Am Vorabend von
Barbarossa II

Wir sind die Drehscheibe
Der „Operationsplan Deutschland“ soll das entscheidende Konzept der Bundesrepublik für den Verteidigungsfall sein, wirkt jedoch eher wie ein Programm zur Kriegsertüchtigung.
von Reinhard Faudt via Manova 30.06.2026 – weiterlesen!
Das bundesdeutsche politische Ziel ist die Überfalls- und Erstschlagstüchtigkeit, der Spannungsfall, der jegliche Kriegswirtschaft und den fließenden Übergang in den Krieg legitimiert.
Das gesamte gesellschaftliche Leben wäre beendet, die Bundesregierung wird ihr dreckigstes Gesicht zeigen, wir werden uns in einer Art Militärdiktatur wiederfinden, in der nur ein Gesetz gilt: das der Kriegstreiber.
Unser altes Leben ist schon jetzt beendet, der soziale Kahlschlag ist Teil des Krieges, nicht Teil einer gesellschaftlichen Debatte darüber, was „wir uns leisten können“. Wir könnten uns ALLES LEISTEN, Schulen, Renten, Brücken, Klos, Bildung, Gesundheit, es wäre überhaupt kein Problem.
Aber die Bundesregierung ist im Krieg. Sie strebt ihn nicht an, sie ist mittendrin.
(Tom J. Wellbrock)
Da sitzen sie, unsere lokalen Politdarsteller, wie zufällig im Zentrum der Drehscheibe und es wird ihnen nicht mal schlecht.
Was verstehen sie, was publizieren sie, wo verorten sie sich derzeit?
Welcher Wahrnehmung, welchen Habitus‘ bedarf es, um Barbarossa II zu ermöglichen, bei diesen Ortsvertretern einer verwahrlosten Europa- und Bundespolitik, die später jegliches Wissen von sich weisen werden?
Wer sich derzeit fragt, was unser lokalpolitisches Spitzenpersonal in dieser verschärften Vorkriegszeit so umtreibt, ist bei der Definition der „Spitze“ unserer Leistungsträger nun mal leider auf deren drollige Selbstwahrnehmung zurückgeworfen.
Mit dem Foto ihrer Kandidatenliste schaute sich der Ole für facebook selbst über die Schulter und publiziert eben die Liste, die sie für ihre Kommunalwahl ausbaldowert haben. Die Reihenfolge Karin Emken, Fokko Saathof, Ole Willms, Erwin Freimuth, Dörthe Utesch, Heiko Willms, Kurt Zart, Silke Martens, Udo Folkerts, Thilo Thedinga, Helmut Eiben usf. usw. … ist auch ein Hinweis auf der Sozis Personalproblem.
Denn siehe, letztens waren die Parteien und Wählergruppen von der Verwaltung aufgefordert, bis 16.04.2026 Personen zur Besetzung der Wahlausschüsse und -vorstände für die Kommunalwahl im September zu benennen.
Da kam aber nix, die haben niemanden benannt.
Denn eine Mitgliedschaft im Wahlausschuß o. -vorstand schließt gem. NKWO eine Kandidatur aus. Somit sieht deren Rollenverteilung vor, daß die Politdarsteller sich vorrangig auf Kandidatenlistenplätze drängeln anstatt beim Wahlablauf mitzuhelfen; hingegen ihre Wahl zu organisieren, behalten sie dem Bürger vor.
Widmen wir uns der Liste, denn sie versammelt die örtlichen Repräsentanten der Nationalen Kriegswirtschaft in zweifelsfreier trauter Einmütigkeit, und zwar als Dreierwette auf Emken, Saathoff, Willms.
N° 1: MdL Karin Emken
So posierte kürzlich MdL Karin Emken in der Esenser Hausarztpraxis Nagel (u.a. Sprecher der Kassenärztl. Vereinigung Niedersachsen KVN, Kreisstelle Aur/Wtm und des Berufsverbands der Hausärzte sowie Vorsitzender des Ärztevereins des Landkreises Wittmund) zur Kritik an der Unterfinanzierung der Gesetzl. Krankenversicherung, an Leistungskürzungen, Unterversorgung, Honorardeckelung und Ärztemangel, ohne daß ihr aufgefallen wäre, daß dies Teil des sozialen Kahlschlags ist, der die Kriegsmedizin als Effekt fortschreitender Verwahrlosung ihrer Politik mitfinanziert. Die geteilte Sorge werde sie dem Landesgesundheitsminister vortragen und ihn um Einflußnahme in Berlin bitten.
Damit befeuerte sie lediglich die infantile Suggestion, es gäbe eine demokratische Teilhabe und politische Willensbildung von unten nach oben: Kommune > Kreis > Land > Bund – die kürzere Adresse aber wäre ja ihre Polit-Kollegin Siemtje Möller, deren pervers-üppiger Wirkungsbereich, nämlich die deutsche Kriegspolitik, sämtliche Kürzungen in der Daseinsvorsorge der Bevölkerung verantwortet und hemmungslos vorantreibt. Beim Sozi-Grillabend haben beide noch lange darüber gelacht.
Und im Kleide der Sorge um’s Patientenwohl beanstandete daselbst Ärzte-Funktionär Wolfram Nagel die gesetzlich vorgesehene Honorardeckelung.
