls dezidiert Kritik an der Schulleitung: „Dass es so lange funktioniert hat, hat die Kammer überrascht. Da ist Optimierungsbedarf“.
Einen Schaden an der Allgemeinheit aber lastete die Kammer ausschließlich dem Angeklagten an und führte nochmals die 70 Untreue- und 2 Betrugsfälle auf.

Diese wurden so buchhalterisch aufsummiert, daß man meinen mochte, die Kammer wollte jene Buchhaltung für’s Gemeinwesen nachholen, der sie soeben noch „Optimierungsbedarf“ attestiert hatte.

 

Schaden der Allgemeinheit

 

Schwer wog dem Gericht auch die Tatsache, der Angeklagte habe eben das Geld der Allgemeinheit entzogen – ohne daß diese was gemerkt hätte, möchte man hinzufügen, geschweige denn etwa ihrer Beihilfe gewahr worden wäre.

 

Recht widerspruchsfrei verkörpert das NIGE für’s Gericht die Allgemeinheit; die fungiert hier als abstrakter Werteträger.
Dessen Repräsentanten waren ja sowohl im Publikum als auch im Zeugenstand in Anschlag gebracht und beklagten allenfalls jenen erlittenen Vertrauensverlust, den sie zum Teil noch selber ermöglicht hatten, die Beschädigung an einer Basis also, die de facto so wenig zwischenmenschlich tragfähig war, daß der Angeklagte in psychischer Ausnahmesituation sich vorzugsweise an eine schwer kostenpflichtige „Internet-Seelsorge“ mit Sitz in Ungarn wandte, denn an die ständig propagierte NIGE-Familie (wenngleich „Internet-Seelsorge“ gewiß nicht weniger bescheuert klingt als „NIGE-Vier-Augen-Prinzip“).

 

Die sexuelle Konnotation wurde hier übrigens einzig vom Vorsitzenden Richter gesetzt mit dem Hinweis „daß es letztlich zwar keine Rolle spiele“ – und er es sich wohl deshalb eben auch nicht verkneifen wollte für der Wahrheitsfindung Dienlichkeit. Was mit Sex geht immer.

Zitat: „… zu einem Internetportal mit sexuellem Hintergrund, wo der Ex-Verwaltungsleiter in einer schwierigen privaten Situation nach „Zerstreuung und Zuspruch“ gesucht habe, so der Richter. Der Angeklagte habe in seiner Einlassung betont, ausschließlich Gespräche mit seinen Seelenpartnern wahrgenommen zu haben – „das bezweifelt die Kammer, aber darauf kommt es nicht an“. Die Inanspruchnahme der Dienste sei kostenpflichtig gewesen.
„Diese Beträge konnte er nicht mehr mit seinen Einkünften finanzieren. Er entschied sich, die nötigen Geldmittel durch Veruntreuung öffentlicher Gelder zu beschaffen“, führte Klein aus.“
(Bettina Keller, OZ) – gleichwohl zu bezweifeln ist, inwieweit bei einem einer Sucht Verfallenen von „entschied sich“ zu reden ist.

 

Freudsche Eigenleistung

 

Die beim NIGE zutagegetretene Pseudo-Dialektik von Vertrauen versus Kontrolle in der Anstaltsleitung offenbart den Habitus einer 70er-Jahre Gruppendynamik mit Stuhlkreis.

In dem Maße, wie Anja Renken-Abken mehrmals zwar ihre dienstliche Verpflichtung betonte, Vienna zur Anzeige zu bringen, im selben Maße bestand ja auch die Verpflichtung zur Kontrolle und Dienstaufsicht, welche natürlich umso schwerer fällt, wenn das Aufsichtspersonal betont den Familien-Nimbus pflegt, und wo Vertrauen nichts weiter bedeutet als Verantwortungsscheu und -flucht, und wo Kontrolle mit Vertrauensbruch und Familienregelverletzung assoziiert werden darf.

Und wenn die Direktorin pädagogisch konstatiert: „Menschen machen Fehler, müssen aber auch dafür geradestehen“, erlangt die Floskel im NIGE-Kontext durchaus den Rang der „Freudschen Eigenleistung“ und wirft die Frage nach der Gültigkeit auch für die Leitungsebene auf.

 

Bei der NIGE-Familie funktionierte aber offenbar weder das Vertrauen noch die Kontrolle übers Allgemeinvermögen, und die Kaumverantwortlichen haben ja eben bloß ihren Vertrauensverlust erlitten und nicht etwa körperliche, seelische, Vermögens- oder Schäden am Alltagskomfort, Gehaltseinbußen, Insolvenz, verletztes Leben, Wohlstandsreduzierung, irgendetwas Kaputtgegangenes oder sonstige Begleiterscheinung ausgewachsenen Kapitalverbrechens – und leisten als Beamte noch nicht mal ihren Beitrag in die Sozialversicherung dieser Allgemeinheit.

 

Rache

 

Das Urteil aber verströmt die Rache der geschädigten Allgemeinheit.
Deren Justiziar zahlt unter völliger Außerachtlassung einer exemplarisch stabilen und begonnenen Sozialprognose mit der totalen Schädigung des Verurteilten heim und zurück.
Der Erfolg von dessen Therapie ist somit ebenso storniert wie der absolvierten Reha, die ja die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit ermöglichen sollte; und die Weiterbeschäftigung beim neuen Arbeitgeber ist damit ebenso unterbunden wie die begonnene Schadenswiedergutmachung, die Zahlung der stetig weiter anwachsenden Pozeßkosten und die Rekonstruktion der übrigen Lebenszusammenhänge, und zwar auf Langzeit.

Die Revision beim BGH stehe ihm als Rechtsweg offen, bekundet der Richter noch dem Verurteilten und seinem Pflichtverteidiger …

 

Aber vielleicht ist’s ja auch ganz einfach und menschlich so, daß eine große Oberstaatsanwältin Daja Rogga mit sehr differenzierter Argumentationslinie im Plädoyer eine besondere Herausforderung verkörperte für den Vorsitzenden Richter Jan Klein.

 

Das o.b. Urteil ist nicht rechtskräftig; der Verurteilte hat fristgerecht die Revision beantragt.

