Die Wochenend-Kriegsbeilage der NWZ

 

 

 

 

Die Wochenend-Kriegsbeilage
der NWZ
Vorbereitung eines Angriffskriegs

 

 

Die wachsende Schwierigkeit bei dieser Texterstellung liegt vor allem in der Verständnisvoraussetzung, den Anzeiger– bzw. Mainstream-Schrott aus der Perspektive z.B. außereuropäischer, kritischer, intelligenter Allgemeinbildung zu rezipieren und einzuordnen. Das setzt die Auseinandersetzung mit einem breiten Spektrum der sog. alternativen Medien voraus. Wo das fehlt, wird die Vermittlung der komplexen Wirklichkeit zum Anzeiger-Level zu einer intellektuellen Schwergewichtsdisziplin, die kaum zu bewältigen ist, ohne breite Verständnislosigkeit hervorzurufen – wenn nicht gar zur mission impossible.

 

 

Der Anzeiger für Harlingerland bzw. dessen NWZ-Mantelausstatter hat zur Wochenendausgabe eine 12-seitige Kriegsbeilage im e-paper mitgeliefert.

Die richtet sich an eine berüchtigte Stammleserschaft, die dem Demokratie-, Freiheits- und Kriegstüchtigkeitsmärchen aus dem Buch Möller, Pistorius & Rheinmetall aufsitzt und dafür gern und gehorsam mit der Verschrottung von Wohlstand, Gesundheit, Rente, Wohnung, Heizung, Bildung bezahlt, bis daß sie für eine endlich erreichte Erstschlagstüchtigkeit nichts mehr zu fressen hat – aber sich noch Weg und Wahrnehmung bis zum Finale mit unzähligen Gurkengläsern als ‚Lichtermeer‘ verschattet.
Es sei ihnen von Herzen gegönnt.

 

Journalistisches Hobby Horsing

Und weil das Fallobst unweit des Stamms weich gebettet niederkommt, erklärt jener Chefredakteur Jan-Michael Heimann im Propagandavorspiel vom 03. Februar den speziellen Demokratiebegriff, den schon Ex-Chefredakteur Klaus-Dieter als selbstgefälliger Zensor hinterm Hugenberge so zwanghaft praktiziert hatte, daß exit-esens erschaffen werden mußte.

Darin lebe er dankbar, sagt Jan-Michael, diesseits des Tellerands und preist sich als Fundament des unabhängigen Journalismus, der aber, um im Bild zu bleiben, als Anzeiger-Spalierobst reüssiert, dessen übrige Stämmchen mit ihren redaktionellen Nacherzählstückchen zudem daherkommen wie KI-generierte Striegelmädchen im Ponyhof – Ich schweife ab …

 

Gleichschritt-Presse

Hugenbergs Presseimperium war Stiefelknecht und Steigbügelhalter des Nationalsozialismus, und wer die abermals aktuelle innige Bruderschaft von Krieg und Faschismus in Abrede stellt, hält die 12-seitige Kriegsbeilage dieses zartfaschistoiden Blattwerks gewiß für normale Wochenendunterhaltung wie Gesundheit, Fitness und Sudoku, anstatt für weitere Vorbereitung auf einen Angriffskrieg.

 

Sie trägt den Titel „Das Magazin für äußere Sicherheit 1/2026“, kennzeichnet sich somit als Auftaktveranstaltung und droht mit unabsehbaren Folgen. Zudem suggeriert dies, die bisherigen Errungenschaften hinsichtlich leidlichen Wohlstands und Zivilisiertheit seien nicht etwa aufgrund diplomatischer humanistischer Gepflogenheiten, sondern bloß unter Preisgabe äußerer Sicherheit entstanden, was jetzt aber sowas von nachgeholt wird.

Eine kleine Wahrheitserwartung blitzt auf bei der Kapitelüberschrift „Desinformation und Schattenflotte“, was sich aber sogleich als Mißverständnis erweist.

 

Das ganze Opus ist – vorab – eine Komposition aus verschiedenen alten Aufsätzen der Luise Charlotte Bauer aus dem „NWZ-Thementeam Bundeswehr und Sicherheit“, und deren neuerliche Wiedervorlage möchte die berüchtigte Stammleserschaft gewiß in bizarrer Normalität an weitere Folgen gewöhnen.

 

Humanitas

Zunächst nehmen Oberstabsfeldwebel Daniel*, Hauptmann Franziska*, StUffz Bernhard* und OStFw Jan* – mit Sternchen wegen „Sicherheit“ – in Karnevalsflecktarn und -Maske den staunenden Leser mit zur Wundversorgung ins Übungsschlachtfeld, wo

„plötzlich Schüsse die Luft zerschneiden und Schreie und Hilferufe ertönen.- Der Stress ist echt, Schweiß tropft von ihren Gesichtern auf die verwundeten Kameraden und Trainingspuppen. –
Die genaue Dosierung zu wissen und diese auf das Körpergewicht umzurechnen“

ist als weiterer Stressfaktor ausgemacht, der aber im Zivilleben Dreisatz heißt. Und

„weil die Verletzungen realistisch geschminkt sind, fühle man sich, als wäre man in einer ernsten Lage und wisse, man muss jetzt performen“.

 

It’s the economy, stupid!