Dazu erzählte – auf meine Nachfrage nach etwaiger Involviertheit in die anstehende Kriegsmedizin – jüngst ein befreundeter Facharzt von jenem Fragebogen von Ärztekammer/BmVG, der die Kriegstauglichkeit der Praxen erfaßt, u.a. hinsichtlich Vorräten an Desinfektionsmitteln, Verbandmaterial, Medikamenten, OP-Besteck, Personalkapazität, Ausstattung, Notstromaggregat etc. Dies entsprach tatsächlich weitgehend der laufenden Zurichtung der zivilen Arztpraxen auf Kriegserfordernisse sowie einer schlichten KI-Abfrage, die ja auch nix als bereits Bekanntes wiedergibt.
Doppelter Bruch – Der Hippokratische Eid
Hat man von Ärztefunktionär Dr. Nagel, der ja gar während des Corona-Feldversuchs als wichtiges Sprachrohr für Verhaltensappelle und die Organisation der regionalen Ärzteschaft fungierte, dazu je ein Statement vernommen? Hat man nicht.
Dabei fällt es in seinen besonderen Kompetenzbereich als Medizinethiker, wenn die Kriegswirtschaft ihr Personal gleich mehrfach vom Hippokratischen Eid entbindet, indem die Zurichtung auf Kriegsmedizin sowie deren Verschweigen den Krieg erst ermöglichen, und wenn die erzwungene Triage zugunsten der Vorrangbehandlung von Militärs (und Politik- u. Verwaltungsexponenten) der unterlassenen Hilfeleistung an der Zivilbevölkerung gleichkommt …
Und abermals kommt Freude auf, wenn dann Karin Emken zusammen mit Olaf Lies vor dem Landtag gegen sich selber – pardon – gegen einen Sozialabbau „demonstriert“ , an dem sie selber insofern maßgeblich beteiligt ist, als die Kriegswirtschaft sich mit dem behaupteten propagierten „Sozialstaat“ nun mal nicht verträgt, sondern dessen Zerschlagung deren Prosperität erst möglich macht.
Ein einfacher Kontext, den zwar ein Durchschnittsbürger verspürt und versteht, weil er ihn täglich reingezwiebelt kriegt, der den lachenden Sommerfest-„Demonstranten“ aber so fern ist, daß sie ihn mehrfach verfloskelt präsentieren müssen:
„Reformen sind notwendig“ – „Soziale Sicherungssysteme zukunftsfest machen“ – „pauschale Kürzungen darf es nicht geben“ – stattdessen sollen sämtliche Verschlechterungen und Plünderung der Sozialsysteme mit den „Betroffenen gemeinsam gestaltet werden“ – und unsere „Ziele bleiben“, selbst wenn Pistorius sich vor Lachen nicht mehr einkriegt …
Wir erinnern uns: „Der soziale Kahlschlag ist Teil des Krieges, nicht Teil einer gesellschaftlichen Debatte“ – somit dies längst keine Debattenbeiträge mehr sind, sondern Kriegsvorbereitung.
N° 2: Fokko Saathoff, SPD-Vorsitzender
Fokko Saathoff, der Vorsitzende der Esenser SPD und Inhaber von Listenplatz zwo, hat dazu nun schon seit längerem sein politprogrammatisches Potenzial heruntergefahren und präsentiert ein irritierendes Kognitionsrätsel:
„Wir müssen die Kosten im Gesundheitssystem reduzieren.
Da wird es auch schmerzhafte Veränderungen geben.
Wir können nicht nach Reformen rufen, tragen aber Einschränkungen zum Teil nicht mit.
Wir sind eine Solidargemeinschaft und tragen alles gemeinsam.“
Dem möge folgen, wer Fokkos Kosten kennt, der als Beamter nie eingezahlt hat. Wen schmerzen Veränderungen? Wer kann nicht nach Veränderungen rufen und warum nicht? Wer trägt Teile von Einschränkungen und welche Teile nicht? Und daß Beamte und Abgeordnete eine Solidargemeinschaft sind und alles tragen? Hmm …
Auch die sonstigen fb-Kommentare des 1. Vorsitzenden unter beliebigen Posts kennzeichnen besorgniserregend das politische Profil der Esenser Sozis.
N° 3: Ole Willms, Vorstandsmitglied, Juos-Vorsitzender

Gibts einen knallhärteren Beleg für den Jahrhundertmördersommer mit Hirnschmelze, als daß der Ole als SPD-Poolboy für den kommunalen Hitzeplan badet?
Oder Hufeisenplan?
So wie er im Rahmen des Wohnungsnot-Jahrhundertprojekts der Sozis nun als Makler den lokalen Immobilienmarkt befruchtet, wohin er seit geraumer Zeit umgesattelt hat und nun nach 25 erfolglosen Semestern Wirtschaftsdingens mit 33 Lebensjahren ein neues Pferd besteigt und weiterreitet und reitet und reitet, auf daß niemand mehr behaupten möge, er sei berufsunfähig.
Offen bleibt dabei die Anwartschaft (kommt von warten) auf ein Seniorenstudium an der Uni Oldenburg ab 45. Denn was sind schon 12 Jahre? Doch auch nicht mehr oder weniger als ein Heimschläfer-Wirtschaftsdingensstudium in Wilhelmshaven.
Herrje, diese SPD bewirtschaftet so viele Schachtelstrukturen (Stiftungen, PR-Agentur, Tinnef-Großhandel etc.), da sollte es doch möglich sein, beschützende Werkstätten zu unterhalten, wo sonderbegabte Lokalsozis in virtuellen Politikräumen vom realen Gemeinwesen ferngehalten werden.
Mit der weiteren Betrachtung des Listenplatzinhabers N°3 wird die sozialdemokratische Selbstverortung am Vorabend von Barbarossa II in Kürze fortgesetzt…
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