 

Punkt

NIGE: Das Vier-Augen-Prinzip

 

 

 

 

 

NIGE:
Das Vier-Augen-
Prinzip

 

 

 

„Wieviel hat die Leitung gewußt, soll die Hauptverhandlung klären“ schrieb noch am 30.04.2024 Susanne Ullrich für die Ostfriesen Zeitung; es blieb deren frommer Wunsch aber bislang ungehört.

Stattdessen lieferte ihre Kollegin Bettina Keller noch am Nachmittag des gestrigen zweiten Verhandlungstages für die OZ eine ausführliche Verlaufsschilderung des Prozesses, die aber der Spur des Geldes folgte, und titelte: „Wohin ging das unterschlagene Geld des Nige?“ und nicht: „Wie konnte es dazu kommen?“ und „Was ist die Geschichte dahinter?“.

 

Der Vorsitzende Richter Klein vergewisserte sich diesmal zur Eröffnung der Verhandlung, daß zwei vorgesehene Zeuginnen nicht im Publikum anwesend seien, weil dies deren Status als unbeeinflußte Zeugen hätte gefährden können.
Allerdings war eine der beiden, eine NIGE-Verwaltungsmitarbeiterin des Angeklagten, aber schon bei der ersten Verhandlung im Publikum präsent und stand währenddessen in regem Austausch mit den dort versammelten Lehrkörpern und der Direktorin.

 

Nochmals thematisierte später der Vorsitzende im Rahmen der Zeugenbelehrung der NIGE-Direktorin Anja Renken-Abken, daß diese bekannterweise zwar ebenfalls im Publikum an der letzten Verhandlung teilgenommen habe, sie aber dennoch nun als unbeeinflußte Zeugin gehört werden könne.

Und diese versicherte treuherzig, ohnehin bereits alles gewußt zu haben, was bei der letzten Sitzung in Erfahrung zu bringen gewesen wäre.

 

Im Zeugenstand verkörperte  sie alsdann sehr umfassend und beredt ihre Entlastung in Bezug auf ihre Fürsorgepflicht als Arbeitgeber, als der Angeklagte einen Selbstmord ankündigte und seine Unterschlagung offenbarte. „Ich hatte einen weinerlichen Mann an der Strippe – Sie habe aufgelegt und nachgedacht – der Mann habe so viel Gutes für das Nige getan…. ihm anzubieten, ihn zu einer Selbstanzeige zu begleiten – Ich habe ihn irgendwo gesucht, in der Sorge, dass er sich etwas angetan hat, erzählte sie“ (OZ).

 

Einem untadeligen pädagogischen Ansatz sowie dem NIGE-Prinzip der „offenen Türen“ verdanke sich auch die Tatsache, daß sie dennoch keinerlei Groll gegenüber dem Angeklagten hege, was dem Zuschauer gehörige Hochachtung abverlangte, zumal es jeglicher Lebenserfahrung scharf widerspricht.

Auch das hervorragende Zeugnis, das sie dem Angeklagten ausstellte, fiel somit letztlich positiv auf die Ausstellerin zurück und lenkte des Betrachters Blick im weiteren auf den Fluß des Geldes.

 

Auch hier folgte die Selbstentlastung im Prinzip der Vorlage des AfH-Redakteurs Kiesé mit seinem seinerzeitigen Aufsatz „Die Abschlüsse, die er mir vorgelegt hat, waren stimmig“, erklärte die Schulleiterin“ sowie „Der Haushalt ist ja auch regelmäßig von Osnabrück geprüft worden, ohne dass jemandem etwas aufgefallen wäre“ (B. Keller, OZ).

 

Gleichwohl gewährte die Schilderung für den klitzekleinen Moment durch einen winzigen Spalt einen Blick auf jene begünstigende Hemdsärmeligkeit im System NIGE, die einem Buchprüfer das Zwerchfell erschüttert:
die sogenannten „Eigenbelege“!
Diese bezeichnen handschriftliche Zettel mit einem Betrag, die der Angeklagte ausstellte und Rechnungen ersetzte. „… dass es soviele Eigenbelege des Ex-Verwaltungsleiters ohne entsprechende Rechnungen gab (…) Sie hat die handschriftlichen Zettel erfaßt, abgestempelt und zur Freigabe im System an ihn weitergeleitet“ (OZ).

 

Daß dieser Vorgang des Erfassens, Stempelns und der Wiedervorlage durch des Angeklagten Mitarbeiterin dann auch noch als Kontrollsystem Vier-Augen-Prinzip“ klassifiziert wurde und wird, läßt den Zuschauer dann doch drastisch  fassungslos zurück. Denn siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Augen-Prinzip.

 

Der Vorsitzende verlas alsdann eine Auflistung privater Geldflüsse des Angeklagten nach Rumänien und Ungarn bis zu dem Zeitpunkt, als die Sparkasse diese wegen Geldwäscheverdachts sperrte.

Dessen letzte Überweisung betrug 1 ct und der Verwendungszweck lautete: „I want my money back“. Dazu schwieg er, und die Relevanz der Bemerkung wird dieser Prozeß wohl nicht erhellen.
Und man meinte zeitweise, im Saal die Erleichterung des Gerichts darüber verspüren zu können, daß der Angeklagte aber geständig war und dessen Rechtsanwalt so zurückhaltend auf’s Insistieren auf Widersprüche verzichtete.

 

Im Vorfeld des Verfahrens hatten sich sowohl NIGE-Leitung als auch Presse-Berichterstattung wiederholt auf Aussagen eines Whistleblowers berufen, der die Ermittlungen ausgelöst habe.

„Whistleblower entscheiden sich ja vor allem dann, an die Öffentlichkeit zu gehen, wenn sie wenig Vertrauen in die Untersuchungs- oder Meldeverfahren ihrer Organisation haben, wenn sie bereits erfolglos versucht haben, sich intern zu äußern, oder wenn es kein System für die Meldung von Mißständen gibt.“ (EQS Integrity Line)

Im Prozeß aber hat man weder vom Gericht, noch von der Staatsanwaltschaft, noch von der Ermittlerin der PI Aurich, noch von der sehr ausführlichen Zeugin Renken-Abken je wieder etwas über den NIGE-Whistleblower gehört!
Dessen Ambition hatte sich ja sowohl gegen den Angeklagten, als aber auch gegen das System NIGE und dessen aufsichtspflichtige Leitung gerichtet – dieser Whistleblower dürfte angesichts der „halben Sache“ wohl jetzt recht enttäuscht sein …!