Weiter trabt sie, die Performance, zu den Firmen der boomenden Rüstungsbranche. Hier suggeriert der unvermeidliche Olaf Lies (everybody knows: olaf lies), deren „Investitionen“ seien Investitionen, und Rüstungs- seien Konsumgüter, die die Volksprosperität mehren könnten …

Und als wär das dortige Stadtbild nicht deprimierend genug, tut Luise Charlotte Bauer kund, daß in Wilhelmshaven wieder Rekruten ausgebildet werden, die gerade fürs Foto

„mit Rucksäcken ein Lehrsaalgebäude betreten“, sowie „dass jeder militärische Vorgesetzte zugleich Führer, Ausbilder und Erzieher ist“ – …

Die Vermehrung der Zöglinge und Geführten heißt fortan deshalb Aufwuchs und Personalmanagement, obliegt

„einem hochgewachsenen Militär mit auffälligem Schnauzbart und Auslandserfahrung“

und vermag so die Wochenend-Leserschaft gewiß spontan genauso zu begeistern wie die Schreibkraft.

 

Fährtenfälscher

Rüstungsbranche fühlt sich von deutschen Banken benachteiligt“

lautet der nächste Aufschrei der Luise Charlotte im Juli 2025, den sie nun für ihre Propagandasammlung wiederaufgewärmt hat.
>Debanking < ist nämlich assoziatives Schlagwort und Kampfbegriff.
Und man reibt sich die Augen über das Ausmaß dieser medientaktischen Arschigkeit beim Legen falscher Fährten und systematischen Falschbesetzung der Begriffe.
Da wird bloß eine Kontokündigung bei einem aufstrebenden RüstungsStart-up skandalisiert, hingegen bleiben die seit neuem ausufernden Kontokündigungen gegen „falsche“ Meinungsträger, sogar ‚Einfrieren‘ aller Vermögenswerte (also Raub), für diese Kriegs- und Drecksblatt-Demokratie legitim, nicht thematisierbar und totzuschweigen.

Die manipulative Realitätsferne dieser Erzählung offenbart sich in aller tatsächlichen Breite angesichts der bei multipolar geführten, erschütternden Chronik zum Debanking:

Oppositionellen Journalisten, Politikern und Privatpersonen werden in den letzten Jahren zunehmend und ohne Angabe von Gründen Bankkonten gekündigt. Laute Kritik an diesem Vorgehen gibt es weder von Journalistenverbänden noch von etablierten Medien oder Politikern. Multipolar hat das weithin totgeschwiegene Phänomen für den deutschsprachigen Raum erstmals chronologisch aufgearbeitet – und wird diesen Beitrag regelmäßig aktualisieren. (Letztes Update: 19.12.2025)

 

Experten-Abschreckung

Im folgenden beantwortet der General Badia auf der Basis robust widerlegter fake-Erzählungen Suggestivfragen, die der Wochenend-Leserschaft schon lange (nicht mehr) auf den Nägeln brennen, wie z.B.

„Wie schätzen Sie das Eindringen der russischen Drohnen in polnischen Luftraum ein?“

und wie Abschreckung geht und wie nicht:

„Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in Moskau, im Kreml, und hören aus der westlichen Welt, dass vor 2029 nichts passiert – Das wirkt nicht abschreckend.“

und wirft die Frage auf, wie weit Luise Charlottes Vorstellungs- und Sitzvermögen reicht, bevor sie eine Drohnenexpertin mit an unseren Frühstückstisch setzt.
Diese weiß, daß Dohnen in zukünftigen Kriegen eine wichtige Rolle spielen werden und offeriert damit ihre Expertise als Politikwissenschaftlerin. Überaus bewegt hat sie, daß

„die Drohnendebatte in Deutschland an Absurdität nicht zu überbieten war“,

so daß der letzte Halbsatz sogar als Zitat in der Kapitelüberschrift Alarm schlägt. Warum? Äh, weil, äh …

„Jedes Argument wurde von jedem mehrmals gemacht, es war eine Scheindebatte“

Wir lassen diese Kognition so bezugslos im Vakuum zurück; wir müssen weiter, wir sind ja erst auf Seite 5, bevor

„mit viel Schwung und einem breiten Lächeln jener Korvettenkapitän“

bei Luise Charlotte längsseits kömmt, der Meer und Familie liebt und auf dem Kriegsschiff

als „Kapitän, Kommandant, Papa, Zuhörer, Freund, Seelentröster“

herummenschelt, um mit 57 von Bord zu gehen.

 

Eine Seite weiter aber nölen schon drei Ü65-Reservisten in völliger Unkenntnis von Wörners Knackigkeitsgrenze, daß sie nicht mehr mitmachen dürfen, obwohl ungerechtigkeitshalber

„ein Kollege mit TX und Bluthochdruck … durfte sein Gehirn ohne körperliche Anforderungen weiter zur Verfügung stellen“

ähäm, so lautet tatsächlich die unverzichtbare Information, die abermals die unsortierte Krankenakte dieses 12-seitigen Kompositums offenlegt.

 

Was ist der Sinn, was die Botschaft? Ebendies: Die langsame Gewöhnung einer Leserschaft ans Perverse durch dessen Dauerverkündung als Normalität.

