Agri-Solarpark Tonnenkamp – Insolvenz und Pause! Aktualisiert 11.10.2026

 

Agri-Solarpark Tonnenkamp
Insolvenz und Pause !

 

 

 

Am 23. Februar 2026 wurde das o.b. Vorhaben im städtischen Bauausschuß vorgestellt und anschließend ausführlich hier und hier dokumentiert.

 

Heute erreicht uns dankenswerterweise eine Pressemitteilung der verantwortlichen Projektpartner Next2Sun Projekt GmbH und STROMANBAU vom 28. September 2026 des Inhalts, daß das Vorhaben zunächst auf absehbare Zeit ruhend gestellt wurde.

Im Wortlaut hier. Begründet wird die Entscheidung mit „neuen Erkenntnissen zum erforderlichen Ausbau des Stromnetzes.“

 

Hinzu kommt gewiß, was in dieser Presseerklärung nicht thematisiert wird, aber in der Branche aktuell für Aufsehen sorgt, nämlich, daß der Projektbetreiber Next2Sun Projekt GmbH im Zuge längerer erfolgloser Suche nach Investoren für zwei Tochtergesellschaften die Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt hat.

 

Demzufolge dürfte es vorerst bzw. absehbar ruhig bleiben an Jüchertor, Barkelweg und Tonnenkamper Weg in Esens – zweifellos zur Freude der betroffenen Anlieger, sowie Siedlung Mühlenkamp (Blendwirkung) und Stedesdorf (Baustellen- u. Bewirtschaftungsverkehr).

 

Ohnehin hatte die Expertenprognose die Richtung des Vorhabens dahingehend skizziert, daß dieses nicht ohne die zusätzliche Errichtung ganz erheblicher Speicherkapazitäten realisierbar wäre, die nochmals gravierende Eingriffe in Natur und Flächenbedarf erfordert, andererseits aber durch einen vervielfachten Investitionsbedarf die Realisierungswahrscheinlichkeit tüchtig abgeschmolzen hätten.

 

„Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.“ (Prospekt-Zitat Next2Sun)

 

 

Noch etwas tiefer … :

 

Next2Sun Mounting Systems GmbH :
6 Prozent für Solar – aber wer trägt eigentlich das Risiko?

6 Prozent Zinsen pro Jahr, Einstieg bereits ab 500 Euro und dazu das Zukunftsthema Solarenergie: Auf den ersten Blick klingt das aktuelle Crowdinvestment der Next2Sun Mounting Systems GmbH durchaus attraktiv. Doch Anleger sollten sich nicht vom Zinssatz und vom grünen Geschäftsmodell blenden lassen. Denn wer genauer in die Angebotsunterlagen schaut, stößt auf eine Reihe von Punkten, die eine deutlich nüchternere Betrachtung erforderlich machen.
von Redaktion DieBewertung.de, 08.09.2026 – Weiterlesen!

 

Next2Sun-Insolvenz:
Anlegergelder in Millionenhöhe im Spiel –
Rechtsanwalt Daniel Blazek über die Risiken
für Investoren und Kunden

Die Insolvenzanträge bei zwei Gesellschaften des Solarpioniers Next2Sun sorgen für erhebliche Verunsicherung. Denn unsere Recherche zeigt: Auch private Anleger haben über Crowdinvesting und Nachrangdarlehen Geld in die betroffenen Unternehmen investiert. Hinzu kommt eine Unternehmensanleihe mit einem nahezu vollständig platzierten Volumen von 2,5 Millionen Euro, bei der mögliche wirtschaftliche Verflechtungen innerhalb der Unternehmensgruppe besonders genau geprüft werden müssen.
Von Redaktion
DieBewertung
, 11.10.2026 – Weiterlesen!

 

 

Und ganz nebenbei …

 

 

… stellt sich die Frage, wo sie denn verdammt noch mal herkommt, diese Affinität der Esenser Entscheidungsträger in Stadt- und Samtgemeinderat zu jenen stets spektakulär auftretenden Vorhabenträgern, deren Schachtelkonsortien und deren Insolvenzen.

 

Erinnert sei im Kontext „Tiny Houses Bensersiel“ an NuRoKa GmbH & Co.KG  sowie an Friesische Huus & Heim GmbH & Co.KG.
Und der Herr Benedikt Nickel, der für Next2Sun noch als Investor am 23.02.2026 den Mitgliedern des städtischen Bauausschusses die Agri-Solar-Projektkonzeption seines Vorhabenträgers so eloquent verabreicht hatte, ist seit Mai des Jahres dort auch schon wieder weg!

 

Ein Fluch?
Als, wenn auch bloß spirituelle, Schutzmaßnahme galt ja einst die Energiegesellschaft der Samtgemeinde Esens mbH, verheißen im Februar 2023, eingetragen und verkündet im Oktober 2024, mit dem laut Gesellschaftsvertrag nicht unbescheidenen Versprechen: „Die Errichtung, der Erwerb und der Betrieb von Anlagen zur Gewinnung von regenerativer Energie“ als „kommunales Unternehmen zur Erfüllung eines öffentlichen Zwecks gem. § 136 Abs. 1 Satz 7 NKomVG.“

 

War die jemals tätig? Gibt’s die überhaupt noch?
Und warum???