 

Und weil – a propos „halbe Sache“ – der Blick auf die Fehlstellen mitunter aufschlußreicher ist als die Aufführung selber: Das Gericht hatte einige Zeugen geladen: die polizeiliche Ermittlerin, die psychiatrische Sachverständige, einen Polizeibeamten, zwei NIGE-Verwaltungsmitarbeiterinnen des Angeklagten, gar den Mitarbeiter einer Auftragsreinigungsfirma bis nach Serbien und selbstverständlich die eine Hälfte der NIGE-Leitung, Anja Renken-Abken.

 

Die andere Hälfte der Schulleitung, der Ständige Vertreter der Direktorin, aber wurde so auffällig ausgeblendet, daß man ein umfassendes, interdisziplinäres Briefing vermuten möchte –
Einen Tjark-Fokken Emken hat es dort nie gegeben!

 

 

***

NIGE-Prozeß

 



 

NIGE-
Unterschlagung
Prozeßauftakt

 

 

 

Zunächst die gute Nachricht.
Die NWZ bzw. Anzeiger-Redaktion hatte die erfahrene Gerichtsreporterin Martina Ricken entsandt, und nicht einen lokalen Silberbär-Chronisten, so daß der Leserschaft dessen übliche Endlos-Episoden etwa zum Werdegang des historischen Auricher Gerichtsgebäudes nach alten Postkarten oder zu Verwandtschaftsverhältnissen Esenser Zuschauer nach alten Melderegistern erspart geblieben ist.

Das Gericht hatte leider immer noch Spuckschutzwände brusthoch vor der Zuschauerabteilung aufgebaut, so daß der Öffentlichkeit etwas erschwert wurde, dem Verhandlungsverlauf zu folgen.

 

Ein weiteres Erschwernis ging von der NIGE-Schulleiterin Anja Renken-Abken aus, die mit einem Tross aus dem Kollegium den Großteil des rund 20-köpfigen Publikums stellte und draußen ein vorschulisches Schnatter-Level und drinnen das entsprechende Tuschel-Level aufrechterhielt.

Ohnehin stellte sich deren Anwesenheit bei dieser öffentlichen Verhandlung als bemerkenswert dar, denn die Schulleiterin wurde im Verhandlungsverlauf vom Vorsitzenden Richter Klein als weitere Zeugin für den nächsten Sitzungstermin avisiert!
Das ist insofern ungewöhnlich, weil Zeugen zur Wahrung ihrer Unbeeinflußtheit bis zu ihrer Vernehmung nicht als Zuschauer der öffentlichen Verhandlung beiwohnen dürften. Dann wären sie „verbrannt“. Durchaus nicht unüblich ist dazu übrigens, daß Zuschauer, die noch als Zeugen infragekämen oder gar auch explizit vorgesehen sind, unter Bezugnahme auf § 58 StPO vom Vorsitzenden des Saales verwiesen würden … Eine recht offene Frage.

 

Ein wenig aufhorchen ließ auch die Schilderung der Ermittlerin, einer Polizeibeamtin (23) der PI Aurich, im Zuge der Zeugenvernehmung hinsichtlich der Aktivitäten-Chronologie der Beteiligten.
Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch die Selbstanzeige des Ex-Verwaltungsleiters und seine Suizid-Ankündigung.
Erst danach meldeten sich die Landesschulbehörde sowie die Schulleitung, und die Sparkasse Leer-Wittmund wegen verdächtiger Kontobewegungen. Und erst im weiteren Verlauf dienten sodann die Ergebnisse einer Buchprüfung der Landesschulbehörde selbst sowie des NIGE selbst als Grundlage ihrer Ermittlungen, so die Polizeibeamtin. Nachgeholte Dienstaufsicht?

 

Neben Martina Ricken (NWZ) war nur noch für Ostfriesische Nachrichten, General-Anzeiger, OZ  etc. Bettina Keller vor Ort; die sonstige regionale Berichterstattung (z.B. Ostfriesischer Kurier, dpa, Zeit-online etc.) beschränkte sich auf die Wiedergabe der Stellungnahme der Pressestelle der Gerichtssprecherin Richterin Schmagt.

Insgesamt wurde der interessierten Öffentlichkeit große Demut abverlangt, da das Gericht zunächst eine knappe halbe Stunde über den Verteidiger-Antrag auf Ausschluß der Öffentlichkeit beriet und alsdann für ca. eine Stunde die Öffentlichkeit von der Einlassung des Beschuldigten ausschloß – für einen unterdessen ungewissen Zeitraum.

 

Für die Sachverhaltsdarstellung des Termins sei im folgenden – ausnahmsweise in diesem Theater – Martina Ricken (fb-Anzeiger f. Harlingerland) zitiert:

„Vor dem Landgericht Aurich hat der Prozess gegen den ehemaligen Verwaltungsleiter des Niedersächsischen Internatsgymnasiums in Esens (NIGE) begonnen. Dem 58-jährigen gebürtigen Esenser legt die Staatsanwaltschaft Aurich für den Zeitraum März 2020 bis Juni 2022 gewerbsmäßige Unterschlagung zur Last. Die Summe soll sich auf fast eine halbe Million Euro belaufen.
Der Prozessauftakt stieß auf reges Zuschauerinteresse. Doch statt erhoffter Antworten endete der erste Verhandlungstag mit Fragen. Denn die Öffentlichkeit musste während der Erklärung des Angeklagten und seiner Vernehmung den Saal verlassen. Laut Verteidiger Arno Saathoff seien hier Belange der schutzwürdigen Intimsphäre zur Sprache gekommen. „Anhaltspunkte in der Akte ließen diesen Antrag erwarten“, so Richter Jan Klein.“
(…)
So bleibt derzeit unklar, worin das Motiv für die mutmaßlichen Unterschlagungen lag. Klar ist für die Staatsanwaltschaft hingegen, wie der Angeklagte bei seinen Taten vorging. In 72 Fällen soll sich der Mann an NIGE-Geldern bereichert haben. Rückerstattungen von Zahlungsempfängern sollen ebenso auf sein Privatkonto geflossen sein, wie Zahlungen für Schutzausrüstung während der Corona-Pandemie. Als Verwaltungsleiter soll er Geld aus dem Schulhaushalt auf sein eigenes Konto umgeleitet sowie per Mail oder Telefon Doppelüberweisungen veranlasst haben. Es soll auch zur Fälschung einer Rechnung einer Tischlerei über 25.000 Euro gekommen sein.