 

Gesunde Zähne, glänzendes Fell

Dazu schwurbelt Luise Charlotte von Kriegstransportern (A400M), als spielte sie Flugzeugquartett oder läßt einen „Experten für hybride Kriegsführung“ dümmste Statements zu Erklärungen aufpumpen:

„Russland ist mit Deutschland im hybriden Krieg“ „Der hybride Akteur ist wie ein Zahnarzt. Er sucht die Stelle, die wehtut und dort fängt das Bohren an.“

Schattenflotte, Stromkabel, Steuerung von Flüchtlingsströmen, Zersetzen der Zivilgesellschaften und schließlich die allbeliebte Resilienz … kreisen überm Floskelstammtisch umeinander mit der Intention, Russenhass zu füttern und dennoch den Würgereiz auch in Situationen besonderer Anforderung – z.B. Lesers Frühstückslektüre – zu unterdrücken:

„… werden Sie im Moment in Finnland regelmäßig Kriegsfilme in den Medien finden. Das heißt, die Bevölkerung wird mit der Thematik konfrontiert und muß sich damit auseinandersetzen.“

Was also in gesunder Zivilgesellschaft Propaganda heißt, ist hier Comprehensive Security benamst – und wenn dereinst die Zeiten sich ändern, werden solche Schwattlappen mitsamt ihren NWZ-schreibkräftigen Hobbythek-Bellizisten hoffentlich gnadenlos dem Semantik-Gulag zugeführt werden.

Und weil auch die letzte Ecke unterm Frühstückstisch nach allgegenwärtiger russischer Bedrohung ausgeleuchtet werden will, darf die Arktis nicht fehlen, wo die

„russische Drohkulisse“ im „ewigen Eis die Lage aufheizt“

– das fördert den Lesefluß und klingt plausibel.

 

Hingegen:

„Kaum ein Geräusch ist zu hören. Es ist friedlich oben auf dem Wachturm. .. auf der im Morgentau benetzten Wiese … – „Übungsplatz-Romantik“ nennen Soldaten diese besondere Atmosphäre… – und ihr Zelt auch liebevoll Dackelgarage, erklärt Rekrut Till*“

in der Basisausbildung, und auch OFw Jan* trägt „aus Sicherheitsgründen“ wieder ein Sternchen.
Majestätisch geht’s zu auf S. 11 kurz vorm Kriege, denn

„das Gruppengefechtsschießen ist die Königsdisziplin –
Nun müssen die Rekruten alles abrufen, was sie bisher gelernt haben“
usw. usf. …-

Und wenn Vulgärjournalismus sich kenntlich macht, liest’s sich so:

„Ein Schuß, ein Schrei, das war Karl May“
„Schüsse trommeln durch die vom Gefecht vernebelte Luft. Beim Einatmen sind die Salven zu riechen und zu schmecken. Zielscheiben, die den Feind darstellen, klappen hoch und runter. Auf dem Boden liegt ein Soldat mit Kunstblut übergossen. – Till* befindet sich im fünften Monat und somit in den letzten Zügen seiner Basisausbildung. – Wenn man die politische Lage verfolgt, dann fühlt man sich manchmal am Zahn der Zeit [sic]. – … üben verschiedene Bedrohungsszenarien: Gemeinschaftliches Zähneputzen über der Wasserschale gehört genauso zum Biwak wie … „

… die erschöpfte wie ratlose Stammleserschaft nach 12 Klippschul-Lernschritten mit

„Kleines Marine-ABC für Landratten“

die auf S. 12 zum mittlerweile kalten Morgen-Kaffee entlassen  ausgemustert werden darf:

„Wer die Glocke läutet, muss der gesamten Besatzung ein Bier ausgeben.“

 

Vorhang!

 

Der Auftrag

Einiges bleibt hier ausgespart, weil von einer jener abgelaufenen Lokalaufführungen nur noch eine einzige Spucktüte übrig ist.

Was nun diese 12-seitige Zeitungsbeilage so besonders macht und für exit-esens qualifiziert, ist dieser hochtoxische Cocktail aus Propagandalügen, technischer Pseudo-Information, Namedropping, Russenhetze, humanoider Camouflage und diesem typischen journalistischen Hobby-Horsing der Anzeiger-Redakteusen, der die intentional widerlichste Pervertierung einer „Zeitung“ auch für einen Dummi der Stammleserschaft verträglich macht.

„Und genau hier liegt eigentlich die Hauptaufgabe all dieser Übungen. Tatsächlich beobachten wir die Entstehung von Lobbystrukturen in der EU und der NATO, für die das „Warten auf einen russischen Überfall“ zu einer Einnahmequelle geworden ist. Sei es nun die Rüstungsindustrie, die auf stabile und vorhersehbare Auftragsmengen angewiesen ist, oder Politiker und Publizisten, die ihre Karriere auf der Verbreitung von Angst aufbauen, in diesem Fall der Angst vor einem Krieg mit Russland.“ (Ilja Kramnik, Deutschland spielt Krieg, via RT 09. Febr. 2026)

Das war mit 01/2026 ja bloß die Erstausgabe und sie verheißt noch manche Trommeldrehung der Gehirnwäsche bis zur finalen Erstschlagstüchtigkeit.
Nunmehr soll täglich ein Aufsatz zur Vorbereitung des Angriffskrieges gegen Russland erscheinen.

Gewöhnungsausgabe 02/2026:
Der Klerus im Krieg – Vom Feldkaplan zum Militärbischof

 

 

Zum Abgleich:

 

In einem Planspiel („Wargame“) haben die Tageszeitung Welt und die Bundeswehr-Uni mit einigen Politikern und „Experten“ ein emotionales Szenario erdacht, das einen russischen Angriff auf die NATO simulieren soll. Diese öffentliche Inszenierung ist aber militärisch völlig irrelevant: Sie richtet sich statt dessen an die Bürger, deren „Kriegstüchtigkeit“ durch solche unseriösen Spektakel noch mehr gesteigert werden soll.  von Tobias Riegel, 06.02.2026 via NachDenkSeiten – Weiterlesen!

