
Politische
Leistung:
Pfötchenheben
Nachdem die SPD Esens ihre asozialen Medien wie Fb-Seite und Internetauftritt langjährig mit Belanglosigkeiten beschmächtigt hatte, flutet die Pistorius-Partei nun erwartungsgemäß zur Kommunalwahl ihre Kanäle mit Reklamemärchen rosiger Zukunft, die bereits 2021 und davor aufgetischt waren.
Aufguß
Wer mag, kann diese voneinander abgleichen und die Frage im Raum stehen lassen, warum die alten nicht verwirklicht und stattdessen bloß neue aufgelegt wurden.
Interessanter und erheblich aufschlußreicher in diesem Kontext aber ist die Vermessung der Kluft zwischen der Selbstwahrnehmung des Ortsvereins und des Einwohners Wirklichkeit.
„Was wurde bewegt? Ermöglicht?“
richtet da ein argloser Bürger, der dort noch nicht geblockt ist, seine Frage an die Propaganda-Ikonen in ihrem sozialdemokratischen Tutti Frutti.
Bescheiderteilung
Dafür bekommt er wohl von einem minderjährigen vorlauten Pimpf und ZweitJuso aus der Deckung der kommentargesperrten SPD-Seite heraus einen anonymen Bescheid erteilt, der sich gewaschen hat, nämlich „Eine kleine Auswahl dessen, was die SPD in Esens bewegt und auf den Weg gebracht hat“.
Übrigens dürfte das die Grünen, CDU und EBI, die ansonsten zusammen mit den Genossen stets die Einvernehmlichkeit ihrer Beschlüsse glorifizieren, über alle Maßen irritieren, von den folgenden Sozi-Anmaßungen wenig solidarisch ins Abseits gestellt zu werden.
Angemaßt
„… bewegt und auf den Weg gebracht“ heißt ja zunächst nichts weiter als bar jeglicher Kenntnis eines Zusammenhangs das Pfötchen gehoben zu haben.
Denn was sich da in pubertärer Naseweisheit gelistet findet, sind zumeist Pflichtaufgaben der Kommune, d.h. laufendes Geschäft der Verwaltung, nämlich zum kleinen Teil Maßnahmen, die allenfalls dem Leistungsverzeichnis beauftragter Firmen entsprechen und zum größeren Teil aber offensichtlich aus dem Auftragsbuch des Baubetriebshofes abgeschrieben sind.
Da beanspruchen die Genossen für sich unter anderem die Sanierung diverser Straßen, Stabilisierung des Tourismusbetriebs, Erweiterung des Barkeltiefs, Unterstützung eines Kunstrasenplatzes, Planungen, Anbauten und Modernisierungen verschiedener Baukörper bis zu Toiletten und Klassenraum usw. … nicht aufgeführt sind tägliche Leerung der städtischen Abfallbehälter, Reinigung der Gullys und Gräben, Weihnachtsschmuck, Winterdienst und Schützenfest-Regie.
Das ist die Sozi-Variante von Urheber-, Titel- und Leistungslüge einer Fake-Politik, die sich gewohnheitsmäßig mit fremden Federn schmückt und sich ins Bild schiebt, wenn Dritte eine Aufgabe sachgerecht fertiggestellt haben, mit der sie nicht das geringste zu tun hatte.
Dort bewegt sie sich in einem Wahrnehmungskosmos, der sie ihre Dauererzählung und fb-Selfies für Wirklichkeit halten läßt, wo jedes Hobby zum Ehrenamt und das bloße Pfötchenheben zu verdienstvoller Politik deklariert und als solche weitererzählt, und die Erledigung des laufenden Verwaltungsgeschäfts als eigene besondere Sozi-Leistung beansprucht wird.
High potentials
De facto würde wohl niemand von denen auch nur einen einzigen Antrag formuliert kriegen, kennt nicht das Geringste von Förderstrukturen etc., weiß nicht, wie ein Ministerium sich in Politik und Verwaltung gliedert, wie Ausschreibung, Leistungsverzeichnis, Verwendungsnachweis strukturiert sind, was Toilettensanierung beinhaltet und warum ein Barkeltief erweitert wird.
Da sei sie just an dieser Stelle ebenso erwähnt, die weitere „kleine Auswahl dessen, was die SPD bewegt und auf den Weg gebracht hat“, das heißt aber hier, was sie sich regieführend zuschreiben lassen muß, nämlich:
* Multipler Rechtsbruch der Causa Umgehungsstraße;
* getürkte Planung zur Kita Bärenhöhle zur Umgehung des Europ. Vergaberechts;
* Stadtwerkeverkauf samt Kläranlage an OOWV;
* Zwangsanschluß von Dunum, Moorweg, Stedesdorf;
* Verschenkung des Bensersieler Therapiezentrums;
* Sado-Maso-Puffbetreiber als B’sieler Kurdirektor;
* tiny-Häuser: Ausverkauf der B’sieler Quartiersentwicklung;
* Sandkasten als Freibadersatz;
* unrühmliche Causa Stadtrat-Petersen-Overbeck;
* Verhunzung gesunder Landschaft: Agri-PV und Windräder;
* Vereitelung des Bürgerantrags z. Wiederbelebung des JuPa;
* Baumschutzsatzung torpediert;
* kaputte, getürkte Windkraftbefragung;
* langjähriges Haushalts- und Absegnungsdebakel;
* Gewerbeflächenpolitik für Hobbybetreiber;
* karikativ-historisches Stadtbild, orangenfarbene Asiabude etc.;
* gläserner Fahrradständer an der Mühle für 52.000 €;
* größenwahn-kulturelle Aneignung:
„Das Wattenhuus zeigt, wie erfolgreiche SPD-Politik aussieht“,
… wenn man nicht dahinterblickt !