„Das Geld ist nicht mehr originär beim Angeklagten vorhanden“, trug Oberstaatsanwältin Dana Rogga vor. Deshalb sollen mehr als 490.000 Euro der Einziehung unterliegen. Das Geld, so die Kriminalbeamtin, sei an zwei Firmen gegangen. Näheres wurde noch nicht erörtert.
(…)
Die Beamtin berichtete aber, wie das Verfahren ins Rollen kam. Es war der Angeklagte selbst, der sich bei der Polizei meldete und in Zusammenhang mit der Ankündigung seines Suizids selbst anzeigte. So war zunächst der Streifendienst im Einsatz, um die Selbstgefährdung des Esensers abzuwenden. Erst danach meldeten sich ein Mitarbeiter des Regionalen Landesamts für Schule und Bildung sowie die Schulleiterin des NIGE bei der Polizei. Auch die Sparkasse hatte mittlerweile eine Verdachtsanzeige wegen Geldwäsche gestellt.

Der Prozess weist noch eine Besonderheit auf. Es soll ein psychiatrisches Sachverständigengutachten eingeholt werden, das zur Frage der Schuldfähigkeit des Esensers Stellung nehmen soll. Der Prozess wird am 12. August fortgesetzt.“

 

Bisheriges:
https://exit-esens.de/nige/
https://exit-esens.de/ruecktritt-beim-nige/
https://exit-esens.de/abschluss-aufbruch-schusslinie/

 

 

Veruntreuung am NIGE – Detlefs Nebelkerze

 

Veruntreuung am NIGE
Eine Frage des Systems

 

 

 

 

Detlefs Nebelkerze

 

 

Käseblatts Aufgabe ist es nicht, einen Sachverhalt zu recherchieren und die Geschichte plausibel zu erzählen, sondern Käseblatts Aufgabe ist’s, Befindlichkeit zu transportieren und somit ein wundersam weichgespültes „Haltet den Dieb!“ zu flüstern.

Somit kolportiert Detlef Kiesés Aufsatz weniger eine strafrechtliche Begebenheit, sondern vor allem diverse Gemütszustände von Beteiligten und wirft mehr Fragen auf als Antworten zu geben.

Und selbst wenn Kiesé also „schockierende Erkenntnisse, schwere Enttäuschung, persönliche Betroffenheit, Ernüchterung, Bestürzung …“ einer Schulleiterin redaktionell visualisiert, gerät auch das noch unfreiwillig zur Karikatur.

Folgt man der wirren Überlieferung des Redakteurs hatte eine „schockierende Erkenntnis“ bei der Schulleitung Anja Renken-Abken im Sommer 2022 lediglich zur fristlosen Kündigung des NIGE-Verwaltungsleiters wegen fortgesetzter Unterschlagung geführt.

Eine diesbezügliche Strafanzeige, die ein Ermittlungsverfahren nach sich zog, erfolgte demnach allerdings erst, als der Sachverhalt durch das anonyme Schreiben eines (so Kiesé) „internen Whistleblowers des NIGE“ im Oktober 2022 an die Öffentlichkeit gelangte und demzufolge nicht länger zu beschweigen war.
Nur die OZ berichtete am 11.10.2022., während der Anzeiger für Harlingerland mit den Beteiligten unter einer Decke blieb.

Und fast weitere zwei Jahre benötigte die Schulleiterin, um den Schock der Erkenntnisse zu verarbeiten und nunmehr ihrer Enttäuschung, Betroffenheit und Bestürzung Ausdruck zu verleihen.

Hingegen „die seit Sommer 2020 vakante Stelle soll im kommenden Monat wieder besetzt werden, wie Anja Renken-Abken berichtet„, und stiftet nicht nur weitere Verwirrung, sondern vernebelt auch die Frage, warum bis zur Neubesetzung dieser Verwaltungsleiterstelle gar zwei bzw. vier Jahre ins Land gehen mußten.

Die naheliegende Annahme besagt: Eine bruchlose Neubesetzung der Stelle schon 2022 war gar nicht möglich bzw. nicht angezeigt, denn das hätte dem Nachfolger zwangsläufig den tiefen Blick in einen Tatort gestattet bzw. abverlangt, der bis 2024 noch gereinigt werden mußte.

 

Vorauseilender Freispruch

Die Kernfrage, wie denn bei soviel vertraulichster Zusammenarbeit eine halbe Million Euro verschwinden können, erforderte zweifellos allerbehutsamste Ermittlungen  (sowohl im Kollegium als auch sicher bei Zuschußgebern und Förderprogrammverwaltern) vonseiten der Staatsanwaltschaft, zumal diese ja weisungsgebunden vonseiten des Niedersächsischen Justizministeriums zu agieren hat; Justizministerin des Landes Niedersachsen ist Kathrin Wahlmann, SPD.

Denn gewiß ist’s eine Gratwanderung, ob es ermittlungstaktisch sich auch nur ansatzweise erweisen darf, daß der Habitus des Einzeltäters in Finanzfragen sich doch langjähriger Toleranz und Kenntnis der übrigen Leitungsebene verdankt haben könnte, bei der Herrn V. vielleicht dann mal, warum auch immer in Ungnade gefallen, die Tragbarkeit entzogen wurde und dann die zuständigen Repräsentanten als eben jene einer Esenser Landes!Eliteschule von alledem keinerlei Ahnung mehr haben wollen durften.

Da beeilt sich auch die Schulleiterin mit der Betonung der vorrangigen Verantwortung des Verwaltungsleiters sowie ihres lediglich „besten Wissens„, welches sie bei der Haushaltsprüfung anzulegen hatte.
Und auch Kiesé wird der Erzählfeld-Verdunklung nicht müde und labelt mehrfach den „langjährigen Finanzverantwortlichen„, um sodann über den das NIGE unverdient heimsuchenden Schicksalsschlag zu verlautbaren: „Desto größer war die Bestürzung, dass dem Finanzverantwortlichen anstatt der Dankesurkunde die Kündigung ausgesprochen werden musste.“ – ein doppelzüngiges Geschwurbel, das allenfalls die Esenser Schweige- und Wegschau-Tradition intoniert.