 

Die Wiedereinführung der Wehrpflicht am 1. Januar 2026 wird mit der internationalen Sicherheitslage und der angeblichen Bedrohung „Europas“ durch Russland begründet. Die Debatte insgesamt führt zu einer massiven Militarisierung der Politik in Sprache und Handlung, der Wirtschaft und in den Köpfen der Menschen.
von Alexander Neu, 10.02.2026 via NachDenkSeiten – Weiterlesen!

 

Teil 1: Die Maschinerie – Wie das System funktioniert. Das US-Repräsentantenhaus veröffentlicht einen 160-Seiten-Bericht mit vernichtenden Beweisen gegen die EU-Kommission.
von Michael Hollister, 07.02.2026 via globalbridge – Weiterlesen!

 

 

 

Diese Woche wurde von den Republikanern im Justizausschuss des US-Kongresses ein dicker Bericht zu den Zensurmaßnahmen der EU vorgelegt. Mit hunderten Seiten Dokumenten; aber auch mit einem klaren Fazit: nicht einmal in den USA ist man vor ihnen sicher.
von Dagmar Henn, 07.02.2026 via RT – Weiterlesen!

 

 

 

Der US-Bericht belegt noch etwas: Die Kommission hat sich in Wahlen eingemischt. Und zwar kräftig. Die Zensurstrukturen dienen nicht nur dazu, bestimmte Meinungen zu verbieten, sie sollen auch dafür sorgen, dass so gewählt wird, wie es der Kommission genehm ist.  von Dagmar Henn, 08.02.2026 via RT – Weiterlesen!

 

 

Kontokündigung beim Organisator der EU-Bargeldpetition –
Dem Initiator einer EU-Petition zum Erhalt des Bargelds, Hansjörg Stützle, wurde sein Spendenkonto von der Deutschen Bank gekündigt. Stützle setzt sich seit Jahren für den Bargelderhalt ein.  07.02.2026 via RT – Weiterlesen!

 

 

Nach dem Bericht des US-Justizausschusses ist das europäische Elend der Meinungsfreiheit ohnehin weltweit bekannt. Die UN-Sonderbotschafterin für Meinungsfreiheit hat sich nun auch geäußert, mit vergleichsweise leiser Kritik.   von Dagmar Henn, 10.02.2026
via RTWeiterlesen!

 

 

Riesenschritt des deutschen Kriegskabinetts

Riesenschritt
des deutschen
Kriegskabinetts:

Der Spagat zwischen Mittelalter und Faschismus

 

 

 

Zu den EU-Sanktionen gegen die deutschen Journalisten Alina Lipp und Thomas Röper, deren journalistische Maßstäbe mit dem Telegram-Blog Neues aus Russland bzw. Anti-Spiegel für das schmale deutschsprachige Nachrichten-Spektrum stehen, das nicht von Volksverblödung, Hetze und Propaganda gezeichnet ist, folgt eine akuelle Presseschau einiger dieser Referenz-Medien – vorangestellt die Einordnung von Dagmar Henn, danach die Publikationen in chronologischer Folge.

 

Sanktionen gegen Deutsche – Die Wiedererfindung der Reichsacht
Dagmar Henn, 22.05.2025 via RT, Weiterlesen!

 

EU-Sanktionen gegen Röper und Lipp in Kraft getreten
Thomas Röper, Alina Lipp, 20.05.2025 via RT, Weiterlesen!

 

Was die Verhängung von Sanktionen gegen Thomas Röper bedeutet
Antispiegel, 20.05.2025, Weiterlesen!

 

Juristische Auslöschung ohne Urteil
Sabiene Jahn, 20.05.2025 via
apolut, Weiterlesen!

 

„…wird die EU von meinem Küchentisch destabilisiert!“
Thomas Röper, 21.05.2025 via RT, Weiterlesen!

 

Wie ich in die Tüte für die Tüten kam
Antispiegel, 21.05.2025, Weiterlesen!

 

Kommentar zu Sanktionen gegen Röper und Lipp: Darum hassen Sie uns    Alexej Danckwardt, 21.05.2025 via RT, Weiterlesen!

 

Die Sanktionen gegen Röper und Lipp zeigen die Panik in der EU
Antispiegel, 21.05.2025, Weiterlesen!

 

EU-Sanktionen gegen deutsche Blogger: Bestrafe zwei, ängstige Viele
Ulrich Heyden, 21.05.2025 via
Overton-Magazin, Weiterlesen!

 

Neue Sanktionen: EU schafft Novum, um Kritiker und freie Presse auszuschalten    Susan Bonath, 22.05.2025 via RT, Weiterlesen!

 

Die EU-Sanktionen gegen Lipp und Röper sind ein Skandal
Tobias Riegel, 22.05.2025 via NachDenkSeiten, Weiterlesen!

 

„…als Correctiv darüber berichtet hat“
Roberto De Lapuente, 23.05.2025 via
Overton-Magazin, Weiterlesen!

 

Auf Kriegsfuß mit der Pressefreiheit
Günther Burbach, 23.05.2025 via
manova, Weiterlesen!

 

Juristischer Putsch in Brüssel
Rainer Rupp, 23.05.2025 via
apolut, Weiterlesen!

 

EU sankioniert deutsche Journalisten
Peter Hänseler, 25.05.2025 via Stimme aus Russland, Weiterlesen!

„Falls sich die Damen und Herren in Brüssel und Berlin daran stören, mit Nazis verglichen zu werden, sei ihnen nahegelegt, sich nicht wie solche zu verhalten.“

 

EU sanktioniert deutsche Staatsbürger: Bankrotterklärung für den Rechtsstaaat
Wolfgang Bittner, 26.05.2025 via RT, Weiterlesen!