Sonst noch was …?
Selbst im eigentlich politischen Bewegungsrahmen schaffte sie noch nicht mal die Etablierung einer dauerhaft verläßlichen Fußgängerzone.
Im Gegenteil, da pflegen Genossen noch spöttisch mitsamt ihrer Sippschaft das belebte Gästeaufkommen dort zu durchfahren, so daß der Bürger versucht ist, dem Ratsherrn den Schirm in die Speichen zu führen, und wenn Thedinga dann sowas von auf die Nase fällt, ist Holland in Not und schon hat man wieder Stadtrat, Kollegium usw. gegen sich … ich schweife ab…!
Daß jedenfalls die SPD-ausposaunten und -beanspruchten Leistungen in der Regel gemischt anspruchsvolle Verwaltungsaufgaben sind, die diese ja auch ordnungsgemäß erledigt, wirft aber dennoch ein Schlaglicht auf die polit-konzeptionelle Faulheit und Verwahrlosung des Esenser Parteibetriebs.
Miteinander – Füreinander?
Denn in einem intakten kommunalen Gemeinwesen bilden der Ausschuß/Rat einerseits und die Verwaltung andererseits in Summe das städtische Amt. Dort erarbeitet die Politik, d.h. die Parteien mit ihren sachverständigen Arbeitskreisen und -gruppen, z.B.Stadt-Konzepte mit Ziel und Inhalt und beauftragt die Verwaltung alsdann mit der methodischen Umsetzung, begleitet diese und fragt sie ab.
„Die Verwaltung wird beauftragt…“ lautet also der regelmäßige Schlußsatz in den Niederschriften gesunder Kommunen.
In Esens aber waltet seit langem eine hochbräsige, -näsige Umkehrung: Da wartet die Politik, was ihr die Verwaltung aus dem Fundus ihrer Pflichtaufgaben bzw. dem Spektrum etwa bekanntgewordener Förderprogramme bzw. anstehender Notwendigkeiten zum Beschließen vorzulegen geneigt ist, um alsdann durch bloßes Pfötchenheben ihr Dasein zu begründen und sich für ihr „Ehrenamt“ mit jeglicher Haftungsfreistellung für Handlungen, Ankündigungen o. Behauptungen konsensuale Ehrenbezeugungen und gefälschte Leistungsnachweise auszustellen. Deshalb entwickelt sich recht wenig außer leidlichem Erhaltungszustand, Legendenbildung, politischem Unverstand und Selbstgefälligkeit.
Blockade schützt Narrativ
Kein Instinkt sagt ihnen, daß Entwicklung und Fortschritt aus Dissens, Kritik und Widerspruch erwachsen, nicht aus einmütiger Einfalt.
Mit den sozialdemokratischen Leistungslügen einher geht deshalb die Abschottung gegen Kommentar und Kritik zu ihren falschen Verlautbarungen durch fb-Blocken, shadow-banning und geheime Themenverkasperung im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuß. Die bezeichneten SPD-Seiten sind dann für kritische Bürger und deren Freundeskreise gar nicht mehr erreich- und sichtbar.
So agieren diese lupenreinen Demokraten, Transparenz- und Partizipationspropheten dauerhaft unwidersprochen im gesicherten Schutzraum ihrer Blase, die von einem sachgerechten Gedanken nicht getrübt werden kann. [Gerade die Ausweitung ihrer Zensurblockaden auf Kritiker-Angehörige – Sippenhaftung – rückt sie näher an einen gebrauchsfaschistoiden Einschlag, als er bei einer AfD bislang behauptet werden könnte.]
Da ist’s dann auch herzlich entbehrlich, vom city-cruisenden OV-Vorsitzenden auf der Straße angesprochen zu werden.
Rechtsbehelfsbelehrung
Schließlich noch ward dann dem fragenden Bürger die spöttische Titulierung „Herzensprojekt“ hinterhergeschmissen für die wiederholte Thematisierung des fehlenden Radwegs von Hartward bis Ostbense, der seit 40 Jahren überfällig ist.
Und der finale Rechtsbehelf des schnoddrigen Bürgerbescheids lautet ebenso stilsicher:
„Dabei wäre es förderlich, wenn Sie nicht immer nur im Netz alles kritisieren, was unsere Partei tut, sondern sich auch selbst aktiv einbringen würden.“