Vor allem unter dem Gesichtspunkt des Einzeltäters plädiert der Redakteur schließlich für die betroffenen, entsetzten, enttäuschten, bestürzten Beteiligten auf verminderte Schuldfähigkeit.
Allen vorweg die Schulleiterin leiste geradezu Übermenschliches, sei die „einzige Außenvertretungsberechtigte“ [?], habe „sämtliche Abläufe [?!] im Gymnasium zu kontrollieren und zu verantworten„, das „Kassensystem zu überblicken“ und „den Haushalt abzusegnen„. Tatsächlich: abzusegnen !

Dann unterstellt er eine Überlastung der Schulleiterin, um die selten dämliche Suggestivfrage zu implizieren, ob das alles denn überhaupt menschenmöglich wäre, und dazu die ebenso dämliche Antwort zu liefern: Nie im Leben!
Sondern Frau Anja Renken-Abken hätte „eine spezielle Ausbildung im Haushaltsrecht und vielleicht weiteren Spezialgebieten“ gebraucht sowie „grundsätzliche strukturelle Korrekturen“ – wobei noch ganz weit offen bleibt, wie die übermenschlichen Anforderungen denn seit Sommer 2022 und das ganz ohne Verwaltungsleiter bewältigt worden seien.

Mögen der Staatsanwalt dies ins Plädoyer und das Gericht dies ins Urteil einfließen lassen!

 

NWZ-Kopulationskolumne

 

Kolumne 1

Den Auftakt einer dreiteiligen NWZ-Kopulationsreportage machte zum 27. Februar ein Redakteur Peter Saathoff zum Thema „wife-sharing“ mit dem Foto-Untertitel: Wenn seine Frau mit einem anderen schläft, genießt ein ostfriesischer Mann das sehr. und damit tatsächlich eine ganze Zeitungsseite voll.

Passend wie Arsch & Eimer, respektive Mönch & Nonne & Mönch, fügte er das angesagte Frauenbild in ein aktuelles Zeitfenster zu Equal Care Day, Equal Pay Day und Internationalem Frauentag und die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Karin Emken MdL dürfte sich vor Begeisterung über die NWZ-publizistische Schützenhilfe kaum eingekriegt haben, plakatiert sie doch eine Forderung nach Art „Gleichstellung“ der Frau in brutalstmöglicher Albernheit, der sich auch ein Redakteur Saathoff wohl nicht hat verschließen können.

Der portraitiert den Wife-sharer gar herzallerliebst mit Erklär-Bär  als Party-Wissen für Staunende, plädiert beim Dreier auf „etwas ganz Normales“ und möchte – wie es den Equal-Feiertagen ja zueigen ist – dies „einer breiteren Öffentlichkeit bekannter machen und auf mehr gesellschaftliche Akzeptanz hoffen„, was zweifellos stets im Trend liegt.

Vor allem aber möchte sich das Qualitätspress-Erzeugnis gegen jenes Vorurteil wenden, daß, wer zu doof für anständigen Journalismus ist, sein Publikum immer noch mit unanständiger Erzählung bespaßen kann.

Auch eröffnet es den letzten rückständigen Konsumenten, die sich nach wie vor über verspätete Zeitungszustellung, mangelhafte Deutschkenntnisse und die redaktionelle Unfähigkeit, einen einfachen Kontext nachzuerzählen, beschweren wollen, mal ganz andere Kenntnisse und neue Sichtweisen auf’s angesagte Portfolio einer Zeitung, wird dies doch als „Moderne Liebe in Ostfrieslanddargeboten, eine Gratis-Orientierung also, die die meisten Abonnenten gewiß doch als lecker und als Lebenshilfe-Recherche eines Qualitätsmediums zu goutieren wissen – und das für nur 2 bzw. 2,70 € pro Anwendung.

Und als hätten wir nicht genug Fronten, für deren journalistische Bewirtschaftung die mainstream-Presse zu dämlich oder zu korrupt ist, hat nun die NWZ dem arglosen Leser ausgerechnet noch eine Sexfront eröffnet.

 

Kolumne 2

Das Frontschwein zum zweiten Teil der Kopulationskolumnen gibt am 13.03.2024 nun Inga Mennen, Ex-Anzeiger-Lokalredakteurin, jetzt  Thementeam Soziales, und titelt sogleich: „Wir mögen es, wenn man uns beim Sex zuguckt.

Mit der Edelfeder IME hat die Redaktion hier eine erprobt und robust zeigefreudige Verfechterin der Normen der Körperästhetik an die vorderste Kontaktlinie geschickt, wo sie am heißesten ist, um über sexuelle Viel- und Abseitigkeiten zu plappern, d.h. die Normalität des Swingerclubs und was an moderner Progression sonst noch außerhalb des Zeitungsleser-Horizonts umläuft. Auch hier möchten die Portraitierten „darüber aufklären„, denn „die beiden sind ein Paar und haben gern Sex, wenn andere dabei zusehen.

Die stete Wissensvermittlung ist der IME wichtig, das ist Redaktionsauftrag: „Die beiden bevorzugen, auf großen Matten Zärtlichkeiten auszutauschen und Sex zu haben.„, und sie versteht sich, die IME, hier auf die erforderliche Investigatiefenschärfe zu einem Thema, das den Menschen alltäglich auf den Nägeln oder sonstwo  brennt.

Und mit dem heiteren Beruferaten – IME befragt „Sexcoach Lisa Preller“ – ist auch diese Zeitungsseite schon wieder voll und der Müllsack zuzubinden.

 

Kolumne 3

Im dritten und hoffentlich letzten Beitrag der NWZ-Kopulationskolumnen dürfte dann über die BDSM-Szene und deren sicher ebenfalls bereichernde Normalität berichtet und aufgeklärt werden – mit Lern-Video.

Lief das erste Redaktionsstück noch unter „SEXUALITÄT und das zweite unter „GESELLSCHAFT, so wird das nächste sicher unter „KULTUR gepriesen, denn „Konzerte und tanzen – auch das ist möglich in den Swingerclubs“ (IME).