 

 

Aufgedeckt: Jesu Kontaktschuld /Sehr spätes update 25.Okt.

 

Aufgedeckt:
Jesu Kontaktschuld

Update 25.10.2024

 

 

Die Tageszeitung junge welt, einer der beliebtesten, informativen, unabhängigen Feindsender, wird seit Jahren vom Verfassungsschutz überwacht, in dessen regelmäßigen Berichten als „linksextremistisch“ klassifiziert und dadurch massiven wirtschaftlichen und redaktionellen Benachteiligungen ausgesetzt.

Des Herausgebers Klage dagegen wurde am 18.07. vom Berliner Verwaltungsgericht unter Hinweis auf die Verfassungsschutzerkenntnis, daß es eine jw-Fotomontage mit Wladimir Iljitsch Lenin gebe, wie er die junge Welt liest, abgewiesen.

 

Dieser „positive Lenin-Bezug“  begründet fürs Gericht und Faesers (SPD) Inlandsgeheimdienst eine „umstürzlerische Agenda“,  denn Wladimir Iljitsch habe ja die freiheitlich-demokratische Grundordnung bekämpft.
„Lenin starb 1924. Welche demokratische Grundordnung hatte Lenin in der Zarenzeit denn bekämpft?“ fragt dazu der respektable NachDenkSeiten-Redakteur Florian Warweg  auf der Bundespressekonferenz das Innenministerium, um die von dort gewohnt dämlichen Antworten einzufahren.

 

Bleiben wir beim positiven Lenin-Bezug und den allumfassend unterhaltsamen Konsequenzen seiner bizarren Auslegung.
Hilfreich ist dazu wie immer das Studium der Klassiker.

Ernst Kahl (* am 11. Februar 1949 bei Kiel), der Großmeister der Historienmalerei, hat uns dazu eines der Hundert Meisterwerke der Weltkunst erschaffen, nämlich das Gemälde „Jesus zeigt Lenin seine Wundmale“ (1991).

 

 

Im Zuge der im Faeserbauchladen so beliebten wie bewährten Kontaktschuld-Hypothese müßte es für den um die Person Jesus definierten Verein nun unausweichlich werden, sich von dieser zu distanzieren, wie seinerzeit die SPD von Willy Brandt – das gebietet der nunmehr publikgewordene skandalös-positive Lenin-Bezug und wäre Teil klerikaler Pflichtaufgabe zur Regierungspropaganda und Kriegsertüchtigung der Vereinsmitglieder.

 

Vorm lokalen Hintergrund eines dauersekundierenden Betens, Tutens und Blasens zur Ampelkriegstrommel sollte doch die Superintendentin Eva Hadem  die Gelegenheit wahrnehmen, öffentlich die Distanzschärfe zu dieser Figur Jesus jetzt nachzubessern, um etwaige Enteignung, Vermögenseinzug, Berufs- und Betätigungsverbot, Immobilienumwidmung, gar Bibelverbrennung und Posauneneinschmelzung abzuwenden.

Wahrlich, wahrlich, das sollte sie!

 

Am 26.10.2024 hinzugefügter Kabarettismus

Zensur per Urheberrecht Teil 2

Prodomo

 

 

Zensur
per
Urheberrecht
Teil 2

 

 

Welch ein Tag! Soeben war er mit seinen Redakteurinnen vom Badesee zurückgekehrt, da fand der exit-esens-Schriftführer einen weiteren Karfunkel der Reputation in seinem Briefkasten vor – wahrlich ein Hochkaräter:

Da begehrt eine Kanzlei mit 31 Anwälten und 3 Standorten – Hamburg, Bremen, München – die Löschung zentraler Teile der schönsten exit-esens-Aufsätze aus z.T. längst vergangenen Erzählungen und ouvertürt: „Wir vertreten die OF Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG, Wittmund“denn „unsere Mandantin ist (…) Herausgeberin und Verlegerin der Tageszeitung „Anzeiger für Harlingerland“ „ , beruft sich dazu auf’s Urheberrecht und unterschlägt die Gänsefüßchen bei „Tageszeitung“.

Aber was war geschehn?
Einst hatte Frank Brüling, aka Franky Alcatraz, VW-Polsterer, Offsetdrucker, schließlich Beilagen-Redakteur des Anzeigers für Harlingerland polizeilichen Verspottungsschutz für sein Press-Erzeugnis nach UrhG angefordert, was die Staatsanwaltschaft Aurich jedoch explizit abgelehnt und das anzeigerseits angestrebte Ermittlungsverfahren gegen den exit-esens-Schriftführer eingestellt hatte.

Rechtsrahmen

Daraufhin entsandte die Redaktion mit  Chefredakteuserich Anke Laumann eine Führungskraft, die telefonisch und keck ihre Forderung vortrug, den Spott-Aufsatz „Meditatives Malen“ zu löschen, weil dieser als Kommentar durch Bezugnahme auf den AfH-Artikel gegen das Urheberrecht des Anzeigers verstoße. Dazu berief sie sich auf’s Impressum, das den Rang Allgemeiner GeschäftsBedingungen einnehme und unerlaubte Verwendung von AfH-Erzeugnissen verbiete.