Die Anzeiger-typisch verfurzte Libertinage wird dann wieder zwischen Grünkohlessen-einladenden Landfrauen, Kalenderblättern von früher, Behördenpressemeldung im Wortlaut, gescheiterter Nacherzählung politischer Begebenheit, AfH-Ticket-shop, Jobwechsel mit Ehrungen, dpa-Kopien, Tinnef-Bude NordwestSHOP, Leserreisen und seitenfüllenden Medikamentenanzeigen für die Hauptzielgruppe auf sich aufmerksam machen und sollte in einer Rückrufaktion des Anzeigers für Michael Schmitz gipfeln, dessen Kernkompetenz – wir erinnern uns – als SadoMaso-Bordellbetreiber einst überregional beachtliche Reputation genoß, hingegen zugunsten der touristischen Infrastruktur von Bensersiel leider kaum zur Entfaltung gelangt war.

 

 

Chill mit Will – Schlachtfest in Gaza

 

 

Chill mit Will –
Schlachtfest
in Gaza

 

 

 

…wäre der passende Alternativ-Titel, aber der NWZ-Redakteur schreibt bloß „Kulinarisch-politischer Abend mit Alexander Will“, den dieser selbstgefällig bei „Wills geniale Genüsse“ einordnet.

„Israelische Küche, israelische Weine“, israelisch Weib und Gesang (J. Strauss) … – Politik kann so lecker sein, daß die NWZ-Chefredaktion sich gar nicht mehr eingekriegt hat ob der geilen Idee, angesagte Schlachtfelder durch lecker-essen genießbar zu machen, respektive beim exklusiven Kulturfress „Einblicke in die Hintergründe der dramatischen aktuellen Ereignisse in der Region“ zu kredenzen, die man sonst echt nirgends liest.

Politische Bildung per Speisekarte paßt da vorzüglich in’s NWZ-Portfolio, das zweifellos seine Konsumenten finden wird.

 

Für die Feinschmecker des Völkermords also serviert Dr. Alexander Will, NWZ-Chef-, Politik- und Genussredakteur [sic], traditionelle Highlights der israelischen Küche aus schlachtfrischen Zutaten „der aktuellen Ereignisse“.

 

Zunächst wird nach der Führung durch Schloß Gedöns mit Frau Gräfin ein Aperitif gereicht und es schnalzt bereits die feine Zunge der NWZ-mediengruppe.
„Ein Drei-Gänge-Menü der israelischen Küche in der exklusiven Atmosphäre der Orangerie“ (Wasser, Lebensmittel, Medikamente) macht sie geradezu sinnlich wahrnehmbar, die kultivierte Hochfeinheit der Zusammenstellung und Zubereitung durch Redakteur Will.

Das Fingerspitzengefühl „einer exklusiven Auswahl israelischer Weine zu jedem Gang und Hintergründe zur israelischen Weinwirtschaft“ (und deren ethymologische Bedeutung als einer > Ökonomie des Leids) läßt abermals den sensitiven Vinologen unter den Redakteuren kenntlich werden, und der Connaisseur bemerkt den trockenen Tropfen: „Zart-erdig-blutig am Gaumen und im Abgang üppig-morbid.“

Es sorgen danach „Digestife und Kaffee“  für den erforderlich starken Magen zur „Tischrede von Alexander Will zu Politik, Gesellschaft und den aktuellen Konflikten in Israel“   und für die adäquate Tafelmusik wie stets die unvermeidlichen Schwiegersöhne des Nordens – jedoch, ob zum Dessert der endgültige Völkermord an den Palästinensern gereicht, ist noch nicht ausgemacht.

 

Und ob der Erlös dieser gewiß gemeinnützigen Veranstaltung dem darniederliegenden NWZ-Presswesen, der Alphabetisierung der Anzeiger-Redaktion oder direkt der israelischen Armee zugutekommt, ist ebenfalls nicht überliefert.

Zumindest aber „wird unsere Zeitung berichten, und es werden Bildaufnahmen gefertigt.“

Genau deshalb wird man sich erwartungsgemäß auf die so prominenten Teilnehmer-Rinnen, Teilnehmer, Teilnehmendennen freuen dürfen wie vermutlich eine Landtagsabgeordnete, ein Landrat, gewiß aber eine Staatssekretärin aus dem Pistorius-Friedenstaubenschlag, die alsdann per facebook die Leckerbissen, „guten Gespräche“ und das Gemeinschaftsgefühl werden zu goutieren wissen: „Wir haben viel gelernt; danke, Alexander.“

 

 

Bon appétit !

Windkraft – Die wahre Bürgerbefragung / Ergebnis-Kneten / Update 13. Jan.

 

Windkraft –
Die wahre
Bürgerbefragung

 

Update 13. Jan.
Wir kneten uns ein Ergebnis

 

Den „lieben Mitbürgerinnen und Mitbürgern der Samtgemeinde Esens“ wurde gestern eine „Wahlbenachrichtigung“ zugestellt, die man – offen für positive Gegenerfahrung – spontan für eine intelligente Satire-Retourkutsche der Verwaltung auf den vorangehenden Aufsatz hätte halten können, die auf des Bürgers Augenhöhe eine Hoffnungslohe entfache … hätte, hätte … es war aber bloß ein gezwängter Teilnahmeaufruf an die Einwohnerschaft mit der Botschaft, daß sie halt zahlreiche Hürden zu meistern hätte, wollte sie denn Akzeptanz und Zugang zu einem demokratischen Teilhabepaket sich verdienen – dem ja eigentlich ein knackiges Bürgerbegehren wesentlich angemessener gewesen wäre.

Die Fragen, ja die Fragen aber, die sollten geheim bleiben bis zum Zeitpunkt der Abstimmung, damit gar niemand darüber auch noch ein Wort verlieren oder einen Zweifel oder Argwohn äußern möge, und obrigkeitliche Bescherung sei erst am Montag, dem 15. Januar im Zeitfenster bzw. vom Verlautbarungsbalkon.

 

Barriere

Und dann aber – husch, husch, Tante Liese! – an die App, an’s Handy, den QR-Code oder mal im Rathaus fragen unter der sehr persönlichen Support-Service-Nummer zur Wahlhilfe 206-0, ach ja! Oder doch gleich den dreiundfünfzig Zeichen starken Link eingeben (Sorgfältig, Tante Liese, konzentrier dich!) und dann den Achtung:  sieben! Zeichen starken Freischaltcode.

Stil, Form und Inhalt des Schreibens kommen als hochkomprimierter Textklotz ohne jegliche Gliederung daher und es soll seine Bewandtnis haben, daß dieser Ziegel wohl bewußt alles andere als  barrierefrei   gestaltet ist.

 

Abschreckung

Er ist als markante Ausgrenzung der weniger Digital-affinen und älteren Generation ein Tritt in den Hintern und stellt insofern die 1A-Demo-Version der Farce eines Seniorenrats der Samtgemeinde dar –  sowie eine weitere kreative Möglichkeit, ein gewünschtes Umfrageergebnis zu (per-)formen.
„Weg von der Urne!“ lautet somit die paradox-bizarre Botschaft an die Alten!

Umso brennender wüßte man da noch zu gern, wie sich ein „Befragungsergebnis“ im Pflegeheim abbildet, wo die „Wahlbenachrichtigungen“ stapelweise zugestellt werden.

 

Digitalkompetenz

Zu hoffen bleibt nur noch, daß Tante Lieses Enkel, wenn er sie helfend zur Abstimmung geleitet, nicht gerade Grün-Schnabel oder Juso und somit glühender Windkraftbefürworter ist und daß also das Obrigkeitskalkül der Abschreckung nicht aufgeht.

Auch das Adreßfeld des Schreibens (Empfänger:  Jļrgen Lohs ) verheißt bereits eine hochprofessionelle Digitalkompetenz, die für die Präsentation und Auswertung der Geheimfragen spannende Unterhaltung verspricht.

Und die im Briefkopf angegebene aufschlußreiche Internetadresse www.esens.de führt uns zurück in den doofen merkantilen Flohmarkt, den die AEU schon 2019 mit der Kaperung der einst städtischen Domain als Gemischtwarenladen unter dem Label  Dachmarke  zu etablieren trachtete.

Die o.b. Geheimhaltungsbehauptung ist übrigens partiell zu revidieren bzw. „uptodaten“, da soeben von der Samtgemeindeverwaltung die angefragten Erhebungsfragen per Mail eingetroffen sind.
Damit haben wir ja jetzt sozusagen alle beisammen …

 

… aus dem Rechtsrahmen

Und daß hier nicht nur bereits die Digitalkompetenz in Zweifel zu ziehen ist, dokumentiert der folgende Hinweis von Manfred Knake bei „Holtgast – Ostfriesland“ :

Zum Naturschutz gibt der beigefügte Fragebogen u.a. diese Auswahlmöglichkeit:

„Einen weiteren Ausbau der Windenergie in Form von Windparks in der Samtgemeinde Esens befürworte ich, […] wenn Landschafts- und Naturschutzgebiete hierfür nicht in Anspruch genommen werden.“

Den Dilettanten der Fragebogenerstellung ist entgangen, dass in Naturschutzgebieten nach wie vor keine Windkraftanlagen errichtet werden dürfen, das sehen sogar die neuen Ampel-Gesetze nicht vor, jetzt aber, und das ist neu, in Landschaftsschutzgebieten schon. Nur: Wer von den Befragten kennt schon die Unterschiede zwischen einem Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebiet?

 

Alles Wissen

Wenn aber die Narren der Anzeiger-Hofberichterstattung des Samtgemeindebürgermeisters Presseerklärung auf Kita-Deutsch nacherzählen, dann klingt das so: „Das müssen [sic] Bürger zur Befragung in Esens zum Thema Windkraft wissen [sic]“.

Wer dann gehorsam weiterliest, kriegt folgendes Pensum Bürgerpflicht reingezwiebelt, daß es dem Verstande wehtut:

Wie läuft die Befragung ab? Wie viele Fragen gibt es? Wie lange dauert die Befragung? Geht es auch offline? Wie bindend ist das Ergebnis? Was erhofft sich der Samtgemeindebürgermeister? Was sollten die Bürger noch wissen?

Das also ist AfH-journalistisch recherchiertes Windkraftwissen und man möchte inständig hoffen, daß dieses Konvolut eben nicht original von einem Esenser Spitzenbeamten stammt, sondern mal wieder bloß durch den Wahrnehmungsschredder einer Lumme der Dickschnabel- u. Trottelpresse geschlichtet wurde und damit ganz nebenbei jegliche Satire als fürderhin unbrauchbar ins Abseits stellt.

 

Ab und Zu

Dieser ohnehin Leichten Sprache fügt dann Harald Hinrichs weitere Simplifizierung hinzu und stellt noch mal Intention und Marschrichtung klar: „…die Chance geben, differenzierter abzustimmen“. De facto aber beschreibt er damit kreativ eben alle Optionen differenzierter Zustimmung, nämlich „… wollen wir nicht nur wissen ‚ja‘, sondern auch wo und unter welchen Bedingungen“. Und es bleibt in der Richtungsweisung durchsichtig arglistig, solange ‚Nein‘ weiterhin als uninteressant und simpel undifferenziert daherkommt.

 

Kamelle, Dope und Stimmung

Und als ob die Ausgrenzung der Alten („sollen sie sich Hilfe bei Verwandten holen“) nicht genug kaputtes Demokratieverständnis dokumentiert, wird zudem der etwa demokratische Partizipationscharakter noch mal im Vorfeld insofern demontiert und relativiert, als es sich ohnehin bloß um „eine Stimmungsabfrage“ handele – wie wenn der Elferrat in’s Publikum ruft: „Stimmung! Kamelle! Seid ihr alle da?“

Weil diese Abstimmungsfarce nicht ungedopt zu ertragen sein dürfte, stellt der SG-Bürgermeister auch gleich klar: „Ihre Mitmenschen dürfen gerne wissen, was sie genommen haben“, zwangsläufig Stimmungsaufheller, allein die Dosis darf jeder für sich behalten! Jedoch „Es ist nicht verboten, darüber zu diskutieren“, läßt die liebenswerte Obrigkeit verlautbaren.

 

Eh wurscht

Sodann erfolgt auch gleich eine weitere Relativierung und Demontage am Bürgerbeteiligungsansatz, denn das Ergebnis sei eh wurscht; vorgelesen, genehmigt und verkündet: „Es gibt keine rechtliche Bindung an das Ergebnis der Bürgerbefragung“, somit auch und gerade die Alten und weniger Technik-Affinen getrost zuhause bleiben können.