Damit war zwar das Gespräch beendet, jedoch wurde so eine tiefergehende Reflexion angestoßen: Sollte etwa diese angebliche unerlaubte Verwendung die Ursache dafür sein, daß die Zeitung ihre Beliebtheit als Einwickelpapier bei der Fischfabrik eingebüßt hat?
Gibt es etwa AGBs, die außerhalb eines gültigen Rechtsrahmens bestehen können?
Oder ist dies nur ein gern genommener Irrtum bzw. eine fake-Behauptung, die für ihr Funktionieren bloß eine schlichte Leserschaft voraussetzt?
Wie bemißt sich beim AfH-Artikel die „Schöpfungshöhe eines Werkes“ (> § 2 UrhG), das den Schutz durch’s Urheberrecht für sich beansprucht und eine kommentierende o. verspottende Wiedergabe als Rechtsverstoß unter Strafe gestellt sehen möchte?

 

Bewahrer der Schöpfung

Fragen über Fragen, deren Relevanz aber mit der Zeit verblasste, und auf die Darstellung weiterer Feinheiten des Urheberrechts soll hier zunächst verzichtet werden.

Bis … ja, bis plötzlich die Seite exit-esens jeweils zur letzten Monatswoche hin punktuell ungeahnte Klick-Explosionen – bis zu 10.000 Hits/Tag – zu verzeichnen hatte, die nach heutigem Vermutungsstand wohl nur dadurch ausgelöst werden konnten, daß 31 Rechtsanwälte an drei Standorten exit-esens auf verfolgbare Inhalte hin durchkämmten, um dann dennoch willkürlich folgende Aufsätze zu inkriminieren, abzumahnen und Löschungen zu verlangen:

Schrottpresse – mehr müssen Sie gar nicht wissen (28.01.2020)
Blindes Auge – Schützende Hand (07.03.2020)
Mitra – Krummstab -Armbanduhr (05.12.2020)
Schweinebraten-Journalismus (21.01.2021)
Verheber (16.03.2021)
Esens-Petersen-Overbeck-update (03.07.2021)
Rechtsbruch – Geht klar! (10.11.2021)
Erledigte Fälle 2021 (15.12.2021)
Gas wird knapp (08.02.2022)
Die Russen kommen (01.02.2022)
Meditatives Malen (06.04.2022)

 

Selektionsroutine

Daß ein banaler Allerweltssachverhalt – nämlich Nachdruck, Teilabbildung oder Bildzitat aus einer Tageszeitung zu Kommentar-, Kritik- oder Verspottungszwecken – zur Inkriminierung führt, bedarf eines ausgeprägten und hochgeschraubten Selektionsbemühens.
Zahlreiche Zeitgenossen verfahren täglich mit Zeitungsartikeln auf ähnliche Weise, ohne bei ihren Kommentaren dazu in ihrer gesetzlich geschützten freien Meinungsäußerung belästigt oder gar gehindert zu werden.
Daß dies hier zum Zwecke der Rache und Einschüchterung passiert, ist vor dem Hintergrund zwanzigjähriger Erfahrung mit dem Anzeiger offensichtlich. Denn wer sonst entspräche dem AfH-Beuteschema besser als das schüchterne Knabenherz des exit-esens-Schriftführers…?

 

Und das Hochschrauben des Selektionsbemühens hat mit letzter Umdrehung einen interessanten Quietscher generiert:
Verlangt wird unter anderem die Löschung des Links auf den abfotografierten Leserbrief des Esenser Bürgers Arno Nerschbach, und zwar mit folgender Begründung: „Die Autoren der Zeitungsartikel und die Ersteller des Bildmaterials sind für unsere Mandantin tätig und haben ihr entsprechend § 31 Abs. 1 UrhG sämtliche ausschließlichen Nutzungsrechte eingeräumt.“

Das aber wirft nicht nur für Herrn Nerschbach, sondern für alle Leserbriefschreiber, die Knirsch-Frage auf, ob sie denn wohl Kenntnis davon haben, mit der Versendung des Leserbriefs für den Anzeiger „tätig“ zu sein und der Redaktion die „ausschließlichen Nutzungsrechte eingeräumt“ zu haben.

Zumindest würde dies den absonderlichen Begriff der AfH-Pressefreiheit erleuchten, nämlich die Freiheit, Leserbriefe nach Belieben zu verändern, zu verkürzen, zu sinnentstellen, liegenzulassen oder zu vermarkten.

Somit umfaßt die behauptete Abtretung der Nutzungsrechte ebenfalls deren Verfolgungshoheit bei „unerlaubter“ Weiterverwendung sowie die Taxierung der oben bezeichneten „Schöpfungshöhe“, was nicht nur wegen der da innewohnenden Situationskomik nun besonders wichtig wird.

 

Leserbriefbörsennotiert

Der Leserbrief von Herrn Nerschbach ist hier nämlich mit 5.000 € eingruppiert, das ist die Streitwertbemessung der AfH-Anwälte für diesen bezeichneten Einzelposten.
Und da fragt sich der interessierte Leser, wie dann wohl der Leserbrief eines äh … sozusagen klerikalen Halbredakteurs (doppelte Schöpfungshöhe!) wie Anneus Buisman anzusetzen wäre oder gar ein Foto vom Ölbild seiner Gabriele – und wie in Acryl oder Aquarell.

Nun, die Gesamtschöpfungshöhe bzw. deren Streitwert ist mit  53.000 €  angesetzt, 5.000 € für jeden Bezugsartikel und 3.000 € pro Foto.
Darauf fußt die Kostenberechnung für die anwaltliche Tätigkeit über 2.000undnochwas € als erweiterte Forderung gegen den exit-esens-Schriftführer.

 

Gemischter Digitalsalat

Und während nun der Anzeiger seine redaktionellen Defizite mit anwaltlichen Kostennoten zu kompensieren sucht, fragt sich der Leser ständig, wieso ein Analogkäseblatt wiederholt teurer wird und vor lauter Endgeräte-Gezappel überquillt. Verstehe es, wer will: Dieses Funktionssuppenrätsel stolpert über seine eigene multiple Brauchbarkeit ohne jeglichen Anwendungssinn und ohne irgendeine ausgereifte Programmstruktur.
Dieses Kinderblatt mit dpa- und Reklamegemisch unterliegt dem Irrtum, daß fehlende Inhalte besser würden, wenn sie umsortiert und per App und online-Pipi daherkämen – ohne ihre fortgesetzte Entbehrlichkeit wahrzunehmen.

Redaktion und Verlag ist’s ja wurscht, welche Kosten die o.b. Juristenbespaßung verursacht, weil sie in der Folge die jeweilige Schöpfungs- und Fallhöhe bloß neu taxieren, den Leser zur Kasse bitten und die verteuerten Erzeugnisse auf das verbilligte redaktionelle Rechtschreib-, Grammatik-, Zeichensetzungs- und Semantik-Level von 12-jährigen drücken müssen.

 

Schöpfungsästhetik

Und als wäre dies nicht genug der Zumutung, flankieren Redakteusen dies mit Selbstdarstellungen in unbekümmerter Obszönität.
So kriegt – hier exemplarisch – der arglose Leser samstagsmorgens ein Paar adipöse Mauken oder ein Redaktions-Nagelpilz-Selfie auf den Frühstückstisch, die aber an dieser Stelle verschämt in einem Link hinterlegt sein müssen, weil sie in offener Darstellung die ausgewogene Text- und Bild-Ästhetik von exit-esens besudeln würden. Und das geschichtliche Vorschulniveau bekommt dann noch offenbart, wer sich vom Anzeiger die KZ-Insassen als Schlafanzugträger [sic], somit den Holocaust als Kissenschlacht überliefern lassen muß … – Schrottpresse!

 

Endlich was Anständiges

Aber wir wollen auch vom Guten, Schönen, Wahren berichten und unterbreiten deshalb hier ein Angebot, das nicht ausschlagen kann, wer Selbstachtung und intellektuelle Unversehrtheit sich erhalten und weiterer Zumutung entziehen möchte.
Einige solide Informationquellen wurden bereits im exit-esens-Artikel Feindsender gelistet und sind dort nach wie vor als Links abrufbar.
Wer aber nach Kündigung seines Anzeiger-Abos die Kündigungsbestätigung vorlegt, erhält ein besonderes Präsent: Nämlich ein Werk des Spiegel-Bestseller-Autors Albrecht Müller  „Glaube wenig – Hinterfrage alles – Denke selbst“.
Ein gutes Buch, das in’s Schatzkästlein eines jeden deutschen Widerstandskraft-Haushalts (Steinmeier) gehört, bevor das Kriegsregime im Zuge weiterer Novellierung des § 130 (5) StGB dessen Verbrennung anordnet.
Ein Geschenk von exit-esens!
Versprochen! Es gilt das geschriebene Wort!

Bis dahin bemüht sich die anwaltliche Vertretung des exit-esens-Schriftführers unverdrossen und ohn‘ Unterlaß, der Gegenseite die gesetzlichen Ausnahmen und Zulässigkeiten des Urheberrechts nahezubringen (§§ 51a, 49 UrhG).

Eine fortgesetzte Austragung des Sachverhalts aber dürfte mit etwas größerem öffentlichen Interesse verfolgt werden, denn wenn der Anzeiger etwa einen Prozeß in der Sache verliert, dräuet die nächste Preiserhöhung, einhergehend mit vermehrten Zappel- und Nonsens-Apps bei weiterer Personal- und Qualitätsverschmächtigung.

AfH-printausgabe, 01.11.2022
AfH-printausgabe, 01.11.2022

Nachschlag
Als Treppenwitz zum AfH-originellen Verständnis des Urheber- und Presserechts mag auf den heutigen Anzeiger-Artikel von Leo Ensel auf S. 19 verwiesen sein, s.o.: „Russische Deserteure in der EU“.
Hier ist der Link auf den vollständigen Text, damit er auch Nichtabonnenten des Anzeigers zugänglich und vollständig lesbar ist!
Der Link geht allerdings zu den Nachdenkseiten, weil dort der Text nämlich am 28.10.2022 sowie schon am 23.10.2022 bei GlobalBridge  erschienen ist und von dort Weiterverbreitung ausdrücklich begrüßt und erwünscht wird ! Schmunzelschmunzel !

 

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Franks feuchter Traum

 


Franks feuchter Traum –
Zensur per
Urheberrecht

 

 

 

 

 

 

 

Zu Ostern eine Freude machen!
Den Hilfsbedürftigen unter den exit-esens-Lesern hatten wir zunächst eine kleine solche bereiten wollen, jedoch der Feiertag war schneller als die Organe der Rechtspflege:
Beilagenredakteur Frank Brüling, Ladeschütze an der > Feldhaubitze (kein Vogel!) der regionalen Volksverdummung, nämlich dem Anzeiger für Harlingerland, hat unlängst erfolgreich polizeilichen Verspottungsschutz angefordert. Tatsächlich!

„… Warum bzw. mit welchem Hintergrund haben sie den Beitrag „Schweinebraten-Journalismus“ und den Beitrag „Systemrelewanz'“ verfasst?“

veranlaßt also FBL jenen Polizeikommissaranwärter vom Wittmunder Kriminal- und Ermittlungsdienst am 10.02.2022 an den exit-esens-Schriftführer zu schreiben, den er damit einer Straftat nach dem Urheberrechtsgesetz beschuldigt, die mit bis zu 3 Jahren Freiheitsentzug ! bestraft zu werden erwünscht ist und die am 21.01.2021 durch den Beschuldigten am AfH-Redakteur Brüling verübt worden sei. Das ist schneidig, aber nicht ungefährlich, jemanden einer Straftat zu bezichtigen, die dem 3 Jahre Knast zuzueignen vorsieht.