Und selbst wenn dem so wäre, dann erinnert an den hemdsärmeligen politischen Umgang mit gültigem Rechtsrahmen immer noch jene Diagnose des VG Oldenburg über eine Obrigkeit, man bedenke, die eben noch einen Daumensprung weiter unten ihrer bloßen Verspottung den Straftatbestand einer Urkundenfälschung zuzuschreiben beabsichtigte.

Erst ganz am Ende räumt der Schmerzenstext gegenüber dem erschöpften Leser schließlich ein, daß über den Zugangscode die Verknüpfung von Namen und Abstimmungsergebnis selbstverständlich möglich ist, denn dort heißt es: „Eine Verbindung zum Namen ist bei der Befragung nicht vorgesehen und wird auch nicht abgefragt.“

 

Overbeck im Bundestag? +++Update 07.12.2023 !+++

Overbeck
im
Bundestag ?

 

 

„Overbecks Nazi-Vorwürfe beschäftigen nun Bundestag“

„Overbeck“ und „Bundestag“ – welch ein Aufmacher auf der Titelseite des SamstagsAnzeigers für Harlingerland, der Esens wohl in den Blickwinkel des Bundesgeschehens gerückt darstellen soll. Und in der online-Ausgabe titelt NWZ-Chefreporter Christoph Kiefer gar noch eine Umdrehung schärfer, nämlich „Cyrus Overbeck trägt Nazi-Vorwürfe in den Bundestag“.

 

Die Effekthascherei sei der Zeitung zugestanden, allerdings balanciert sie hart auf der Grenze zwischen Pathologisierung einer Nervensäge und hoffnungsloser Überschätzung eines Künstlers, dem hier das Potential zugeschrieben wird, er könne ein gesetzgebendes Organ mit seiner Angelegenheit befassen. Das wäre Gemeinschaftskunde auf Vorschulniveau.

 

Tatsächlich aber hatte Overbeck im Nachgang seiner Strafanzeigen vom 08.05.2021 gegen fünf Esenser Ratsmitglieder (Saathoff, Mammen, Jacobs, Münster, Ritter) sowie des ersten Verfahrens vor dem Amtsgericht Duisburg noch Strafanzeigen und Beschwerden gegen beteiligte Justizorgane (Staatsanwaltschaften, Polizei) gestellt und Kopien über einen seiner spezifischen Verteiler 16 Landes-, Bundes- bzw. Justizpersönlichkeiten sowie Presseorganen zugeleitet, darunter Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, die bloß die Behelligung an den Petitionsausschuß durchreichte – von wegen „Der Künstler… hat die Präsidentin… eingeschaltet“ !

Insofern führt die AfH-NWZ die Leserschaft hinter die Fichte, denn die Streitfrage ist nicht, ob der Beschuldigte Overbeck etwa über eine besonders deviante Inselbegabung verfügt, sondern von Interesse ist allenfalls, in welchem Schlaglicht diese die speziellen Esenser Verhältnisse bloßgelegt hat. Deren signifikantes Merkmal ist, Probleme anzugehen, indem der Hinweis ignoriert und der Hinweisgeber diskreditiert wird, wobei das gemeinschaftliche Erleben höchste Priorität genießt.

 

Ein kurzer Blick ins eigene, d.h. AfH-Archiv hätte Herrn Kiefer dann auch bestätigt, daß die Anzeige der Ratsmitglieder Ritter und Münster (nicht „Münzer“) nicht 2020, sondern 2021 erfolgte, also volle zwei Jahre, nachdem Overbeck nach der Ratssitzung vom 17.06.2019 die erste Ehrverletzung an ihnen verübt haben soll und die dann bereits in den Phantomschmerz abzuklingen drohte.

 

Die ganzseitige Homestory über Hans-Christian Petersen im Innenteil des Anzeigers bestätigt alsdann die Esenser Beschaulichkeit, erweist dem HCP die städtische Reverenz und wirbt um des unbedarften Lesers Verständnis, wirft aber auch die Frage auf, ob es einer Reportage nicht zumutbar wäre, streitige Vorwürfe im Netz und bei verschiedenen Beteiligten selber zu verifizieren.

 

Bereits der Titel „Auf Distanz zum Nazi – nicht zum Vater“ führt ja bereits wieder hinter die Fichte und am Sachverhalt vorbei: Niemand hat je von HCP erwartet oder verlangt, er möge sich von seinem Vater distanzieren, und auch dessen sinnfreie Deklaration, sich „von der politischen Überzeugung meines Vaters“, also der Gesinnung eines Dritten (!), zu distanzieren, erfolgt ungefragt, ohne jeglichen Kontext zu Vorwurf und Streitfrage, die schlicht und schnörkellos den fortgesetzten Vertrieb von Nazi-Fetisch und dessen Ignoranz durch den Stadtrat beinhalten.

 

Daß das HCP-Portrait hier das journalistische Genre „Interview“ für sich beansprucht, ist natürlich ebenfalls ein, wenn auch läßlicher, Etikettenschwindel.
Die Erzählung ist – in scharfem Gegensatz zu den betulichen Galeriefotos des NWZ-Fotografen Torsten von Reeken („Gesellschaftsaufnahmen“) – in solch wohlfeil-differenzierter Schriftsprache abgefaßt, daß der Austausch von Fragebogen und schriftlichem Statement fühlbar bzw. augenfällig wird.
Und angesichts der ziselierten Komplexität der Antworten zum eigentlichen Naziwarenhandel dürfte sich der unbedarfte AfH-Frühstücksleser auch mit der schlichten Überschrift begnügen.

 

Letztlich verbleibt die journalistische Übung auf der Ebene „Der Eine sagt so, der Andere sagt so“, und das Petersen-Statement bleibt ohne Belang und Konsequenz, weil es in der Gewißheit erfolgt, daß den HCP sämtliche Ratsmitglieder – bei ihrer Ehre – auch ihrer Treue versichern …

 

update 07.12.2023

… was nicht folgenlos bleiben durfte, „wobei das gemeinschaftliche Erleben höchste Priorität genießt.“
Ein Kommentar zur Bedeutung des Urteils für Esens und seine Ratspolitik folgt an dieser Stelle, sobald die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt.
Bis dahin sorgt NWZ-Reporter Christoph Kiefer dankenswerterweise für einen bislang AfH-völlig-untypischen, informativ-erhellenden Sachstand !