Tja, was verursacht den Phantomschmerz einer Wunde, die einem Beilagenredakteur vor mehr als einem Jahr zugefügt worden sein will?
Nun dies: Er möchte einfach das „unerlaubte“ Kopieren bzw. Zitieren und Kritisieren seiner Erzeugnisse verboten, zensiert, unter Strafe gestellt und den Zitator kriminalisiert wissen.
Damit ist er bekanntlich in Esens nicht allein! Was also soll falsch daran sein?
Ob solcherart pervertierte Rechts- und Berufsauffassung gar Voraussetzung für einen Presseausweis vom Anzeiger für Harlingerland ist, wollen wir zunächst besser im Dunkeln lassen und vielleicht später erhellen.

„Warum … haben sie den Beitrag … verfasst?“

Was hier auf den ersten Blick wie eine Gestapofrage daherkommt, ist auch auf den zweiten wohl nichts weiter als das totalitäre Gesinnungsgerümpel … ja, wessen eigentlich, muß wohl offen bleiben. FBL, PKA, beider…? Verbürgt ist ja lediglich, daß der Herr Brüling als sogenannter Leiter des Esenser Turmmuseums über ein ganz besonders konserviertes Oberstübchen verfügt.

Der PKA des Kriminal- und Ermittlungsdiensts erhielt nun aber von der zuständigen Oberstaatsanwältin bereits am 08.02.2022 – Aha! – eine Verfügung u.a. mit dem Hinweis, daß in der Sache ein öffentliches Interesse nicht vorliege und dies allenfalls ein Antragsdelikt sei, somit der damals verspottete FBL binnen drei Monaten nach Wahrnehmung seiner Beschmerzung vom 21.01.2021 Strafantrag hätte stellen müssen – was jedoch nicht erfolgt war.

Das aber, wie aus der Ermittlungsakte hervorgeht, genügte dem Freund & Helfer nicht, er telefonierte nochmal mit dem Beilagenredakteur und aktenvermerkte dann, (entgegen dem staatsanwaltlichen Rechtshinweis) den Strafantrag nachträglich bei Brüling „eingeholt“ zu haben – ein Sachverhalt also, der ob der vollzogenen Selbstermächtigung in der Regel gern als „Tendenzermittlung“ bezeichnet werden darf.

Doch anstatt endlich die erbetene Ermittlungsakte dem Beschuldigten-Anwalt zur Einsicht zu überlassen, damit überhaupt eine sachgerechte Verteidigung ermöglicht würde, schrieb der PKA in weiterer Selbstermächtigung dem Beschuldigten dies:

„Kurzmitteilung
Hiermit werden sie aufgefordert die Beiträge „Schweinebraten-Journalismus“ und „Systemrelewanz“ von der o.g. Internetseite zu entfernen.“

Interessant: Zeigt da ein PKA der Staatsanwaltschaft Sinn und Grenzen des Brülingschen Rechtsbegriffs auf?
Ja Pustekuchen!

Nach verzögerter Akteneinsicht und anwaltlichem Schriftsatz unter Verweis auf § 49 (2) UrhG wurde das Verfahren aus den obengenannten Gründen eingestellt. Denn siehe, § 49 untersagt keine Vervielfältigung von in Zeitschriften und Zeitungen veröffentlichten Nachrichten etc., das wär ja noch schöner.

Die Anwaltsfrage nach der Ermächtigungsgrundlage des polizeilichen Übergriffs blieb unbeantwortet, das totalitäre Gesinnungsgerümpel blieb unaufgeräumt, und es wäre jetzt gar zu reizvoll, wenn Martina Ricken, die AfH-Gerichtsreporterin und Kollegin des FBL, noch eine justizfachliche Darstellung zu dieser Farce zustandebrächte.

So mußte Herrn Beilagenredakteur Brüling und seiner Esenser Heimat-Szene-Blase die erwartete Osterfreude verspätet, aber doch noch, getrübt werden.
Immerhin mal wieder ein netter Kriminalisierungsversuch.
Hilke Branding-Rettig u. Joachim Rettig, Café Ostfriesenherz (Az. NZS 220 Js 24586/20) und Michael Schmitz u. Christiane Anuschka Schmitz (Az. NSZ 4 C 316/20 u. NSZ 110 Js 20532/20) und eine „Latexgöttin“ (ohne Az.) und Frank Brüling (Az. NSZ 310 Js 3857/22) und der Lokalpropagandist des bundesgrünen Kriegs- und Kollapskonzerns (ebfls. noch ohne Az., weil stets aus 2. Reihe) … und was da mehr noch vorkommen mag – vielleicht sollten solche es demnächst noch mal mit ’ner Sammelklage versuchen !?

Zumal derzeit mit Corona, Ukraine und Russland ja gern politische Straftatbestände neu kreiert werden, böte sich gewiß was an. Da sollte sich doch in diesem Text zumindest ein Z finden und noch was draus machen lassen: Café OstfriesenherZ und Michael SchmitZ & Christiane „Anuschka“(!) SchmitZ und Franky AlcatraZ und Frank SZiedat und Kriminal- und ErmittlungsdienZt.
Strafbewehrt mit RäZelhaft, nicht unter 3 Jahren … Z z z z…!

 

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